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Videoausblick: Event-Risiken

Was wird die EZB heute tun? Vermutlich nicht viel – und damit für die Märkte wohl zu wenig. Mindesterwartung ist, dass die Notenbank ihr QE um weitere sechs Monate verlängert..

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Auch gestern wieder in der Summe keine Veränderung bei den US-Indizes, während der Xetra-Dax zwar kein neues Jahreshoch schaffte, immerhin aber so hoch schloss wie noch nie in diesem Jahr (der Eurostoxx schaffte dagegen ein neues Jahreshoch). Offenkundig können Konjunkturdaten wie zuletzt die ISM Indizes oder die US-Arbeitsmarktdaten die Aktienmärkte nicht mehr wirklich bewegen. Das können scheinbar nur noch die Notenbanken, und mit der EZB-Sitzung steht heute das erste Event-Risiko auf dem Programm (am 21.September dann Bank of Japan und Fed). Was wird die EZB heute tun? Vermutlich nicht viel – und damit für die Märkte wohl zu wenig. Mindesterwartung ist, dass die Notenbank ihr QE um weitere sechs Monate verlängert..

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Schweizer Franken wertet auf: Handelskrieg und Notenbanken im Fokus

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Schweizer Bergpanorama

Der Schweizer Franken hat aktuell Aufwind. Die Schweizer Notenbanker werden wohl noch verrückt werden. Sie tun nun wirklich alles, und das seit Jahren, um den Franken zum Abwerten zu bekommen. Schweizer Produkte sollen für ausländische Käufer nicht immer teurer werden, und die Schweiz soll für ausländische Touristen noch erschwinglich sein. Seit Monaten stellt man sich als Beobachter die Frage, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) nicht doch endlich mal eine Art Finanz-Bazooka aktiviert, und zum Beispiel am Devisenmarkt mit extrem großen Geldsummen interveniert, um den Franken zum Abwerten zu bekommen (Franken drucken und gegen Euro und Dollar verkaufen).

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Schweizer Franken wertet auf

Euro vs Schweizer Franken ist seit gestern Mittag von 1,0960 bis jetzt auf 1,0911 im Tief gefallen. Damit wurde das Tief im Währungspaar bei EURCHF vom letzten Mittwoch unterschritten. 1,0811 von Anfang September ist der entscheidende Tiefpunkt. Bis dahin war der Franken bereits aufgewertet. Begibt er sich nun erneut auf einen Anlauf in diese Richtung? Im folgenden Chart sieht man Euro vs Schweizer Franken seit Juli. Mehrmals ging es hin und her in einer Spanne von bis zu 250 Pips. Momentan läuft es wieder gen Süden im EURCHF (Franken-Aufwertung).

Handelskrieg und Notenbanken

Aktuell kann man die Stärke im Schweizer Franken mit einem wohl neuen Aufleben des Risk Off Trades erklären. Die Spannung am Markt rund um den Handelskrieg nimmt zu. Und die Frage wird immer lauter gestellt, ob ab dem 15. Dezember neue US-Zölle gegen China in Kraft treten werden. Die Nervosität nimmt auch deswegen zu, weil vor allem von US-Seite seit Wochen nur warme Worte kommen, aber keinerlei handfeste Resultate. Markus Fugmann hat hierzu die aktuelle Lage vorhin gut erklärt, welche auch den Dax heute spürbar runterzieht. Aktien fallen – der Risikohunger sinkt also, und der Schweizer Franken kann etwas zulegen als „Sicherer Fluchthafen“. Der Goldpreis kann aktuell auch etwas zulegen um 5 Dollar auf aktuell 1.466 Dollar.

Auch könnte es die nächsten beiden Tage zu Schwankungen zwischen dem Schweizer Franken sowie Dollar und Euro kommen. Denn morgen Abend verkündet die Fed ihre Zinsentscheidung – auch wenn niemand hier Veränderungen oder spannende Aussagen erwartet. Donnerstag früh vermelden dann die Schweizer mit ihrer SNB ihre Zinsentscheidung, wo aber auch nichts Neues erwartet wird. Spannender wird da schon die Zinsentscheidung der EZB Donnerstag um 13:45. Es ist die erste Verkündung und PK unter der neuen Chefin Christine Lagarde. Der Euro könnte sich durchaus bewegen, und somit auch den Franken in Schwingung versetzen.

Euro vs Schweizer Franken seit Juli

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Türkische Lira wertet ab – Achtung, Donnerstag wichtiger Termin!

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Türkei Flagge

Die türkische Lira hat seit letzter Woche abgewertet. Von einem Mittelwert aus letzter Woche bei 5,75 ist US-Dollar vs Türkische Lira bis heute auf 5,81 gestiegen. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der letzten zehn Tage. Zwei Dinge gilt es derzeit zu beachten, wenn man auf die Lira schaut. Erstens wäre da die aktuelle Lage. Die Lira hat gegen den US-Dollar in diesem Jahr schon 9% abgewertet, hauptsächlich wegen Sorgen in der sich verschlechternden Beziehung zwischen Ankara und Washington. Dabei geht es um den türkischen Einmarsch in Syrien, aber noch viel mehr um die türkischen Raketen-Einkäufe in Russland.

