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Industrie 4.0 – Unqualifizierte werden nicht mehr gebraucht

Uns allen sollte bewusst sein, dass die nächste große Industrialisierung – die digitale Industrialisierung – gerade stattfindet. Eine Industrialisierung, welche ebenso extreme Auswirkungen auf unser Leben haben wird wie die…

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Gastbeitrag von Matthias Weik und Marc Friedrich

„Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien“ sagte bereits Oscar Wilde. Was uns heute noch utopisch erscheint kann in Kürze bereits Realität sein. Ob wir es möchten oder nicht, der Fortschritt war niemals und ist auch heute nicht aufzuhalten. Die Erde „dreht“ sich immer schneller. Früher erlebte man in seinem Leben eine Welt – heute sind es 3, 4 vielleicht sogar 5 Welten. Uns allen sollte bewusst sein, dass die nächste große Industrialisierung – die digitale Industrialisierung – gerade stattfindet. Eine Industrialisierung, welche ebenso extreme Auswirkungen auf unser Leben haben wird wie die Industrialisierung vor knapp 250 Jahren. Google, PayPal, Amazon, Facebook, WhatsApp, Uber, Carsharing sind erst der Anfang und selbstlernende Computer das nächste ganz große Ding.


Die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich.

Während wir uns insbesondere in Deutschland auf unserem Exportweltmeistertitel ausruhen und die Politik Steuergelder aus Rekordsteuereinnahmen verprasst, welche wir in Kürze bitter benötigen werden, während Arbeitnehmer sich der Work-life-balance, der 35-Stundenwoche, der Rente mit 65 und der Elternzeit erfreuen, rollt ein gigantischer – für die meisten noch vollkommen unsichtbarer – Tsunami auf uns zu: die Welle der Digitalisierung, das Ersetzen menschlicher Arbeit durch Maschinen und Computerprogramme. Die Industrialisierung 4.0 wird die Welt komplett aus den Angeln heben und damit grundlegend verändern. Bis vor kurzem haben wir dem Computer alles beigebracht. Dies ist äußerst mühsam und zeitintensiv. Wesentlich schneller geht es, wenn Computer selber lernen. Selbstlernende Systeme sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität, und sie werden unsere Welt massiv verändern. Das IBM-Computersystem Watson – ein Computerprogramm aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz – versteht die menschliche Sprache, lernt durch Interaktion, analysiert die Daten und liefert Antworten für bessere Ergebnisse. Es hat sich beispielsweise selbst beigebracht, das in den USA populäre Quiz „Jeopardy!“ zu spielen und die besten Spieler der Welt geschlagen. Programme wie Watson, AlphaGo von Google oder die beliebte Siri von Apple ziehen aus sehr großen Datenmengen ihre eigenen Schlüsse. Sie können zum Beispiel binnen Sekundenbruchteilen 100 Millionen MRI-Bilder «anschauen» und so ihr Kreuzband mit einer riesigen Sample-Gruppe vergleichen. Die künstliche Intelligenz ist im echten Leben angekommen: Heute lösen Algorithmen Computerprobleme, suchen und finden Tumore, sind im Investmentbanking nicht mehr wegzudenken. Sie lernen kontinuierlich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dazu. Kein Mensch kann da mehr mithalten.

In unserer heutigen globalisierten Welt ist Humankapital (Arbeitskräfte) im Überfluss vorhanden. Es herrscht ein massives Überangebot insbesondere an ungelernten, niedrig- und mittelqualifizierten Arbeitskräften – eigentlich ein Traum für jeden Unternehmer. Glaubt man den blumigen Aussagen à la „meine Arbeiter sind mein Kapital“ einiger großer Konzernlenker, müsste sich ein einigermaßen qualifizierter Angestellter in der Produktion, im Handel und in der Verwaltung von Unternehmen und Behörden eigentlich – insbesondere in Deutschland – keinerlei Sorgen machen. Diese gegenwärtige Sicherheit ist jedoch ein Trugschluss, denn die Welt ist längst eine andere. Entgegen aller Behauptungen sind die meisten Mitarbeiter im digitalen Zeitalter für Unternehmen längst nicht mehr so wichtig wie Software. Dies ist nicht nur die Meinung einiger Neoliberalisten, sondern so denkt die Mehrheit der Chefs global. Laut einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft Korn Ferry unter 800 Spitzenmanagern (Chefs internationaler Großunternehmen) weltweit sind für knapp zwei Drittel der Führungskräfte (64 Prozent) Menschen in erster Linie ein Kostenfaktor und kein Vermögenswert. 67 Prozent der Manager vertreten die Meinung, dass Technologie für sie in Zukunft mehr Ertrag schaffen würde als Humankapital. 44 Prozent gehen davon aus, dass Robotik, Automatisierung und künstliche Intelligenz Menschen im Arbeitsleben der Zukunft „zum großen Teil“ irrelevant werden lassen. Weitere 40 Prozent der Manager berichteten von Druck seitens der Aktionäre, Mitarbeiter durch Maschinen zu ersetzen. Dieses Ersetzen von Menschen durch Maschinen ist ein kontinuierlicher Prozess seit dem Anfang der Industrialisierung.

