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Florian Homm: Dax 20.000, Dow 30.000 – kaufen, kaufen, kaufen!

Aktien werden immer weiter steigen, weil es ja angeblich keine Alternative gibt. Seltsam ist nur, dass eigentlich das Risiko am höchsten ist, wenn die Kurse weit oben sind. Dementprechend war das Risiko zum Aktienkauf etwa im Jahr 2009 absolut gering, aber da wollte (fast) niemand kaufen. Jetzt aber, wo die Fallhöhe der Aktienmärkte immens ist und damit auch das Risiko, da wollen alle kaufen!

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FMW-Redaktion

Ist doch alles so schön bunt hier – Aktien werden immer weiter steigen, weil es ja angeblich keine Alternative gibt. Seltsam ist nur, dass eigentlich das Risiko am höchsten ist, wenn die Kurse weit oben sind. Dementprechend war das Risiko zum Aktienkauf etwa im Jahr 2009 absolut gering, aber da wollte (fast) niemand kaufen. Jetzt aber, wo die Fallhöhe der Aktienmärkte immens ist und damit auch das Risiko, da wollen alle kaufen!

Florian Homm bringt genau das auf den Punkt in einem absolut sehenswerten Video:

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    columbo

    7. Juni 2017 12:46 at 12:46

    Florian Homm, wie immer ein Fels in der Brandung.

  2. Avatar

    PK

    7. Juni 2017 12:55 at 12:55

    Homm beschreibt ja richtig die enorme Verschuldung (am Ende des Videos).
    In einem anderen Video gehts z.B. um Währungsreformen etc.:
    https://www.youtube.com/watch?v=3d7rNs7M8vA
    Was mir die ganzen „Aktien sind viel zu teuer“ Gurus noch nicht erklärt haben, ist in dieser Zeit Aktien gegen Cash tauschen wirklich so sinnvoll ?
    Ist es nicht Cash, was noch zu teuer ist ?
    Cash ist eine Assetklasse wie alle anderen auch, warum sollte ich da drin investiert sein wollen ?

    • Avatar

      PK

      7. Juni 2017 13:05 at 13:05

      sogar Argentinien wird als schlaues Beispiel für Überschuldung aufgeführt in einem seiner Videos.
      War es schlauer Argentinische Peso oder Anleihen zu halten oder Aktien vor der großen Krise ?
      Da lohnt doch auch wieder ein Blick auf die Charts
      2001, vor dem Staatsbankrott mit 75% Abwertung der Anleihen, lag der Merval (Aktienindex bei 200 Punkten).
      Wer weiss wo der heute ist ?
      22300 Punkte.
      Kursgewinn Faktor 111 GEGENÜBER CASH !!!

      Mich wundert immer, daß Leute wie Homm, die an sich nichts anderes zu tun haben als sich solche Sachen mal im Detail anzuschauen, so an der Oberfläche kratzen.

      Natürlich wird in der Krise der Dax etc. extrem volatil werden und auch mal 20% in der Spitze verlieren. Am Ende werden die Verlierer aber die Besitzer von Cash und Anleihen sein.

      • Avatar

        columbo

        7. Juni 2017 13:19 at 13:19

        PK, ich schätze Sie sehr, aber mit ein bißchen Fantasie könnte man auf das geblich Glänzende kommen. Nie gehört? In Argentinien war es das Schlaueste Gold zu haben. Als die Banken öffneten, konnte man es gemütlich aus seinem Schließfach nehmen und mit enormen Gewinn verkaufen.

        • Avatar

          PK

          7. Juni 2017 13:28 at 13:28

          ja, richtig. Ich hab ja nichts gegen Gold.
          Aber ich hab was gegen seine (Homms) Vorschläge Laien Leerverkäufe zu empfehlen bei einer Entwertungsrally. Daher versuche ich hier zu erklären, daß man nicht nur stur auf die immer weiter steigenden Indizes schauen sollte und den naiven Ansatz sie nur deshalb für zu teuer zu halten, weil sie so viel gestiegen sind.
          Tatsächlich ist Gold aktuell eine sehr interessante Anlage, und sieht auch charttechnisch gut aus.
          Ideal ist eine sinnvolle MIschung aus Aktien, Gold und Immos.

