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Tschechische Krone: Wetten auf einen Trade a la „Schweizer Franken light“?

Nun ist die tschechische Krone ähnlich wie damals der Franken aus dem selben Grund seit November 2013 an den Euro gekoppelt. Die tschechische Nationalbank (CNB) will nicht, dass die Krone zu stark gegen…

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FMW-Redaktion

Sie erinnern sich noch an das Schweizer Franken-Gemetzel vom 15. Januar 2015? Die Schweizerische Nationalbank hatte mit Gelddrucken und Franken-Verkäufen die eigene Währung künstlich niedrig gehalten, damit die heimische Wirtschaft für europäische Käufer von Schweizer Produkten nicht zu teuer wird. Das hielt man nicht ewig durch, und gab auf einen Schlag den Franken am besagten Tag frei. Der Kurs stürzte brutal von 1,20 im Euro vs Franken auf unter 0,90. Viele Trader, die sich auf den Quasi-Mindestkurs von 1,20 verlassen hatten, verloren sehr viel Geld!

Nun ist die tschechische Krone ähnlich wie damals der Franken aus dem selben Grund seit November 2013 an den Euro gekoppelt. Die tschechische Nationalbank (CNB) will nicht, dass die Krone zu stark gegen den Euro aufwertet. Daher hatte sie dank ihrer eigenen virtuellen Druckerpresse in den letzten vier Jahren 47,8 Milliarden Euros gekauft! Man hat quasi eine Kopie der Schweizer Aktion gemacht und den Kurs von Euro vs Krone mit seinen Devisenmarkt-Aktivitäten bei einem Kurs um die 27 festgelegt. Man drückt es so aus, dass die Krone ganz grob um diesen Preis schwanken soll. Bislang zumindest. Die Schweizer hatten damals knallhart bis zum letzten Tag darauf beharrt, dass die Grenze fest steht wie ein Fels. Die Tschechen sind da etwas netter, und gaben schon mal vorab Andeutungen. Letzte Woche auf der aktuellsten Notenbanksitzung bestätigte man zwar den „Cap“ bei 27. Zitat:

The CNB Bank Board also decided to continue using the exchange rate as an additional instrument for easing the monetary conditions and confirmed the CNB’s commitment to intervene on the foreign exchange market if needed to weaken the koruna so that the exchange rate of the koruna against the euro is kept close to CZK 27/EUR. In line with this, the CNB still stands ready to intervene automatically without any time or volume limits. The asymmetric nature of this exchange rate commitment is unchanged.

Aber man hat angedeutet, dass man schon bald die Koppelung an den Euro aufheben könnte. Zitat ebenfalls von letzter Woche:

At its meeting today, the Bank Board assessed the newly available information obtained since the current CNB forecast was prepared. With the end of the “hard commitment” approaching, it assessed the new information from the perspective of sustainable fulfilment of the 2% inflation target in the future. Sustainable fulfilment of the target following the return to the conventional monetary policy regime is crucial for the timing of the exit from the exchange rate commitment.

Also deutet man einen Ausstieg an, wo die Schweizer dem Ausstieg aus der Koppelung damals ganz klar widersprochen hatten. Auch diverse Bankanalysten und Großzocker wie Hedgefonds erwarten die Aufhebung der Koppelung an den Euro, und das teilweise schon in Kürze. Die KBC Bank zum Beispiel glaubt, dass die Aufhebung der Koppelung schon für diesen Donnerstag den 6. April theoretisch möglich ist („möglich an jedem Donnerstag schon vor der Sitzung Anfang Mai“). Aber das soll nichts heißen – es könnte auch noch einige Wochen oder Monate dauern.

