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Inside Riße (VIDEO): Abwarten im Dax, kurzfristige Trades nach unten

Ich sagte bereits, dass dies keine Trump-Hausse ist. Wohin jetzt mit dem Dax? Dazu möchte ich mich an dieser Stelle eingehender äußern. Auch im Video mein Kommentar zu Gold und Devisen…

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Von Stefan Riße

Ich sagte bereits, dass dies keine Trump-Hausse ist. Wohin jetzt mit dem Dax? Dazu möchte ich mich an dieser Stelle eingehender äußern. Auch im Video mein Kommentar zu Gold und Devisen…

24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    Dickbär

    28. März 2017 12:58 at 12:58

    Wie kann man darauf kommen,dass das keine Trump Hausse war? ? Seit derWahl über 4 Monate Rally u. seit dem 21 3. ( als man merkte dass die Unterstützung gegen Obamacare fehlte) hat der S&P ca.40 Punkte verloren,grösster Rückschlag seit langem ? ? Was ist wenn die Steuerreform u.die andern Projekte auch scheitern,dann bekommt Ihre Theorie aber mächtige Risse

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      Wolfgang M.

      28. März 2017 17:42 at 17:42

      Das ist keine Trumprallye. Die Märkte verkaufen Enttäuschungen manchmal sogar brutal ab. Wo ist der bisherige Abverkauf? Aktienmärkte funktionieren wie leading indicators und nicht wie lacking indicators. Deshalb ist eine dauernde Hoffnung „die Märkte müssen es erst einpreisen“ ziemlich sinnlos. Es dämmert von Woche zu Woche mehr Leuten: im Zinstief geht es ohne Aktien nicht, auch wenn die ständigen Schwankungen so manchen ängstigen.

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        Markus Fugmann

        28. März 2017 17:44 at 17:44

        @Wolfgang, nur liegt das Zinstief in den USA schon länger hinter uns, wenn geht es mit den Zinsen bergauf – und das gilt tendentiell sogar für die EZB..

        • Avatar

          Wolfgang M.

          28. März 2017 18:00 at 18:00

          Aber das reicht kaum, um die Inflationsrate auszugleichen. 2016 könnte man am Anleihenmarkt in D durch die fallenden Zinsen noch 3 oder 4 Prozent verdienen. Das geht derzeit nicht. Ich muss immer an die Lebensversicherer denken, bei denen 10-jährige Staatsanleihen auslaufen. Was tun?

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            Markus Fugmann

            28. März 2017 18:03 at 18:03

            @Wolfgang, aber die Lebensversicherer können ja nur zum Teil in Aktien investieren und haben das Problem mit den niedrigen oder sogar Negativzinsen schon sehr lange. Das scheint mir nicht der Grund für die Rally seit November zu sein, die war in der Hoffnung auf den großen Trump-Stimulus angelaufen..

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    columbo

    28. März 2017 14:24 at 14:24

    Aus schlechten Nachrichten werden nach ein bis zwei Tagen gute, das geht jetzt schon eine Ewigkeit so.
    Brexit, Italienreferendum, Bankenkrise, Trump, alles egal, die Märkte steigen. Wenn Trump sich irgendwie durchsetzt und dann auch noch Le Pen verliert, sind wir ganz schnell auf Rißes 18000. Wenn nicht, dauert’s halt ein wenig länger.
    Herr Riße hat wahrscheinlich recht, die niedrigen Zinsen, die sich erholende Wirtschaft,
    die Geldentwertung lassen Aktien steigen. Was sollten sie sonst auch tun, sind halt Sachwerte. Damit es richtig abwärts geht, müssen schon ganz schwere Kaliber an schwarzen Schwänen auftauchen, denke ich.
    (So leid es mir tut, ich fürchte, aus mir wird langsam ein Bulle).

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      Stefan Riße

      28. März 2017 22:50 at 22:50

      Steige aus, wenn der der letzte Pessimist zum Optimisten wird. Sie sind abefr nicht der letzte, insofern freue ich mich über Ihre offenen Worte. Ist durchaus möglich, dass jetzt nochmals ein echter Squeeze kommt.