          • Avatar

            columbo

            7. Juni 2017 13:53 at 13:53

            @PK, voll einverstanden mit Ihrem letzten Satz. Eine Frage hätte ich an Sie:
            Sind Sie auch überzeugt von der weit verbreiteten Regel, nicht mehr als 10% des Gesamtvermögens in Gold zu besitzen?
            Mir leuchtet das absolut nicht ein. Bin für 25% Aktien, 25% Gold und 25% Immos.
            Für die Antwort danke ich im voraus.

  3. Avatar

    columbo

    7. Juni 2017 14:17 at 14:17

    @PK, sorry, meinte 1/3 Immos, 1/3 Gold, 1/3 Aktien.

    • Avatar

      Emm wie Meikel

      7. Juni 2017 16:49 at 16:49

      @columbo Klingt doch gut, sofern man immer zu 100% investiert sein möchte. Ein gewisser Anteil an Cash kann trotz der massiven, garantierten Entwertung sinnvoll sein, etwa bei starken Preiseinbrüchen in der einen oder anderen Assetklasse.

      Mir gefällt folgende Aufteilung: 25% Wertpapiere 25% Edelmetall 25% Immobilien/Land 20% Kunst/Sammeln/Seltenes 5% Cash

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    PK

    7. Juni 2017 14:23 at 14:23

    @columbo
    Man sollte auch im Auge behalten, wie die möglichen Reaktionen des Staates in/nach so einer Krise aussehen könnten. Ich halte es für möglich, daß die Politiker unter großen Beifall der Wähler die zu dumm für eine eigene Vorsorge waren, entsprechende Sonderabgaben bei denen erheben werden, die ohne größere Verluste durchgekommen sind.
    Das betrifft dann Sonderabgaben auf Immos, Aktien und Gold.
    Gold erscheint mir hier von solchen Sonderbehandlungen gefährdet, weil es nur ganz wenige treffen würde.
    Daher sehe ich den Maximalanteil an Gold in meinem Vermögen eher durch die anschließende Verwertungsproblematik limitiert. Es kann durchaus sein, daß man anschließend gar nicht in der Lage ist, sein Gold entsprechend zu veräussern.

    • Avatar

      Bademeister

      7. Juni 2017 15:08 at 15:08

      20% Steuer bei der Veräusserung von Gold, quasi wie Umsatzsteuer, sind da schon denkbar. Silber hat da jetzt schon mehr Potential, da gibts ja bereits die Umsatzsteuer beim Kauf. Silber gibts ausserdem weniger als Gold, das wird vermutlich auch nicht so schnell verboten werden. Besitzer von Immos und ev. auch Aktien sind sowieso die zukünftige Melkkuh der Nation.

      • Avatar

        columbo

        7. Juni 2017 16:46 at 16:46

        @Bademeister, bei uns(Italien) gibt es schon die Kapitalertragssteuer auf physisches Gold: 26%. Wird früher oder später auch anderswo kommen.

  5. Avatar

    Hobbyanleger

    7. Juni 2017 16:19 at 16:19

    Habs gedacht, dassP.K nach Marc Faber auch Homm lehrmeistern wird.Er kennt anscheinend nur entweder ewig steigende Kurse oder Totalzusammenbruch.Eine normale Korrektur von10-20% wo er bei Cash nichts verlieren würde im Gegensatz zu Aktien ist für ihn anscheinend keine Variante.