Aber wie auch immer: Jedenfalls haben die Tschechen den Markt vorgewarnt. Und wie man in Finanzkreisen hört, sollen sich Hedgefonds bereits in bedeutendem Umfang mit tschechischen Kronen eingedeckt haben in Vorfreude auf eine bevorstehende sprunghafte Aufwertung, wie vor zwei Jahren beim Franken. Aber die Tschechei als Volkswirtschaft und vor allem der Finanzplatz ist deutlich kleiner und ziemlich unbedeutend in Relation zur Schweiz, wo der Franken doch eine weltweit gern gehandelte und gehaltene Währung ist.

So lautet das mögliche Problem: Wertet die Krone nach einer Freigabe der Währung durch die Notenbank zügig und schnell auf, wollen die Zocker ihre deutlich im Kurs gestiegenen Kronen natürlich mit Gewinn verkaufen, und das schnell. Nur gibt es bei einigen Beobachtern die Befürchtung, dass so schlagartig bei großvolumigen Gewinnmitnahmen kein großes Kaufvolumen zu finden sein wird. Also könnte es aufgrund der engen Marktenge in dieser Währung ein Reinfall für so manchen Zocker werden.

Aber das sind bis dato nur Vorahnungen und Meinungen. Wie stark die tschechische Krone nach einer Freigabe überhaupt aufwertet, wie liquide dann der Handel ist usw, das wissen wir alle erst, wenn es so weit ist. Der hochspekulative Devisen-Trader kann sich diese Währung aber generell mal auf seinem Merkzettel notieren! Mal sehen, was uns hier bevorsteht. Dass sich irgendetwas ankündigt, sah man jüngst auch im Chart vom Euro gegen die tschechische Krone. Letzten Donnerstag, Freitag und gestern gab es mehrere Ausschlag-Versuche im Kurs um sich von der Marke von 27 zu entfernen.


Euro vs tschechische Krone seit dem 22. März

4 Kommentare

4 Comments

  1. SnapDown

    4. April 2017 14:55 at 14:55

    Der keine CFD’s traden mag, ist vllt. de000vz8k6R8 gar nicht mal so schlecht.
    Ist auf jeden Fall eine bessere Wette, als auf die Fertigstellung eines nationalen Hauptstadt Flughafens zu spekulieren. Wer ist da wohl die Hausbank? Deren Profit an den Spesen möchte ich mal haben. Nicht zu vergessen, die Berater – sehr gutes Folgeauftragsmodell!

  2. Notenbankversteher

    4. April 2017 15:54 at 15:54

    Währungsmanipulation mit all seinen Nebenwirkungen. Jetzt muss sich sogar eine kleine osteuropäische Währung gegen den schwachen Super -Euro wehren, dass sie nicht zu stark wird u.der Rekord -Export -Weltmeister Deutschland hat eine schwache Währung ! ! DRAGHISSIMO

  3. Alex

    5. April 2017 11:03 at 11:03

    War da nicht mal auch etwas mit dem britischen Pfund? Ach ja, „Währungsanpassungen“ zur „Stabilisierung“ ist schon so eine interessante Sache.

    Eigentlich ist es schon amüsant wie die Zentralbanken ein wenig mit dem Rückhalt des Staates mit allen Mitteln versuchen gegeneinander anzutreten. Zum Glück haben wir Draghi der nach Trichet endlich mal den Kampf aufgenommen hat.

    Noch eine kleine Hintergrundinfo zur Schweiz und ihrer teilweisen Entkopplung als Link wie die Lage 2017 aussieht:
    https://snbchf.com/2017/03/durden-currency-manipulation-snb-intervention/

    Die Tschechen können das wahrscheinlich nicht lange mitmachen.

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Fed-Zinssenkung? Wahrscheinlichkeiten auf aktuellstem Stand

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Wird die Federal Reserve gleich um 20 Uhr die Zinsen senken? Wir hatten gestern schon das Fed Watch Tool der Terminbörse CME in Chicago besprochen, aus dem man sehr gut ableiten kann, wie die Zinsen von der Fed verändert werden. Es ist keine Garantie, aber ein guter Indikator. Derzeit liegt die Fed Funds Rate in einem Zielband von 2,25%-2,50%.