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    V

    28. März 2017 16:11 at 16:11

    Risse ist der perfekte Kontraindikator!

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      Walter Schmid

      28. März 2017 22:05 at 22:05

      Oh ja, wie wahr!!!
      Was habe ich mit ihm schon Geld verdient. Sagt Riße bei 1,04 EUR/USD, der EUR wird weiter fallen, gehe ich long. Wie wunderbar! Und gerade jetzt geht Riße short auf den DAX, na dann hatte ich natürlich gleich noch mal meine Longpositionen auf den DAX erhöht. Ich bin wirklich froh, dass es ihn gibt!

  4. Avatar

    vogel

    28. März 2017 17:05 at 17:05

    Herr Risse liegt richtig. Die Börsen werden erst mal weiter steigen. Egal wer gewählt wird oder nicht.

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      V

      28. März 2017 17:26 at 17:26

      „Abwarten im Dax, kurzfristige Trades nach unten“ soll richtig gewesen sein? Also ich möchte den sehen, der heute „nach unten“ getradet hat…

      • Avatar

        Walter Schmid

        28. März 2017 18:20 at 18:20

        Herr Riße hatte den DAX nach unten getradet. Und ist damit mal wieder kräftig auf die Nase gefallen. Manchmal könnte er einem richtig leidtun. Traden kann er nicht.

        • Avatar

          vogel

          28. März 2017 19:34 at 19:34

          Ich gehe wie Herr Risse davon aus, daß die Börsen demnächst neue Höchststände erreichen.
          Politik ist dabei egal, solange Liquidität ausreichend da.
          Dass bei diesen enorm hohen Indexständen auch hohe Kursschwankungen auftreten, ist normal.
          Sich in dieser Hausse gegen den Trend zu stellen, macht arm.
          Und wenn es dann wirklich crasht, ist so mancher Shorti längst illiquide und hat nichts mehr von der Gelegenheit.
          Richtiges Timing ist entscheidend: Und jetzt ist noch lange keine Zeit für Bären. 😉

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            Walter Schmid

            28. März 2017 22:16 at 22:16

            vogel ist ein wunderbares Beispiel für all diejenigen, die aus der Vergangenheit nichts gelernt haben und/oder glauben, diesmal wird alles anders.

        • Avatar

          Stefan Riße

          28. März 2017 22:53 at 22:53

          „Wenn Abwärtsdynamik in den Markt kommt“. Die gab es aber nicht. Richtig zuhören, sonst geht’s schief.

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            V

            29. März 2017 18:09 at 18:09

            „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist.“

            Man kann es sich im Nachhinein immer so hindrehen, dass man angeblich Recht hatte, man muss nur ein „Wenn“ einbauen. Als seit Jahren erfolgreicher Trader bewerte ich Ihre Kommentare als das was sie sind: Nur Kommentare und eben keine Tipps. Würde ich das anders bewerten und danach ein Handeln für mich ableiten, dann würde ich ständig Geld verlieren. Und ja, Herr Risse: es kommt meist anders als sie es kommentieren, Sie sind noch viel zu sehr in der Herde drin. Lösen, sage ich nur, dann klappt es auch….ganz im Sinne von Kostolany…

      • Avatar

        Stefan Riße

        28. März 2017 22:52 at 22:52

        „Wenn Abwärtsdynamik in den Markt kommt“. Die gab es aber nicht. Richtig zuhören, sonst geht’s schief.

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    daulini

    28. März 2017 18:20 at 18:20

    Und was war heute wieder der Grund, dass der DAX beispielsweise fast wieder sein Jahreshoch erreicht hat. Nichts außer heiße Luft.