Die sogenannte Industrialisierung hat uns in der westlichen Welt einen sehr hohen Lebensstandard gebracht: Wohnraum mit Strom, fließend Wasser, Heizung, ein voller Kühlschrank und unzählige sonstige technische Geräte sind für uns heute genauso selbstverständlich wie das Reisen mit dem Schiff, der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug und die tägliche Kommunikation mit dem Laptop und dem Smartphone. In den letzten 250 Jahren sind bei der Transformation vom Agrar- zum Industriestaat einerseits laufend Arbeitsplätze durch Maschinen vernichtet worden und andererseits neue entstanden. Kontinuierlich steigen jedoch die Anforderungen und somit auch der Grad der Qualifikation der Mitarbeiter. Viele einfache Hilfsarbeiterjobs, welche vor 50 Jahren in der Produktion Usus waren, sind heute schon verschwunden bzw. werden in Kürze verschwinden. In Fabrikhallen, in denen vor 40 Jahren noch 100 Menschen gearbeitet haben, sind es heute noch 20. Bald werden es nur noch 5 hochqualifizierte Experten sein, und in maximal 15 Jahren nur noch einer. Bei der VW AG sollen in den kommenden Jahren global 30.000 und in Deutschland 23.000 Stellen wegfallen. Andererseits sollen 9.000 Jobs in Zukunftsbereichen wie Digitalisierung und dem autonomen Fahren neu geschaffen werden. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Obengenannten für diese Jobs zumeist nicht einmal ansatzweise qualifiziert sind. Im November 2016 appellierte VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing an die allgemeine Lernbereitschaft: „Der Umbau in den kommenden Monaten und Jahren betrifft jeden Einzelnen. Wer einen zukunftsfesten Arbeitsplatz haben will, muss bereit sein, neue berufliche Herausforderungen anzunehmen. Nutzen Sie deshalb Qualifizierungsangebote, nutzen Sie Ihre Chancen!“ Ein gut gemeinter Rat, ob er fruchtet, sei einmal dahingestellt. Jedoch nicht nur bei VW, sondern auch bei allen anderen Automobilherstellern werden massiv Arbeitsplätze in der Produktion wegfallen. Dass das Zeitalter des Verbrennungsmotors sich dem Ende zuneigt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Folglich werden zigtausende Jobs in diesem Bereich allein in Deutschland wegfallen. Was die nächste große Entwicklung in puncto Antrieb wird, ist heute noch nicht klar. Egal was kommt, ob Elektromotor, Brennstoffzelle, eine Kombination von beidem, fraglich ist, ob die Arbeiter, die in der Entwicklung und Fabrikation der Verbrennungsmotoren beschäftigt sind, auch die Richtigen für den Antrieb der Zukunft sind. Wir haben in dieser Causa nach Rücksprache mit Experten erhebliche Zweifel.

In der High-Tech-Branche ist man bereits um einiges weiter. Der taiwanesische Apple-Zulieferer Foxconn beschäftigt mehr als eine Million Menschen und baut Teile für iPhones und Galaxy-Handys. In einigen seiner chinesischen Fabriken gibt es ganze Produktionsstraßen, in denen keine Menschen mehr arbeiten. Mitte 2016 erschütterte der Konzern die Welt: In einer einzigen Fabrik wurde die Mitarbeiterzahl von 110.000 auf 50.000 verringert. Ersetzt wurden die menschlichen Arbeitskräfte durch Roboter. Jetzt hat der für Automatisierung zuständige Manager Dai Jia-Peng erklärt, dass mittelfristig in den chinesischen Werken beinahe gar keine Menschen und nur noch Maschinen arbeiten sollen. Ziel ist es, gesamte Fabriken zu automatisieren. Übrig bleiben ihm zufolge für Menschen einige Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion und Logistik sowie in der Überwachung von Robotern.

„Banking is necessary, banks are not. “
Bill Gates (1994)

Die Digitalisierung stellt auch das klassische Bankgeschäft vollkommen auf den Kopf. Egal ob Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken – keiner wird verschont. Filialen werden bereits heute nach und nach geschlossen, digitalisiert und Stellen massiv abgebaut. Ob Sie einen Kredit aufnehmen, Geld überweisen oder anlegen, im Netz oder in der realen Welt einkaufen gehen, für all das benötigen Sie eine Bank im klassischen Sinne schon lange nicht mehr. Das Bezahlen per PayPal ist für viele Menschen genauso selbstverständlich wie das Einkaufen im Netz. Bald werden wir das Bezahlen via Handy als genauso selbstverständlich empfinden wie bereits das Telefonieren mit Callcenter Robotern. Schon heute können sich laut einer Accenture-Studie weltweit sieben von zehn Befragten vorstellen, bei Bankgeschäften, bei der Altersvorsorge oder bei Versicherungen von Robotern beraten zu werden. Bankkunden lassen sich immer weniger beraten und vergleichen immer mehr Finanzprodukte auf Vergleichsportalen im Internet. Nicht nur die Deutschen wickeln vermehrt ihre Bankangelegenheiten online ab. Lediglich bei größeren Finanzierungen wie einem Immobilienkauf kommen die Kunden noch zur Bank. Laut einer Studie des Verbandes Bitkom nutzen 70 Prozent aller Deutschen Online-Banking – 30 Prozent ausschließlich. Der US- Bezahldienst Paypal – dem unsere Banken mit ihrer häufig veralteten Technologie verzweifelt hinterherrennen – hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist jetzt einer der „Big Player“ im zukunftsträchtigen Online-Handel.

Auch im Investmentbanking übernehmen zunehmend die Rechner das Kommando. Selbstlernende Rechner sind nicht mehr Science Fiction sondern Realität. Der Investmentbanker der Zukunft ist kein klassischer MBAler mehr, sondern ein PC-affiner Mathematiker oder Physiker. Der Hedgefonds Bridgewater Associates arbeitet bereits an einem Projekt, um Entscheidungsprozesse zu automatisieren und menschliche Emotionalität auszumerzen. In Japan haben die Hedgefonds-Roboter, des Nomuras Simplex Equity Futures Strategy Funds, den Menschen in punkto erfolgreicher Anlage bereits geschlagen. Dies ist einer der ersten Fonds in Japan, der sich der Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz bedient. Erst seit 10 Jahren ist das Smartphone auf dem Markt. Innerhalb dieser kurzen Zeit hat es unsere, aber auch die Welt der Banken tiefgreifend verändert. Es hat und wird das Banking weiter atemberaubend schnell und knallhart revolutionieren und einige Big Player werden diese Revolution nicht überleben. Längst kann man mit dem Smartphone-Konto Geld überweisen, Sofortkredite abschließen … Konzerne wie Apple oder Google könnten ohne Probleme die eine oder andere Bank aus der Portokasse erwerben. Beide haben seit Jahren eine Banklizenz. Sie machen es aber nicht. Warum nur? Weil es „old economy“ ist. Weil die alten Banken doch nicht so lukrativ und vor allem zukunftsträchtig sind. Apple, Google, Paypal … haben nicht nur ältere, sondern vor allem auch junge Kunden und zwar global. Sie haben somit die Zukunft. Wenn Apple pay auch bei uns kommt, und es wird kommen und sich durchsetzen, dann wird manch einem Banker nicht nur im hundertsten Stock seines Hochhauses klar werden, dass er die Digitalisierung komplett verschlafen hat, und er wird erkennen müssen, dass die Welle der Digitalisierung selbst das oberste Stockwerk der „Kathedralen“ unserer Zeit erreicht.