    • Avatar

      PK

      7. Juni 2017 17:22 at 17:22

      „Eine normale Korrektur von10-20% wo er bei Cash nichts verlieren “
      @hobby:
      und wann kommt die genau ? Jetzt, oder erst wenn der Markt nochmal 20% gestiegen ist ? Wie lange shorten die Leute jetzt schon den Markt ?
      Woran erkenne ich nochmal genau in einem starken Trend, daß es jetzt genug ist ?
      Ich lasse mich ja gerne aufklären.
      Ich höre nur seit 1 Jahr hier in FMW von immer den gleichen Leuten, daß jetzt bestimmt bald die große Korrektur kommt – nun – ich warte immer noch.

  6. Avatar

    Hobbyanleger

    7. Juni 2017 19:07 at 19:07

    @P.K Ich weiss auch nicht wenn die Korrektur kommt, ich weiss nur dass sie kommt u.je länger es dauert ,desto heftiger wird sie sein, diese Theorie haben Sie ja kürzlich heftig dementiert.Ich glaube auch wie viele andere dass die nächste grössere Bewegung eher nach unten geht.Zudem gibt es anscheinend noch zu viele Permabullen u.Sie bestärken diese Leute ja fast täglich,Sie hatten ja bisher auch recht.Es gibt natürlich auch viele Anleger u. Berater die den 1987 er Crash nicht erlebt haben. KURSVERLUST DES DJ VON FREITAG ABEND BIS DIENSTAG CA. 30% Leute die das erlebt haben sind aus dieser Erfahrung heraus jetzt etwas vorsichtig.Sie haben ja kürzlich geschrieben dass Marc Faber wegen des Alters (Erfahrung) die heutige Situation nicht verstehe.Übrigens hat heute H,Zulauf , der den 1987 er Crash vorausgesagt hat, heute geschrieben,dass die jetzige Hausse nicht FUNDAMENTAL sondern durch die Geldschwemme getrieben sei.ist ja nichts Neues, DER TRUGSCHLUSS IST NUR ,DASS DAS IMMER SO WEITERGEHT.

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      PK

      7. Juni 2017 19:36 at 19:36

      ich stimme ja vollkommen zu, daß die aktuelle Hausse ein Produkt der Geldschwemme ist, darauf basieren im Prinzip alle weiteren Überlegungen.
      Und meine Meinung ist eben, daß jede stärkere Korrektur mit entsprechend heftigeren geldpolitischen Gegenmassnahmen bekämpft werden wird.
      Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, daß sich daran etwas ändern wird – dazu ist es aktuell für alle wichtigen Player viel zu bequem. Ob es gut oder schlecht ist, will ich ja gar nicht bewerten und darum gehts hier ja nicht.
      P.S. Im 1987 Crash war ich investiert. Ich hab den Crash auch kommen sehen und war aber leider in Goldminenaktien investiert. Gold Mines of Kalgoorlie war eines meiner Investments – au backe sind die zusammengefaltet worden.
      Ich hab schon so einiges mitgemacht, mein Konto in den Anfangsjahren 3x an die Wand gefahren, Futures handel ich täglich seit 1987 und da ist es mir eh egal obs rauf oder runter geht, meine Haltedauer sind im Schnitt weniger als 20 Minuten und ich hab mehrere 1000 trades pro Jahr.
      Ich glaub ich hab jede Seite an der Börse kennengelernt.
      Interessanterweise war ich am Anfang sehr auf der Shortseite unterwegs (irgendwie hielt man sich immer für cleverer wenn man der Skeptiker war).
      Ja, ich wage es tatsächlich den Homms und Fabers zu widersprechen und hier meine eigene Meinung zu sagen. Die kann natürlich auch falsch sein – das ist ja das schöne, daß an der Börse jeder alles denken darf. Und ich habe mich auch schon geirrt. Lag im Schnitt eben etwas öfters richtig als falsch.
      Schönen Abend noch.

