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Was für ein Chaos: Qatar will 10% an American Airlines kaufen – hat man keine anderen Sorgen?

Und heute verkündet die US-Fluglinie American Airlines, dass Katar (Qatar Airways) sein Interesse bekundet habe 10% der Airline kaufen zu wollen. Dieser Kaufwunsch sei von American nicht erbeten…

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FMW-Redaktion

Was für ein Chaos. Blicken Sie da noch durch? Saudi-Arabien und alle seine Anrainer drum herum haben sich verbündet zu einer Total-Blockade gegen Katar. Das Land ist nun extrem isoliert. Lebensmittel etc müssen aus dem Iran und der Türkei wohl deutlich teurer importiert werden als bisher aus Saudi-Arabien. Flüge und Schiffsverkehr sind massiv eingeschränkt. Da darf man doch annehmen, dass Katar gerade jetzt darauf achtet Cash vorzuhalten, denn man weiß ja nie, was noch kommt.

Die USA unterhalten in Katar die größte US-Basis auf der arabischen Halbinsel, von wo aus auch Angriffe in Syrien geflogen werden. Gleichzeitig soll Katar angeblich den IS unterstützen. Wer blickt da noch durch? Und heute verkündet die US-Fluglinie American Airlines, dass Katar (Qatar Airways) sein Interesse bekundet habe 10% der Airline kaufen zu wollen. Dieser Kaufwunsch sei von American nicht erbeten worden, so die Firma.

Wo soll da der Sinn liegen? Der einzige Sinn könnte (!) sein, dass Katar so versucht Donald Trump zu schmeicheln mit einem Kapitalinvestment in eine amerikanische Firma – in der Hoffnung er spricht mit den Saudis über die Blockade gegen Katar. Aber auch das wirkt irgendwie nicht ganz schlüssig. Oder erhofft sich die katarische Staatsairline mit dem Einstieg in so eine bedeutende US-Airline einen freieren Zugang zu Flugstrecken über Saudi-Arabien? Es ist kaum anzunehmen, dass die Saudis auf so einen Trick reinfallen.

Andere Gründe, dass Katar gerade jetzt so eine Investition tätigen will, fallen uns nicht ein. Es ist einfach nur merkwürdig. Oder ist es normal, dass in so einer Lage so ein Investment getätigt werden soll? Und als reine Geldanlage? Mal ehrlich, wer kauft Aktien von westlichen alteingesessenen Airlines mit den „normalen“ Geschäftsmodellen, wie sie vorherrschen bei American, Delta, Lufthansa, Air France und Co? Die große Rendite kann man sich davon nicht erhoffen.

In einer offiziellen Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hat American die Offerte aus Katar vermeldet. Dort weist man darauf hin, dass gemäß Gesetzen und Regularien des Unternehmens so ein großes Investment von 10% durch einen ausländsichen Investor fast unmöglich sein wird. Und noch interessanter ist die Schlussbemerkung der Airline. Man hoffe, dass Präsident Trump sich bei ausländischen Regierungen dafür einsetzen werde, dass diese endlich damit aufhören ihre Airlines massiv zu subventionieren.

Diese Subventionen würden die US-Airlines und die dortigen Jobs massiv bedrohen. Für diese Aussage haben wir als Außenstehende einiges Verständnis. Denn von diesen Subventionen sind noch mehr als die Amerikaner vor allem europäische Airlines betroffen. Warum die EU hier nicht kräftig dagegen hält, ist schon lange ein Rätsel. Die Aktien von American Airlines steigen heute um 2%. So richtig glauben tut wohl niemand, dass es was wird mit dieser rätselhaften Investitionsidee. Hier im Detail die heutige Info von American.


American Airlines Group Inc. (American Airlines or the Company) recently received an unsolicited notice from Qatar Airways indicating Qatar Airways’ intention to make a significant investment in American Airlines. As a publicly traded company, American Airlines’ common stock is available for purchase on the Nasdaq Stock Market, and Qatar Airways has indicated that its purchase would be made on the open market.

Consistent with the notice, Qatar Airways has also submitted a filing under the Hart-Scott-Rodino Act (HSR Act) with respect to its potential investment in American Airlines common stock. A filing under the HSR Act is required for an acquisition by Qatar Airways of more than approximately $81 million of American Airlines common stock, and is subject to review by the Antitrust Division of the United States Department of Justice in accordance with the HSR Act. The notice advised that Qatar Airways intends to purchase at least $808 million and, in a conversation between the CEOs of the two companies initiated by the Qatar Airways CEO, Qatar Airways indicated that it has an interest in acquiring approximately a ten percent stake. American Airlines will respond in due course with the appropriate filings required under the HSR Act.

The Company’s Certificate of Incorporation prohibits anyone from acquiring 4.75% or more of the Company’s outstanding stock without advance approval from the Board following a written request in accordance with the procedures set forth therein. The Board has not received any such request. The Company also notes that there are foreign ownership laws that limit the total percentage of foreign voting interest to 24.9%.