Die Versicherungsbranche steht ebenfalls vor gewaltigen Umwälzungen. Der klassische Versicherungsverkäufer und Makler wird sukzessive bis auf ein Minimum an Experten verschwinden. Ständig schießen neue Vergleichsportale wie Pilze aus dem Boden. Vermehrt werden Versicherungen Online abgeschlossen. Kurzzeitversicherungen (Spot Insurance) fürs Ski-Wochende, für die Radtour, den Wanderausflug, den Stadionbesuch… lassen sich über “Appsichern“ bequem per Smartphone erledigen. Einen Versicherungsvertreter braucht hierfür längst keiner mehr. Auch im Innendienst wird die Automatisierung und künstliche Intelligenz bisher noch durchschnittlich bis gut qualifizierte und bezahlte Mitarbeiter überflüssig machen. Sogenannte Supercomputer sind auf dem Vormarsch. Das japanische Versicherungsunternehmen Fukoku Mutual Life Insurance beabsichtigt, knapp 30 Prozent seiner Mitarbeiter in der Abteilung Schadensbemessung durch ein auf IBMs Watson basierendes System zu ersetzen. Laut IBM ist das Watson-System „kognitive Technologie, die denken kann wie ein Mensch“. Diese ermöglicht „jegliche Daten zu analysieren und zu interpretieren, inklusive unstrukturierter Texte, Bilder, Tonaufnahmen oder Videos“. Den Kosten für das System (€1,6 Mio. plus €120.000 laufende Kosten) stehen Personalkosten in Höhe von €1,1 Mio per annum gegenüber. Nach nicht einmal 2 Jahren hat sich das System, welches ärztliche und andere Dokumente auswertet, um fällige Zahlungen zu berechnen, und das selbst in der Lage ist, besondere Klauseln in Versicherungsverträgen zu berücksichtigen, amortisiert. Einer Untersuchung des Nomura Research Instituts zufolge könnten bis zum Jahr 2035 fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in Japan durch Roboter ersetzt werden.

Eine Studie des britischen Think Tanks – Reform – kam zu dem Ergebnis, dass 90 Prozent aller Jobs im britischen öffentlichen Dienst so bedeutungslos sind, dass diese ohne Probleme von Robotern gemacht werden können, und dass die Regierung dadurch 8 Milliarden Dollar. einsparen würde. Die Oxford University und Deloitte kommen in eigenen Studien zu ähnlichen Ergebnissen. Laut der Studie der Oxford University können mehr als 850.000 Jobs im öffentlichen Dienst in den nächsten 10 Jahren Robotern zum Opfer fallen. Auch bei uns wird man sich im öffentlichen Dienst auf Dauer dem technischen Fortschritt nicht verschließen können. Folglich wird es auch hier in Zukunft wesentlich weniger Jobs, insbesondere für gering und mittelmäßig Qualifizierte geben.

Carsharing, Uber, Mytaxi, selbstfahrende Bahnen, Autos und LKWs, Check in und Security Checks am Flughafen ohne Personal – alles bereits Realität oder in der Erprobung. Auch Flugzeuge steuern sich bereits selbst und das selbsttätige Landen stellt für die großen Maschinen kein Problem mehr dar. Flugzeuge ohne Piloten nur Sciencefiction? Nein, nicht nur Airbus-Chef Tom Enders glaubt an das autonome Flugzeug. Die Digitalisierung ist voll in der Dienstleistungsindustrie angekommen. Selbstverständliche Jobs wie Taxi-, Bus-, LKW-Fahrer, aber auch Piloten werden wir in Zukunft genauso selten vorzufinden sein wie heute Schriftsetzer, Harzer, Hufschmied, Köhler, Wagner. Ob insbesondere Menschen, deren höchste Qualifikation ein Führerschein ist, in einer hoch technologisierten Welt wieder Anschluss an das Berufsleben finden, sei einmal dahingestellt.

Supermärkte mit vollautomatischen Brotbackautomaten ohne Kassen, vernetztes Einkaufen, Lieferung per Drohne –die Welt des Einkaufens steht vor gravierenden Veränderungen. Ob Bücher, Bekleidung, Spielzeug, Elektroartikel, Fahrräder, Möbel, alles wird bereits von vielen heute wie selbstverständlich im Internet erworben. Warum nicht auch Lebensmittel?

Jetzt ist der Handel mit Lebensmitteln dran. Dieser durchläuft nach Jahrzehnten des mehr oder weniger gleichen Geschäftsmodells momentan technisch wie gesellschaftlich einen radikalen Wandel. Da sind vollautomatische Brotbackautomaten erst der Anfang. Den klassischen Supermarkt wird es in Kürze nicht mehr geben. Bereits heute wird der Kunde verstärkt zum kostenlosen Angestellten gemacht, in dem er selbst und unbezahlt Pfandflaschen-automaten befüllt, Artikel an der Kasse einscannt und einpackt. Amazon hat in Seattle (USA) bereits einen Lebensmittelladen ohne Kasse (Amazon Go) als Testladen für Mitarbeiter eröffnet. Bezahlt wird automatisch per App. Der Konzern wirbt mit dem Versprechen, dass in Zukunft lästige Warteschlangen beim Bezahlen komplett wegfallen könnten. Kunden müssen lediglich ihr Smartphone am Eingang einscannen, können dann Amazon Go Produkte aus dem Regal nehmen und den Laden verlassen. Der Einkauf wird dann über einen virtuellen Warenkorb über das Amazon-Konto des Käufers abgebucht. In den USA und London bietet Amazon mittlerweile den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an. In Zukunft will Amazon größtenteils auf menschliche Angestellte verzichten. Stattdessen sollen Roboter die Waren für die Kunden verpacken und abrechnen. Einer Lidl-Umfrage nach möchte mehr als die Hälfte der Kunden das Einkaufen im Internet zumindest einmal ausprobieren.

