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Achtung: Letzter Partyaufruf der EZB an alle Bankvorstände!

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Von Claudio Kummerfeld

Die EZB fängt ab sofort an 60 Milliarden Euro pro Monat in den Markt zu pumpen. Deswegen: Letzter Partyaufruf der EZB an alle Bankvorstände! Wenn Sie einer sind, beachten Sie unsere nun folgenden (selbstverständlich völlig ernst gemeinten) Partyhinweise.

EZB Chef Mario Draghi beim World Economic Forum

 

 

 

 

 

 

 

EZB-Chef Mario Draghi beim World Economic Forum
Foto: World Economic Forum / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

 

Haben Sie sich noch nicht eingedeckt?

Schade. Wer für eine Party im Vorverkauf kein Ticket erworben hat, und an der Abendkasse auch keins mehr bekommt, hat ein Problem. Sie sollten bereits reichlich europäische Staatsanleihen oder Anleihen von Förderbanken im eigenen Portfolio der Bank haben. Denn die Party hat gestern begonnen und dauert jetzt Nonstop 1 1/2 Jahre. Wenn die Notenbanken durch den EZB-Beschluss Kaufdruck haben, aber am Markt nicht genug Angebot finden, können Sie als Inhaber der Anleihen die Preise raufsetzen, aber so richtig. Verlangen Sie nicht zu wenig – zahlen tut es der Steuerzahler. Gönnen Sie sich von den Gewinnen z.B. einen schönen Extra-Bonus!

Bis September 2016 durchfeiern

Sie haben hoffentlich richtig viele Vorräte angeschafft, so wie jemand, der 1 1/2 Jahre in seinem Partykeller durchfeiert, so können auch sie jetzt durchfeiern, bis September 2016. So lange nämlich fluten die Notenbanken aufgrund des EZB-Beschlusses jeden Monat den Markt mit 60 Milliarden Euro. Alles kann überteuert an die EZB, pardon, die Bundesbank, die Banco de Espana oder sonst irgendeine Notenbank verscherbelt werden. Achten Sie darauf Ihr Verkaufslimit nicht zu niedrig anzusetzen. Denn denken Sie daran: Sie sind der Verkäufer, Sie haben keinen Druck. Der Käufer hat Druck – er muss kaufen, egal was sie aufrufen. Er will, er muss sein Geld loswerden. Also, nehmen Sie einen kräftigen Schluck aus der Pulle.

Haben Sie Bilanzprobleme?

Ist Ihre Bank in Nöten? Haben Sie Bilanzprobleme? Onkel Draghi von der EZB hilft Ihnen. Lassen Sie all Ihre Sorgen hinter sich. Sie haben 1 1/2 Jahre Zeit auf Kosten der Notenbanken ihre kaputte Bilanz aufzupolieren. Verlagern Sie einfach ihre persönliche Inkompetenz in Form von Verlusten rüber zum europäischen Steuerzahler. Verkaufen Sie völlig überteuert Anleihen an Notenbanken, und streichen Sie einen kräftigen Gewinn ein.

Der Partyveranstalter EZB hat eine Bitte

Wie auf jeder Party gibt es auch hier Regeln, also z.B. nicht auf den Teppich kotzen. Bei dieser Party gibt es keine richtige Regel, sondern eher eine nette Bitte des Partyveranstalters EZB: Bitte nehmen Sie das Geld, dass Sie als Verkaufserlös der Anleihen erhalten, und vergeben Sie damit Kredite an Unternehmen aus Ihrer Region, damit diese investieren und Arbeitsplätze schaffen können. Aber keine Angst – dies ist wie gesagt nur eine nette Bitte. Niemand achtet darauf, ob sie das auch wirklich machen, eine Bestrafung oder gar der Rausschmiss von der Party ist nicht vorgesehen. Wir raten: nehmen Sie einfach das Geld, und versuchen Sie irgendwo am Rentenmarkt oder außerbörslich erneut Anleihen zu kaufen, die sie dann wieder überteuert einer europäischen Notenbank anbieten. Wenn das nicht klappt – kein Problem. Die Aktienmärkte steigen und steigen gerade. Pumpen Sie ihr Bargeld in Aktien oder Derivate, läuft gerade alles super!