The proposed investment by Qatar Airways was not solicited by American Airlines and would in no way change the Company’s Board composition, governance, management or strategic direction. It also does not alter American Airlines’ conviction on the need to enforce the Open Skies agreements with the United Arab Emirates and the nation of Qatar and ensure fair competition with Gulf carriers, including Qatar Airways. American Airlines continues to believe that the President and his administration will stand up to foreign governments to end massive carrier subsidies that threaten the U.S. aviation industry and that threaten American jobs.

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Aktien

Aktienmärkte: Fahnenstangen bei den Aktienkursen haben Substanz

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Immer weiter bergauf? Aktienmärkte steigen immer weiter an

Allzeithöchststände werden zum täglichen Ritual und Bewertungen spielen v. a. in den USA nur noch sekundär eine Rolle. Doch haben die Fahnenstangen der Aktienmärkte auch Substanz?

Die Attraktivität der Aktienmärkte hat sich stark gewandelt

Kaufte man klassischerweise an der Börse gehandelte Unternehmensanteile, um an einem erfolgreichen Geschäftsmodell zu partizipieren, regelmäßige Ausschüttungen zu erhalten oder die blühende Zukunft einer Aktiengesellschaft zu antizipieren, so haben sich die Gründe für den Erwerb von Dividendentiteln zuletzt stark gewandelt. Die klassischen Kaufmotive mögen heute auch noch eine Rolle spielen, werden aber in der Kursentwicklung durch andere Faktoren enorm verstärkt oder völlig verzerrt. Als Beispiel soll hier nur das starke Aufwärtsmomentum erwähnt sein, das ständig neues, nach schnellen Gewinnen trachtendes Kapital anzieht (die Hausse nährt die Hausse).

Doch es gibt darüber hinaus noch andere Impulse für die ungewöhnlich konstant steigenden Aktienmärkte, die man nicht per se als irrational oder nicht nachhaltig bezeichnen kann. Insofern ist die Fragestellung, ob die Fahnenstangen bei immer mehr Aktienkursen mit Substanz gestützt sind, durchaus berechtigt. Die Formulierung aus der Überschrift geht übrigens auf einen aufmerksamen Leser der FMW zurück und war die Inspiration für diesen Artikel. Vielen Dank dafür!

Der Zwang zur Nachahmung

In einem Artikel von Anfang Dezember hatte ich bereits auf den stattfindenden Impulswechsel für steigende Aktienmärkte hingewiesen. Dieser Wechsel vollzieht sich hin zur reinen zins- und liquiditätsgetriebenen Hausse, bei denen fundamentale Entwicklungen nur noch als Alibi-Investmentstory dienen, aber für die Bewertungen vieler Aktiengesellschaften sekundär sind. So ist es mittlerweile Usus, dass Unternehmen mit der hippsten Story und dem dynamischsten Momentum deutlich besser performen, als solide Unternehmen mit positivem Cashflow und moderaten Bewertungen.

Wobei die überteuerten Highflyer ganze Indizes nach oben ziehen und diese durch ihr zunehmendes Gewicht dominieren. Dies zwingt wiederum indexbasierte Anlageprodukte oder Benchmark orientierte Fonds dazu, ebenfalls diese Highflyer in ihren Portfolios überzugewichten. Andernfalls wird man als Fondsmanager schnell aussortiert, zumal der Siegeszug der passiven Indexfonds auch in dieser Branche zu einem Personalkahlschlag historischen Ausmaßes führt. Im Zuge der Trumpschen Steuerreform kam der Markt bekanntermaßen auch in den Genuss von Zusatznachfrage in Form von „Buybacks“ aus den Aktiengesellschaften selbst. Ein Effekt, der sich basiseffektbedingt sukzessive abschwächt. Nach ca. 1,3 Billionen US-Dollar im letzten Jahr soll es laut Schätzungen in diesem Jahr nur noch ca. 500 Mrd. US-Dollar Aktienrückkaufvolumina geben, also über 50 Prozent weniger.

Neuer Raketentreibstoff für die Börse

Dennoch verbirgt sich hinter den fahnenstangenartig ansteigenden Kursen eine gewisse Substanz. Diese Substanz speist sich ausschließlich aus der Geldpolitik der Notenbanken. Historisch niedrige Zinsen und eine Geldschwemme, die sich gemäß dem Cantillon-Effekt zu aller erst über die Banken und die Finanzmärkte ergießt, treibt die Vermögenspreise nach oben. Die Gründe für diese äußerst akkommodierende Geldpolitik sind so nachhaltig, dass sie eine echte Substanz darstellen. Welchen Zwängen die Zentral- und Notenbanken unterliegen und wie sich der Cantillon-Effekt nachhaltig auf die Vermögenspreise auswirkt, erläutere ich in diesem Video. Dort erfahren Sie auch, wie sich mit relativ wenig Aufwand und zu geringen Kosten ein auf diese außergewöhnliche Situation ausgerichtetes Wertpapierportfolio strukturieren lässt.

