Die 20 neuesten Artikel auf einen Blick

Marktgeflüster (Video): Passt alles zusammen!

Von Markus Fugmann

Das passt alles zusammen: heute ein extrem schwaches BIP, vor allem die Verbraucherausgaben der Amerikaner so schwach im ersten Quartal diesen Jahres wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr – das korrespondiert mit den miserbalen Zahlen von US-Einzelhandelsunternehmen und einer dort bevorstehenden Pleitewelle, während Amazon starke Zahlen vorlegt, weil der Konsum mehr und mehr ins Internet abwandert. Dazu steigt der Preisdruck beim BIP-Deflator (daher steigt der Dollar trotz der schwachen Daten, weil der Handlungsdruck auf die Fed damit größer wird) und auch die Kosten der US-Unternehmen ziehen stärker an als erwartet. Während der Dax sich seit Dienstag praktisch nicht mehr von der Stelle bewegt, ebbt die Euphorie über die Zahlen von Amazon schon wieder ab, die US-Indizes leicht im Minus..

Wenn das mal kein Nord-Süd-Gefälle ist: Diese Grafik zeigt die EU in ihrer Grundstruktur

FMW-Redaktion

Obwohl es hier und jetzt nur um die Höhe der offiziellen (!) Arbeitslosenquoten in der EU geht, kann man diese Grafik fast 1:1 übertragen auf die Grundideen von Haushaltsdisziplin bei der Neuverschuldung, oder auch auf das Abstimmungsverhalten der Mitglieder bei der EZB. Nord gegen Süd. Als gäbe es zwei getrennte Blöcke. Die Arbeitslosigkeit deckt sich sehr gut mit diesem unterschiedlichen Grundverständnis der EU. Und nein, damit wollen wir nicht automatisch sagen, dass die Südländer aufgrund ihrer „Mentalität“ mehr Arbeitslose haben. Es geht schlicht und einfach um eine Zweiteilung der EU, die sich graphisch hiermit gut belegen lässt. Und es ist nun mal ein Fakt, dass bei Budgets und EZB-Entscheidungen die europäischen „Meinungsblöcke“ der Entscheider im Großen und Ganzen genau so aussehen wie in dieser Grafik.

Die Grafik zeigt aufgeteilt nach einzelnen Regionen die Arbeitslosenquoten. Blau zeigt die niedrigen Quoten runter bis auf 2,1%, rot die höchsten Quoten rauf auf bis zu 31,3%. Dabei darf man nie vergessen, dass diese Quoten das widerspiegeln, was wir in Deutschland als Erwerbslosenquote bezeichnen. Hier werden europaweit von den Arbeitsämtern alle Arbeitslosen herausgerechnet, die sich angeblich zuletzt nicht ausreichend genug um Arbeit bemüht haben. Als Faustformel kann man sagen, dass die tatsächlichen Quoten gut 30-50% höher liegen. In Deutschland sind es beispielsweise gut 50%. Und auch die Quote ist noch schön gerechnet, wie wir schon oft dargelegt haben.

Am Stärksten betroffen von diesen offiziellen Arbeitslosenquote der EU von mehr als 6,6% und oft sogar mehr als 10,9% sind Spanien, Italien und Griechenland. In Italien wird durch die Darstellung einzelner Regionen die Aufteilung in das arme Süditalien und das industrielle noch relativ gesunde Norditalien sichtbar. Details von Eurostat im Wortlaut:

Die regionalen Erwerbslosenquoten unterschieden sich jedoch immer noch deutlich zwischen den EU-Regionen. Die niedrigsten Quoten verzeichneten Niederbayern (2,1%) in Deutschland und Praha (2,2%) in der Tschechischen Republik, gefolgt von den deutschen Regionen Oberbayern (2,4%), Mittelfranken und Unterfranken (je 2,5%) und Tübingen (2,6%). Am anderen Ende der Skala wiesen Dytiki Makedonia (31,3%) in Griechenland, Ciudad Autónoma de Melilla (30,8%) in Spanien, Dytiki Ellada (29,8%) in Griechenland, Andalucía (28,9%) und Extremadura (27,5%) in Spanien sowie die französische Überseeregion Mayotte (27,1%) die höchsten Erwerbslosenquoten auf.

Sechzig EU-Regionen mit einer Erwerbslosenquote von maximal der Hälfte des EU-Durchschnitts

Von den 275 EU-Regionen, für die Daten verfügbar sind, wiesen 60 im Jahr 2016 eine Erwerbslosenquote von 4,3% oder weniger auf, was der Hälfte des Durchschnitts der EU (8,6%) entspricht. Dazu zählten vierundzwanzig Regionen in Deutschland, achtzehn im Vereinigten Königreich, sechs in der Tschechischen Republik, jeweils drei in Ungarn und Österreich, jeweils zwei in Belgien und Rumänien und jeweils eine in Italien und den Niederlanden. 32 Regionen wiesen hingegen eine Quote von mindestens 17,2% auf, was dem Doppelten des EU-Wertes entspricht: zwölf der dreizehn Regionen in Griechenland, zehn in Spanien, jeweils fünf in Italien und Frankreich (alle Überseedepartements).


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Amazon, Google, Facebook: Ein gemeinsames Erfolgsgeheimnis!

Von Claudio Kummerfeld

Amazon, Google und Facebook sind in ihren Bereichen „die“ Weltkonzerne und Marktführer schlechthin. Warum sind sie so erfolgreich, und wachsen selbst bei ihrer jetzigen Größe dennoch immer weiter? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Gibt es bei allein drei Unternehmen vielleicht Gemeinsamkeiten? Ich meine JA. Da gibt es nämlich eine entscheidende Gemeinsamkeit. Hierzu erst einmal ein kurzer Ausflug ins Fernsehen.


Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Foto: Presidência do México/Wikipedia (CC BY 2.0)

Haben Sie schon mal die Sendung „Die Höhle des Löwen“ gesehen, wo mehrere Investoren Geschäftsmodelle von Gründern bewerten und entscheiden, ob sie in deren Unternehmen investieren? Da gab es nämlich mal Gründer, die eine Webseite aufgebaut hatten, über die sie Nachhilfestunden anboten. Der Kommentar eines des potenziellen Investoren hierzu war letztes Jahr sinngemäß: Er investiere bei Internetprojekten nicht in Inhalte, sondern nur in Marktplätze.

Und genau das ist meiner Meinung nach das Erfolgsgeheimnis der großen drei, Amazon, Google und Facebook. Alle drei produzieren selbst nichts. Sie forschen nicht nach neuen Produkten, sie entwickeln nichts, die vermarkten nichts. Auch wenn beispielsweise Amazon eigene Lager hat, so stellt die Firma selbst nichts her. Auch nimmt man immer mehr externe Onlinehändler in sein Angebot auf, von daher ist Amazon ein echter Marktplatz.