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      gerd

      7. Juni 2017 20:29 at 20:29

      @ Hobbyanleger:
      „… Leute die das (den Crash 1987) erlebt haben sind aus dieser Erfahrung heraus jetzt etwas vorsichtig…“

      Ich habe ihn ‚erlebt‘, hab dadurch sehr viel verdient und habe ihn sogar vorhergesagt – nicht auf die schwammige Art ein paar Jahre vorher mit Erneuerung der Crash-Prognose alle paar Monate, sondern knappe vier Wochen vorher. Als viele Börsianer mit denen ich diskutieren durfte noch hofften, die damals sonnig goldenen Tage von Anfang Oktober würden sich unbegrenzt auch auf die Börse fortschreiben lassen.
      Meine Vorhersage brauche ich mir aber keinesfalls stolz als Meisterleistung anzurechnen, denn es war damals für einen verständigen Beobachter ein Leichtes zu erkennen, dass da was kommen musste. Die Zinsen in Amerika waren auf gut und gerne 10% gestiegen – die Verhältnisse, die Relationen, der Renditevergleich von Aktien zu Anleihen waren aus meiner Sicht seinerzeit völlig aus dem Ruder gelaufen. Genau umgekehrt wie heute.

      Also, ich habe ihn ‚erlebt‘ und sehe trotzdem keinen Grund ‚etwas vorsichtig‘ zu sein. Zumindest nicht aus wirtschaftlich/ finanztechnischen Gründen. wobei das dem Bären ja auch egal sein kann.
      Und zugegeben, nur weil jemand heute einen Crash richtig vorhersagt, schützt ihn das nicht davor, dass er bereits morgen völlig daneben liegt. Ob es nun die großen Homms oder Fabers sind oder der kleine Gerd.
      Und für Hausse-Vorhersagen gilt das natürlich auch.

  7. Avatar

    Wolfgang M.

    7. Juni 2017 20:40 at 20:40

    So einfach ist die Gemengenlage an der Börse derzeit nun doch nicht. Ein paar Daten: 60 der 500 S&P 500 -Aktien und 8 der 30 Dax-Aktien haben in den letzten 5 Börsentagen neue 12-Monatshochs erreicht – Marktbreite. An der Euwax hat sich die Absicherungsquote der Profis in den letzte Tagen gegenüber der letzten Monate verdoppelt. Sollte es am morgigen Super-Thursday keine richtigen Bad News geben? Was dann, who knows?

  8. Avatar

    Hobbyanleger

    7. Juni 2017 21:22 at 21:22

    @P.K. was ist los, der erste Kommentar von Ihnen der nicht besserwisserisch u.sogar sympathisch wirkt, GRATULATION ,aber warum sollen die Notenbanken nach 300 % Kursgewinn nicht einmal eine Korrektur von ca.20 % zulassen,da wären wir beim S.P erst etwa bei 1950 Punkten u.die Frage ist auch ob sie es überhaupt noch können, ich glaube eher dass sie darauf fokussiert wären einen Totalabsturz zu verhindern. ( PLUNGE PROTECTION TEAM) Zudem wird ja immer offensichtlicher dass die Geldschwemme kontraproduktiv wirkt . ( NULLSUMMENSPIEL MIT UMVERTEILUNG VON ARM ZU REICH ) Ich bin übrigens Profiteur u.finde es trotzdem falsch.Die Geldschwemme wäre übrigens nur wirksam wenn man es der unteren Volksmasse verteilen würde.( HELIKOPTERGELD ) Ich finde es gibt da noch ein anderes grosses Problem, früher hatten wir regionale Krisen ( Russland ,Japan,Schwellenländer u.s.w.) u.bei einer Baisse konnten die andern wieder helfen.Bei der letzten Griechenlandkrise haben z.B. die Chinesen auch noch geholfen.Da jetzt alles global ist u.die Amis der ganzen Welt die Tiefzinspolitik u.den Währungskrieg aufgezwungen haben wird wahrscheinlich die nächste Krise auch global sein u.China könnte sogar der Auslöser u.nicht mehr der Helfer sein! Noch eine andere Überlegung, Neben den grössten Fonds Blackrock ,Vanguard u.s.w. haben ja auch die Japan u.die CH Noten massenweise Aktien gekauft ( MIT GEDRUCKTEM GELD
    Wenn die Hoffnung auf höhere Kurse schwindet, könnte dann der Wettlauf auf beste Gewinnmitnahmen das Chaos vergrössern,denn das sind keine Langfristanlagen, die SNB hat meines Wissens von ca.700 Mia (gedrucktes Geld) nur etwa 50 Mia Eigenkapital ,die müssen irgendwann Gewinne mitnehmen,sonst verlieren sie das ganze Eigenkapital. EIN NOCH NIE DAGEWESENES EXPERIMENT MIT UNGEWISSEM AUSGANG ! Für mich ist klar, die Luft muss raus aus der Blase, die Frage ist wie die Notenbanken das Kunststück fertig bringen,dass die Luft nich zu schnell entweicht ? ?

