Gold-Flash-Crash aufgeklärt: Order aus New York Auslöser

Von Markus Fugmann

In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte der Goldpreis mit Öffnung der chinesischen Märkte innerhalb von wenigen Sekunden 50 Dollar verloren – ein regelrechter Flash-Crash. Nun ist aufgeklärt, was die Ursache des Absturzes war: ein gigantisch große Order aus New York in einem ziemlich illiquiden Markt (Japans Märkte waren wegen eines Feiertags geschlossen).

GoldFlash-Crash

Um 9.29Uhr Shanghai Ortszeit wurden durch eine oder mehrere Orders 5000 Kontrakte verkauft über die an der CME in New York gehandelten Gold-Futures an der Comex. Das ließ den Goldpreis um 20 Dollar auf 1100 Dollar abstürzen, bevor dann innerhalb einer Minute offenkundig stop-loss-orders den Preis auf 1082 Dollar im Tief (tiefster Stand seit fünf Jahren) drückten. Normalerweise ist das Volumen ium dise Uhrzeit sehr überschaubar, sodass die schließllich innerhalb von einer Minute gehandelten 8000 Kontrakte den Goldpreis um 50 Dollar nach unten drücken konnten. Dass der Preisabsturz so radikal war, zeigt, dass der Future-Markt für Gold offenkundig ziemlich illiquide ist. An der Comex wurde der Handel kurzzeitig unterbrochen – nach der Wiederaufnahme wurden in der ersten Minute nach Handelsstart noch einmal 1554 Kontrakte gehandelt.

Zunächst hatte das Gerücht die Runde gemacht, dass chinesische Fonds Urheber des Flash-Crashs gewesen seien – aber das ist nach der Analyse der Daten an der Comex widerlegt. Wahrscheinlich ist, dass entweder ein großer Hedgefond oder ein Goldproduzent die riesige Verkaufsorder gegeben hat. Der herbe Abverkauf weckt Erinnerungen an 2013, als ein massiver Flash-Crash den Goldpreis noch stärker hatte abstürzen lassen:

GoldFlas-Crash2013


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