Man kann es gut vergleichen mit dem Betreiber eines Flohmarkts oder Wochenmarkts. Der Veranstalter kassiert von jedem Standbetreiber eine Gebühr. Ob die einzelnen Standbetreiber mit ihren Produkten auf dem Markt Gewinn machen, ist dem Veranstalter herzlich egal. Er muss nur dafür sorgen, dass der Marktplatz selbst möglichst groß ist, dass viele Anbieter da sind, dass die Kunden einfach dorthin finden, immer wieder kommen und ihn weiter empfehlen.

Der Veranstalter des Marktplatzes muss also eine einfache, gut erreichbare und benutzbare Infrastruktur zur Verfügung stellen. Amazon bietet einen Marktplatz für Waren. Google bietet einen Marktplatz für Informationen. Facebook bietet einen Marktplatz für Menschen. Auch wenn es komisch klingen mag, aber so ist es eben. Alle drei produzieren aber letztlich nichts! Die Angebote und Produkte auf diesen Marktplätzen kommen von externen „Produzenten“. Blendet man bei Google mal die aus heutiger Sicht erfolglosen Vorgänger wie Yahoo und Webcrawler aus, dann waren alle drei Giganten (Amazon, Facebook, Google) die ersten Anbieter in ihrer Branche, und sind möglichst rasch und kräftig gewachsen.

Ob sie die besten Anbieter sind, spielt keine Rolle. Denn wer der erste ist, schnell wächst, stetig besser wird und die Konkurrenz platt macht (oder einfach aufkauft), hat seinen Platz an der Sonne sicher. Ob das ewig so bleibt, weiß im Augenblick niemand. Aber beispielsweise Facebook entwickelt seine Oberfläche stetig weiter, wird immer besser und interaktiver nutzbar. Auch die Vernetzung der Mitglieder wird immer größer, und immer mehr Menschen und Firmen sind dort mit ihren Inhalten präsent. Das macht es zukünftigen Konkurrenten immer schwieriger mit eigenen Plattformen überhaupt noch gegen Facebook antreten zu können.

Der Betreiber eine Flohmarkts hat in der Theorie gar keine Fixkosten, außer der eintägigen Miete für die Fläche, auf der der Flohmarkt stattfindet. Wenn er die Miete kennt und dann die Standgebühren dagegen rechnet, kann er sich seinen Gewinn gut kalkulieren. Natürlich ist es bei den drei großen Konzernen etwas komplizierter. Aber vom Grundprinzip her ist es ähnlich. Man muss keine Fabriken mit zehntausenden Mitarbeitern bezahlen, keine teuren Industrieprodukte entwickeln, keine Rohstoffe einkaufen, die dann erst weiter verarbeitet werden müssen.

Man muss lediglich seine Kosten für IT (Server-Farmen) und Personal im Blick behalten. Wächst der Marktplatz auf der Einnahmenseite aber ständig weiter, kommen am Ende tolle Gewinne heraus. Und genau das scheint hier der Grund zu sein, warum die drei Großen so gute Gewinne machen, und diese auch stetig ausbauen können. Man muss eben nur am Ball bleiben, den „Marktplatz“ stetig weiter entwickeln und Käufer/Anbieter des Marktplatzes immer bei Laune halten. Wie gesagt: Ob die drei die besten sind, weiß niemand. Sie waren aber die ersten, und haben mit Kraft und Geschwindigkeit ihre Nische besetzt.

Das Marktplatzmodell kann man auf andere Branchen übertragen. So zum Beispiel auf eBay. Was könnte für eBay oder Amazon eine Gefahr sein? Dass sich das Konsumentenverhalten ändert, und die Kunden auf den Online-Portalen der einzelnen Produktanbieter shoppen. Die Gefahr besteht, aber momentan hat Amazon beispielsweise in den USA schon einen Marktanteil von mehr als 50%. Es ist zu vermuten, dass die Bequemlichkeit des Online-Käufers Amazon weiter in die Hände spielen wird. Weil man wie gesagt als erster da war, profitiert man von der Bequemlichkeit der Kunden. Wer hat schon Lust sich bei jeden neuen Klamotten-Kauf jedes Mal in einem einzelnen Onlineshop neu zu registrieren? Man hat doch seinen Amazon-Account. Da kriegt man doch eh alles, werden sich viele Konsumenten sagen.

Das Prinzip „Marktplatz“ ist zumindest ein Erfolgsgeheimnis. Das haben alle drei gemeinsam!

Aktuell: Chicago Einkaufsmanagerindex besser

FMW-Redaktion

Dre Chicago Einkaufsmanagerindex ist mit 58,3 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 56,4; Vormonat 57,7). Das ist der beste Wert seit 27 Monaten.
Davei stiegen die Preise langsamer, während neue Azftärge stärker stiegen. Auch der Bereich Beschäftigung stark.
Eine ausführliche Analyse der Daten des Chicago Einkaufsmanagerindex finden Sie hier..

Um 16Uhr kommt dann noch die finale Version der Verbaucherstimmung Uni Michigan, bei der – da es die letzte Veröffentlichung ist – sich erfahrungsgemäß jedoch wenig verändert.

GM über den Erwartungen, Exxon mit riesigem Umsatzwachstum dank Ölpreis

FMW-Redaktion

General Motors hat soeben seine Quartalszahlen vermeldet. Nach 37,3 vor einem Jahr sind es jetzt 41,2 Milliarden Dollar Umsatz im 1. Quartal. Damit übertrifft man die Erwartungen um gut 1 Milliarde Dollar. Der Gewinn steigt von 1,24 auf 1,70 Dollar pro Aktie und übertrifft die Erwartungen um gut 20 Cents. Also gute bis sehr gute Zahlen. Dementsprechend freudig zeigt man sich auch in seinen heutigen Aussagen zu den Zahlen. Die guten Zahlen resultieren laut GM aus robusten Verkaufszahlen in den USA, fortgesetztem Wachstum bei „GM Financial“ und effektiven Kostenstrukturen rund um den Globus.

Tja, da bleibt nichts mehr als viel Glück für die Zukunft zu wünschen. Opel ist man auch los, von daher drohen also zukünftig keine weiteren Verluste von dieser Seite. Anmerken könnte man mit Blick auf die Historie von GM vielleicht nur, dass es eine angenehme Sache ist quasi „neu zu starten“ nach so einer „befreienden“ Insolvenz. Hier noch der aktuelle Kalenderspruch der Chefin Mary Barra:

“Our frst-quarter results refect our resolve to grow proftably and demonstrate the strong earnings power of this company. More importantly, we advanced our strategic plan to transform GM for the long term and unlock more value for our shareholders.”

Die Aktie ist vorbörslich 0,5% im Plus.

Exxon

Exxon Mobil überzeugt mit starkem Wachstum. Der Umsatz steigt auf Jahressicht im 1. Quartal von 48,7 auf 63,3 Milliarden Dollar. Was für ein Schub! Der Gewinn pro Aktie steigt von 0,43 Dollar auf 0,95 Dollar. Der Umsatz wurde so ungefähr in der Region erwartet, der Gewinn aber übertrifft die Erwartungen. Warum geht es so derart kräftig rauf bei Exxon? Na klar, der Ölpreis lässt grüßen, der Anfang 2016 noch um die 30 Dollar, und jetzt um die 50 Dollar notiert. Zitat Exxon:

“Our results reflect an increase in commodity prices and highlight our continued focus on controlling costs and operating efficiently,” said Darren W. Woods, chairman and chief executive officer. “We continue to make strategic acquisitions, advance key initiatives and fund long-term growth projects across the value chain.”