Gestern Mittag lag die Wahrscheinlichkeit, dass heute die Zinsen auf 2,00%-2,25% gesenkt werden, noch bei 20,8%. Jetzt aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit bei 24,2%. Somit verbleibt mit 75,8% immer noch die viel größere Wahrscheinlichkeit, dass heute keine Zinssenkung vorgenommen wird.

Für die nächste Fed-Sitzung am 31. Juli lag die Wahrscheinlichkeit für einen Zins bei 2,00%-2,25% gestern noch bei 66,6%. Heute liegt sie bei 64,7%. Einen Zinssatz von 1,75%-2,00% könnte es Ende Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 19,0% geben. Gestern waren es noch 16,4%.

Für die Sitzung am 18. September lag die Wahrscheinlichkeit gestern bei 52,3%, dass der Zins auf 1,75%-2,00% sinkt. Heute sind es 46,4%.

Also: Vor allem für heute und Ende Juli ist die Wahrscheinlichkeit binnen eines Tages leicht angestiegen, dass die Zinsen sinken werden. Aber unterm Strich glaubt der Markt erst für den Termin 31. Juli an sinkende Zinsen. Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit sind wir alle schlauer!

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Libra: Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht Notenbanken Konkurrenz!

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Wenn jemand eine eigene Währung in Umlauf bringen will, dann hört für den Staat endgültig der Spaß auf. Denn das Monopol auf die Ausgabe von Geld, das will der Staat doch immer behalten, egal wo auf dem Planeten, und egal in welcher Regierungsform. Deswegen werden Traumtänzer wie Geldfälscher, Krypto-Betrüger etc auch konsequent verfolgt. Und die bisher „etablierten“ Kryptowährungen wie Bitcoin? Zahlreiche Politiker und Notenbanker zum Beispiel in Europa erwähnen seit geraumer Zeit klipp und klar, dass es sich hierbei nicht um Geld oder etwas Ähnliches handelt, sondern um eine Art Spekulation. Da müsse schon jeder Bürger selbst wissen, ob er so ein Risiko eingehen will. Aber mit „Libra“ startet Facebook-Chef Mark Zuckerberg etwas völlig Neues.

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Libra soll eine richtige Währung sein

Hier soll eine echte Währung erschaffen werden. Online-Geld. Da dürfte in den USA, Europa und sonst überall auf der Welt schnell Schluss sein mit Friede, Freude, Eierkuchen in Sachen „Lustige innovative Zahlungsdienste aus dem Silicon Valley“. Denn Geld erschaffen nur staatliche Einrichtungen? Im Jahr 2020 soll Libra (hier finden Sie die Projektwebseite) als Zahlungsmittel starten. Mark Zuckerberg spricht in seinem Facebook-Post selbst ganz direkt davon, dass eine neue Währung geschaffen werden solle. Zitat:

„…to start the non-profit Libra Association and create a new currency called Libra.“

Today, Facebook is coming together with 27 organizations around the world to start the non-profit Libra Association and…

Gepostet von Mark Zuckerberg am Dienstag, 18. Juni 2019

„Libra“ sollte eine nicht profitorientierte Organisation werden. Und Zuckerberg nennt auch gleich die Gründe für seine Idee. Es soll eine auf der Blockchain-Technologie basierende Währung sein. Aber worum geht es? Um ein neues Nerd-Projekt? Nein, offenbar soll mal wieder als dem „Valley“ heraus die Welt gerettet werden? Denn laut Zuckerberg solle es die Mission von Libra sein, eine einfache global funktionierende Infrastruktur zu schaffen für weltweit Milliarden von Menschen. Und weshalb das Ganze? Die Menschen sollten die Möglichkeit bekommen „mobiles Geld zu benutzen“. Denn es könne einen wichtigen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen haben. Man müsse dann nicht mehr ständig Bargeld mit sich herumtragen, denn Bargeld sei ja unsicher, und für Bargeldtransfer müsse man extra Gebühren zahlen, so Zuckerberg. Und mehrmals betont er auch die niedrigen Kosten der zukünftigen Nutzung von Libra.