  6. Avatar

    Dickbär

    28. März 2017 18:37 at 18:37

    Alle die Glücklichen die jetzt Aktien als Anlagen früher zu tiefen Kursen gekauft haben,haben noch Nichts gewonnen,das sind alles nur Buchgewinne ,hat jemand schon überlegt was passiert wenn nur 10% dieser immensen Summen realisiert d.h.verkauft werden! !

    • Avatar

      Walter Schmid

      28. März 2017 22:09 at 22:09

      Ein kluger Gedanke, den man immer hegen sollte!

      • Avatar

        vogel

        30. März 2017 18:13 at 18:13

        @WS
        Dann hegen Sie den mal schön weiter, dann lenkt es schön ab von der tiefroten Bilanz Ihres Depots 😉

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          Walter Schmid

          3. April 2017 16:04 at 16:04

          Wenn Sie meine Depots sehen könnten, würden Sie Ihre Aussage ganz schnell zurückziehen 🙂

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    Robert14021984

    3. April 2017 13:59 at 13:59

    Versteh gar nicht warum hier immer so gegen den Risse geschossen wird. Ich bin jetzt auch nicht sein aller größter Fan und Bulle schon gleich drei mal nicht aber man muss doch auch mal ehrlich sagen..

    1) die Videos und seine Einschätzungen sind kostenfrei und unverbindlich.. wer kein bock auf ihn hat schaut es einfach nicht an und wenn doch, dann würd ich mich eher bedanken anstatt unfreundliche Kommentare drunter zu schreiben.

    2) So schlecht waren seine Prognosen doch garnicht..viele haben letztes Jahr gedacht die Welt geht unter .. und da hat er gesagt: „Leute.. das sind Kaufkurse“.. Recht hat er mal gehabt.

    3) Er behauptet ja nicht die Welt ist total in Ordnung und spricht die Probleme sogar an. Auch sein vorletztes Video (glaub ich).. „Stops eng setzten und schauen wo die Dynamik hin geht“ ist doch völlig ok. Keiner hat hier ne Glaskugel aber wenn der seit mehr als 20 Jahren an der Börse ist und damit sein Geld verdient und warsch. so gar noch ein Kind ernährt… da kann man sich schon mal seine Meinung anhören und sagen. Chapeau Herr Risse!

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Coronavirus: Rücksetzer der Aktienmärkte nicht kaufen!

„Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Virus sich als Lehman-Moment erweisen könnte“.

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Die Aktienmärkte haben wegen des Coronavirus scharf korrigiert – sollte man Rücksetzer kaufen? Wohl nicht. Warum nicht?

Das Coronavirus

Wenn man ein Gremium von Epidemiologen bitten würden, sich ein Virus vorzustellen, welches für eine schnelle globale Verbreitung und hohe Sterblichkeit optimiert ist, würden sie folgende Eigenschaften wählen:

1. Hochgradig ansteckend mit hoher Reproduktionsrate.
2. Neuartiger Virus, bei dem es keine Immunität durch früher aufgetauchte Viren gibt.
3. Diejenigen, die den Erreger tragen, können auch andere infizieren, während sie ohne Symptome, über einen längeren Zeitraum, d.h. 14 bis 24 Tage, sind.
4. Einige Träger werden nie krank und haben daher keine Ahnung, dass sie andere infizieren.
5. Das Coronavirus ist für anfällige Personen extrem tödlich, aber nicht so tödlich, dass die meisten Menschen sterben, bevor sie das Virus auf andere übertragen konnten.
6. Das Coronavirus kann über verschiedene Wege verbreitet werden, einschließlich Aerosole (Tröpfchen von Niesen/Husten), kurzer Kontakt (mit Hotelangestellten, Taxifahrern usw.) und Kontakt mit Oberflächen (Kreditkarten, Wasserhähne, Türgriffe usw.). Im Idealfall bleibt das Virus auf Oberflächen für längere Zeit, d.h. 7+ Tage, aktiv.
7. Die Infizierten, die sich erholen, können sich wieder anstecken, da die erworbene Immunität nicht 100%ig ist.
8. Infolge dieser und anderer Merkmale ist es schwierig, einen Impfstoff herzustellen, der zuverlässig vor einer Infektion schützt.
9. Die Tests zum Nachweis des Coronavirus sind nur begrenzt zuverlässig. Dazu kommt: bislang wurden vor allem in den USA kaum Neschen gestestet – in New York ganze sieben Menschen.
10. Die Symptome der Krankheit sind im Wesentlichen identisch mit weniger ansteckenden und Grippetypen, so dass Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, möglicherweise nicht wissen, dass sie den neuartigen Erreger haben.