Bald werden wir mitdenkende Kühlschränke haben, welche erkennen, dass sich die Milch, der Wein, die Butter oder was auch immer dem Ende zuneigt, die dieses dann automatisch über das Netz bestellen, und die Waren werden per Drohne geliefert. Gegenwärtig experimentiert die Lebensmittelkette 7-Eleven mit einem regelmäßigen Lieferdienst per Drohne. Allerspätestens dann werden nicht nur zahlreiche der über 3 Millionen Jobs im Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch im Bereich der Paketzusteller wegfallen. Nicht nur der Vorsitzende des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands prognostiziert, dass für Verkäufer im Einzelhandel das Risiko, arbeitslos zu werden, in den kommenden Jahren eher steigen wird.

Auch in weiteren Bereichen sind Maschinen auf dem Vormarsch. In Shoppingmalls, Innenstädten, Bahnhöfen und Flughäfen werden bald Coffeeshops ohne jegliches Personal wie beispielsweise Cafe X genauso selbstverständlich sein wie heute Starbucks und McDonalds. In Bars werden Cocktails allein von Robotern gemixt, wie heute bereits in der „Bionic Bar“ auf dem Kreuzfahrtschiff Royal Caribean. Die Texte für den Wetterbericht werden genauso wie die Analyse des letzten Fußballspiels nicht mehr von Menschenhand geschrieben. Fast überall werden Roboter den Job von Menschen besser, schneller und vor allem billiger machen als der ungebildete und schlecht qualifizierte Homo sapiens. Selbst bei Tätowierungen hat der Roboter den Menschen im punkto Genauigkeit bereits überholt.

Branchenübergreifend werden einerseits Abermillionen Jobs in der Produktion, in der Verwaltung, bei Banken und Versicherungen, und nicht zuletzt im Einzelhandel verschwinden, andererseits werden zahlreiche neue entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese neuen Jobs von eben nicht von diesen besetzt werden, welche ihren Job auf Grund der Digitalisierung verloren haben. Die kommenden Jobs sind in der IT. – Suchmaschinenoptimierer, Mechatroniker oder Datenanalysten sind heute gefragt. Im November 2016 gab es in Deutschland 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, das entspricht einem Plus von fast 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Menschen ohne Technologie-Affinität werden es auf dem Jobmarkt der Zukunft immer schwerer haben. Menschen ohne Qualifikation oder gar mit mangelnden oder ungenügenden Sprachkenntnissen werden zumeist keinerlei Chance mehr auf einen Job haben. Selbst Jobs für „Ungelernte“ erfordern heute häufig Zusatzqualifikationen und technisches Know-how. Ein Lagerarbeiter ohne PC-Kenntnisse wird es bald nicht mehr geben. Bereits jetzt wechseln in den USA 26 Prozent der Arbeitskräfte von einem Job zum anderen und halten diesen durchschnittlich nur viereinhalb Jahre lang. Einen Job ein Leben lang zu behalten wird es in Zukunft nicht mehr geben: Die Menschen werden sich im Laufe ihres Lebens laufend fortbilden müssen.

Wir sind weder Sozialromantiker noch Phantasten. Jedoch sind wir mittlerweile nicht nur Verfechter des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), sondern vollkommen überzeugt, dass das BGE kommt. Im Zuge der Industrie 4.0 werden so viele Jobs wegfallen und verhältnismäßig wenige neue Jobs für absolut hochqualifizierte Fachkräfte entstehen, dass wir überhaupt gar keine andere Möglichkeit haben, als das BGE einzuführen. Es ist durchaus vorstellbar, dass genau aus diesem Grunde Menschen wie Siemens Chef Joe Kaeser, Telekomboss Timotheus Höttges, Ebay-Gründer Pierre Omidyar, SAP-Vorstand Bernd Leukert, Tesla Gründer Elon Musk … für ein BGE sind. Entweder setzt sich Erkenntnis eines BEG bei den Eliten in Wirtschaft und Politik durch oder „sonst knallt’s.“




Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, haben sie u.a. die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Im Mai 2016 ist ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste geschafft hat. Am 24.April 2017 erscheint ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) schreiben. Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds dem FRIEDRICH&WEIK WERTEFONDS. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook und bei Twitter.


24 Kommentare

24 Comments

  1. frank.trg

    10. März 2017 14:59 at 14:59

    Ich glaube nicht dass die Menschen in der Wirtschaft überflüssig werden. Diesen Trugschluss glaubte man schon vor 200 Jahren als die industrielle Revolution kam und mit jeder technischen Revolution kamen auch immer solch Szenarien auf indem Menschen überflüssig wurden und von Maschinen ersetzt wurden. Das ist jedoch nie eingetroffen bzw. wurden neue Jobs geschaffen die man davor noch nicht erahnen konnte. Genau so wird es wieder kommen. Neue Jobs und Beschäftigungsmöglichkeiten die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Und falls nicht, also falls der Mensch wirklich „überflüssig“ werden sollte, könnte man ganz einfach die Eigentümer der Maschinen besteuern um damit den Rest der Menschen zu finanzieren.