  9. Avatar

    Hobbyanleger

    7. Juni 2017 21:38 at 21:38

    @Gerd.wegen mir müssen Sie nicht vorsichtig sein,ich wollte nur sagen wie schnell es gehen kann.Freitag abends voll aufwärts, Montag morgen – 20 % Zudem überraschen Sie mich immer mehr ,mit dieser Erfahrung solche Aussagen, auch kürzlich zum Immo Thema ? ?

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Aktien

Börsengänge: Warum hohe Unternehmensbewertungen vorher oft „gefälscht“ sind!

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Börsengänge an der Wall Street - Straßenschild

Zwar gab es 2019 in den USA weniger Börsengänge, diese erlösten jedoch mehr Geld als im Vorjahr. Was können wir für 2020 an Börsengängen erwarten? Und welche Tricks wenden die Firmen an, um ihren Wert auf dem Papier vor dem Börsengang in die Höhe schießen zu lassen? Vor allem im Silicon Valley produzieren die augenscheinlich mit unbegrenzten Mitteln ausgestatteten Wagniskapitalgeber einen konstanten Strom an neuen Unternehmen, die oft unter Inkaufnahme hoher Verluste schnellstmöglich zu veritablen Größen aufgeblasen und dann an die Börse gebracht werden. Von solchen Unternehmen erwarten uns auch im Jahr 2020 wieder etliche neu an der Börse. So streben gleich mehrere Essenslieferanten an die Börse – eine Unternehmensgattung, die erst vor wenigen Jahren entstand, inzwischen aber Milliarden umsetzt.

Börsengänge dreier Essenslieferanten geplant, doch nur einer hat Alleinstellungsmerkmale

Neben Postmates arbeiten auch Olo und DoorDash an ihren Börsengängen. Während DoorDash und Postmates die freischaffenden Kurierfahrer, die Essensbesteller und die Essensproduzenten mit ihrer Software zusammenbringen und in direkter Konkurrenz zu zum Beispiel Uber stehen, die bereits an der Börse gelistet sind, hat sich Olo auf die Nische des Softwareanbietens konzentriert. Olo bietet Restaurants an, für Sie z.B. die Integration von Apps und Websites, Orderdiensten, Lieferdiensten und dem eigenen Bestellsystem zu übernehmen. Sprich: Die Restaurants sourcen die immer komplexere IT an Olo aus. Damit hat sich Olo in eine komfortablere Situation manövriert, da das Unternehmen sich so aus dem ruinösen Preiskampf der Lieferdienste heraushalten kann. Gleichzeitig kann Olo umso mehr Dienstleistungen abrechnen, je mehr Lieferdienste es gibt, da die Restaurants möglichst auf allen Plattformen präsent sein wollen.