Lästige Nachfragen

Eventuell erhalten Sie in den nächsten Wochen und Monaten Anrufe von Journalisten oder Bürgern. Man könnte Sie fragen, ob Sie das EZB-Geld aus diesem sogenannten Quantitative Easing (Geldschwemme) auch wirklich als Kredit in die Realwirtschaft gepumpt haben. Unsere Empfehlung: Da es eh keiner nachprüft und sie keine Strafe zu erwarten haben: Antworten Sie einfach mit JA, auch wenn das Geld in Aktien oder Derivate geflossen ist. Oder sonst verweisen Sie einfach auf das Original-Statement der EZB, denn da heißt es ja sogar, dass der Verkaufserlös auch für den Neuerwerb von Vermögenswerten (Anleihen? Aktien? Derivate?) verwendet werden kann. Zitat:
Die EZB wird von im Euroraum ansässigen Zentralstaaten, Emittenten mit Förderauftrag und europäischen Institutionen begebene Anleihen im Sekundärmarkt gegen Zentralbankgeld erwerben. Diese Mittel können die Verkäufer der Wertpapiere zum Erwerb anderer Vermögenswerte und zur Kreditvergabe an die Realwirtschaft verwenden. In beiden Fällen trägt dies zu einer Lockerung der finanziellen Bedingungen bei.

Der letzte Ratschlag für Sie als Bankvorstand: Ihr Image in der Öffentlichkeit ist gerade in diesen Zeiten nicht das Beste. Um was fürs Image zu tun, empfehlen wir: senden Sie eine „Dankeschön“-Postkarte an die EZB in Frankfurt, zu Händen Mario Draghi.

Sie sind kein Bankvorstand, möchten sich aber trotzdem über die Partydetails direkt beim Veranstalter informieren? Lesen Sie hier nette Fragen und nette Antworten direkt beim Partyveranstalter EZB.

Hier die ursprüngliche Pressemeldung zum QE der EZB vom 22.01.2015




Quelle: Europäische Zentralbank

PS: Ja, tatsächlich handelt es sich bei diesem Artikel um eine Art Satire. Wie in vielen satirischen Beiträgen beinhaltet auch dieser einen Schuss Wahrheit 🙂

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Dagobert

    5. März 2015 05:59 at 05:59

    Diese Party wird veranstaltet, weil wir angeblich Deflation haben?
    Hat beim Globus-Baumarkt schon gewirkt.
    Heute war ich im Baumarkt und habe Gehwegplatten für meinen Garten bestellt. Im letzten Jahr bin ich nicht dazugekommen zu kaufen. Ich hatte aber noch den Preis im Kopf. Seit diesem Jahr kosten die Steine satte 20% mehr.
    Wenn das so weitergeht,investiere ich nicht in Edelmetalle, sondern in Gehwegplattenoptionsscheine. Das „Schreckgespenst Deflation“ sieht man nur im Elektromarkt und (derzeit) an der Tankstelle. ALLES ANDERE WIRD TEURER.
    Leute, wir haben INFLATION und zwar im 2-stelligem Bereich. Wer den Warenkorb zur Messung der Inflation mit Fernsehern, Elektronikware und Billigfleisch von der Antibiotika-Fleischtheke vollgestopft hat, ist ein computersüchtiger Mensch, der nicht vor dem Fernseher und PC wegkommet, Bier der Marke Oettinger in sich hineinschüttet und beim Aldi Fleisch und Backwaren kauft. Die Mehrzahl der Bürger möchte den Lebensstandart und die Qualität unserer Ernährung erhalten. Und das geht nur,indem man mehr für Essen, Kleidung, Instandhaltunng und Medizin ausgibt.
    An der Gesundheit meiner Familie spare ich jedenfalls nicht..und auch nicht an Gehwegplatten.

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Warum eine Stagflation sehr gefährlich wäre

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Containerterminal - Symbol für den Welthandel - eine Stagflation droht

Durch die Coronavirus-Epidemie droht den großen Volkswirtschaften eine Kombination aus stagnierender Wirtschaftsleistung und steigenden Preisen – die Stagflation. Warum sie so gefährlich ist und warum die Notenbanken in diesem Fall kaum Handlungsspielräume hätten.