    • Yahoud

      11. März 2017 10:08 at 10:08

      Wer soll den ganzen Müll kaufen, den die Maschinen produzieren? Unternehmen bleiben auf ihren Schrott sitzen,deshalb soll das BGE entstehen. Der Konsum muss schließlich aufrechterhalten werden…Dies wird uns lehren, unsere Angelegenheiten selbständig zu lösen, unabhängig von Sozialistischen Modellen, wo Menschen in einem Kollektiv gezwungen werden für das “Allgemeinwohl“ zu arbeiten. Wir müssen weg von Massenproducktion zur autarken Lebensfühung. Somit werden alle Abhängigkeiten von den Feudalisten bzw. Oligarchen gekappt. Öl brauchen wir nicht, es gibt andere umweltschonende Möglichkeiten und dabei wäre man geistig behindert, wenn man diese Energieversorgung zentralisieren lässt. Zur Unabhängigkeit und Freiheit gehört es dazu, dass man energetisch autark bleibt. Die Menschen müssen wieder ihren Arsch bewegen, ihr eigenes Süppchen kochen, dann brauchen sie auch nicht wie Bittsteller und Sozialjunkies, um Gerechtigkeit betteln und wie Idioten zu demonstrieren. Das bringt nichts,wenn man gegen dieses unmenschliche System ist, dieses versuchen niederzuschlagen, zu zerstören, weil es gegen uns gerichtet ist. Am Ende werden die Demonstranten zu Terroristen,besonders wenn sie nichts mehr haben und leiden, so kommt die Gewalt ins Spiel. Dieses Verhalten ist absolut schäfig, unverantwortlich,schwach und dumm. Die Mehrheit kann ja nix, nur zerstören,deshalb fehlt es den Menschen an guten Visionen, wie sie produktiv sein können und somit Neues und Inovatives erschaffen sollen. Die Menschen diskutieren über das BGE, als ob das eine Lösung des Problems wäre.Wir sollen in einer übertechnisierten Welt nichts tun und ein Grundeinkommen erhalten,damit wir überhaupt in der Lage sind diese von den so nützlichen Robotern produzieren Güter zu kaufen. Begleitet von einer Langzeitpsychose der Lange Weile und Sinnlosigkeit der eigenen Existenz. Was sagt uns das eigentlich?? Das Ende dieses Systems leitet sich gerade selber ein. Die materiell besetzten Oligarchen laden gerade ihre Pistolen, um sich selbst in den Kopf zu schießen. Eine Totgeburt wird am Ende nicht stehen können.

    • Ralf

      11. März 2017 12:38 at 12:38

      Ich denke die Überflüssigen Menschen werden in Kriegen verheizt. Es gibt doch angeblich Pläne die Menschheit auf 500 Millionen zu reduzieren. Mit Isis, Impfungen, bestrahlter Nahrung, Mikrowellenessen, Codex Alimentarius, Chemtrails, atomarer Verseuchung z.B. des Pazifik durch Fukushima u.s.w. wird ja auch schon einiges dafür getan.

  2. Bademeister

    10. März 2017 15:21 at 15:21

    Kann nur funktionieren, wenn die Roboter dann auch fleissig konsumieren, denn womit sollen die überflüssigen Menschen den Maschinen dann die erzeugten Produkte abkaufen?
    Eine Maschinensteuer müsste global kommen, das wird jedoch niemals geschehen….EMP’s sollten und werden in dieser Zukunft dann wieder Klarheit schaffen.

    • Gerd

      10. März 2017 15:46 at 15:46

      Also, ich kenne ein paar Abkürzungen, so z. B. FMW.
      Kann aber mal jemand einem Unbedarften wie mir kurz sagen, was EMP’s sind? Elektrische Maschinenpistolen doch wohl nicht?

      • Bademeister

        10. März 2017 16:46 at 16:46

        Electro Magnetic Pulse. In ,Bombenform‘ (die amis haben angeblich solche Dinger) macht emp moderne Strom- und Schalterkreise, Platinen…..in einem gewissen Umkreis nachhaltig unbrauchbar. Für Menschen angeblich so gut wie unschädlich, ausser man hat nen Herzschrittmacher. Die Airforce One verfügt genau aus diesem Grund über ein analoges und einfaches ,Notsystem‘ , das den Vogel in einem solchen Notfall weiterfliegen lassen soll. Im Falle des Falles wären alle elektrisch betriebenen modernen Geräte in einem gewissen Umkreis betroffen und unbrauchbar.

        • Gixxer

          11. März 2017 10:11 at 10:11

          Als Tipp: einfach mal John Carpenters „Flucht aus L.A.“ anschauen. Da geht es genau um so eine Waffe.

      • Marvin

        10. März 2017 17:34 at 17:34

        EMP bedeutet Elektro Magnetischer Puls oder besser die Auswirkung einer massive Sonneneruption oder einer in der oberen Atmosphäre gezündeter Atombombe. Beides würde alle elektrischen und elektronischen Geräte in einem großen Bereich (Kontinent) auf einen Schlag zerstören und die Menschheit zumindest vorübergehend ins Mittelalter zurück katapultieren.

        • Bademeister

          10. März 2017 19:04 at 19:04

          EMP-Bomben solls ja mittlerweile ohne den Zusatz ‚Atom‘ geben…leistungsstarke Mikrowellen…..erleichtert nach einem diesbezüglichen Angriff den Aggressoren den Einsatz von Bodentruppen ungemein…..wir wissen nur viel zu wenig über solche Waffen.

    • ich unterwerfe mich nicht

      10. März 2017 22:56 at 22:56

      Selten so gelacht . . . (diese Menschheit ist sehr nah an ihrem Ende !)
      Ihr Kommentar sollte man Einrahmen lassen und im Wohnzimmer aufhängen !!!
      Herrlich !

    • M. Beyer

      11. März 2017 13:08 at 13:08

      ……. Genau DAS beinhaltet DIE NEUE WELTORDNUNG ! Das „Fußvolk“ , welches nur Kosten verursacht, kann weg ……. deshalb das schon laufende „Bevölkerungsreduzierungsprogramm“ ………. (was mich vor Jahren schon vom Begriff her schockiert hat, – aber jetzt nimmt es Gestalt an…. ) – Alles schleichend, geräuschlos…….

  3. Gerd

    10. März 2017 18:43 at 18:43

    EMP
    Danke, Bademeister und Marvin.

    Vor dreißig Jahren war mal die sog. Neutronenbombe aktuell.
    Genauso perfide – oder eigentlich noch schlimmer.
    In etwa das umgekehrte Muste. Da wären die Menschen sofort liquidiert, aber Schäden an Gebäuden hätte es angeblich keine gegeben.