AirBNB werden schon länger Ambitionen für einen Börsengang nachgesagt. Der Vermittler für möblierte Wohnungen wird den Gerüchten zufolge ein sogenanntes Direct Listing anstreben und keine neuen Aktien ausgeben. Stattdessen würde AirBNB einfach eines Morgens auf der Kurstafel erscheinen und wer immer kaufen möchte, würde die Aktienbestände der bisherigen Gesellschafter kaufen. Kapital fließt dem Unternehmen damit keines zu. Stattdessen finden die Wagniskapitalgeber einen eleganten und wahrscheinlich profitablen Ausgang aus ihrem Investment. Im Gegensatz zu vielen anderen IPO-Kandidaten macht AirBNB wohl Gewinne. Schon 2017 wurde das Unternehmen mit 31 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Höhe hat das Potenzial, die Aktie nach einem Börsengang trotz Unternehmensgewinnen zu einem Verkaufskandidaten zu machen.

Börsengänge gehen auch ganz ohne neue Ideen

Ein zweites We Work, gleichwohl in deutlich kleinerem Umfang, könnte es mit Casper Sleep geben. Das Unternehmen hat sich auf den Onlineverkauf von Matratzen spezialisiert und gibt enorme Summen für Marketing aus. Bei knappen 300 Millionen US-Dollar Umsatz in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 machte Casper fast 70 Millionen US-Dollar Verlust. Von jedem Umsatz-Dollar werden 30 Cent für Marketing ausgegeben. Worin Caspers Alleinstellungsmerkmal liegen soll, ist unklar. Wäre der Verkauf von Matratzen ein lohnendes Geschäft, könnte Amazon jederzeit in den Markt einsteigen, die vorhandene, gut ausgebaute Logistikinfrastruktur nutzen und zu mutmaßlich geringeren Kosten den Markt im Nu übernehmen. Die mutmaßliche Bewertung des Unternehmens: Mehr als eine Milliarde US-Dollar…

So werden Bewertungen vor Börsengängen nach oben gepusht

Bei den Bewertungen der Unternehmen sollten Sie als Anleger vorsichtig sein. Die Wagniskapitalgeber, die auf einen Börsengang „ihrer“ Unternehmen hinarbeiten, haben in den vergangenen Jahren elegante Wege gefunden, um die Bewertung für sie risikofrei in die Höhe schießen zu lassen. In der letzten Finanzierungsrunde vor einem IPO werden möglichst hohe Bewertungen angestrebt, um einen maximalen Gewinn beim Börsengang erzielen zu können. Jedoch bergen hohe Bewertungen in der letzten Finanzierungsrunde auch das Risiko, dass das Unternehmen beim Börsengang diese Bewertung nicht halten kann. Siehe We Work.

Darum lassen sich die Investoren vom Unternehmen Gewinnzusicherungen geben. Sollte beim Börsengang ein geringerer Preis pro Aktie erzielt werden, als die Investoren in der letzten Finanzierungsrunde zahlten, so bekommen diese Investoren gratis Aktien zugeteilt. Sie sollten also der Unternehmensbewertung aus der letzten Finanzierungsrunde nicht allzu viel Bedeutung beimessen.

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Aktien

Warum Sie nicht jedem Börsengang hinterher jagen sollten!

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Nicht jedem Börsengang hinterher rennen - New Yorker Börse

2019 war ein gutes Jahr für Investmentbanken in den USA. Das Klima für einen Börsengang war phantastisch, legten doch die US-Indizes fast 30% zu. Obwohl die Zahl der Börsengänge verglichen mit 2018 sank, konnten die Banken mehr Geld bei Anlegern locker machen und so die für sie maßgebliche Provisionsbasis vergrößern. Für die neuen Aktionäre muss das nicht unbedingt ein gutes Geschäft bedeuten.

Leicht war es für die Banken nicht, 2018 zu übertreffen. Schließlich konnte fast einen vollen Monat lang gar kein Börsengang geplant werden. Der in Folge des Haushaltsstreits verhängte Government Shutdown im Januar 2019 brachte die Securities and Exchange Comission, die Börsenprospekte vor einem Börsengang absegnen muss, zum Stillstand. Der Rückgang von 14% bei der Anzahl der Börsengänge ist also zu 60% bereits durch die verkürzte Zeit erklärbar, die den Banken für das bürokratische Procedere blieb. In insgesamt 235 IPOs konnten die Unternehmen zusammen 65,4 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das waren 3% mehr als im Jahr 2018. Und hätten die Banken mehr Anleger überzeugen können, We Work Aktien zu kaufen, hätte das Volumen dieses letztendlich geplatzten Börsengangs gereicht, um das Vorjahresergebnis zu übertreffen.

