Folgen Sie uns

Allgemein

US-Handelsbilanzdefizit explodiert

Avatar

Veröffentlicht

am

Von Claudio Kummerfeld

Das latent vorhandene Handelsbilanzdefizit der USA ist im März regelrecht explodiert. Es belief sich auf sagenhafte 51,4 Milliarden US-Dollar, und damit 43% höher als noch im Februar. Schätzungen lagen bei einen Defizit von ca. 40 Milliarden. Damit ist dies der schlechteste Wert seit der Finanzkrise 2008. Wohl gemerkt, wir reden hier über das Defizit des Monats März, nicht eines ganzen Jahres. Laut „Experten“ sollen u.a. Hafenstreiks an der US-Westküste schuld sein… na ja…

Anhand der Handelsbilanz kann man sehr gut erkennen, welche Volkswirtschaft darauf angewiesen ist aus dem Ausland Geld „anzusaugen“ um funktionieren zu können. Die USA importieren strukturell deutlich mehr Waren und Dienstleistungen, als dass sie im gleichen Zeitraum exportieren. Verrechnet man beide Summen, bleibt diese negative Differenz. Diese zu viel getätigten Importe in Höhe von 51,4 Milliarden Dollar im März müssen der Staat, die Kommunen, die Unternehmen und Privathaushalte mit stetig neuen Schulden finanzieren. Die nächste große Finanzkrise in den USA kommt also unausweichlich – es ist nur die Frage, wie lange die Banken diesmal liquide bleiben. Der US-Dollar reagiert in den 45 Minuten seit Verkündung der Daten negativ, und EURUSD steigt daher leicht an.

EURUSD

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer

    6. Mai 2015 15:16 at 15:16

    Schuld dürfte wohl eher der starke Dollar gewesen sein, der zu fast allen anderen Währunen stark aufgwertet hatte. Allein im Vergleich zu Januar/Februar nochmal 10% Rabatt auf ausländische Waren. Das haben die US-Amerikaner logischer genutzt und mehr im Ausland eingekauft. Wenn das Defizit in der Höhe bestehen bleibt wären das 600 MRD/Jahr, also ca 4% des US Bips. Das ist soviel nun auch wieder nicht und muss nicht gleich zu einer neuen Finanzkrise führen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Coronavirus: CNN berichtet über erste Erkrankung in USA – Wall Street reagiert

Avatar

Veröffentlicht

am

Laut dem US-Sender CNN wird die amerikanische Behörde zur Abwehr von Epidemien (CDC; US Centers for Disease Control and Prevention) den ersten Fall einer Erkrankung eines US-Bürgers mit dem Coronavirus bekannt geben:

Und die Wall Street reagiert:

weiterlesen

Allgemein

Handelskrieg: Phase-1-Deal ist weltwirtschaftlich kein Erfolg

Avatar

Veröffentlicht

am

Handelskrieg entschärft? Trump und Liu He im Weißen Haus

Für den Welthandel und für die beteiligten Parteien bedeutet der Phase-1-Deal kein Ende im Handelskrieg. Die Konflikte bleiben bestehen und Handelsströme werden lediglich zwangsweise umgeleitet.

Der Schaden im Handelskrieg bleibt größer als der Nutzen

Bis auf die Reduzierung eines Teils der Zölle bleibt der Großteil der „Punitive Tariffs“ und damit die Mehrkosten für Importeure und Verbraucher in den USA in Kraft. Das Gleiche gilt für die Vergeltungszölle aufseiten Chinas. Selbst nach dem Abkommen wird der durchschnittliche US-Zollsatz für alle Importe aus China immer noch 19,3 Prozent betragen, eine marginale Senkung gegenüber dem Stand vor dem Abkommen von 21 Prozent und fast das Sechseinhalbfache vor dem Beginn des Handelskriegs in Höhe von 3 Prozent.
In dem vor einer Woche unterzeichneten ersten Deal verpflichtet sich China, in den nächsten zwei Jahren landwirtschaftliche und industrielle Gütern, Dienstleistungen sowie fossile Energieträger in einem jährlichen Volumen von 200 Milliarden US-Dollar in den USA zu kaufen.

Bei der Unterzeichnungszeremonie zum Phase-1-Deal bezeichnete Trump das Abkommen als „Durchbruch“ und „historisch“, was beides natürlich übertrieben ist. Aber das ist man von der Trumpschen Rhetorik bereits gewohnt. Ungeachtet der Behauptung von Trump, dass die Zölle von den Chinesen bezahlt werden, sind sich die Ökonomen nun praktisch einig, dass sie stattdessen nahezu vollständig von den Amerikanern getragen werden. Selbst der Fed of New York zufolge bedeutete der Handelskrieg bisher höhere Preise für US-Verbraucher, ein geringeres Wachstum des verarbeitenden Gewerbes und lediglich einen Rückgang der Agrarexporte. Im Jahr 2019, so die Notenbanker weiter, „verzeichneten die USA einen erheblichen Preisanstieg bei Zwischenprodukten und Fertigwaren aus China. Es kam außerdem zu einer Verringerung der Verfügbarkeit importierter Güter und die Zölle wurden vollständig auf die Inlandspreise importierter Waren umgelegt“. Die jüngsten Zahlen zur Industrieproduktion aus den USA bestätigen die Aussagen der Fed of New York.

Ob es einen weiterführenden zweiten Deal geben wird und ob der erste Deal, den der Staatspräsident der Volksrepublik Chinas, Xi Jinping, sich weigert, zu unterzeichnen, überhaupt wort- und zahlengetreu umgesetzt wird, ist fraglich. Denn im Grunde handelt es sich nicht um einen Vertrag, sondern eine Aneinanderreihung aufgezwungener Zusagen und Wunschvorstellungen der Amerikaner. Aber Papier ist bekanntlich geduldig.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
weiterlesen

Allgemein

Trump: Rede auf dem Weltwirtschaftsforum Davos – Live-Feed

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Donald Trump spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos – wird er wieder protektionistische Aussagen machen, nach dem Phase 1 Deal mit China eventuell Europa in den Blick nehmen mit der Androhung von Strafzöllen? Hier der Live-Feed zur Rede:

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen