Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Brokervergleich
  • Kostenlos das TRADERS´ Magazine erhalten

Allgemein

Iranisches Öl wohl nur noch gegen Euros – Russland und China Vorreiter

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Man nenne es eine Provokation gegen die USA? Heute veröffentlichte die staatliche iranische Ölgesellschaft „National Iranian Oil Co“ man erwarte von Indien die Rückzahlung noch offener Öl-Schulden in Euros. Indien bzw. indische Öl-Abnehmer sollen dem Iran noch insg. 6 Milliarden US-Dollar schulden. Man erwarte, so das heutige Statement, die Zahlung dieser Summe in Euros. Zitat:

„The pending payments now total to over $6 billion which Iran has agreed to receive in installments over the next six months. The Central Bank of Iran (CBI) has informed India that the installments should be made in euro because Iran will not be able to undertake dollar settlements through the US financial system. Iran will be opening or re-activating euro accounts with Indian banks and would like to have the money transferred from refiners into these accounts. Essar Oil and Mangalore Refinery and Petrochemicals Ltd (MRPL) is likely to be asked to clear its outstanding of close to $3 billion first. Indian Oil Corp (IOC), which owes over $400 million to Iran, may be the second in the queue followed by smaller payments by HPCL-Mittal Energy Ltd (HMEL) and Hindustan Petroleum Corp.“

 

Was liest man da? Man verlange die Zahlung in Euro, weil es dem Iran nicht möglich sei Abrechnungen bzw. Umrechnungen in US-Dollar vorzunehmen durch das US-Abwicklungssystem für Dollars. Darf man diese Aussage als Schutzbehauptung oder vorgeschobene Begründung des Iran ansehen? Eine Art Seitenhieb? Denn man darf annehmen, dass die USA schon in Kürze dem Iran wieder vollen Zugang auch zu ihrem kompletten Zahlungssystem geben werden. Und der Iran hätte zum Thema „Zahlungsanwicklung in welcher Währung?“ ja auch gar nichts sagen müssen. Also will man den USA hier kurz nach der Aufhebung der Sanktionen demonstrieren, dass man sich nicht in eine Abhängigkeit zu den USA begeben will? Man kann es auch anders formulieren: Man will erreichen, dass der US-Dollar (Petrodollar) ein Stück unbedeutender wird.

Den ersten Schritt in diese Richtung hatten Russland und China bereits unternommen. China bezahlt bereits russisches Öl in seiner eigenen Währung Yuan. Damit wird ein globaler Kreislauf durchbrochen, wonach bisher Ölproduzenten erhaltene Dollars desöfteren (neutral formuliert) in US-Kapitalanlagen unterbrachten. Das Geld verblieb also im Dollar-Raum, womit der Dollar für diese Länder noch wichtiger wurde. Jetzt erhält Russland chinesische Yuan, und kann damit mal ganz einfach ausgedrückt chinesische Waren in Yuan bezahlen, ohne Wechselkursrisiko.

Auch in den gerade vor wenigen Tagen neu geschlossenen Lieferverträgen des Iran u.a. mit französischen Abnehmern soll der Iran angeblich reingeschrieben haben, dass als Zahlungsbedingung der Euro und nicht mehr der Dollar akzeptiert wird. Dies dürfte mehr als Sinn machen. Die europäischen Abnehmer sind geographisch eh im Euro-Raum angesiedelt, und da der Iran sowieso vor hat größtenteils seine Industriegüter in Europa einzukaufen, zahlt er diese auch in Euro und hat kein Währungsrisiko mehr. Aber auch bei diesen Neuverträgen dürfte ein guter Teil des Grundes im USA-Bashing liegen.

5 Kommentare

5 Comments

  1. EuroTanic

    8. Februar 2016 16:24 at 16:24

    Und mit was ist der Euro hinterlegt? Na, mit was wohl? Hauptsächlich mit US Dollar.
    Was für eine Farce.

  2. Helmut Josef Weber

    8. Februar 2016 16:34 at 16:34

    Eine Botschaft des Iran an alle EU-Staaten, damit sie ihr Öl loswerden lautet:
    Kauft das Öl bei uns, denn bei uns könnt ihr mit EUROS zahlen, die ihr selber drucken könnt.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Zeitzeuge_ww3

    8. Februar 2016 19:41 at 19:41

    Iran & RU sind militärische Verbündete. Sollten die Faschisten aus Übersee wie bei Saddam & Ghaddafi reagieren, als die den Petrodollar los werden wollten, so wird es mehr als interessant.