  4. Tino

    10. März 2017 20:04 at 20:04

    Das ein großer Teil automatisiert wird ist klar, nur bei der Geschwindigkeit gibt es Unklarheiten, um so schneller um so Arbeitsplatz vernichtender, vielleicht mildert ja die Demographie die Entwicklung in Europa etwas ab, in Afrika sehe ich eine extrem schwierige Situation

  5. jumpin1

    11. März 2017 07:39 at 07:39

    Ich sehe das auch so wie Frank (oben). Der Artikel beleuchtet eine natürliche Entwicklung des technischen Fortschritts, läßt aber die Komponente Mensch total außer acht. Hätte quasi von einem Roboter/Algo geschrieben worden sein können 😉 Zudem ist der undefinierte Begriff „bald“ sehr fahrlässig gebraucht.
    Und nicht das Smartphone war die umwälzende Entdeckung, sondern die Vernetzung, das Internet. Nur dadurch ergibt sich diese techn. Notwendigkeit und Möglichkeit. In 10 Jahren wird das Smartphone ein altes Relikt aus vergangenen Zeiten sein. Ebenso hat sich der „einfache“ Mensch immer weiter entwickelt und wird es auch weiterhin tun. Vom Analphabeten hin zum technisch versierten und allgemein interessierten Gesellschaftsmitglied. Und es braucht kein BGE, sondern weiterhin eine Anpassung der Arbeitszeit und des Einkommens. Der Mensch wird in dieser Zukunft ein sehr angenehmes Leben mit Hilfe der Roboter haben. Er wird nur noch 5 Stunden in der Woche arbeiten und viel Zeit für Konsum, Kindererziehung und Philosophie haben. Das BGE wird weiterhin Sozialhilfe heißen und für die bestimmt sein, die sich der Leistungsbereitschaft widersetzen oder gesundheitlich nicht in der Lage sind. Das BGE wäre das Ende der Fortentwicklung, das Ende des äußeren Zwangs zur Leistung und Anpassung.

    • Petkov

      11. März 2017 09:35 at 09:35

      Ihr Plan funktioniert aber nur, wenn die Gesellschaft hinsichtlich Moral, Toleranz und Wertesystem eine hohe Homogenität aufweist. merkel hat die Voraussetzungen dafür nachhaltig zerstört. Denn ihre Millionen Araber und Afrikaner aus teils Urlaubsländern haben bei weitem nicht die Entwicklung hin zur Philosophie vollzogen, die Sie weiter oben erwähnen. Die sind immer noch Analphabeten, die unserer christlichen Kultur extrem skeptisch bis feindlich-militant gegenüberstehen. Aktuell sind es relativ wenige Fanatiker, aber wenn sie merke(l)n, dass sie auch hier absolute Außenseiter sind, aber von der links-liberalen Gesetzgebung und Justiz komplett geschützt, werden sie ihr enormes Aggressionspotential ungehindert entfalten. Heute schon erzählen Polizisten, dass sie angehalten sind, Straftaten von „Flüchtlingen“ möglichst nicht zu erfassen. Diese Gesetzlosigketi wird zu französichen Zuständen führen, wo die Moslems aus den Ex-Kollonien immer an der vordersten Front sind, wenn es um Krawallen und Gewalt gegen Polizei und Bürger geht.

      • sabine

        11. März 2017 12:23 at 12:23

        In unserem oberbayr. Dorf wurde vom Chef des ECenter diese Woche seinen Angestellten befohlen, Assylanten Gestohlenes wegzunehmen, aber sie nicht anzuzeigen. Auch wenn sie es mehrmals tun. Sie dürfen nicht angezeigt werden.
        Vielleicht ungerecht, aber wir sind im Vergleich zu denen extrem reich. Dieses jahrelange extreme Ungleichgewicht rächt sich jetzt, freudig unterstützt und unterschätzt von dem Heer unserer Gutmenschen.

        • Petkov

          11. März 2017 20:23 at 20:23

          Als ich das erste Mal von dieser opferverachtenden Anstiftung zu weiteren Straftaten erfuhr, bin ich direkt ins Polizeirevier gefahren und wollte den Polizeichef sprechen. Meinem Wunsch wurde tatsächlich entsprochen. Es war köstlich und traurig zugleich. Ich habe ihm ins Gewissen geredet und er hat wie ein sprachbehinderter Erstklässler gestottert – rot im Gesicht, den Blick gen Boden gesenkt. Das war sicherlich der Tiefpunkt seiner Karriere – ein Migrant aus Osteuropa hat sich vor ihm aufgebäumt und ihm erzählt, wie die deutsche Polizei ihre Verpflichtungen zu erfüllen hat. Dabei konnte er nichts dafür. Die Befehle kommen von ganz oben, er ist nur zu feige, um sich zu wehren.

          Sabine, Sie müssen die Verantwortlichen ebenfalls mit ihrem irrsinnigen Handeln konfrontieren, haben Sie keine Angst, Sie haben die Wahrheit und Gerechtigkeit an Ihrer Seite. Sie haben die gesellschaftliche Pflicht, das zu schützen, was besonders schützenswert ist – nämlich das Recht und die Ordnung. Das ist Voraussetzung für alles, was Deutschland stark gemacht hat. Wenn Sie wegschauen, machen Sie sich mitschuldig. Sie werden später Ihren Kindern nicht in die Augen schauen können.

          Wenn Sie sich doch nicht dazu aufraffen können, posten Sie hier die Telefonnummer von diesem ECenter. Ich werde da anrufen. Was bedeutet ECenter eigentlich?
          Diese Gesetzlosen dürfen sich in diesem schockerstarrten Land frei bewegen, das geht jeden von uns was an, wenn man denen beibringt, dass sie Straffreiheit genießen. Ich kann wirklich helfen. Geben Sie mir bitte die Kontaktdaten dieser Behörde und den Namen vom Chef. Ich kann helfen.

  6. Bernhard Kohnke

    11. März 2017 13:38 at 13:38

    ach!?!

  7. trader67

    11. März 2017 21:13 at 21:13

    Guter Artikel. Sehr nah an dem was kommen wird. Danke fürs Gehirnfutter.