Hier die Meinung von Markus Koch:

Liest man seine Worte, dann denkt man doch glatt: Mark Zuckerberg hat sich seine Worte von der „Better Than Cash Alliance“ in sein Posting-Fenster diktieren lassen? Bargeld = ganz schlimm. Hat nur Nachteile. Mit Karte oder online zahlen = gut, hat nur Vorteile. Dass Bargeld Freiheit jenseits staatlicher Kontrolle bietet, und Anonymität von staatlicher Überwachung – kein Wort darüber in Zuckerbergs Text.

Er spricht an, dass es derzeit weltweit eine Milliarde Menschen gebe ohne eigenes Bankkonto, aber mit eigenem Handy. Das klingt natürlich nach einem sinnvollen Argument für seine Idee. Aber werden Regierungen rund um den Planeten sich von Mark Zuckerberg ihr Geldmonopol streitig machen lassen? Schwer vorstellbar!

Mark Zuckerberg bringt mit Libra angeblich neues Geld heraus
Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States – Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote CC BY 2.0

Laut Zuckerberg solle Libra es ermöglichen, dass jeder Mensch ganz einfach Geld senden oder empfangen könne. Es solle genau so einfach sein wie eine Handy-App zu benutzen. Um das sicherzustellen, gründe Facebook (aha, und nicht Libra) eine eigene Tochter namens „Calibra“, über die man den Coin senden, ausgeben oder auch sparen könne. Eine digitale Geldbörse solle über Whatsapp, eine eigene App oder Facebook Messenger ab nächstem Jahr verfügbar sein. Klingt nicht nur nach Geld, sondern auch nach eigentlich zulassungspflichtigen Bankgeschäften? Calibra solle wie jeder andere Zahlungsanbieter reguliert werden, so Zuckerberg. Jede Information die ein Nutzer auf Calibra hinterlege, solle separat gespeichert werden zu Daten, die man auf Facebook teile.

In Zuckerberg we trust?

Er nennt auch gleich große Konzerne, die eigene Dienste anbieten würden, die über Libra laufen können. Dazu gehören Namen wie Mastercard, PayPal, PayU, Stripe, Visa,Booking, eBay, Farfetch, Lyft, Spotify und Uber. In seinem Post spricht Zuckerberg nicht von Geschäftspartnern für dieses Projekt, sondern davon, dass er daran glaube, dass es über 100 „Mitgründer“ der Libra-Association geben werde.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie den kompletten offiziellen Infotext zu Libra.

Die Währung Libra soll keine Kursschwankungen aufweisen wie „normale“ Kryptowährungen. Aus den Details geht hervor, dass Libra durch eine Art Reservefonds (bestehend aus verschiedenen großen Papiergeld-Währungen) gedeckt sein soll. Kauf jemand den Libra für 100 Euro, würden auch 100 Euro in diese Reserve fließen. Ziel sei es Libra letztendlich zu einem „vollwertigen Zahlungsmittel“ zu machen.

Libra als Konkurrent für Notenbank-Währungen?

Tja, was soll man davon halten? Natürlich gibt es positive Aspekte. Aber dass Libra über Facebook-Apps laufen soll, lässt doch vermuten: Mit so einem Zahlungsangebot will Facebook weltweit Milliarden Menschen an sein Dienste-Universum binden. Wenn nicht offiziell, dann zumindest unterbewusst. Wer nämlich seine Zahlungen über Facebook-Apps macht, ist doch viel eher geneigt gleich danach noch ein wenig privat diese Apps zu benutzen.