All diese Merkmale hat das Coronavirus – und deshalb wird es schwer sein es zu stoppen, da Wuhan im Januar viele Millionen von Menschen verließen während die Epidemie wütete und so das Virus in ganz China und der Welt verbreitete.

Die fragile Weltwirtschaft

Wenn wir nun ein Gremium von Wirtschaftsexperten bitten würden, sich ein globales Wirtschaftssystem vorzustellen, dass für die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks wie durch das Coronavirus optimiert ist, würden sie wahrscheinlich diese Eigenschaften mit wählen:

1. Lange globale Lieferketten, bei der die erste Wertschöpfungskette schon nicht mehr weiß, wo einzelne Teile und Komponenten tatsächlich herkommen.
2. Just-in-Time-Lieferungen und begrenzte Bestände, die von einer komplexen Logistik abhängen, so dass jeder Schock schnell das gesamte Netzwerk unterbricht, wenn wichtige Knotenpunkte ausfallen.
3. Eine globale Lieferkette, die von Hunderttausenden von Zulieferern abhängig ist, die nicht über die Mittel verfügen, um die Mitarbeiter wochen- oder monatelang zu bezahlen, während die Fabrik stillsteht.
4. Eine globale Beschaffungskette, die von Hunderttausenden Fabriken mit hohen Schulden und Ausgaben abhängig ist, die geschlossen und gegebenenfalls nie wieder eröffnet werden.
5. Eine globale Konsumwirtschaft, die von der ständigen Ausweitung der Verschuldung abhängig ist.
6. Ein globales Finanzsystem, welches nur noch begrenzte Fähigkeit hat Ausfälle aufzufangen, wenn Lieferanten und Zombie-Unternehmen scheitern.
7. Eine mit Überkapazitäten belastete Weltwirtschaft.
8. Eine Weltwirtschaft, die von „dem Wohlstandseffekt“ steigender Aktien- und Wohnungsmärkte abhängig ist, um den Konsum zu steigern, so dass – wenn diese Blasen platzen – der Konsum einbricht.

Genau das sind die Merkmale unserer aktuellen Weltwirtschaft, die von steigender Verschuldung, riesigen Spekulationsblasen, anfälligen Lieferketten und konsumfreudigen Konsumenten abhängig ist.

Daher: die  Lage durch das Coronavirus ist keine Buy-the-Dip Situation – sondern eine Herausforderung für aktives Risikomanagement!

Der durchaus besonnene Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, bewertet die Corona-Epidemie wie folgt:

„Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Virus sich als Lehman-Moment erweisen könnte“.

Das Coronavirus trifft auf eine überschuldete Welt!

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Aktienmärkte: Die magische Anziehungskraft des 200-Tagedurchschnitts

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Wochenlang hatte eine extreme Stimmungslage die Aktienmärkte befeuert. Ein Fear & Greed-Index mit Werten, der fast einen ganzen Monat über extremen 90 Punkten notierte – und Aktienindizes, die überaus deutlich über ihren 200-Tagesdurchschnitten schwebten. Man fühlte sich sehr sicher und im Verlaufe der Wochen immer sicherer, schließlich ist 2020 ein Wahljahr und da würde Donald Trump mit seinem Helfer Jerome Powell schon für den richtigen Cocktail sorgen.