Die Aktie ist vorbörslich 1,5% im Plus.

Aktuell: US-BIP schwach! Verbraucherausgaben schwach, Kostendruck..

FMW-Redaktion

Das US-BIP (Vorabschätzung des 1.Quartals) ist mit +0,7% schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,2%; Vor-Quartal war +2,1%).

Der Preisindex des BIPs (BIP Deflator) dagegen stieg um 2,2% (Prognose war +2,0%) also verstärkter Inflationsdruck.. Das zeigen auch die deutlicher als erwartet gestiegenen Arbeitskosten (+0,8%, Prognose war +0,6%) – das drückt die Margen der Firmen.

Die realen Verbraucherausgaben der Amerikaner stiegen nur um +0,3% (Prognose war +0,9%).

In der Summe sehr schwache Daten. Ist das nur ein Ausrutscher, wie viele meinen? Vor allem die US-Konsumenten scheinen zu streiken – das könnte auch daran liegen, dass viele Wähler der Demokraten derzeit der Wille zum Konsum abhanden gekommen ist nach der Trump-Wahl..

Und so sehen die Verbraucherausgaben aus:

Rüdiger Born (VIDEO): Dax müde, Nasdaq dynamisch, Öl könnte heute noch interessant werden!

Von Rüdiger Born

Beim Dax fehlt momentan der Antrieb. Man eiert immer noch hin und her. Der Nasdaq ist sehr dynamisch unterwegs – schauen Sie sich das mal an. Öl ist momentan sehr attraktiv. Heute Nachmittag könnte es eine gute Einstiegsmöglichkeit geben. Da bitte genauer drauf schauen! Mehr im Video…

TdT: Tesla (TSLA), Ikone oder gefallener Stern?

Der Automobilbauer Tesla (TSLA) ist für den einen Ikone, für den anderen ein Dorn im Auge, aber auf jeden Fall ein Thema, an dem man offensichtlich nicht vorbei kommt. Und das gilt nicht nur für Auto- oder Elektrobegeisterte, sondern auch für Marktakteure, die Ausschau nach spannenden Titel halten. Auch aktuell findet sich bei Tesla ein Hingucker im Chart, der für einen Trade lockt.

Russische Zentralbank senkt Leitzins um 0,50% – alles bestens in Russland? Merkwürdige Reaktion im Rubel-Kurs

FMW-Redaktion

Die russische Zentralbank hat soeben ihren Leitzins von 9,75% auf 9,25% gesenkt. Erwartet worden waren nur 0,25% Senkung auf 9,50%. Somit war auch nur diese Marke im Rubel-Kurs eingepreist. Liest man dazu die aktuelle Mittelung der Zentralbank, dann denkt man die wirtschaftliche Lage in Russland sieht doch ganz gut aus. Das Inflationsziel von 4% (von oben nach unten Richtung 4%) werde wohl noch vor Ende des Jahres erreicht werden. Die wirtschaftliche Aktivität nehme deutlich zu.

Erstaunlich reagiert aktuell der russische Rubel. Da der Leitzins doppelt so stark gesenkt wurde wie erwartet, hätte dies eigentlich eine Schwächung des Rubel zur Folge. Im Währungspaar US-Dollar vs Russischer Rubel (USDRUB) wird aber aktuell der Dollar etwas schwächer. Das widerspricht dem lehrbuchmäßigen Verlauf der Geldflüsse, wonach sinkende Zinsen einen Währungsraum weniger attraktiv machen, Geld fließt ab, und damit wertet die Währung ab. So einen Vorgang preisen die Devisenhändler normalerweise sofort nach einer Notenbank-Entscheidung in die Kurse ein.

Aber wie man sieht: USDRUB fällt seit der Entscheidung von 57 auf 56,72. Für wenige Augenblicke hatten wohl die ALGOS (Computerprogramme) den Kurs in die lehrbuchmäßig richtige Richtung gedrückt. Aber der Rubel wertet bis jetzt sogar leicht auf (sinkender Dollar).


USDRUB seit gestern Mittag.

Auszugsweise vom aktuellen Text der Zentralbank im Wortlaut:

Inflation dynamics. Annual inflation has moved close to the target level. Annual consumer price growth is down to 4.3% from 4.6% in February. According to the estimates as of 24 April, annual inflation stands at 4.2-4.3%. March saw a slowdown in price growth across all core groups of goods and services. Inflation slowdown was broadly facilitated by the ruble appreciation amid relatively higher oil prices, persistent interest in investment in Russian assets among external investors, and a drop in the sovereign risk premium. Seasonally adjusted monthly inflation data in February and March held at a low level. These months saw food inflation unusually low for this period, supported by the high level of supply including bumper harvests of 2015-2016. This impact is likely to run its course in the second quarter, which is attested by weekly price growth data for April that suggests that prices on fruit and vegetables accelerated. Even so, inflation is estimated to remain on the path of downward movement towards the 4% target before the end of 2017.

As inflation showed a substantial slowdown in 2017 Q1, inflation expectations of both households and businesses were down considerably. However, this trend may grind to a halt temporarily as food inflation is expected to post a seasonal increase, considering that inflation expectations are sensitive to the dynamics of this inflation.

Domestic demand continues to exert a disinflationary effect. Households broadly tend to demonstrate savings behaviour patterns. There are signs of nascent recovery in consumer activity. Consumer expenditures are expected to restore gradually as real disposable incomes continue to show weak growth. Consumer lending bears no inflation risks.

Economic activity. The Bank of Russia estimates that the economy continued to recover in the first quarter and expects fixed capital investments to increase. Industrial production is maintaining positive dynamics and unemployment is showing a downward trend. The labour market is adjusting to the new economic environment, with signs beginning to emerge that labour shortages are finding their way in individual segments. Recovery is becoming more even across regions. Polling data reflects an improvement in business and household sentiments, supporting favourable economic dynamics. According to the Bank of Russia estimates, the observed annual rise in real wages will foster gradual growth in consumer activity without posing additional proinflationary pressure amid increased supply of goods and services.

Given the current recovery dynamics and the economy’s growing resilience to the fluctuations in the external economic climate, the Bank of Russia expects that the GDP will grow in 2017-2019 even if the conservative oil price scenario materialises.

Inflation risks. Possible volatility of global commodity and financial markets caused, among other things, by negotiations between oil exporting countries to extend agreements on limiting oil production may become the key source of inflation risks in the near future. It may result in a temporary hike in volatility of capital flows and the exchange rate undermining exchange rate and inflation expectations. That said, inflation risks will be lower in the scenario with rising oil prices. Legislative consolidation of a budget rule will also mitigate medium-term inflation risks.

Besides, medium-term inflation risks are that anchoring of inflation and inflation expectations at the target level may take a long time. This is caused by the inertia of inflation expectations and a possible shift in households’ behaviour pattern due to a decline in propensity to save.