Die ersten offiziellen Tweets von „Libra“ zeigen es ganz klar wie auch die offiziellen Aussagen von Mark Zuckerberg und der Detailtext. Es geht offenbar darum eine eigene Währung zu schaffen. Ob Fed, EZB, Powell, Draghi, Trump, Merkel, Macron, Putin und Xi Jinping sich sowas gefallen lassen werden? Quasi eine Verwässerung ihres Geld-Monopols?

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Außenhandel: Harte Erkenntnis für EU wie für die USA

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Im gestrigen Trubel rund um die Rede von Mario Draghi entging uns doch glatt, dass die neuesten Daten für den Außenhandel der EU vermeldet wurden. Im April lag der Warenhandelsüberschuss der Gesamt-EU (Eurozone + Nicht Euro-Staaten) bei 1,4 Milliarden Euro. Im April 2018 waren es noch ein Defizit von 0,9 Milliarden Euro. Das klingt doch erstmal gut, nicht wahr?

Details zum Außenhandel haben es in sich

Man steige doch mal etwas tiefer in das Zahlenwerk ein, und findet bei genauerer Betrachtung eine harte Erkenntnis. Wohl noch viel ernüchternder für die EU als für die USA, möchte man fast sagen. Die entscheidende Rubrik der Grafik haben wir rot umrandet. Es sind von Januar-April 2019 die Vergleiche zu Januar-April 2018. Angezeigt werden die Überschüsse beziehungsweise Defizit mit den wichtigsten Handelspartnern der EU.

Die EU machte im Vorjahr gegenüber den USA ein Plus von 46, jetzt von 48,2 Milliarden Euro. Also steigt das Minus der USA weiter an, obwohl Donald Trump verzweifelt versucht genau das Gegenteil zu erreichen. Traurig genug für ihn. Aber man schaue mal auf die Seite der EU. Bei den bedeutenden Handelspartnern erwirtschaftet sie eigentlich nur Überschüsse gegenüber den USA und der Schweiz. Tja, die Schweiz. Mal ehrlich. Sie ist geographisch komplett von der EU eingeschlossen, und verständlicherweise auf umfangreiche Importe aus der EU abhängig. Dass die EU gegenüber der Schweiz einen Überschuss von 13,4 Milliarden Euro hinlegt (Vorjahr 13,1), ist kein großes Kunststück. Also klammern wir die Schweiz mal aus.

Abgesehen von den USA produziert die EU nur Defizite. Gegenüber China wuchs das Minus von 57,2 auf 62 Milliarden Euro. Gegenüber Russland (Energieimporte) wuchs das Defizit von 25,8 auf 26,7 Milliarden Euro. Gegenüber der Türkei verwandelte sich ein Plus von 4,2 in ein Defizit von 3,5 Milliarden Euro. Weiter geht´s. Gegenüber Japan liegt das Minus bei 3,3 Milliarden Euro, gegenüber Norwegen (Energieimporte) bei -7,5 Milliarden Euro, gegenüber Südkorea bei 1,9 Milliarden Euro. Und sogar gegenüber Indien macht die EU 2,9 Milliarden Euro Minus. Ach ja, Mensch. Gegenüber Kanada macht die EU 3,1 Milliarden Euro Plus. Immerhin, besser als gar nichts.

Vereinfacht ausgedrückt: Im Warenhandel mit dem Planeten (beim Blick auf die großen Handelspartner) produziert die EU nur Defizite. Wäre der Warenhandel mit Nordamerika nicht extrem vorteilhaft für die EU, gäbe es netto richtig saftige Defizite, und somit den Abfluss von Geld und Wohlstand raus aus der EU. God bless America?

Außenhandel EU Daten April

Außenhandel EU - Containerschiff in Rotterdam
Außenhandel mit Waren über den Seeweg. Containerschiff bei der Einfahrt in Rotterdam. Foto: kees torn – AL MURAYKH , CSCL MARS & SMIT SEINE CC BY-SA 2.0

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