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Aktienmärkte: Übertreibungen, so alt wie die Börse

Der legendäre Investor André Kostolany brachte einst die Geschichte mit dem Herrchen und seinem Hund – im Zusammenhang mit der Börse. Der Hund verkörpert die Aktienkurse und sein Herr den 200-Tagesdurchschnittskurs. Das Tier läuft ständig auf und ab, um schlussendlich zu seinem Halter zurückzukehren. Das Ganze geht mitunter rasend schnell – vor allem, wenn sich das Tier zu weit vom Weg entfernt hat.

So geschehen in nur wenigen Tagen, in dem gehebelten Positionen auf der Long-Seite, eine hohe Investitionsquote und kaum Absicherungen auf den Terminmärkten eine riskante Gemengelage der Aktienmärkte provoziert haben. Viele Profis ahnten, dass dies nicht dauerhaft so weitergehen würde. „Fear of missing out und buy the dip“ hießen aber die Parolen, sogar noch zu Beginn der Krise in China um Covid-19. Man vertraute zunächst auf die Versicherungen durch die Notenbanken mit unerschöpflicher Liquiditätszufuhr und auf eine rasche Aufholjagd der chinesischen Wirtschaft in den Folgequartalen.

Italien drehte das Sentiment der Aktienmärkte

Dann kamen die Infektionsfälle in Italien am Wochenende, über 150 an der Zahl. Wirtschaft ist zumeist mehr als 50 Prozent Psychologie sagt man, im Fall einer nicht zu taxierenden Pandemie wohl noch deutlich mehr. Das Coronavirus war mit aller Macht fast im Herzen Europas angekommen, nur ein paar Hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Was vor allem extrem verunsichert ist, dass man den „Patienten Null“ nicht ausmachen kann, der für die Verbreitung des Virus verantwortlich ist und auf den dann die Abwehrmaßnahmen zu stützen wären. Aktienmärkte hassen Unsicherheit, heißt es – und diese gibt es in der aktuellen Situation mehr als genug. Neue Fälle in Tirol, in der Schweiz, in Spanien, in Frankreich und aktuell auch in Deutschland – Corona ist in Europa angekommen.

Wie weit wird die Korrektur gehen?

Eine Frage für Hellseher, schließlich kann keiner die wirtschaftlichen Folgen abschätzen, die sich allein schon aus der Verhaltenspsychologie ergeben. Da ist nicht nur die Störung der Lieferketten durch den Großproduzenten China selbst zu nennen, sondern vor allem die Flug- und Tourismusbranche, die von einem Tag auf den anderen in eine Krise stürzen kann. Denn bereits einzelne Fälle von Covid-19 können zu so heftigen Quarantänemaßnahmen führen, dass der wirtschaftliche Schaden schon in kurzer Zeit evident ist. Italien steht sowieso schon mit einem Bein in der Rezession und jetzt hat es ausgerechnet das ökonomische Zentrum des Landes erwischt.

Die Regionen Lombardei und Venetien erzielen zusammen 31 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung, ungefähr 550 Milliarden Euro. Das prosperierende Norditalien steht außerdem für circa 40 Prozent des gesamten italienischen Exports.

Mehr und mehr werden sich die Aktienmärkte der möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst, eine Korrektur von 10 Prozent wäre normalerweise schon lange fällig. Man war gestern an den Weltbörsen bei bisher gerade mal sieben oder acht Prozent Korrektur angelangt, von den USA bis nach China, außer Hongkong, wo man mit minus 11 Prozent bereits in einer Korrekturphase steckt.

Beim exportlastigen Dax sind es nur noch ein paar Pünktchen bis zur viel zitierten 200-Tageslinie (12630), die auch als symbolische Marke für einen Aufwärts- oder Abwärtstrend steht.

Alle Fälle hat sich die Schere zwischen Bewertungen der Aktienmärkte und der Fundamentalwirtschaft wieder etwas geschlossen. Sie ist auch zu einem Dolch mutiert – und zwar für diejenigen, die so „mutig“ mit Call-Optionen, vielleicht auch unter Inanspruchnahme eines Kredits, auf der Longseite unterwegs waren. Dies wurde schmerzlich korrigiert und über die Verluste wird es sicher bald Nachrichten geben.