In making its decision on the key rate, the Bank of Russia will assess the probability of the baseline scenario implementation (where oil prices drop to $40 per barrel) and the scenario with rising oil prices, alongside with assessing inflation and the economy dynamics relative to the forecast. The Bank of Russia’s assessment of the overall potential of the key rate reduction before the end of 2017 is unchanged. Given the decision taken and moderately tight monetary policy sustained, the Bank of Russia forecasts that the annual consumer price growth will reduce to 4% before the end of 2017 and will remain within this target level in 2018-2019.

The Bank of Russia Board of Directors will hold its next rate review meeting on 16 June 2017. The press release on the Bank of Russia Board’s decision is to be published at 13:30 Moscow time.

Wie Trump die Welt mit seinem Protektionismus täuscht – so läuft es wirklich!

Von Markus Fugmann

Alle atmen auf, alles scheint in Ordnung zu sein: die USA werden keine generelle Importsteuer von etwa 20% erheben, wie es aussieht. Aber das nicht etwa aus Gründen der Rücksichtnahme oder ähnlich freundlicher Motive, sondern weil man fürchtet, dass der Dollar dann noch stärker würde (US-Importeure müssten die Importsteuer bezahlen, wodurch erheblicher Dollar-Bedarf entstünde) und damit die Wettbewerbschancen der USA verringert.

Sieht man sich Äusserungen etwa der deutschen Wirtschaftsministerin Zypries an, scheint die US-Diplomatie ziemlich erfolgreich dabei zu sein der „Restwelt“ zu versichern, dass man sich doch keine Sorge machen müsse, die generelle Importsteuer werde wohl nicht kommen:

Auf der gestrigen EZB-Pressekonferenz wurde Draghi, der kürzlich US-Notenbanker und US-Finanzpolitiker getroffen hatte, gefragt, was die wichtigste Erkenntnis sei für ihn aus den Gesprächen mit US-Vertretern. Draghi antwortete, dass das Auffälligste gewesen sei, dass er den Eindruck habe, dass die protektionistischen Bestrebungen der neuen US-Regierung doch nicht so stark ausgeprägt seien wie zunächst befürchtet.

Wirklich?

Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache! Gestern hat das Weiße Haus ein Memorandum des US-Handelsministeriums veröffentlicht, das es in sich hat. Dort heißt es unter dem Titel „Aluminum Imports and Threats to National Security“:

„By the authority vested in me as President by the Constitution and the laws of the United States of America, including the Trade Expansion Act of 1962, it is hereby directed as follows:

Section 1. Policy. Core industries such as steel, aluminum, vehicles, aircraft, shipbuilding, and semiconductors are critical elements of our manufacturing and defense industrial bases, which we must defend against unfair trade practices and other abuses.“

Man will also die nationale Sicherheit der USA schützen gegen „unfaire Handelspraktiken“, und zwar zunächst in den Bereichen Stahl, Aluminium, Flugwesen, Schiffsbau, Chips (Semiconductor) und Fahrzeuge (vehicles). Versteht man unter Fahrzeuge auch Autos? Wenn ja, könnte die Sache auch für deutsche Autobauer bald ziemlich ungemütlich werden!

Um den Protektionismus durchzusetzen, bedient sich die Trump-Administration eines schlauen Tricks: vermutlich hat ein findiger Jurist den „Trade Expansion Act of 1962“ in der Mottenkiste der US-Rechtsgeschichte entdeckt und darin das Einfallstor für die vermeintlich legale Durchsetzung protektionistischer Maßnahmen aller Art erkannt. Handelsbeschränkungen, Strafzölle etc. können erlassen werden, wenn sie die nationale Sicherheit der USA betreffen.

Nationale Sicherheit wiederum wird dadurch definiert, dass vor allem das Know How amerikanischer Firmen in jenen Brachen sicher gestellt werde müsse, die in irgendeiner Form mit dem Bereich Verteidigung in Zusammenhang stehen könnten. So wurden kürzlich etwa die Strafzölle gegen ausländische Stahlhersteller, darunter auch deutsche, damit begründet, dass Stahl doch ein elementarer Bestandteil von Kriegsschiffen sei. Mit diesem Argument könnte man etwa auch ausländische Hersteller von Schrauben mit Strafzöllen belegen – schließlich werden doch Schrauben in vielen Militär-relevanten Bereichen eingesetzt!

Ursprünglich war dieser Trade Expansion Act aus dem Jahr 1962, wie der Name schon sagt, eigentlich zur Ausweitung (expansion) des globalen Handels erlassen worden, etwa durch Senkung von Importzöllen. Nur wenn nationale Sicherheitsinteressen auf dem Spiel stehen würde, ermöglichte das Gesetz die Einführung von Zöllen bis zu 80% auf Importe. Faktisch also dreht die Trump-Administration die eigentliche Absicht des Gesetzes von 1962 um und nutzt es nun ausschließlich zur Einführung von Strafzöllen für ausländische Hersteller!

Und jetzt kommt „der Hammer“ – in dem Schlußabsatz des gestern veröffentlichten Memorandums heißt es:

„This memorandum is not intended to, and does not, create any right or benefit, substantive or procedural, enforceable at law or in equity by any party against the United States, its departments, agencies, or entities, its officers, employees, or agents, or any other person.“

Das bedeutet faktisch: Widerstand wird nicht geduldet, die Adressaten von Strafzöllen haben keinerlei juristische Berechtigung, dagegen vor zu gehen, weder gegen den Staat USA selbst, noch gegen einzelne staatliche Behörden, einzelne Angestellte der Behörden etc.

Die USA beschweren sich also, dass andere Länder unfairen Wettbewerb betreiben würden, schotten nun mehr und mehr wichtige Branchen gegen ausländische Konkurrenz ab, und nehmen diesen Konkurrenten gleichzeitig jede Möglichkeit, dagegen zu klagen oder in einer anderen Form Widerstand zu leisten, etwa mit Hilfe der WHO.

Fragt sich also nur, wer hier wirklichen unfairen Wettbewerb betreibt..


Foto: whitehouse.gov

EU-Kommission spendabel: Es gibt 420 Mio Euro für Griechenland und 500 Mio Euro für Tunesien

FMW-Redaktion

Die EU-Kommission wird im Rahmen der sogenannten „EU-Investitionsoffensive“ (der „Juncker-Plan“) 420 Millionen Euro über den Europäischen Investitionsfonds für Griechenland zur Verfügung stellen. Nicht der Staat, sondern bis zu 2.000 Kleinstunternehmer und Mittelständler sollen diesen Betrag in Form von Darlehen erhalten. Im Schnitt wären das pro Kredit 210.000 Euro.


© European Union , 2016

Wir meinen: Das ist jedenfalls deutlich sinnvoller als es dem Herrn Tsipras zu überweisen! Abgewickelt werden sollen die Darlehen vor Ort über die griechischen Banken Alpha Bank und Piraeus Bank. Laut EU-Kommission sollen die Unternehmen mit diesen Darlehen Zitat „ihre Aktivitäten erweitern, neue Arbeitsplätze schaffen und in Forschung und Innovation investieren“.