Börsengänge können auch Pleite-Unternehmen planen

Apropos We Work: Dass die Banken, die in der Regel einen prozentualen Anteil vom eingenommenen Geld eines Börsengangs erhalten, ein Rekordjahr feiern konnten, heißt nicht, dass auch die Anleger ein Rekordjahr für sich verbuchen konnten. We Work wäre vermutlich das größte Desaster des Jahres geworden. Vor dem Börsengang hofften die Beteiligten auf eine Bewertung von fast 50 Milliarden US-Dollar. Nachdem der Börsenprospekt veröffentlicht wurde und potentielle Käufer sehen konnten, was sie kaufen sollten, fanden sich jedoch nicht genügend Interessenten. Auch nicht nach mehr als einer Halbierung des Preises. Letztendlich stand We Work wenige Wochen nach dem geplanten Börsengang vor der Pleite und musste vom Gesellschafter Softbank mit einer neuen Einlage in Milliardenhöhe gerettet werden.

Etliche Unternehmen, die es im Gegensatz zu We Work an die Börse schafften, waren ein Flop. Wer zum Beispiel die Aktien von Lyft und Uber nach dem Börsengang kaufte, steht nun mit satt zweistelligen, prozentualen Verlusten da. Auch die IPOs von Pinterest und Chewy dürften kaum glücklich sein mit ihren Käufen. Das waren vier der zehn größten IPOs des Vorjahres. Auf der anderen Seite stehen Kursraketen wie Beyond Meat, die binnen Wochen das Geld der Käufer vervielfachten.

Wenn Sie beim Börsengang kaufen wollen, dann möglichst diversifiziert!

Die Beispiele zeigen, dass der Kauf eines Börsenneulings alles andere als eine sichere Bank ist. In der Regel werden bei Börsengängen keine neuen Aktien ausgegeben, sondern Anteile von Altinvestoren verkauft. Diese frühen Investoren, die besser wissen als jeder andere, was sie da in Händen halten, wollen also zum Preis des Börsengangs verkaufen. Neue Anleger sollten das stets im Hinterkopf behalten. Die wenigen Investoren eines nicht börsennotierten Unternehmens haben deutlich besseren Einblick in die Geschäfte des Unternehmens als Aktionäre. Wenn die zum IPO-Preis verkaufen wollen, dann hat das Gründe.

Diese Gründe müssen nicht zwingend in einer Überbewertung des Unternehmens bestehen. Es kann auch schlicht sein, dass die Venture Capital Unternehmen lohnenswertere Investitionen für ihr Geld glauben zu kennen. Wie Uber, Lyft und We Work zeigen, sind die Unternehmen jedoch beim Börsengang oft bereits überbewertet.

Statistiken zeigen, dass es trotz allem eine Überrendite ermöglicht, wenn Sie Aktien gleich nach dem Börsengang kaufen. In den ersten Jahren der Börsennotiz entwickeln sich die Aktien statistisch gesehen besser als der Gesamtmarkt. Doch um diese Überrendite zu erzielen, sollten Sie auch möglichst das gesamte Portfolio neuer Aktien kaufen und nicht nur einige wenige, ausgewählte Unternehmen. Sonst stehen Sie am Ende mit Aktien von Uber und Pinterest auf verlorenem Posten.

