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Märkte

Schlecht für den Ölpreis: Noch mehr OPEC-Produktion im November

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die OPEC hat heute ihre Produktionsmenge für November bekanntgegeben. Mit einem Plus von 230.000 Barrel pro Tag kam man auf 31,7 Mio Barrel pro Tag, und liegt damit über der offiziellen Fördermenge von 30 Mio. Damit setzt man das Konzept der Überproduktion und Überflutung des Weltmarkts fort, denn man fördert jetzt schon 900.000 Barrel pro Tag mehr, als nach eigener Schätzung in 2016 nachgefragt wird. Das Angebot von Nicht-OPEC-Mitgliedern soll laut OPEC nächstes Jahr um 380.000 Barrel pro Tag fallen – da pumpt man vorsichtshalber selbst noch mehr Öl, so kann man es deuten.

Nicht nur, dass der Iran seine Fördermenge ab Anfang nächsten Jahres kräftig anheben will (+1 Mio Barrel pro Tag). Hinzu kommt, dass bei den heute verkündeten Daten der Irak die treibende Kraft beim Anstieg der Fördermenge war. Der Anteil des Irak an der OPEC-Produktion stieg um 247.500 auf 4,3 Mio Barrel pro Tag im November – und das trotz Bürgerkrieg. Möglich ist das, weil internationale Konzerne im ruhigen Süden des Irak Felder erschließen.

Im Augenblick hagelt es von allen Seiten bad news für die Öl-Bullen. Die Internationale Energie-Agentur rechnet auch mit weiter fallenden Ölpreisen, die OPEC selbst hat ihren Mitgliedern indirekt freie Hand zur Ausweitung ihrer Produktion gegeben, und der Iran ist sich nicht zu Schade immer wieder zu betonen, dass man seine Produktion ausweiten wird, ohne dafür irgendwo um Erlaubnis zu fragen. Was ist da schon der gestrige (lächerliche?) Rückgang bei den US-Lagerbeständen um 3,6 Mio Barrel? Das rettete den Ölpreis nur ein paar Minuten.

Seit der heutigen OPEC-Verkündung der November-Förderdaten unterschreitet der Ölpreis sein Tief von gestern, und macht damit eine Art Treppenbewegung. Durchsacken, ein Niveau kurzzeitig festigen, dann weiter durchsacken, und das selbe Spiel von vorne.

OPEC Ölpreis

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    joah

    10. Dezember 2015 15:56 at 15:56

    Wenn das Öl letztendlich verschenkt wird, haben entweder die absolute Prosperität erreicht oder vollführen eine Division durch Null (aka Systemabsturz).

    »…und als dritte Variante gibt es dann noch die Fee, die den Zauberstab schwingt und alles ist wieder in Ordnung. Nur leider sind diese Geschöpfe selten. Sehr, sehr selten.« (Prof. Dr. Hans J. Bocker)

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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