Der Zwang in die Aktienmärkte zu investieren

Die Abkürzung „TINA“ (There Is No Alternative) ist in Bezug auf die Aktienmärkte natürlich übertrieben, da es auch andere Vermögenswerte gibt, die von dem Raketentreibstoff der Notenbanken beflügelt werden. Gleichwohl gibt es aus Sicht professioneller Investoren und Geldverwalter einen enormen Rendite- und Anlagedruck. Aktien sind am leichtesten für Vermögensverwalter zugänglich, sie sind zudem hochfungibel und bieten im Idealfall zusätzlich laufende Erträge. Die Renditen vieler Aktien, zum Beispiel in Deutschland, erfüllen zudem nach wie vor die Anforderungen der Kapitaleigner. Durch die Ballung des Vermögens in relativ wenigen Händen generieren die Kapitaleigner permanent laufende Erträge aus Vermietung, Verpachtung, Dividenden, Sonderausschüttungen, Zinsen und Tilgungen. Dieses Geld muss neu angelegt werden und konkurriert mit der Zusatzliquidität aus den Notenbanken. Die Anforderungen für die Geldverwalter sind dabei hoch. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man unter 5 Prozent Bruttorendite p. a. bezogen auf die Gesamtkapitalverzinsung keine Chance am Markt hat – trotz Nullzinsumfeld.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Aktien

Dow Richtung 30.000, Banken-Vergleich, Handelsdeal, Tesla und Wirecard

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Dow visiert 30.000 Punkte an, US-Banken verdienen gut - New York im Fokus

Die Indizes laufen super. Der Dow Jones läuft dieser Tage mit voller Kraft Richtung 30.000 Punkte. Über die aktuelle Lage am Markt sprechen im folgenden Video Sissi Hajtmanek und Manuel Koch in Frankfurt. Sie blicken zurück auf die aktuelle Handelswoche, wo vor allem die hochprofitablen US-Banken im Mittelpunkt standen. Die größten Banken in den USA (JP Morgan, Citi etc) meldeten ihre Zahlen. Vor allem der Branchenprimus JP Morgan konnte die Erwartungen deutlich übertreffen. Die Banken in den USA machen gigantische Gewinne. Sissi Hajtmanek und Manuel setzen die US-Banken in Relation zu der Ertragslage bei deutschen Banken.

Und da wird es interessant. Während die US-Banken (so unsere Anmerkung) ein großes Kapitalmarktgeschäft haben und somit unabhängiger von Zinsmargen sind, so haben sie zusätzlich noch ein existierendes Zinsumfeld dank der Fed, die die Zinsen in den USA in den Jahren nach der Finanzkrise wieder angehoben hatte, anders als die EZB. Die Banken vor allem in Deutschland hängen traditionell fast komplett von ihren Zinserträgen ab. Die EZB hat diese Ertragsquelle aber quasi vernichtet. Und so dümpeln die deutschen Banken vor sich hin, mit lächerlich niedrigen Erträgen in Relation zu den Konkurrenten in den USA.

Auch war diese Woche der Handelsdeal zwischen China und den USA ein wichtiges Thema. Sissi Hajtmanek erwähnt die Aufforderung von Donald Trump, dass die amerikanischen Landwirte schon mal mehr Traktoren kaufen sollten, weil die Chinesen so viele zusätzliche landwirtschaftliche Produkte aus den USA kaufen würden. Eine mehr als zweifelhafte Aufforderung, da der unterschriebene Phase 1-Deal ja nur ein erster Schritt zur Einigung im Handelskrieg ist. Und jederzeit kann dieses fragile Gebilde wieder zusammenbrechen.

Besprochen werden im folgenden Video auch zwei konkrete Handelsempfehlungen der trading-house Börsenakademie. Die Aktie von Tesla (derzeit über 500 Dollar) solle man zwar kaufen, aber erst mit einem Limit von 377 Dollar. Sie müsste also erstmal kräftig fallen, bevor sie entsprechend dieser Empfehlung wieder ein Kauf wäre. Auch die Aktie von Wirecard könne man kaufen, aber über dem aktuellen Kurs, nämlich mit einer Stop-Buy-Order bei 132 Euro. Und abschließend nochmal die Frage unsererseits: Läuft der Dow wirklich weiter mit voller Kraft auf die 30.000 Punkte-Marke zu? Noch fehlen dazu 635 Punkte. Aber das ist heutzutage ja kein großer Abstand mehr.

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Markus Koch (heute Vertretung) LIVE zum Börsenstart in New York – Einstufungen und Quartalszahlen

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Markus Koch meldet sich heute nicht selbst zum Börsenstart in New York, sondern lässt sich von einer Kollegin vertreten. Es geht vor allem um neue Einstufungen und Quartalszahlen bei Einzelaktien.

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