Bei diesen Krediten sollen extrem geringe Anforderungen an die Sicherheiten (also keine?) gestellt werden, so die EU-Kommission (Zitat „to provide loans with substantially reduced collateral requirements“). Das ist wohl auch bitter nötig, denn welcher quasi bankrotte Unternehmer, bei dem momentan gar nichts läuft, könnte für so ein Darlehen jetzt plötzlich eine Yacht oder einen Ferrari als Sicherheit präsentieren?

Wir meinen: An sich eine gute Sache. Man kann nur hoffen, dass die EU-Kommission beziehungsweise der „Europäischen Investitionsfonds“ ein verdammt gutes Controlling durchführt, damit diese Gelder nicht bei den beiden griechischen Banken für andere Dinge verwendet werden. Und auch sollte man ein Auge darauf haben, ob die Kredite wirklich dem kleinen innovativen griechischen Unternehmer zu Gute kommen, oder nicht doch größeren kaputten Firmen mit toten Geschäftsmodellen. Denn diese Befürchtung ist ja gar nicht mal so unrealistisch.

Wir lassen hier mal vier beteiligte Parteien zu Wort kommen. Zitat:

European Commissioner, Dimitris Avramopoulos, responsible for Migration, Home Affairs and Citizenship, said: „Facilitating access to finance for small and medium-sized businesses is a crucial element of the European Commission’s strategy to promote jobs and growth in Greece and across Europe. Greek small and medium-sized enterprises are already benefiting from loans made possible by the Juncker Plan. Today’s agreements will allow some 2,000 more SMEs to finance expansion, innovation and job-creation which will, in turn, contribute to securing Greece’s economic recovery.”

Speaking at the signing event in Athens, EIF Chief Executive, Pier Luigi Gilibert, commented: “Today’s EFSI signatures with Alpha Bank and Piraeus Bank re-confirm EIF’s commitment to Greek businesses. In less than a year, EFSI will allow EIF to support a total portfolio of over EUR 1 billion of loans to Greek businesses. Access to finance continues to be a pressing issue for many businesses and the four COSME and InnovFin guarantees will unlock critical investment opportunities for Greek SMEs.”

George C. Aronis, Deputy CEO of Alpha Bank, stated: “The agreements signed today constitute a significant step towards the recovery of Greek entrepreneurship and economy, while further enhancing the long-standing and constructive cooperation between Alpha Bank and the European Investment Fund. Through these agreements, implemented under the European Commission’s COSME and InnovFin programmes, with the support of the European Fund for Strategic Investment, Alpha Bank will provide financing to sustainable and innovative SMEs, with favorable financial terms and reduced collateral, in order to help them meet their operational needs, strengthen their competitiveness and achieve their growth objectives”.

Ilias Milis, Pireaus Bank Senior General Manager, said: “Piraeus Bank, the biggest bank in Greece has set as a primary and strategic goal, the holistic support of Greek entrepreneurship that is considered as the principal force for the reemergence and growth of the Greek economy. Piraeus Bank is expanding its already established cooperation with the European Investment Bank Group, by signing 2 new agreements of a total budget of EUR 270million. These guarantee facilities, COSME and InnovFin, will enhance access to finance for more than 1.000 SMEs and small Midcaps that are active in all business sectors. In particular, through COSME guarantee facility, Piraeus Bank is planning to allocate EUR 170 million to Greek SMEs that represent the backbone of Greek economy, by financing them under more favorable terms. Additionally, EUR 100 million will be dispersed through InnovFin guarantee facility, to innovative SMEs and small Midcaps that invest in research and development and the production of innovative products or services”.

Tunesien

Auch wird Tunesien aktuell von der EU-Kommission bedacht, genauer genommen mit 500 Millionen Euro. Man will der noch jungen Demokratie auf die Beine helfen. Noch mehr als in Griechenland kann man nur hoffen, dass es auch hier überhaupt irgendein Controlling gibt, was mit dem Geld denn letztlich wirklich gemacht wird. Die Summe fließt als Kredit an die tunesische Regierung. Für immerhin 500 Millionen Euro hat die EU es fertig gebracht doch tatsächlich diesen ausführlichen Text (Scherz) zu veröffentlichen, Zitat:

Die EU hilft Tunesien mit weiteren 500 Mio. Euro bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme, vor denen das Land seit dem demokratischen Umbruch 2011 steht. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici unterzeichnete die Vereinbarung heute (Donnerstag) mit dem tunesischen Finanzminister und Zentralbankchef in Brüssel. „Die heutige Vereinbarung zeigt, dass die EU ihr Engagement für die Demokratisierung und wirtschaftliche Stabilisierung Tunesiens ernst nimmt“, sagte Moscovici. Die Probleme sind teilweise auf die Terroranschläge vor zwei Jahren und die anhaltende politische Instabilität in der Region zurückzuführen.

Dabei muss man bedenken: Im Jahr 2014 hatte die EU dieses Makrokredit-Programm für Tunesien begonnen, und damals schon 300 Millionen Euro freigegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass Tunesien mit der jetzt um 200 Millionen Euro höheren zusätzlichen Kreditsumme den damaligen Kreditbetrag zurückzahlen kann, und dann immer noch gut was übrig hat. Also nur eine Art Umschuldung mit Extra-Cash oben drauf? Das ist natürlich nur eine böswillige Vermutung unsererseits. Da es aktuell keine weiteren Details gibt, hier eben der Wortlaut aus Brüssel zum „Programmstart“ aus dem Jahr 2014, wo es um die ursprünglichen 300 Millionen Euro ging:

The European Union and the Tunisian authorities have completed the signing of the Memorandum of Understanding (MoU) and the Loan Facility Agreement related to the €300 million Macro-Financial Assistance (MFA) package for Tunisia. The documents were signed on behalf of the Republic of Tunisia by the Tunisian Minister of Finance, Mr. Hakim ben Hammouda, and by the Governor of the Central Bank of Tunisia, Dr. Chadly Ayari, and will now need to be ratified by the Tunisian Parliament. In July 2014, Siim Kallas, at the time Vice-President of the European Commission responsible for Economic and Monetary Affairs and the Euro, had signed the MoU on behalf of the EU. In May the European Parliament and the Council of the EU approved the MFA for Tunisia.

The financial assistance, in the form of a medium-term loan, will be provided during the course of 2014 and 2015 in three equal instalments of €100 million each.

This assistance is part of the EU’s and other international donors‘ efforts to help Tunisia overcome the severe economic difficulties caused by the combination of a weak external economic environment and the political transition process following the 2011 revolution. It will support the two-year comprehensive economic adjustment and reform programme agreed between Tunisia and the International Monetary Fund (IMF) in the context of the Stand-by Arrangement approved by the IMF in June 2013. The assistance is designed to help Tunisia move forward with its planned economic reforms while also underpinning its political reform efforts. Against this background the MFA is linked to the implementation of a number of economic policy measures as set out in the Memorandum of Understanding.

The assistance complements the increased financial resources provided by the EU to Tunisia under the European Neighbourhood and Partnership Instrument, and the EU SPRING programme to support partnership, reforms and inclusive growth in the EU’s southern neighbourhood, among other forms of assistance.