Fazit

Die jetzt laufende Korrektur ist alles andere als eine Überraschung. Denn wie stark haben die Sentimentindikatoren im langjährigen Vergleich nach einer Abkühlung geschrien? Was aber stets aufs Neue überrascht, ist die Geschwindigkeit und Dynamik der Abwärtsbewegung. Während der S&P 500 mehrere Anläufe und über ein Jahr brauchte, um die Widerstandszone von 2900 bis 3000 Punkten zu überwinden, genügten nur drei Handelstage, um über 200 Indexpunkte auszupreisen.

Eines hat sich sich wieder einmal gezeigt: Neue Höchstkurse der Aktienmärkte ziehen Anleger an, so fundamental unlogisch es auch klingen mag, die mit jedem Tag sorgloser und gieriger werden. Was gibt es dafür nicht alles an platten Sprüchen: „Die Hausse ernährt die Hausse“, ist nur einer von vielen.

Unauslöschlich die Gier des Menschen vor allem an der Börse, aber genauso unweigerlich die Wirkung der Schwerkraft, wissenschaftlich “Reversion to the mean“ genannt. Was aber nicht bedeuten muss, dass wir bereits das Ende des 11-jährigen Wirtschaftszyklus sehen – schließlich befinden wir uns in einem Wahljahr und ohne Rezession wechseln die großen Kapitalsammelstellen nicht einfach in die Rentenmärkte. Die erzielbaren Renditen sind magerer denn je.

Allerdings besitzt der „Schwarze Schwan“ Coronavirus das Vermögen, genau so eine Schrumpfung der Wirtschaft in bedeutenden Volkswirtschaften auszulösen.

Vielleicht ist es den Notenbanken gar nicht so unangenehm, dass es die Aktienmärkte derzeit eine Korrektur aus einer Überhitzungen absolvieren, vor der einige Notenbanker schon gewarnt haben! So kann man sich auch den Vorwurf ersparen, bei unvorsichtigen Äußerungen eben so eine Korrektur herbeigeführt zu haben.

Ich habe in Ausblicken auf 2020 öfters die These vertreten, dass das neue Jahrein von Volatilität geprägtes für die Aktienmärkte werden könnte. Sicherlich wird man in Washington und bei der Federal Reserve aktuell intensiv darüber beraten, was man gegen einen tieferen Sturz der Aktienmärkte in den Status einer Korrektur (> 10 Prozent) unternehmen kann. Schließlich dürfte ein starkes Abschmelzen der Kurse an der Wall Street mit ihrer Marktkapitalisierung von über 35 Billionen Dollar den US-Aktionär hart treffen – auch die Mittelschicht – und dann würde der Konsum betroffen sein, die Stütze der schuldenfinanzierten Ökonomie in den USA. Und das in der beginnenden heißen Phase des Wahlkampfs 2020!

Die Aktienmärkte sind derzeit stark unter Druck

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Goldpreis, Aktienmärkte, Margin Calls! Videoausblick

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Die Aktienmärke scheinen im freien Fall zu sein (Nasdaq mit größtem Abverkauf seit 2016, Dow Jones seit Jnuar 2018) – aber der Goldreis steigt dennoch nicht mehr. Warum? Zuvor hatten sich Investoren mit dem Kauf von Gold abgesichert (nicht aber mit Puts auf die Aktienmärkte) – mit dem Abverkauf der Aktienmärkte aber mußten viele offenkundig einem Margin Call zuvor kommen und verkauften daher die im Plus liegenden Positionen in Gold. Damit zeigt sich nun ein gefährliches Muster: wenn der Goldpreuis trotz fallender Aktienmärkte nicht mehr steigt, dann zeigt das eine breitflächige Enthebelung an. Die Flut hebt alle Boote – aber wenn die Flut der Ebbe weicht, sieht man, wer nackt gebadet hat, lautet eine Börsenweisheit..

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