Die Weltwirtschaft kühlt sich bereits merklich ab – eine Stagflation käme zur Unzeit

Belastet durch die teilweise Rückabwicklung der Globalisierung im Zuge der diversen Handelsstreitigkeiten sowie die globale Überschuldung hat sich das Weltwirtschaftswachstum bereits merklich abgekühlt. Nach noch 3,8 Prozent globalem Wachstum im Jahr 2017 waren es im Folgejahr, trotz massiver Steuerstimuli in den USA und ultralockerer Geldpolitik weltweit, nur noch 3,6 Prozent Wachstum. Im vergangenen Jahr brach die Expansionsrate dann auf 3,0 Prozent ein, vor allem wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China sowie den Schuldenkrisen in diversen Schwellenländern (z. B. in Argentinien, der Türkei, Brasilien, Chile, Venezuela, etc.).

Für dieses Jahr hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen gemäß dem World Economic Outlook aus dem Februar bereits von 3,4 auf 3,0 Prozent abgesenkt. Doch der IWF behält sich weitere Revisionen vor und die Schätzungen diverser Bankenökonomen aus Nordamerika und Europa gehen mittlerweile nur noch von einer Wachstumsbandbreite zwischen 2,3 und 2,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 aus. Diese nochmalige Wachstumsabkühlung entspräche der geringsten Wirtschaftsdynamik seit der Finanzkrise. Bereits bei einer Wachstumsrate von global zwei Prozent spricht der IWF von einer „gefühlten weltweiten Rezession“.

Die größte Gefahr sieht der IWF in einer Unterbrechung der Lieferketten in Folge der Eindämmungsmaßnahmen der Coronavirus-Epidemie (sie verursacht aktuell auch Turbulenzen an den Börsen, siehe beispielsweise hier). Die betroffenen Unternehmen sind dadurch gezwungen, alternative aber auch teurere Quellen für Vorleistungsgüter und Zwischenprodukte zu nutzen, wenn es sie denn überhaupt in ausreichendem Maße gibt. Diese erzwungene Umorientierung in der Beschaffungskette führt zu steigenden Inputpreisen bei den verarbeitenden Unternehmen, die aber nicht durch eine höhere Nachfrage, sondern durch einen Angebotsschock verursacht werden.

Eine solche Situation gab es zuletzt in den 1970-er Jahren, als eine künstliche Verknappung der Angebotsmenge von Rohöl zu explodierenden Energiepreisen führte. Die wirtschaftliche Aktivität in den westlichen Ländern litt stark unter dem Ölpreisschock. Mit einer Kombination aus Zinsanhebungen und Lohnsteigerungen wurden damals die Inflationserwartungen eingedämmt und die reale Kaufkraft der Endverbraucher stabilisieret. Beides ist heute jedoch nicht möglich. Höhere Löhne zum Ausgleich gestiegener Preise würden die Margen der Unternehmen noch stärker belasten. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie befindet sich beispielsweise mit nur 76,8 Prozent bereits auf dem Niveau früherer Rezessionen. Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung wären aufgrund des globalen Schuldenniveaus der „Sudden Death“ für den modernen Finanzkapitalismus. Eine Stagflation käme daher für die Weltwirtschaft zur Unzeit.

Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock

Dass die Preise wegen Lieferverzögerungen und dem Ausfall von Zulieferbetrieben bereits ansteigen, haben die jüngsten Daten von IHS Markit zu den Einkaufsmanager-Indizes für den Monat Februar gezeigt. So ist der für Deutschland erhobene Index für das verarbeitende Gewerbe im Wesentlichen nur deshalb angestiegen, weil sich die beiden Unterkomponenten für die Lieferzeit und die Inputpreise signifikant erhöht haben. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte an diesem Montag vor sich verstärkenden Lieferengpässen in den kommenden Wochen und Monaten, vor allem aus Fernost. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang spricht sogar von „Schweren Auswirkungen auf die Konjunktur“ durch den Angebotsschock aus China.