Eurozonen-Inflation steigt um 0,4% auf 1,9% im April – Euro schiesst nach oben!

FMW-Redaktion

Die Eurozonen-Inflation für April wurde soeben veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um eine Schnellmeldung als Vorabschätzung, aber in der Regel stimmt die Mitte des Monats veröffentlichte Meldung mit der Schätzung überein. Für April liegt die Inflation in der Eurozone auf Jahresbasis bei 1,9% nach 1,5% im März. Die Ewartungen für April lagen bei um die 1,8%. Die sogenannte „Kerninflation“, die im März noch bei 0,7% lag, wurde jetzt für April mit 1,2% vermeldet. (alle Details in der folgenden Grafik).

Unverarbeitete Lebensmittel liegen bei +2,2%, der Gesamtbereich „Lebensmittel, Alkohol & Tabak“ bei 1,5%. Am Stärksten treiben natürlich die Energiepreise mit +7,5%. Ausführliche und endgültige Daten für April kommen am 17. Mai. Also Herr Draghi, jetzt hängen wir exakt auf ihrem Inflationsziel von knapp unter 2,0%. Wenn jetzt im Mai und Juni die Zahlen ebenso hoch ausfallen, gibt es dann eine Trendwende bei den Zinsen? Ach, wir vergaßen. Die „Kerninflation“ (ohne alle wichtigen Preise wie Energie, Alkohol, Tabak und Lebensmittel) liegt ja nur bei 1,2%.

Der Euro steigt in Reaktion auf die höheren Preise deutlich an und erreicht fast die 1,0950er-Marke – bricht dieser Bereich, der zuletzt zweimal vergeblich getestet wurde, ist der Weg bis zunächst 1,10 frei..

Max Otte über die „Zwangs- und Illusionswirtschaft“ (Video)

FMW-Redaktion

Der Ökonom Max Otte wurde bekannt durch sein Buch „Der Crash kommt“, in dem er das Platzen der US-Immobilienblase vorhersah (Otte lebte lange in den USA und hatte daher einen guten Einblick in die damalige Lage der US-Wirtschaft). Nun sagt Otte: wir sind im postfaktischen Zeitalter, wie die Dinge in der Finanzwirtschaft laufen. So etwa risikolose Geschäfte für Private Equity-Firmen, nach wie vor absurde Ratings von Ratingagenturen etc. etc. Otte verweist in dem Interview auch auf das Buch von Daniel Stelter (der auch bei FMW immer wieder vorkommt) „Eiszeit in der Weltwirtschaft“ – eine Empfehlung, der wir uns anschließen!


Max Otte
Foto: IFVE – Bild aus Unternehmensarchiv, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15184669

Importpreise und Einzelhandel: Es brummt in Deutschland – nicht genug Preisdruck, Herr Draghi?

FMW-Redaktion

Es brummt in Deutschland, aber so richtig. Und da sage Herr Draghi noch die Inflation sei nicht ausreichend genug für eine Zinswende, und das werde noch lange dauern… widmen wir uns zunächst den Preisen, genauer gesagt den Importpreisen für Deutschland für den Monat März. Sie steigen im Jahresvergleich um 6,1% nach 7,4% im Februar. Da sage mal einer es gäbe keine kräftig steigenden Preise? Denn wie so oft von uns erwähnt: Über die Importpreise und dann die Großhandelspreise landen diese Preiserhöhungen am Ende der Preiskette beim Endverbraucher, was die Inflation anheizt.

Gestern stieg die deutsche Inflation übrigens von März auf April um 0,4% auf Jahresbasis auf jetzt 2,0%. Natürlich ziehen wie immer die Energiepreise den Schnitt bei den Importpreisen nach oben, so auch heute für März mit +32,8%. Aber ohne Energie liegen die Importpreise immer noch bei +3,5%. Die folgende Grafik mit dem rot markierten Bereich zeigt, wie stark einzelne Segmente im Preis anziehen, wie zum Beispiel Kaffee mit 20,5%, Milch mit 15,7% oder Schweinefleisch mit 22,8%. Getreide wird „nur“ um 1,8% teurer. Selbst diverse Rohstoffe wie Aluminium steigen im Importpreis um beispielsweise 14,4%.

Hier weitere Details zu den aktuellen Daten:

Importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im März 2017 um 7,1 % teurer als im März 2016. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,5 %. Gegenüber März 2016 verteuerten sich insbesondere Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+ 29,1 %) sowie Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus (+ 14,4 %), darunter vor allem Rohkupfer (+ 19,4 %)und Rohaluminium (+ 14,4 %). Auch importierte Eisenerze (+ 66,8 %) und Nicht-Eisen-Metallerze (+ 25,3 %) waren erheblich teurer als im März 2016. Dagegen sanken die Preise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (– 10,5 %).

Importierte Verbrauchsgüter verteuerten sich gegenüber März 2016 um 2,9 %. Im Vergleich zum Februar 2017 wurden sie um 0,2 % billiger. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Preise insbesondere für Milch- und Milcherzeugnisse (+ 15,7 %) sowie für pflanzliche und tierische Öle und Fette (+ 12,6 %). Auch Schweinefleisch war erheblich teurer als vor einem Jahr (+ 22,8 %). Dagegen war verarbeiteter Kakao um 13,0 % billiger als im März 2016.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren gegenüber März 2016 um 5,4 % teurer. Insbesondere Rohkaffee wurde zu deutlich höheren Preisen importiert (+ 20,5 %). Eingeführte Investitionsgüter verbilligten sich um 0,2 % gegenüber März 2016 (unverändert gegenüber Februar 2017). Insbesondere Datenverarbeitungsgeräte waren im Vorjahresvergleich billiger (– 2,4 %). Die Preise für Gebrauchsgüter änderten sich im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr nicht und waren geringfügig billiger als im Vormonat (– 0,1 %).

Einzelhandelsumsätze

Nicht die Preise, sondern die Einzelhandelsumsätze in Deutschland sind im Monat März im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% gestiegen. Letzten Monat gab es einen statistischen Ausrutscher, der jetzt aber durch einen erneuten Zuwachs von mehr als 2% als Ausrutscher belegt werden konnte. Interessant ist eine Aufwärts-Revision des Statistischen Bundesamtes, der wie folgt erklärt wird. Zitat:

Ab März 2017 wird ein größeres Unternehmen des Online-Handels in die Einzelhandelsstatistik einbezogen, das im Mai 2015 eine Niederlassung in Deutschland gründete. Dadurch wird sowohl der Nachweis des Online-Handels als auch des Einzelhandels insgesamt erheblich beeinflusst. Um die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Einzelhandelsunternehmen besser abzubilden, wurden die Ergebnisse ab Mai 2015 rückwirkend neu berechnet. Dies erlaubt den uneingeschränkten Vergleich der Ergebnisse für März 2017 bis Mai 2016 mit den jeweiligen Vorjahresmonaten. Es führt aber auch zu erheblichen Revisionen bereits veröffentlichter Ergebnisse. So hat sich durch die Revision die Vorjahresveränderungsrate des realen Umsatzes des Einzelhandels insgesamt im Jahr 2016 auf 2,6 % (vorher: 1,8 %) und des nominalen Umsatzes auf 2,9 % (vorher: 2,3 %) erhöht. Die Vorjahresveränderungsrate des realen Umsatzes des Jahres 2015 stieg auf 3,8 % (vorher: 2,5 %). Die Vorjahresveränderungsrate des nominalen Umsatzes erhöhte sich ebenfalls auf 3,8 % (vorher: 2,6 %).

