China: Immobilienpreise fallen weiter

In China zeigt der Immobilienmarkt weiter Schwäche: die Preise fielen im Juni durchschnittlich um 0,47%. Dabei verzeichneten 55 von 70 untersuchten Städten Preisrückgänge.

Der abwärtsgerichtete Trend erfasst nun auch sogenannte Tier-1-Städte, also die chinesischen Megacitys. So fielen die Preise in Shanghai und Guangzhou um jeweils 0,6% im Vergleich zum Mai, in Shenzhen betrug der Rückgang 0,4%. Als einzige der Tier-1-Städte konnte sich Peking dem Trend entziehen – hier stiegen die Preise um 0,1%. Die Preise für bestehende Immobilien (also keine Neubauten) fielen jedoch auch in Peking im Vergleich zum Vormonat um 1,3%, in Shanghai um 0,7%.

Lokale Verwaltungen in China versuchen den Preisrückgang durch Erleichterungen für Käufer zu stoppen – bislang vergeblich. Auch die Preissenkungen der Immobilienentwickler scheinen den Abwärtstrend nicht stoppen zu können. Chinas Minister für den Immobiliensektor, Chen Zhenggao, rief Chinas Städte dazu auf, „unter allen Umständen“ das Überangebot an Immobilien zu reduzieren – eine indirekt Aufforderung an die Lokalverwaltungen, die Bedingungen für Käufer weiter zu erleichtern. Zahlreiche Ratingagenturen in China haben heute Vormittag ihre Einstufungen für Investmentvehikel von lokalen Verwaltungen angehoben – offenkundig sollen so neue Investments für mit Immobilien verknüpfte Finanzprodukte stimuliert werden.

In Reaktion auf die Preisrückgänge ist der Shanghai Stock Exchange Property Index, der 27 Immobilienentwickler Chinas umfasst, heute Nacht um 2,6% gestiegen – eben in Erwartung neuer Erleichterungen für den Sektor durch die Zentralregierung und lokale Verwaltungen! Bad News sind eben nicht nur in den USA good News..


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