  8. Dreamtimer

    12. März 2017 04:04 at 04:04

    Das meiste, was im Artikel angesprochen wird, hat nicht viel mit „Industrie 4.0“ zu tun ( kontinuierliches Monitoring von Industrieprozessen mit digitalen Techniken bei versprochenem Impact auf Wartung und Bestellung ), für die Finanzbranche machen die Autoren die riskante Zukunftsprognose, dass dort dereinst sog. Quants ( Mathematiker und Physiker ) beschäftigt werden. Nun sagt aber selbst Onkel Fugmann gelegentlich, dass es wieder die Algos waren, wenn Kursschwankungen nicht durch das Narrativ des „Anlegers“ zu erklären sind, durch Menschen also, die handeln nachdem sie sorgfältig Mario Draghi Reden interpretiert oder sich in Trumps Twitter Meldungen im privaten Lesekreis oder auf FMW eingearbeitet haben. Sie sind also schon da und es sind viele.

    Mit einem nüchternen Blick auf die Gegenwart fallen mir spontan nur wenige Innovationen der 1-er Jahre ein. Es gibt nun Deep Learning Algorithmen, github und Docker in der Systemadministration. Für den Endkunden gibt es den Selfie-Stick. Aber schön mal wieder von richtigen, technoiden Zukunftsvision zu hören, so wie in den ’90er Jahren, als uns durch William Gibson inspirierte Futurologen erzählten, dass wir bald als körperlose Wesen im Cyberspace existieren werden und Humanisten das für-und wider des Uploads diskutierten. Ich fand das toll, das visionäre, wie auch die intellektuelle Überspanntheit damals, warte aber bis heute auf mein Upload.

  9. Ze Bastiano

    12. März 2017 16:00 at 16:00

    Dann fangen wir bei den Banken an und das wird dauern???? danach die Politiker ????

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Thorsten Polleit mit Kommentar zur Fed-Zinssenkung

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Degussa-Chefvolkswirt Thorsten Polleit hat aktuell seinen Kommentar zur Zinssenkung der Fed veröffentlicht. Hier im Wortlaut:

Fed senkt Zins – weil das System sonst nicht mehr funktioniert

Auf seiner Sitzung hat der Offenmarktausschuss der US-Zentralbank (Fed) beschlossen, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Bandbreite von 2,00–1,75 Prozent zu senken. Die Fed hat zudem mindestens eine weitere Zinssenkung bis zum Jahresende signalisiert.

Zuletzt hatte die Fed im Juli 2019 die Zinsen von 2,50–2,25 auf 2,25–2,00 Prozentpunkte verringert – und dabei verlauten lassen, die Lockerung sei nur „Teil einer Anpassung“ („part of a recalibration“), sie sei kein vorbestimmter Weg („pre-set course“) in einen Zinssenkungszyklus.

Die Fed scheint offiziell zwar an dieser Einschätzung festhalten zu wollen. Doch glaubwürdig ist das nicht – schließlich soll ja die Zinssenkungspolitik munter weitergehen!

Die neuerliche Zinssenkung soll, so die Fed, die US-Wirtschaft stützen; man fürchtet, dass der US-China-Handelsstreit größere konjunkturelle Bremsspuren hinterlassen könnte.

US-Präsident Donald J. Trump macht weiter Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken (das Jahr 2020 ist Wahljahr in den USA) – und die Fed gibt dem Druck nach.

Bislang zeigt das Wachstum das US-Bankenkredite weiter nach oben – und deutet auf fortgesetztes Wirtschaftswachstum und Unterstützung für die Preise auf den Vermögensmärkten hin.

Doch ganz ungetrübt ist das Bild nicht: Am Dienstag hatte es ernste „Verspannungen“ im Interbanken-Markt (genauer: im Repo-Markt) gegeben, die die Zinsen stark ansteigen ließen. Die Fed kaufte daraufhin Anleihen und pumpte dadurch 53,2 Mrd. US$ bereit. Am Mittwoch kamen 75 Mrd. US$ hinzu, um dem ungewollten Zinsanstieg zu begegnen.

Das Ansteigen der Zinsen (im Repo-Markt, in dem sich Banken gegen Hingabe von Schuldpapiere Übernacht-Kredite beschaffen) hat Ängste vor einer neuen Kreditkrise geweckt. Zwar waren Sondereffekte (z. B. Überweisungen vom Bankensektor an die Fed) ursächlich für die Liquiditätsverknappung. Dennoch zeigt die Episode, wie verwundbar das Interbanken-Kreditsystem und damit das gesamte Kreditgebäude sind.

Wir denken, die Fed wird die Zinsen in den kommenden Monaten bis auf etwa 1,0 Prozentpunkte absenken – weil Konjunktur und Finanzmärkte ohne niedrigere Zinsen nicht mehr auskommen.

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Live-Webinar Fed-Enscheidung, 18.09.; 19.55Uhr – Zwischen keine Zinssenkung und QE – alles ist „drin“

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Wird die Fed die Zinsen senken? Und wenn ja, wie fällt ihr weiterer Ausblick auf die Entwicklung der Leitzinsen aus – irren sich die Märkte, wenn sie von einem Zinssenkungszyklus ausgehen?

Plötzlich ist nämlich alles wieder unklar: die Fed Fund Futures preisen nur noch eine Wahrscheinlichkeit von knapp über 60% ein, dass die Fed morgen wirklich die Zinsen senkt – das war in den letzten Wochen ganz anders gwesen, als nur die Frage war, ob die Fed um 0,25% oder gar um 0,5% senken wird!

Nach dem plötzlich auftretenden Stress im US-Bankensystem (massiver Anstieg der rep rates) spekulieren manche andererseits sogar darauf, dass die Fed heute das QE wieder starten wird!

Im Live-Webinar kommentiere ich heute (live ab 19.55Uhr) die Entscheidung der Fed – wir blicken dann gemeinsam auf die Aussagen der US-Notenbank in ihrem Statement und versuchen daraus, die relevanten Schlussfolgerungen auf die Märkte zu ziehen!