Kommt es also nun zu steigenden Preisen, dann nicht aufgrund einer prosperierenden Wirtschaft, sondern wegen der Knappheit bestimmter Güter. Gleichzeitig leidet auch die Nachfrage unter der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von zig Millionen Konsumenten in den von der Epidemie betroffenen Regionen. Ganz abgesehen von der eingetrübten Stimmung der Verbraucher, die in solchen Ausnahmesituationen andere Sorgen haben, als dem Konsum zu frönen. Der drastische Einbruch der Automobilabsätze in China in den letzten beiden Monaten von 20 Prozent im Januar und 92 Prozent im Februar gibt hier einen Vorgeschmack auf das, was bei einer globalen Pandemie, die nach wie vor nicht gebannt ist, zu erwarten wäre.

In der Folge von Knappheit bestimmter Güter und Lebensmittel stieg die Inflationsrate im Reich der Mitte bereits massiv an, auf 5,4 Prozent im Januar. Im Vorjahresmonat, also im Januar 2019, lag die offizielle Inflationsrate noch bei moderaten 1,7 Prozent. Die Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock kann in Kürze zu dem gefürchteten Phänomen der Stagflation führen. Dass die chinesische Wirtschaft im Auftaktquartal 2020 überhaupt gegenüber dem von Handelsstreitigkeiten weniger belasteten und vor allem virusfreien Vorjahresquartal 2019 wachsen kann, bleibt Wunschdenken des Regimes in Peking. Auch die westlichen Industriestaaten werden im ersten Quartal 2020 im besten Fall mit einer wirtschaftlichen Stagnation aufwarten können.

Den Notenbanken wären bei einer Stagflation die Hände gebunden

Die Bekämpfung einer Stagflation stellt die Fiskal- und Geldpolitiker in der heutigen Gemengelage vor besondere Herausforderungen. In China versucht die Notenbank auf Geheiß der Regierung, die Kreditvergabe massiv zu stimulieren, indem die Kreditkosten (Zinsen) sowie die Kreditanforderungen drastisch gesenkt werden. Andernfalls würden Millionen bereits angeschlagener Betriebe aus dem Markt ausschieden – ein Horrorszenario auch für den Westen. Bestimmte Vorprodukte werden nur noch in China produziert. Insofern offenbart die Coronavirus-Pandemie die enorme Abhängigkeit des Westens von China, was aus politischen Gründen in der Konsequenz ebenfalls zu einer Rückabwicklung der Globalisierung führen wird, um die Autarkie der westlichen Länder von essenziellen Produkten, wie zum Beispiel Arzneimitteln, sicherzustellen.

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Drei der fünf großen Schweizer Banken bestehen Stresstest nicht

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Die schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA hat heute die Ergebnisse eines Stresstests veröffentlicht. Drei von fünf großen Schweizer Banken bestanden diesen Stresstest nicht, beziehungsweise sie haben die Vorgaben der Aufseher noch nicht vollständig umgesetzt. Die fünf großen für die Schweiz systemrelevanten Banken sind die UBS, Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank. Probleme machen laut FINMA die drei zuletzt genannten. Die folgende Grafik zeigt einzelne Abschnitte des Tests und zeigt was gut läuft, und was noch nicht so gut läuft. Bevor Sie die Worte der FINMA lesen, möchten wir noch allgemein anmerken: Ob die Stresstests der Notenbanken für einen echten Notfall überhaupt irgendeine Aussagekraft haben, darf bezweifelt werden. Die griechischen Banken zum Beispiel, die nachweislich längst platt sind dank gigantischer ausgefallener Kredite, haben die Stresstests ja auch bestanden. Und Institute wie UBS, Credit Suisse oder auch die Deutsche Bank – sie sind so groß von ihrem Geschäftsvolumen her, dass selbst das schönste Notfallkonzept in einer echten Krise wohl nichts nützen würde.

Hier die FINMA auszugsweise im Wortlaut:

Alle fünf systemrelevanten Schweizer Banken haben der FINMA Stabilisierungspläne (Recovery-Pläne) unterbreitet. Die FINMA konnte diese Pläne alle genehmigen. Bis Ende 2019 mussten die beiden Grossbanken überdies umsetzbare Schweizer Notfallpläne erstellen. Die FINMA hat diese geprüft. Bei der Credit Suisse beurteilt die FINMA den Notfallplan als umsetzbar. Die FINMA beurteilt die gesetzlichen Vorgaben für einen umsetzbaren Notfallplan auch bei der UBS als erfüllt, mit dem Vorbehalt, dass bestimmte Eventualverbindlichkeiten noch zu hoch sind.