Mögliche Sanktionen der USA gegen die Türkei stehen immer noch im Raum. Und wie Medienberichte der letzten Tage zeigen, könnte die Türkei vielleicht sogar weitere Rüstungsgüter aus Russland beziehen. Das dürfte die Lage zwischen den USA und der Türkei nicht gerade entspannen. Auch hat die türkische Zentralbank gestern versucht die Wirtschaft weiter anzukurbeln. So sagte sie, dass die Geschäftsbanken Kredite um 5 bis 15 Prozent über der Inflationsrate erhöhen sollten, um von reduzierten Mindestreserveanforderungen für Einlagen von 2 Prozent der Gesamteinlagen zu profitieren. Auch forderte Präsident Erdogan die Türken vor Kurzem mal wieder zum Devisentausch auf – also raus aus Dollar und Euro, und rein in die türkische Lira. So eine Aufforderung wirkt nicht gerade vertrauenserweckend! All die genannten Faktoren wirken eher negativ gegen die türkische Lira.

Türkische Lira mit Blick auf die Zentralbank

Zweitens muss beachtet werden, dass die türkische Zentralbank am Donnerstag eine Zinsentscheidung verkünden wird. Die Annahme am Markt ist ziemlich eindeutig, dass die Notenbanker den Leitzins von 14% auf 12,5% senken werden. Man bedenke dabei, dass der Leitzins in den letzten Monaten bereits in drei Einzelschritten um insgesamt 10% gesenkt wurde, von 24% auf aktuell 14%. Gut, man muss beim Blick auf das Gesamtbild auch beachten, dass die Inflation in der Türkei binnen zwölf Monaten vom Hoch bei über 25% auf 10,6% gefallen ist. Es war in den letzten Monaten also gut Luft vorhanden für Zinssenkungen. Aber zunehmend ist die Frage berechtigt, ob wirklich noch immer mehr Luft vorhanden ist. Präsident Erdogan hat es die letzten Monate und auch jüngst wieder erwähnt. Er will, dass die Zinsen im nächsten Jahr noch viel tiefer fallen. In gut einem halben Jahr den Leitzins senken von 24% auf wahrscheinlich 12,5%, das ist heftig. Und es wird wohl unter 10% gehen nächstes Jahr, so wie Präsident Erdogan es gerne haben möchte? Könnte die türkische Lira am Donnerstag negativ reagieren auf noch tiefere Zinsen?

US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten zehn Tagen

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Schekel und Baht – das sind die gewinnbringendsten Währungen

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Verschiedene wichtige Währungen als Symbolbilder

Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Japanischer Yen – das sind die gängigsten Währungen, über die beim Forex-Handel die meisten sprechen. Doch die ertragreichsten für Anleger, das sind all diese Währungen nicht. In den vergangenen 15 Jahren zeigte keine andere Währung eine bessere Performance als der Israelische Schekel und der Thailändische Baht, weiß The Economist zu berichten.

Ginge es um einen kürzeren Zeitabschnitt, dann könnten Kritiker argumentieren, dass die gute Performance reiner Zufall sei. Doch innerhalb von 15 Jahren ist auf dem Forex-Markt kein Stein auf dem anderen geblieben. Dinge wie Quantitative Easing, Null- oder gar Negativzinsen, der Aufkauf von Anleihen und sogar Aktien durch Zentralbanken und quasi direkte Staatsfinanzierung durch die Notenbank, all das kannte man allenfalls in kleinen Dosen aus Japan. Inzwischen jedoch zählen all diese Inflationierungsmaßnahmen zum Standardbaukasten der meisten Notenbanken.

Wir sahen zudem Wirtschaftscrashs, Handelskriege, den Aufstieg Chinas zur Weltmacht, die internationale Isolation anderer Staaten, reale Kriege und den Zerfall von Staaten – übrigens auch gerade in der Weltregion, in der Israel die stärkste Währung der Welt aufbaute. Und trotzdem schafften es diese beiden Währungen, sich auf Sicht von ein, fünf, zehn und 15 Jahren in die Führungsposition zu bringen.

Niedrige Inflation und Wachstum sind die Basis für gute Performance bei Währungen!

The Economist sieht die Ursachen dafür vor allem in einer konsequent niedrigen Inflation gepaart mit ebenso konsequent hohem Wirtschaftswachstum. Innerhalb von 15 Jahren lag die Inflation in Israel gemittelt bei nur 1,4% pro Jahr, während die Wirtschaftskraft jährlich um 4% wuchs. Ganz ähnlich sah es in Thailand aus. 2,2% Inflation pro Jahr stand ein Wirtschaftswachstum von 3,8% gegenüber.

Auch die Volatilität beider Währungen verglichen mit dem US-Dollar war in dieser Zeit ausgesprochen gering. Es ist also nicht nur die Performance, die heraussicht. Diese Performance wurde auch noch bei besonders geringen Risiken erzielt. Der Baht wertete gegenüber dem US-Dollar in 15 Jahren um 22% auf, der Schekel um 20%.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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