Sie können das Webinar am Mittwoch 18.09.; 19.55 Uhr unter folgendem live mitverfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=pf-dBWKa0Js

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Wohnungsmarkt mit Regulierung – Mieter als Verlierer

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Wer erinnern uns nur wenige Tage zurück. Nachdem es zunächst so aussah, als wolle man  für den Berliner Wohnungsmarkt die maximal zulässigen Wohnungsmieten extrem stark herabsetzen unter das aktuelle Niveau, wurde am 26. August beschlossen die maximale Miete bei 7,97 Euro anzusetzen. Vielleicht ist das für große Vermietungskonzerne gerade noch so erträglich. Aber mal ehrlich. Welcher kleine oder mittelgroße Vermieter, geschweige denn Vonovia oder Deutsche Wohnen, hat da noch Lust von nun an neue Mietwohnungen in Berlin hochzuziehen? Wir haben uns in den letzten Monaten schon mehrfach kritisch zu dem Thema geäußert (hier ein nicht nur auf Berlin bezogener Grundsatzartikel vom 30. August mit dem Titel Wohnungsmieten explodieren – Mitverantwortliche beschweren sich am lautesten).

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Die linkslastige Berliner Landesregierung hat also beschlossen keine höheren Mieten mehr zuzulassen. Eine eindeutige Beeinflussung des freien Marktes. Das kann man als Vermieter oder Investor weniger gut finden (nett ausgedrückt), und wird dagegen wohl auch durch die Instanzen klagen? Der Berliner Mieter wird natürlich begeistert sein nach dem Motto „Endlich haben wir es diesen Abzock-Vermietern gezeigt“. Aber die entscheidende Frage, die wir schon oft in den letzten Monaten angesprochen haben, lautet: Bringt dieses de facto Einfrieren der Mieten irgendeinen positiven Effekt für die Mieter? Der Bestandsmieter, der jetzt schon in einer Wohnung lebt und vielleicht bislang 9 Euro zahlt, freut sich über eine Mietsenkung von 1,03 Euro. Aber wird dieser Mieter aus seiner Wohnung ausziehen? Wohl kaum. Er wird alles tun um in diesem „paradiesischen“ Zustand zu verbleiben, und wird dauerhaft dort wohnen bleiben wollen.

Daher wird es bei den Bestandswohnungen wohl deutlich weniger Fluktuation geben. Wer also in Berlin eine Wohnung sucht, wird deutlich weniger Chancen haben eine zu finden. Und da über den Mietpreis nichts mehr geht, wird es ein zunehmendes Hauen und Stechen der Wohnungssuchenden geben, das gut situierte Bewerber mit der heimlichen Übergabe eines Umschlags Richtung Makler oder Vermieter für sich entscheiden können. Die Schattenwirtschaft bei der Suche nach Wohnraum dürfte in Berlin drastisch zunehmen. Und ja, die Neubautätigkeit in Sachen Mietwohnungen dürfte deutlich zurückgehen. Die Lage für Wohnungssuchende dürfte sich (so unsere bescheidene Meinung) durch diesen Mietendeckel in Berlin drastisch verschlechtern. Zwar gibt es relativ günstige Mieten – aber was nützt es, wenn man als Suchender keine Wohnung findet? Die Initiatoren der Regulierung am Wohnungsmarkt in Berlin haben wohl direkt und zielgerichtet an den Preis gedacht – sich aber wohl keine Gedanken gemacht, was ihre Aktion letztlich verursacht.

Mieter verlieren bei Regulierung am Wohnungsmarkt

Ja, eigentlich denkt man natürlich: Super Sache! Der Wohnungsmarkt wird staatlich eigeschränkt, die Mieter zahlen geringe Mieten. Wo soll da also das Problem für die Mieter liegen? Wir hatten ja gerade schon die Folgemechanismen beschrieben, die wohl erst mit einigem zeitlichen Abstand besser sichtbar werden dürften. Aktuell hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zu diesem Thema (Regulierung am Wohnungsmarkt) ein Papier veröffentlicht. Und das DIW bestätigt unsere Sichtweise, dass letztlich wohl der Mieter der Verlierer sein wird. Die Ausführungen des DIW sind äußerst lesenswert!

Wohnungsmarkt mit Regulierung - DIW Grafik

Hier der nach unserer Meinung wichtigste Teil des DIW-Papiers im Wortlaut:

„Zugespitzt könnte man sagen, dass die Maßnahmen, die Mieterinnen und Mieter schützen sollen, auch dazu führen, dass diese immer weniger werden – sie werden gewissermaßen aus dem Markt gedrängt,“ fasst Studienautor Konstantin Kholodilin zusammen. „Diese Erkenntnis muss die Politik bei den aktuellen Diskussionen um Maßnahmen wie einen Mietendeckel selbstverständlich im Blick haben, sonst könnte man unter Umständen das Gegenteil von dem erreichen, was man bezweckt – so wichtig Regulierungen des Wohnmarkts sozialpolitisch auch sind.“

Teilung des Markts in zwei Segmente

Der Zusammenhang zwischen intensiver Mietmarktregulierung und steigender Wohneigentumsquote kann zwei Gründe haben, so Kholodilin und Ko-Autor Sebastian Kohl. Einerseits kann es sein, dass die VermieterInnen der regulierten Wohnungen diese nicht mehr profitabel vermieten können und sie zum Verkauf anbieten, was das Angebot an Mietwohnungen reduziert. Andererseits führt die Regulierung, die nur einen Teil der Wohnungen und Häuser betrifft, zu einem zweigeteilten Markt: auf der einen Seite ein regulierter Markt mit niedrigen Mieten, in dem die MieterInnen ihre Wohnungen nicht aufgeben und in den Wohnungssuchende vergeblich versuchen einzutreten; auf der anderen ein freier Markt mit sehr hohen Mieten, die sich nur wenige leisten können.

„In einer solchen Konstellation müssen sich viele Menschen trotz hoher Kosten Wohneigentum zulegen, sie haben praktisch keine Wahl“, so Kholodilin. „Das ist zum Beispiel in Schweden der Fall, wo die Wohneigentumsquote folglich rund 62 Prozent beträgt“. In den skandinavischen Ländern wurden Mietpreise in der Vergangenheit intensiv reguliert und sind es vergleichsweise immer noch. Auch in Norwegen leben 78 Prozent der Menschen in einer Immobilie im Eigenbesitz.

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