Pleitewahrscheinlichkeit Deutschlands zieht stark an – parallel zu Deutscher Bank

FMW-Redaktion

Die Märkte haben ein bißchen Zeit gebraucht, aber der Groschen ist nun gefallen: die an den Märkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Pleite Deutschlands in den nächsten fünf Jahren ist sprunghaft, geradezu Raketen-artig gestiegen.

Sehen wir uns zunächst einmal die Entwicklung bei der Deutschen Bank an (Pleitewahrscheinlichkeit in den nächsten fünf Jahren, anhand von Preisen für Credit Default Swaps, also Kreditausfallversicherungen):

Und jetzt ergänzt durch die Pleitewahrscheinlichkeit Deutschlands:

Mit leichter Verzögerung also hat der Markt reagiert – und erkannt, dass die Deutsche Bank für Deutschland und seine Finanzlage insgesamt ein Problem werden könnte. Im Zweifel nämlich müßte Deutschland eine Garantieerklärung für die Deutsche Bank abgeben – und damit die gigantischen Risiken der Derivatpositionen der Deutschen Bank übernehmen!

Lesen Sie bitte dazu den Artikel „Deutsche Bank: Berlin, wir haben ein Problem!“

Am Markt für Staatsanleihen ist das noch nicht eingepreist – so fällt, wie wir heute bereits berichteten, die Rendite für die 5-jährige deutsche Staatsanleihe auf ein neues Allzeittief. Aber vielleicht ist der Umkehrpunkt nun nicht mehr fern.

Nein, nein, er mache sich keine Sorgen wegen der Deutschen Bank – hat doch Finanzminister Schäuble kürzlich gesagt. Und der muß es ja schließlich wissen!

Und was passiert bei den Banken? Die kommen irgendwie ins Rutschen – aber die Sache wird gut gehen, wie Sie in folgendem Video klar erkennen können:

Der CEO der heute abgestraften Societe Generale (Aktie zweitweise 13% im Minus nach enttäuschenden Zahlen und trübem Ausblick) meinte heute, dass die Märkte überreagierten. Dabei sollen Märkte doch immer steigen – weil das Wachstum in unserem System ja auch stets steigt, oder? Oder haben Sie schon mal schrumpfendes Wachstum erlebt?


Kommentare

Pleitewahrscheinlichkeit Deutschlands zieht stark an – parallel zu Deutscher Bank — 10 Kommentare

  1. Betrittst du die Börse, musst du deine Logik an der Garderobe mit abgeben. So kommt es mir immer wieder vor.

    -Die Pleitewahrscheinlichkeit des deutschen Staates steigt. Gleichzeitig flieht die Welt in die Anleihen eben dieses Staates wie noch nie.

    -Die EU steht politisch und wirtschaftlich kurz vorm Abgrund.
    Gleichzeitig steigt der Euro aber gegenüber dem Dollar. Weil die Welt gerade mal dem EU-Raum noch mehr Vertrauen entgegenbringt als dem Dollar-Raum? Oder weil bei uns im März die Zinsen angehoben werden und? Für mich total unsinnig.
    Gerd

    • …besser als Merkel+Obama+Putin!!! Wer ernährt schon ca. über 3 Millionen Flüchtlinge in seinem Land auf eigene Kosten (über 10 Milliarden Dollar pro Jahr)?!!!

      In der EU werden schon bei 1 Million Flüchtlingsheime abgefackelt!

      Realität aus!!!

  2. Selten so einen Stuss gelesen, bei allem Respekt. Eines der reichsten Staaten der Welt soll pleite gehen können, wie genau? Allein die Passiva in den Büchern könnten alle Schulden zehnfach bezahlen, wenn man es denn wollte. Setzen, sechs für diese billige Propaganda.

  3. Pingback: News 11.02.2016 | Krisenfrei

  4. Aha…Nicht Griechenland, nicht Japan, nicht Spanien, nicht Italien, nicht die USA…nein, es ist die stärkste Volkswirtschaft Deutschland, die Pleite geht. Wer es glaubt…

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