Diese Meldung schockiert. 190.000 Unternehmensschließungen gab es im letzten Jahr in Deutschland. Obacht: Nur ein kleiner Teil davon betraf Insolvenzen. Erschreckend aber sind die Gründe für die meisten anderen Schließungen.
Laut dem ZEW Mannheim und Creditreform wurden fast 190.000 Unternehmen geschlossen – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark nahm die Zahl der Schließungen im Gastgewerbe, im Fahrzeugbau und bei Arztpraxen zu. Bemerkenswert ist laut der Meldung, dass nur jede achte Unternehmensschließung auf eine Insolvenz zurückzuführen ist. Zunehmend würden auch Unternehmen mit mittlerer oder guter Bonität ihre Geschäftstätigkeit freiwillig einstellen. Neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten prägen auch Fachkräftemangel, hohe Kosten und eine fehlende Unternehmensnachfolge das Schließungsgeschehen, so sagt es das ZEW.
„Die erneut gestiegenen Schließungszahlen zeigen, dass sich der Anpassungsdruck auf die deutsche Wirtschaft weiter erhöht hat. Unsichere Rahmenbedingungen, hohe Energie- und Personalkosten sowie der Fachkräftemangel treffen inzwischen Unternehmen aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen“ so das ZEW. „Gleichzeitig gewinnt die demografische Entwicklung an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen schließen, weil ihre Inhaberinnen und Inhaber in den Ruhestand gehen und keine Nachfolge finden, obwohl diese Unternehmen geschäftsfähig wären.“
Im Gastgewerbe wurden 2025 rund 15.000 Unternehmen geschlossen, 15 Prozent mehr als im Vorjahr und damit der höchste Zuwachs unter den untersuchten Branchen. Hohe Personal- und Betriebskosten sowie Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften würden insbesondere kleinere Betriebe belasten.
In den Gesundheitsbranchen stieg die Zahl der Schließungen um zwölf Prozent auf knapp 11.000 Unternehmen. Besonders auffällig sei die Entwicklung bei Arztpraxen. Bundesweit seien knapp 5.500 Praxen geschlossen worden, 23 Prozent mehr als 2024. Diese Entwicklung sei bereits seit mehreren Jahren zu beobachten und dürfte auch mit dem Ruhestand vieler Praxisinhaber sowie fehlenden Nachfolgen zusammenhängen.
Lediglich rund 13 Prozent der 2025 erfassten Unternehmensschließungen gingen laut dem ZEW auf ein Insolvenzverfahren zurück. Etwa 86 Prozent entfielen zu gleichen Teilen auf Abmeldungen und Geschäftsaufgaben ohne Insolvenzverfahren sowie auf Unternehmen, die als nicht mehr wirtschaftsaktiv eingestuft wurden.
Auch die demografische Entwicklung gewinnt an Bedeutung: Bei eigentümergeführten Familienunternehmen hatten 2025 rund 29 Prozent der freiwillig geschlossenen Betriebe Inhaberinnen oder Inhaber im Alter von mindestens 65 Jahren. Im Jahr 2002 hatte dieser Anteil noch 14 Prozent betragen.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken













Im Telegrammstil:
Eingeleitet wurde das alles schon vor dem Jahr 2000.
Das vergammeln lassen der Infrastruktur fällt nicht so schnell auf.
Auch Millionen „Facharbeiter“ ins Land holen, lässt sich noch Jahre schönreden, bis die Sozialsysteme sichtbar in die Knie gehen.
Die Deindustrialisierung, angefangen mit dem Verbennerverbot, zieht seit 2017 seine Spuren durch die Industrie.
2019 hatte ich hier geschrieben:
„Wir gehen nun in volle Deckung“.
Dann kam die menschenverachtende Corona-Hysterie, gefolgt von der Klima-Hysterie der grüne Sekte und dann der Lügenkanzler.
20.000 Sanktionen wurden gegen den größten Rohstoffhändler der Welt verhängt, 20 Jahre wurde die deutsche Demokratie am Hindukusch verteidigt, nachdem 78 Tage die Bundesrepublik Jugoslawien bombardiert wurde.
Jetzt richtet die Stromversorgung und der Strompreis in Deutschland weitere Firmen hin.
Wer noch in Deutschland bleibt, obwohl er weg könnte, oder auch noch Geld in Deutschland investiert, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Die lobenswerte Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie durch die Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition hat leider nicht den erhofften Effekt gebracht. Aber der Bundesverband der Deutschen Industrie hat zurückliegend die Tourismuswirtschaft in seinen Verband mit aufgenommen, was zeigt, daß man der Gastronomie einen entsprechenden Stellenwert einräumen sollte.