Auch die drei inlandorientierten systemrelevanten Banken haben je einen Notfallplan eingereicht. Die Banken sind aber mit der Umsetzung per Ende 2019 unterschiedlich weit. Als umsetzbar gilt noch keiner dieser Pläne. Bei der Zürcher Kantonalbank besteht ein plausibler Plan, wie die für den Krisenfall notwendigen Ressourcen in den Bereichen Kapital und Liquidität vervollständigt werden können. Bei Raiffeisen und PostFinance fehlt insbesondere noch ein plausibler Plan für den Aufbau der erforderlichen verlustabsorbierenden Mittel für den Krisenfall. Alle drei inlandorientierten Banken arbeiten weiterhin an der Bereitstellung eines umsetzbaren Notfallplans.

Und hier die FINMA zu den Großbanken im Wortlaut, auszugsweise:

Die FINMA muss für beide Grossbanken einen sogenannten Global-Resolution-Plan erstellen. Im Gegensatz zum Notfallplan, der nur die systemrelevanten Funktionen in der Schweiz umfasst, bezieht dieser globale Abwicklungsplan die gesamte Bankengruppe weltweit mit ein. Die FINMA beurteilt diese globale Abwickelbarkeit (Resolvability) anhand des Kriteriums, ob die Grossbanken die für die Umsetzung des Abwicklungsplans notwendigen Vorbereitungen getroffen haben. Sie kommt dabei zum Schluss, dass beide Banken hierfür bereits wesentliche Vorbereitungsmassnahmen getroffen und damit grosse Fortschritte in ihrer globalen Abwickelbarkeit erzielt haben. So beurteilt die FINMA insbesondere die Anforderungen an die strukturelle Entflechtung als erfüllt. Mit Blick auf diese Entflechtung sind beispielsweise Holdingstrukturen und Schweizer Tochtergesellschaften geschaffen worden. In anderen Bereichen, namentlich der Liquidität für den Krisenfall, stehen jedoch noch Umsetzungsarbeiten an. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich noch fehlen.

Schaubild der großen Schweizer Banken unter dem Stresstest der FINMA

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Exporte der deutschen Industrie mit mauen Aussichten

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Kurzzeitig sah es in den letzten Monaten so aus, als würde die deutsche Konjunktur gerade eben so an der Rezession vorbei schrammen. Die Industrie ist längst in einer heftigen Rezession, aber Bau und Dienstleistungen haben das aufgefangen, sodass die gesamte Wirtschaftsleistung derzeit glatt bei 0,0% liegt. Auch die Exporte schienen sich ganz vorsichtig zu erholen. Aber gerade erst letzte Woche meldet das Institut ZEW schwache Exporterwartungen. Und heute folgt das ifo-Institut mit seinem Index für die Exporterwartungen. Der Chart zeigt die Entwicklung der Erwartungen seit 2014. Der Index ist für den Monat Februar von +0,8 auf -0,7 Indexpunkte gefallen, was man am Endes des Chart sehen kann. Die ifo Exporterwartungen basieren auf 2.300 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Sie können angeben, ob sie für die nächsten drei Monate die Exporte erwarten mit „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“. Aus allen Antworten wird dann dieser Index errechnet. Hier noch einige Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

Die Entwicklungen rund um das Corona-Virus lassen kurzfristig kaum auf Besserung hoffen. Die Autobranche befürchtet einen verstärkten Rückgang ihrer Exporte in den kommenden Monaten. Auch in der Chemischen Industrie ist die Skepsis zurück, nach einem zuletzt leicht optimistischen Ausblick. Im Maschinenbau gehen die Unternehmen ebenfalls tendenziell von einem leicht rückläufigen Auslandsgeschäft aus. Lichtblicke in diesem Monat waren die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln sowie die Getränkehersteller. Sie erwarten deutliche Zuwächse bei ihren Exporten in den kommenden Monaten.

ifo-Chart für die Erwartungen der Exporte

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