Dax-Stimmung: Man wird wieder bullischer!

FMW-Redaktion

Nachdem der Optimismus der Dax-Investoren zum Jahresende hin deutlich abgeflaut war, hat sich zu Beginn des neuen Jahres die Stimmung wieder aufgehellt, wie die jüngste Umfrage der Deutsche Börse zeigt. Demnach stieg der Antiel der Optimisten bei den Profi-Investoren um 4% auf 45%, gleichzeitig gewannen auch die Bären 4% auf nun 38% hinzu. Diese Zuwächse gehen also zu Lasten der Neutralen, die nun nur noch 17% stellen (-8%).

Deutlich optimistischer sind dagegen wieder die Privatanleger zum Jahreswechsel geworden. Hier gewannen die Optimisten 7% hinzu auf nun 50%, während das Bären-Lager 2% auf nun 36% verlor, das Lager der Neutralen ist mit einem Rückgang von 5% auf nun nur noch 14% weiter abgeschmolzen. Woran aber liegt es, dass die Profi-Investoren doch deutlich skeptischer sind? als die Privatanleger?

Dazu bemerkt Joachim Goldberg:

„Man könnte sich nun natürlich fragen, warum der Optimismus hierzulande nicht deutlicher ausgefallen ist. Zumal in den USA seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten die Hoffnung auf fiskalpolitische Programme und Maßnahmen, verbunden mit großen Hoffnungen auf positive ökonomische Impulse, weiter gestiegen ist. Es gibt nicht wenige, die gar von einem Paradigmenwechsel sprechen. Haben die Investoren hierzulande also wirklich Angst, von dem ganzen Kuchen nichts abzubekommen? Oder wollte man ganz einfach angesichts des möglicherweise erlebten Fehlstarts im vergangenen Jahr einfach nur zurückhaltend bleiben?
Während also insbesondere für institutionelle Anleger der Bilanzstichtag eine besondere Rolle spielt, dürfte dieses Datum bei vielen Privatinvestoren einen geringeren Einfluss auf ihre Entscheidungen haben. Für Erstere beginnt sozusagen ein neues Rennen, so dass diese Gruppe möglicherweise gerade am Anfang etwas vorsichtiger agiert, was sich auch am niedrigeren Sentiment-Index zeigt.“

Also sicher keine Euphorie in Sachen Dax – allerdings auch nicht gerade Untergangsstimmung, könnte man zusammenfassend sagen. In den USA dagegen ist das Bild wenig verändert: im Dezember schoss der Anteil der Bullen, die lange abgeschlagen das Schlußlicht gebildet hatten, nach oben, sie sind nun seitdem das klar dominante Lager. Gemäß jüngster AAII-Umfrage liegt der Anteil der Bullen nun bei 46,2% (+0,6%; historischer Durchschnitt ist 38,5%), die Bären verlieren 0,5% auf nun 25,2% (historischer Durchschnitt ist 30,5%), die Neutralen verbuchen 28,6% (-0,1%; historischer Durchschnitt ist 31%). Faktisch sind die Amerikaner also bullisch eingestellt über das historische Mittel hinaus..


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