Weitere Details zu den heutigen Daten:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2017 preisbereinigt 0,6 % und nominal 2,5 % mehr um als im März 2016. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 0,8 % und nominal um 2,7 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt 2,2 % und nominal 0,6 % weniger umgesetzt als im März 2016. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze mit preisbereinigt 3,8 % und nominal 5,4 % über den Werten des Vorjahresmonats. Den stärksten Zuwachs gab es beim Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf: Im Vergleich zum Vorjahresmonat war dessen Umsatz im März 2017 preisbereinigt um 10,0 % und nominal um 9,2 % gestiegen.

Dax: Arbeitsverweigerung im Niemandsland – und spannende Zeiten!

FMW-Redaktion

Wenn man auf die letzten Tage zurück blickt, kann man zum Dax eigentlich nur sagen: das ist Arbeitsverweigerung! Seit dem massiven Schub am Montag aufgrund der Frankreich-Euphorie bewegt sich der Index kaum mehr vom Fleck, wir handeln in einer minimalen Handelsrange von 60 bis 70 Punkten:

Was soll man dazu sagen? Als hätte der Dax seine Kraft am Montag verbraucht, scheint er nun fast zu faul zu sein für jede weitere Bewegung. Auch die starken Zahlen von Amazon und Alphabet können den Index scheinbar nicht aus seiner Lethargie wecken, es plätschert zunächst einmal weiter vor sich hin.

Dabei sind die Zeiten doch eigentlich spannend: in den USA droht der government shutdown, wenn nicht heute noch eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten erzielt wird – die Märkte nehmen das noch auf die leichte Schulter, aber es dürfte durchaus Folgewirkungen haben, wenn es ein US-Präsident, der als Messias angetreten war und in beiden Kammern die Mehrheit hat, nicht schafft, das zu verhindern. Sollte das passieren, ist entscheidend die Frage: wie lange wird es dauern? Und als Faustregel kann hier gelten: je länger, desto schlechter für die Märkte!

Daher dürften auch die US-Märkte heute nervöser werden im Tagesverlauf – es sei denn, es geschieht ein Wunder und es gibt doch noch eine Einigung. Heute im Fokus vor allem das US-BIP (1.30Uhr), das bei +1,2% erwartet wird, aber es gibt reichlich Raum für negative Überraschungen nach unten. Sollten es denn +1,2% werden, dann wäre das dennoch eine der schlechtesten Werte der letzten Jahre, dazu zuletzt sehr schwache „harte“ US-Konjunkturdaten, während die „weichen“ Stimmungs-Daten auch langsam schlechter werden. So oder so: der ökonomische Trend in den USA zeigt schon seit einiger Zeit nach unten, und wenn Trump die hochgesteckten Hoffnungen nicht erfüllt – und so ziemlich alles spricht dafür, dass das nicht passiert – droht bald reichlich Ungemach.

Zurück zum Dax, zurück zum Heute: der Hochpunkt der US-Berichtssaison ist mit den gestrigen Zahlen nun bereits überschritten, wodurch dann eben andere Faktoren wieder in den Vordergrund gelangen wie Geopolitik (Trump warnte in einem Interview vor einem militärischen Konflikt mit Nordkorea), die US-Innenpolitik (erneutes Scheitern des Ersetzens von Obamacare noch in dieser Woche, wie es eigentlich vorgesehen war) etc.

Charttechschnisch interessant beim Dax ist der Bereich 12200/10 (untere Begrenzung des Aufwärtstrend seit Februar) sowie die untere Gap-Kante vom Montag im Bereich 12250 Punkten, dazu das alte Allzeithoch bei 12390/400. Auf der Oberseite die 12500 als Widerstand, dann die 12600 als obere Begrenzung des Aufwärtstrends. Ansonsten viel Niemandsland..

Verschnaufpause an den Börsen; Euro leicht unter Druck nach EZB-Sitzung

Gastanalyse von Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader

Die Aktienmärkte haben etwas an Schwung verloren, bleiben aber stabil. Die Anleger waren von Trumps Steuerplan etwas enttäuscht, versuchten es jedoch von einer positiven Seite zu sehen. Zumindest beschäftigt sich der US-Präsident nun verstärkt mit dem Thema Wirtschaft. Auch solide Bilanzzahlen von Konzernen wie Amazon und Google hielten die US-Börsen auf hohem Niveau.

Im DAX hat die Volatilität nach der großen Rally vom Montag ziemlich abgenommen. Aktuell sehen wir den DAX bei Punkten. Der Index dürfte die Handelswoche aber mit einem positiven Ton beenden. Die EZB signalisierte gestern, dass sie noch einige Zeit an der lockeren Zinspolitik festhalten wird. Zudem waren die deutschen Bilanzzahlen insgesamt ziemlich gut. DAX-Schwergewicht Bayer konnte gestern mit starken Zahlen überzeugen.

Der Euro reagierte negativ auf die EZB-Sitzung. EZB-Präsident Draghi erwähnte zwar, dass die Konjunkturdaten in der Eurozone in den letzten Monaten ziemlich stark waren. Aufgrund der niedrigen Inflation steht ein früheres Ende der lockeren Geldpolitik aber nicht in Aussicht. Die Aktienmärkte dürfte dies freuen.

Die Eurostat wird heute die neuesten Inflationszahlen veröffentlichen. Es ist zu erwarten, dass die Teuerungsrate diesen Monat etwas zugenommen hat. Dies könnte den Euro kurzfristig etwas unterstützen. Auf die Zinserwartungen wird es jedoch keinen großen Einfluss haben.




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Videoausblick: Reicht das für die nächste Rally?

Von Markus Fugmann

Starke Zahlen gestern nachbörslich der Tech-Giganten Amazon und Alphabet (dagegen die Zahlen der „alten“ Tech-Werte Microsoft und Intel weniger strahlend) – das hat vor allem den Nasdaq-Future weiter nach oben getrieben. Aber dennoch scheint das derzeit nicht der große Auslöser für die nächste Rally zu sein – in Asien die Kurse überwiegend leicht negativ, man macht sich dort zunehmend Sorgen um neue protektionistische Aussagen von Donald Trump, aber auch über das immer wahrscheinlicher werdende Scheitern, die US-Schuldenobergrenze noch heute anzuheben. So dürfte der X-Dax zunächst unverändert starten und damit weiter Schwierigkeiten haben, die 12500er-Marke zu überwinden. Heute im Fokus das US-BIP – eine negative Überraschung erscheint dabei nicht ganz unwahrscheinlich..

