Seit fünf Jahren spürbare Exportüberschüsse für die Eurozone – gut sichtbar in diesem Chart

FMW-Redaktion

Im folgenden Chart ist erkennbar, dass seit gut fünf Jahren durch die Produktion und den Export von Waren unterm Strich ein Geldüberschuss in die Eurozone fließt. Es wird also mehr exportiert als importiert, was gesamt-volkswirtschaftlich gesehen den Wohlstand in der Eurozone anhebt. Man darf natürlich trefflich darüber streiten, bei wem genau letztlich dieser Zuwachs an Einkommen oder Vermögen hängen bleibt, aber einen Netto-Geldzufluss belegen diese Daten ganz klar.

Im oberen Teil des Chart sieht man die Eurozone, darunter die Gesamt-EU. Man sieht bei der Eurozone, wie die Exporte (schwarz) ab 2012 beginnen konstant deutlich über den Importen (rot) zu liegen. Vorher liefen beide Linien ziemlich parallel zueinander. Das bedeutet, dass man jahrelang ziemlich genau das selbe Warenvolumen exportierte wie importierte. Rechts oben im Chart sieht man den gut erkennbaren positiven Abstand der letzten Jahre.

Ganz aktuell wurden von Eurostat die Daten für Februar 2017 veröffentlicht. Man liegt beim Warenverkehr bei einem Exportüberhang von 17,8 Milliarden Euro. Im Februar 2016 waren es 18,2 Milliarden Dollar, also so ziemlich der selbe positive Abstand zu den Importen. Aktuell sind es im Februar Exporte im Volumen von 170,3 Milliarden Euro (+4% im Jahresvergleich) zu 152,6 Milliarden Euro an Importen (+5%). Im Chart sieht man, wie die Eurozone (vor allem dank der deutschen Überschüsse) seit Jahren im Plus liegt bei den Exportüberhängen, während im unteren Teil der Grafik die Gesamt-EU quasi dauerhaft genau so viel importiert wie exportiert.


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Die folgende Grafik zeigt den Unterschied zwischen der Eurozone und der Gesamt-EU in Zahlen. In rot haben wir die jeweiligen monatlichen Überschüsse markiert. In der Eurozone sind sie monatlich spürbar bei grob gesagt um die 20 Milliarden Euro, in der Gesamt-EU schwankt man grob gesagt konstant herum bei eine Ausbalancierung des Warenhandels. Von daher kann man als Donald Trump oder IWF sagen: Die EU handelt fair mit dem Rest der Welt, aber nicht die Eurozone? (lach…)


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Im der folgenden Tabelle kann man pro EU-Land Detaildaten für zusammengefasst Januar + Februar 2017 sehen. Deutschland liefert einen Überschuss von 35,4 Milliarden Euro, Frankreich ein Minus von 18,4 Milliarden Euro. Großbritannien reißt als Nicht Eurozonen-Mitglied die Gesamt-EU runter mit einem Defizit von 25,1 Milliarden Euro. Die Niederlande sind interessant. Insgesamt liefert man einen Überschuss von 11,6 Milliarden Euro. Aber mehr als jedes andere EU-Land sind die Niederlande mit ihrem Seeverkehr und der Weiterleitung ins Hinterland eine Art riesiger Durchgangsstaat. Beim Handel mit der Rest-EU produzieren die Niederlande ein Plus von 32,6 Milliarden Euro, beim Handel mit allen Staaten außerhalb der EU ein Defizit von 21 Milliarden Euro.


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