Videoausblick: Der große Umschwung

Von Markus Fugmann

Gestern gab es an den US-Aktienmärkten den größten Umschwung (revearsal) seit über einem Jahr: nach starkem Start aufgrund der guten ADP Arbeitsmarktdaten, brachte das FOMC-Protokoll die Wende. Auslöser war einerseits die Sorge der Fed über sehr hohe Bewertungen an den Märkten, eine scharfe Korrektur der Preise könnte auch die Realwirtschaft stark belasten, so der Tenor. Dazu scheint die Notenbank mehr den Fokus auf die Reduzierung ihrer Bilanz zu legen statt auf Zinsanhebungen (das stoppte den Dollar-Höhenflug). Dann auch noch schlechte Nachrichten von politischer Seite: die Ersetzung von Obamacare gelingt erneut nicht, auch die Steuersenkung rutscht nach Aussagen von Paul Ryan in immer weitere Ferne. Das alles ist eine ungute Kombination, die den Dax heute unter Druck bringen wird!


Kommentare

Videoausblick: Der große Umschwung — 4 Kommentare

  1. „Dazu scheint die Notenbank mehr den Fokus auf die Reduzierung ihrer Bilanz zu legen…“

    Den Börsen die Liquidität zu entziehen war noch nie eine gute Idee.

    Zum Trost gibt es rechtzeitig zur Dividendensaison wieder viele Schnäppchen 😉

  2. @Vogel, Liquidität entziehen war noch nie eine gute Idee, Sie haben Recht ,Liquidität immer weiter auf das 10 bis 100 fache weiter aufzublasen wäre die viel bessere Idee,leider begreifen das die Notenbänker nie ! !

  3. Es klingt immer ganz dramatisch. Der große Umschwung, der Marktbeweger, Paukenschläge, ganz heiße Nummer, bitte anschnallen, um nur ein paar Überschriften unseres geschätzten Kommentators zu nennen – und passiert ist -fast nichts. Herr Fugmann wird ganz euphorisch, wenn er Infos findet, die auf den großen Umschwung hindeuten. Objektivität??? Natürlich deutet sich in den USA ein Ende der Hausse an, aber wann? Das Bild ist doch : US-Fonds deuten Käufe im billigen Europa an (nach 5 Jahren Verzug),da sie ihren Mart teuer finden, Draghi denkt noch nicht daran die 0-Zinsen anzuheben, die Deutschen haben 2 Billionen!!! € in nicht verzinslichen Anlagen und dies bei fühlbarer Inflation. Bei fast 10Prozent Sparrate wird das ständig mehr. Heute in Frankfurt an der Börse sprach die Moderatorin davon, dass viele einen Rückschlag wünschen „auch ich“, um billiger in den Markt reinzukommen. Wenn dies nur halbwegs verbreitet ist, wird jeder Rückschlag wieder gekauft. Einen deutlichen Rücksetzer könnte es dennoch in Bälde geben und nicht nur aus psychologischen Gründen: Die Wallstreet übertrifft seit 5 oder 6 Quartalen die vorher stark gesenkten Prognosen. Für das zweite Quartal 2017 nicht – und dies bei 9 Prozent Konsens. Enttäuschungen werden bei den Amis i.d.R. heftig bestraft. Gruß

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