Investmentbanken prüfen für Sie nicht die Qualität vor dem Börsengang

Auf die Arbeit der Investmentbanken dürfen Sie sich als Anleger übrigens keinesfalls verlassen. Goldman und Co. tun alles mögliche, nur nicht die Käufer der neuen Aktien schützen. Das ist nicht deren Aufgabe. Die Investmentbanken werden von den Unternehmen dafür bezahlt, Käufer für ihre Aktien zu finden, und zwar zum bestmöglichen Preis. Bei WeWork hatten JPMorgan, Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup und Barclays Käufer für Schrott-Aktien eines praktisch insolventen Unternehmens gesucht. Morgan Stanley hätte auch gern mitgemacht, aber nur, wenn sie Kopf der Verkäufertruppe hätten sein dürfen.

Insofern sollten Sie Äußerungen von Goldman Sachs nicht sonderlich ernst nehmen, die in diesen Tagen verkündeten, nur noch Börsengänge von möglichst divers aufgestellten Unternehmen zu begleiten. Unternehmen, die im Management nicht wenigstens eine Frau und eine nicht heterosexuelle Person hätten, würden von Goldman Sachs nicht mehr an die Börse gebracht. Die sexuelle Orientierung des Managements ist für Goldman also wichtig, die Werthaltigkeit der angebotenen Aktien nicht!

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Aktien

Wirecard-Aktie: Letztes FT-Gap geschlossen, aktuell tolle Euphorie

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Die Wirecard-Aktie ist das Schmankerl der Woche im Dax. Um 14 Euro oder 11% auf aktuell über 141 Euro steigt die Aktie von letztem Freitag bis heute. Die Financial Times hatte in den letzten zwölf Monaten Wirecard diverse Male in Artikeln Manipulation bei der Buchhaltung etc vorgehalten. Die letzte heftige Reaktion zeigte die Wirecard-Aktie im Oktober 2019, als sie von 140 Euro schnell auf 108 Euro fiel. Im Chart sieht man den Verlauf der Wirecard-Aktie seit November 2018. Heute hat sie nun dieses im Chart gut sichtbare Gap wieder aufgeholt und geschlossen mit aktuell 141 Euro. Schaut man links in den Chart, sieht man die ersten drei Einbrüche in der Aktie im Frühjahr 2019.

Der heftigste Absturz fand vor ziemlich genau einem Jahr statt, wo die Aktien von Wirecard von 167 auf bis zu 86 Euro abstürzten. Bis 167 Euro ist derzeit noch etwas Luft nach oben, aber man wird sehen.  Alleine jetzt Januar konnte die Aktie von 107 Euro Ende Dezember kräftig zulegen. Immer noch wartet der Markt gespannt auf die Untersuchungsergebnisse der Bilanz-Sonderprüfung von KPMG. Sie sollen im ersten Quartal veröffentlicht werden, also bis Ende März. Warum dann jetzt schon diese große Euphorie in der Aktie? Nun, Wirecard konnte auch bis zu den jüngsten Vorwürfen aus Oktober die FT-Artikel letztlich gut verkraften. Und wichtig ist, dass die Analystengemeinde der Wirecard-Aktie treu und positiv zur Seite steht.

Von der Commerzbank gab es laut Berichten jüngst die Bestätigung des Kursziels für die Aktie von 230 Euro. Morgan Stanley sieht das Ziel bei 205 Euro, Berenberg bei 210 usw. Also gibt es einen gefühlten Support durch jede Menge gute Analystenlaune! Auch mit Spannung schaut der Markt auf die Quartalszahlen, die Wirecard laut Yahoo Earnings am nächsten Donnerstag veröffentlichen wird. Gibt es gute Quartalszahlen und einen positiven Prüfungsbericht von KPMG, kann die Wirecard-Aktie dann vielleicht sogar über die alten Höchstkurse von vor den ersten FT-Berichten bei 167 Euro laufen? Gut denkbar. Bei negativen Ergebnissen könnte die aktuelle Euphorie schnell wieder einen Dämpfer bekommen.

Wirecard-Aktie im Verlauf seit November 2018

Die Wirecard-Zentrale in München
Firmenzentrale in München. Foto: Kaethe17 CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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