  4. sabine

    8. Februar 2016 20:12 at 20:12

    Das geht sicher schief. Noch sind die US-Eliten an der Welt-Macht, mit dem besserem Geheimdienst.
    a) USA verantwortlich für die farbigen Revolutionen: Einen Beleg für die Ukraine liefert die für Eu und Eurasien Zuständige des US-Außenministeriums Frau Nuland am 13. Dez. 2013 in Washington vor der „U.S.-Ukraine Foundation“. Sie berichtet stolz, dass die US-Regierung seit 1991 rund 5 Milliarden Dollar für eine „wohlhabende, demokratische Ukraine“ investierte. Die US-Publizistin Diana Johnstone sagt, man wolle die Ukraine der EU angliedern, d.h. aus seiner russ.Beziehung – in die US-Interessensphäre führen. Ian Traynor hatte im „The Guardian“ die „US-Kampagne hinter den Unruhen in Kiew“ beschrieben. Die „orangene Revolution“ sei nach dem Serbien-Modell von der US-Regierung finanziert und organisiert worden, mithilfe von US-amerikanischen Beratern, Meinungsforschern, Diplomaten, den beiden US-Parteien und sogenannten Nichtregierungsorganisationen aus den USA.“ In Ägypten lief es ähnlich. Kenne übrigens Marokko – dort hat sich das Königshaus (bisher) erfolgreich gegen diese „Maßnahmen“ gewehrt. Auch sollten „Struktur“-Kredite des IWF für Flughäfen, Straßenbau usw. das Land in die Schuldenfalle locken. Der schlaue König hat dankend abgelehnt.
    b) Und unsere Flüchtlinge sind auch made in USA. Wie kann ein Pakistani, Tunesier, Afghane, Iraker, Kosovare, Mittelafrikaner … sich diese Reise leisten?
    http://www.info-direkt.eu/usa-wollen-deutsche-identitat-durch-migration-auflosen/
    „Unglaublicher Vorwurf vom österreichischen Geheimdienst: Gemäß Informationen eines Mitarbeiters liegen dem Geheimdienst („Abwehramt“) Erkenntnisse darüber vor, daß US-Organisationen die Schlepper bezahlen, welche dann täglich 10.000de Flüchtlinge nach Europa bringen.“
    c) Bringen wir es hinter uns: Seien wir nett zu den Asylanten! Und seien wir zu den Schlechten wie zu schlechten Deutschen, ohne Lynchjustiz, einfach gerecht. Geben wir ab von unserem Reichtum. Daß unsere Regierung uns nicht vor den Kriminiellen aus deren Reihen schützt, kann man nicht ändern. Uns geht’s doch noch gut. Uns befreit USA ja diesmal nicht mit Bomben, sondern Afghanistan, Lybien, Irak und Syrien. Also mir ist das so lieber! Der 3WK kommt noch früh genug. Warum sind wir auch so reich.

  5. Thomas

    8. Februar 2016 22:35 at 22:35

    Wenn dem wirklich so sein sollte, ist eines klar: die Amis brauchen den 3. Weltkrieg und zwar schnellstens!
    Etwas wird es aber wohl noch dauern, zumindest solange, bis man es den Russen in die Schuhe schieben kann.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Der Standort Deutschland

Veröffentlicht

am

Ja was ist denn eigentlich los mit dem Standort Deutschland? Gerhard Polt als Gastwirt wusste schon vor eingen Jahren, was da los ist. Und wo der Lohndruck hin muß:

weiterlesen

Allgemein

Trump liegt in neuer Schockumfrage weit hinter Top-Demokraten

Veröffentlicht

am

Von

Eine Kurz-Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

 

Donald Trump glaubt ja öffentlich nicht an Meinungsumfragen – doch diese sollte ihm einen gehörigen Schreck einjagen: Laut einer Erhebung von „Fox News“, dem Trump-freundlichen News-Kanal, würden ihn alle der Top-Demokraten-Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2020 haushoch schlagen.

Ex-Vize Joe Biden liegt mit 50 zu 38 Prozent am weitesten vorne, aber auch die Demokraten Bernie Sanders (+9%), Elizabeth Warren (+7%) und Kamala Harris (+6%) lassen den Präsidenten im Staub zurück.

 

Mies sind derzeit auch Trumps Popularitätswerte: Nach den schockierenden Fehltritten in den Tagen nach dem Doppelmassaker in El Paso und Dayton lehnen laut „Fox News“ 52 Prozent der US-Wähler Trump ab (im Schnitt der Umfragen sind es sogar 54,1 Prozent).

 

Anmerkung der Redaktion: Trump ist wenig erfreut über die Fox-Umfrage – der Sender habe sich zum Negativen verändert..

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

weiterlesen

Allgemein

Kreditzinsen für Unternehmen sinken im Rekordtempo – historisches Allzeittief!

Veröffentlicht

am

Die Kreditzinsen für Unternehmenskunden in Deutschland sinken in dramatischem Tempo Richtung Null-Linie. Bei Neukrediten mit fünf Jahren Zinsbindung liegt der Zins laut „Barkow Consulting Corporate Credit Index“ jetzt nur noch bei 0,93%. Am 4. August waren es noch 1,08%, im Mai waren es noch 1,43%. Damit erreicht der Wert aktuell ein Rekordtief! Und kommt es wie allgemein erwartet im September zu Zinssenkungen der EZB, dürfte sich dieser Trend bei den Kreditzinsen für Unternehmen weiter beschleunigen. Im Rekordtempo Richtung Null?

Gerade für die Commerzbank, die stark ist bei der Finanzierung des deutschen Mittelstands, dürfte dies eine dramatische Entwicklung sein. Die Zinserträge für die CoBa dürften wohl deutlich sinken, mehr schon als sowieso geschehen in den letzten Jahren! Was das für CoBa, Deutsche Bank, Sparkassen etc bedeutet? Dramatisch schrumpfende Erträge aus dem Firmenkundengeschäft! Verbände von Volksbanken und Sparkassen warnten jüngst schon, dass beispielsweise bei Privatkunden demnächst Negativzinsen für Einlagen bei der EZB an die Endkunden weitergereicht werden dürften. Und bei den errodierenden Kreditzinsenf für Unternehmen? Da brechen weitere Ertragsbringer weg, und die Lage für die deutschen Banken wird wohl noch dramatischer werden.

Kreditzinsen für Unternehmen
Quelle: Barkow Consulting Credit News, Barkow Consulting GmbH, www.BarkowConsulting.com

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen