Außenhandel war 2016 ein Überschussgeschäft für die EU im Wert von 199,9 Milliarden Euro

FMW-Redaktion

Die EU exportiert Waren und Dienstleistungen, und erzielt damit Überschüsse. Geld fließt im Gegenzug von Übersee in die EU. Erst vorgestern hatten wir die aktuellsten Daten zum Außenhandelsüberschuss bei den Waren angesprochen. Heute widmen wir uns der gesamten Betrachtung, also Waren, Dienstleistungen und Einkommen. Verrechnet man alles miteinander, hat die Gesamt-EU im Dezember einen Überschuss in Höhe von 17,8 Milliarden Euro erzielt, nach +11,4 Milliarden Euro im Dezember 2015. Im Gesamtjahr 2016 war der gesamte Handel mit dem Rest der Welt für die EU ein „Überschussgeschäft“ im Gesamtwert von 199,9 Milliarden Euro. Dieser Überschuss ist ein gut nachvollziehbarer Grund dafür, warum es Regionen wie Europa besser geht als anderen Regionen der Welt. Sie bezahlen Waren und Dienstleistungen, die sie aus Europa beziehen. Letztlich erhalten sie das Geld dafür in Form von Krediten aus Europa…

Eurostat im Zitat:

Die EU28 verzeichnete im Dezember 2016 einen saisonbereinigten Leistungsbilanzüberschuss von 17,8 Mrd. Euro, gegenüber einem Überschuss von 16,2 Mrd. Euro im November 2016 und einem Überschuss von 11,4 Mrd. Euro im Dezember 2015, laut Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im Dezember 2016 erhöhte sich der Überschuss der Warenbilanz (auf Grundlage saisonbereinigter Daten) im Vergleich zu November 2016 (+12,9 Mrd. gegenüber +10,4 Mrd.), während sich der Überschuss der Dienstleistungsbilanz verringerte (+11,2 Mrd. gegenüber +12,1 Mrd.). Der Überschuss der Primäreinkommensbilanz ging zurück (+0,0 Mrd. gegenüber +0,4 Mrd.), ebenso wie das Defizit der Sekundäreinkommensbilanz (-6,3 Mrd. gegenüber -6,6 Mrd.). Die über 12 Monate kumulierte Leistungsbilanz verzeichnete für den Zeitraum bis Ende Dezember 2016 einen Überschuss von 199,9 Mrd. Euro, verglichen mit 144,1 Mrd. im Zwölfmonatszeitraum bis Ende Dezember 2015. Der Überschuss der Warenbilanz erhöhte sich im selben Zeitraum (+148,5 Mrd. gegenüber +110,9 Mrd.) und das Defizit der Primäreinkommensbilanz verringerte sich (-10,0 Mrd. gegenüber -33,2 Mrd.). Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz ging zurück (+139,9 Mrd. gegenüber +142,9 Mrd.) und das Defizit der Sekundäreinkommensbilanz nahm leicht zu (-78,5 Mrd. gegenüber -76,0 Mrd.).

Was erkennt man in der folgenden Länderaufteilung? Deutschland glänzt mit satten monatlichen Überschüssen über 20 Milliarden Euro, während Italien und Frankreich jeweils unter 5 Milliarden bleiben.

Grafiken + Daten: Eurostat


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