Google-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie nachbörslich 4,5% im Plus

FMW-Redaktion

Soeben wurden die Google-Quartalszahlen (Alphabet) veröffentlicht.

Der Umsatz liegt im 1. Quartal bei 24,75 Milliarden Dollar (erwartet 24,2 / 20,2 im Vorjahresquartal).

Der Gewinn liegt im 1. Quartal bei 7,73 Dollar pro Aktie (erwartet 7,40 Dollar / 6,02 im Vorjahresquartal).

Die Belegschaftsgröße steigt in nur einem Jahr von 64.115 auf 73.992 Ende März 2017.

Die klassischen Werbeumsätze steigen von 18 auf 21,4 Milliarden Dollar.

Die kurze Kernbotschaft im Wortlaut (alles läuft bestens):

„Our excellent results represent a terrific start to 2017, with revenues up 22% versus the first quarter of 2016 and 24% on a constant currency basis. We clearly continue to benefit from our ongoing investments in product innovation and have great momentum in our new businesses across Alphabet,“ said Ruth Porat, CFO of Alphabet.

Die Aktie notiert nachbörslich mit einem Plus von 4,5%.

Amazon-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Web Services legen zu, Aktie nachbörslich +4%

FMW-Redaktion

Soeben wurden die Amazon-Quartalszahlen veröffentlicht.

Der Umsatz liegt im 1. Quartal bei 35,7 Milliarden Dollar (erwartet ca 35 Milliarden Dollar / 29,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal).

Der Gewinn liegt im 1. Quartal bei 1,48 Dollar pro Aktie (erwartet ca 1,15 Dollar / 1,07 Dollar im Vorjahresquartal).

Wichtig: Was hat das Segment „Amazon Web Services“ gemacht, das so wichtig ist, und letztes Quartal enttäuscht hatte? Der Umsatz steigt im Jahresvergleich von 2,5 auf 3,6 Milliarden Dollar, der Gewinnbeitrag von 604 auf 890 Millionen Dollar!

Der Ausblick: Im laufenden Quartal will man einen Umsatz von 35,25-37,75 Milliarden Dollar erzielen und somit bis zu 24% wachsen im Jahresvergleich.

Die Aktie notiert nachbörslich mit einem Plus von 4,2%.

Originalwortlaut heute zu den Web Services (AWS):

AWS announced Amazon Chime, a unified communications service that makes meetings easier and more efficient than ever before. Customers can start or join a meeting with a single click, and Amazon Chime delivers a frustration-free meeting experience with exceptional video and audio quality, chat, and screen sharing capabilities — all seamlessly synchronized across desktops, iOS, and Android devices.
AWS announced Amazon Connect, a cloud-based contact center service that is based on the same contact center technology used by Amazon customer service associates around the world to power millions of customer conversations.

AWS announced it will open an infrastructure region with three Availability Zones in Sweden in 2018. AWS currently operates 42 Availability Zones across 16 infrastructure regions worldwide, with another five Availability Zones across two AWS Regions in France and China expected to come online this year.
Recent AWS enterprise customer highlights include: Live Nation, the world’s leading live entertainment and ticketing company, announced it is going “all-in” on AWS; Dunkin’ Brands Group, Inc., the parent company of Dunkin’ Donuts and Baskin-Robbins, migrated their business-critical mobile applications, e-commerce websites, and key corporate IT infrastructure applications to AWS; HERE Technologies, a leading global provider of maps and location services, disclosed that AWS is its preferred cloud infrastructure provider and continues to expand its use of AWS to power its new Open Location Platform services; Liberty Mutual announced it is using AWS to speed implementation of a new state-of-the-art business platform to quickly bring new products and capabilities to their customers and operations; and Snap, Inc. expanded their use of AWS and announced a new, enterprise agreement to use $1 billion of AWS services over the next five years.

AWS launched Redshift Spectrum, a new feature of Amazon Redshift that allows customers to run queries on exabytes (1 exabyte = 1,000 petabytes) of data in Amazon S3 just as easily as they run queries against petabytes of data stored in their Amazon Redshift data warehouse. Redshift Spectrum uses the same SQL as Amazon Redshift and scales query processing across thousands of nodes to deliver fast results — even with large data sets and complex queries. For example, a complex query on an exabyte of data using 1,000 notes and the Hive Query Language would take five years. With Amazon Redshift Spectrum, the same query takes just 155 seconds.

AWS announced Amazon DynamoDB Accelerator (DAX), a fully-managed, highly available, in-memory cache that can reduce Amazon DynamoDB response times from milliseconds to microseconds, even at millions of requests per second. With DAX, customers using DynamoDB for mobile, web, gaming, ad tech, IoT, and many other types of applications can achieve 10x faster query performance.
AWS announced that customers have migrated more than 23,000 databases using the AWS Database Migration Service since it became generally available in 2016.

AWS announced the general availability of Amazon Lex, making the proven, highly scalable artificial intelligence (AI) technologies that power Amazon Alexa available to all developers. American Heart Association, Capital One, Freshdesk, Hubspot, Liberty Mutual, NASA, Ohio Health, and Vonage are among the customers using Amazon Lex to build rich, conversational user experiences for web, mobile, and connected device applications.

AWS continued to expand the breadth and depth of its Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) offerings with the general availability of the next generation of its High I/O (I3) instances, and field programmable gate array (FPGA) accelerated (F1) instances.

AWS announced AWS CodeStar, a new tool that enables developers to quickly develop and run applications on AWS. CodeStar provides a single graphical interface where development teams can manage their software development activities from one place. With CodeStar, teams can easily start with one-click project templates, perform continuous delivery, manage read and write permissions of the team, and monitor application activity.

AWS collaborated with NASA to deliver the highest resolution video ever broadcast live from space (ultra-high-definition broadcast transmitted in 4K) during a keynote presentation at the 2017 National Association of Broadcasters Show in Las Vegas. The session featured NASA astronaut and Expedition 51 commander, Peggy Whitson, speaking live from the International Space Station 250 miles above the Earth, which travels at 17,500 miles per hour and orbits the planet 16 times per day. The session explored how advanced imaging and cloud technologies are taking scientific research and filmmaking to the next level.

Marktgeflüster (Video): Jetzt wird es richtig heiß!

Von Markus Fugmann

Jetzt wird es richtig heiß: heute Abend nachbörslich die Zahlen von Amazon, Alphabet, Intel und Microsoft – fast alle dieser Aktien handeln auf Allzeithochs und müssen die ambitionierten Bewertungen nun auch bestätigen (wir berichten über die Zahlen heute Abend ab 22Uhr so live wie möglich!). Heiß wird es jetzt auch politisch, nachdem die US-Demokraten immer neue Forderungen stellen und damit drohen, sonst der Anhebung der US-Schuldenobergrenze nicht zuzustimmen (mit der Folge eines government shutdowns). Mario Draghi sorgt heute mit seinen Aussagen für eine Achterbahnfahrt des Euro, der Dax bewegt sich auch heute kaum vom Fleck, die US-Indizes drehen nach gutem Start wieder ins Minus. Die Rally kann nur weiter gehen, wenn heute Abend die Zahlen der US-Tech-Giganten überzeugen..