Marktgeflüster (Video): Defensive Werte

Von Markus Fugmann

Es ist schon erstaunlich, dass sich die Märkte heute so gut auf den Beinen halten: die sehr schwachen US-Arbeitsmarktdaten, die den Aufwärtstrend der letzten Monate jäh unterbrechen, werden schulterzuckend weggesteckt (der Dollar wird trotzdem sogar stärker). Dazu noch die Attacke der USA auf Syrien, die die geoplitischen Risiken auf einen Schlag auf eine andere Ebene hebt – der russische Ministerpräsident Medwedew spricht davon, dass die USA und Russland am Rande einer militärischen Konfrontation stünden. Die Märkte scheint das nicht anzufechten, die US-Indizes wie der Dax weitgehend unverändert. Aber auffallend ist, dass heute vor allem defensive Werte stark sind (Telekommunikation, Versorger etc.), während Finanzwerte schwächeln…


Kommentare

Marktgeflüster (Video): Defensive Werte — 9 Kommentare

  1. Es wird heißer! Sagt Herr Fugmann alle paar Tage. Weder Trumps Niederlagen, Fed-Ankündigungen, Syrien, gute oder schlechte Daten u.s.w. bringen den Rückschlag. Welche Schlussfolgerung muss sich daraus zwangsläufig ergeben? Es herrscht Anlagenotstand für Versicherungen, Fonds, Stiftungen, Pensionsfonds wegen Zinseinnahmen, die nicht mal mehr die Inflationsrate ausgleichen können. Dazu ein kleines Rechenexempel für Pensionsfonds: Wenn für die Bezüge für Vorstände im Dax bei 5 Prozent Anleihenrendite 5-10Mio Anleihenvolumen nötig waren, reichen dafür heutzutage nicht mal mehr 100 Mio€. Bei den unglaublich hohen Verpflichtungen für die Pensionisten von Vw,Siemens und c.o. kann man sich vorstellen, welche Sorgen die großen Firmen drücken. Dazu gibt es noch viele Beispiele vom Stadtkämmerer und vielen anderen Verpflichteten. Deshalb wird jeder Rückschlag sofort aufgekauft – bis die Zinsen deutlich gestiegen sind oder eine Rezession ansteht. In Europa will der ehemalige Notenbankchef Draghi seinem Land solange wie möglich Zeit verschaffen – sonst braucht er in seiner Heimat Rom gar nicht auftauchen. Vermutung: Auch wenn es eigentlich der Wahnsinn ist. Es könnte sein, dass die Kurse noch sehr viel höher steigen werden, als die Analysten es sich vorstellen können. Bis zum Gau. Gruß

  2. „Es ist schon erstaunlich, dass sich die Märkte heute so gut auf den Beinen halten: die sehr schwachen US-Arbeitsmarktdaten… Dazu noch die Attacke der USA auf Syrien…Medwedew spricht davon, dass die USA und Russland am Rande einer militärischen Konfrontation stünden….“

    Ebenso erstaunlich ist auch immer wieder, wie im Verlauf eines späteren, ansonsten ereignislosen Tages dann die Lawine ins Rollen kommt und diese eigentlich längst bekannten Fakten dann als Erklärung für den Absturzt herhalten müssen.
    Die Börsentektonik ist vergleichbar mit der Kontinentalplattenverschiebung: Die wachsenden Ungleichgewichte entladen sich als Börsencrashs, die genauso wenig vorhersagbar sind wie Erdbeben.
    Man weiß nur, daß beide zwangsläufig kommen müssen.
    Der FED-Zinserhöhungszyklus und die geplante Reduzierung der FED-Bilanz sind ein fataler Fehler. Den Börsen die Liquidität zu entziehen war noch nie eine gute Idee. Schon gar nicht zu Beginn einer Rezession in den USA und in einer so unsicheren weltpolitischen Situation wie jetzt.

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  4. @Vogel ,es ist schon erstaunlich was Sie so täglich in die Welt hinauszwitschern ! 1.Warum reagiert die Börse fast ( noch ),nicht auf die schlechten Nachrichten ,weil es eben noch sehr viele Leute gibt ,die an der Börse nur eine Richtung sehen, d.h. nach oben ,ich glaube Sie gehören doch auch dazu, oder sind Sie etwa Short gegangen ?? Zum Thema Liquiditätsentzug : Es ist kein Liquiditätsentzug sondern den Phantasten langsam klarzumachen dass diese wahnwitzige Ausweitung ,aus welchen Gründen auch immer, irgendwann aufhört, z.B. damit Sie es auch verstehen, wenn jemand im Tag 10 Liter Bier trinkt u.der Arzt sagt er solle nur noch 5 Liter trinken, ist das nach Ihrer Meinung wahrscheinlich Alkoholentzug ! !

    • @Notenbank b e r a t e r,
      ( wohl ein „Alter Ego“ von Frank Meyer von der versteckten N-TV-Kamera? ):

      „…z.B. damit Sie es auch verstehen, wenn jemand im Tag 10 Liter Bier trinkt u. der Arzt sagt er solle nur noch 5 Liter trinken, ist das nach Ihrer Meinung wahrscheinlich Alkoholentzug…“
      Danke für Ihre gnadenvolle Herablassung, um mir und den anderen „Börsen-Dummies“ hier die Finanzwelt zu erklären, Sie allwissender Massa:

      Sie sind anscheinend auch noch D E R Sucht b e r a t e r, mit D E M überblick für Alles und mit reichlich eigener Erfahrung, was Bier & „hochgeistige Getränke“ betrifft: Anders läßt sich der Blick in Ihre Depotbilanz wohl auch nicht ertragen.

      Für „Berater“ wie Sie und Ihresgleichen, die anscheinend nur Frank Meyer nachplappern können, gibt es für ein erfolgreiches Börsenjahr D E N „güldenen Rat“, den Sie sich goldumrandet in Ihrem Philosophenstübchens über der Spülung pappen oder sonst wohin stopfen dürfen:

      „Sell in januay and go away – but remember to come back in tricember“

      Leider haben Sie dazwischen noch mehr Zeit, Andersdenkende – in Ihrer platten N-TV-Schubladenwelt „Phantasten“ genannt – mit wertvollen B e r a t e r – Ergüssen zu beglücken.

  5. @gekränkter Vogel,Sie haben jetzt in kurzer Zeit 2 mal geschrieben, REDUZIERUNG DER BILANZ WÄRE EIN FATALER FEHLER, also nehme ich an ,dass Sie für ein endloses Gelddrucken sind ,anderseits reden Sie vom Anfang einer Rezession, ( was hat es also genützt) ich rede allgemein von Phantasten ohne es auf eine Person zu beziehen, es hat anscheinend Tausende von denen, da Sie so gekränkt reagieren,nehme ich an ,dass Sie sich dazuzählen ! SELBSTERKENNTNIS IST DER BESTE WEG ZUR BESSERUNG !

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