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Aktuell: Der Iran macht nicht mit bei der Deckelung der Öl-Fördermenge

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Gestern hatten sich Saudi-Arabien und Russland darauf geeinigt ihre Öl-Fördermenge erstmal nicht auszuweiten, was als großer Erfolg verkauft wurde, aber am Markt als Desaster aufgefasst wurde, das es zu keiner Reduzierung kommt. Katar, Kuwait, die VAE und Venezuela wollen auch mitmachen. Heute wollte man nun als Folgeschritt den Iran davon abhalten seine Öl-Fördermenge weiter anzuheben. Dort ist man gerade mit voller Kraft dabei mehr zum pumpen und hat Anfang der Woche die ersten Tanker nach Europa auf den Weg gebracht.

Heute nun, während Vertreter aus Katar, und Venezuela und dem Irak in Teheran anwesend sind, bekräftigen iranische Offizielle man werde sich der Begrenzung der steigenden iranischen Fördermenge widersetzen. Den Iran zu einer Deckelung der Produktionsausweitung aufzufordern sei unlogisch, sagte Irans OPEC-Delegierter Mehdi Asali heute gegenüber einer iranischen Zeitung. Während der Sanktionen gegen den Iran hätten andere Förderländer ihre Mengen drastisch ausgeweitet und damit den Einbruch der Ölpreise verursacht.

Und in der Tat kann man aus subjektiver Sicht nachvollziehen, warum der Iran sich verweigert. Man will seinen „Platz an der Sonne“ nur zurückhaben wie vor den Sanktionen. Damals exportierte man 2,5 Mio Barrels pro Tag. Durch die Sanktionen sank die Menge auf 1,1 Mio Barrels, und jetzt will man auf etwas mehr als 2 Mio erhöhen bis ende 2016.

Ein anderer OPEC-Offizieller sagte dazu jüngst, dass wenn der Iran nicht mitmache, man der OPEC zumindest nicht vorwerfen könne sie hätte es nicht versucht. Es liege jetzt aber am Iran. Wie wir heute früh schon dargelegt hatten, ist ganz am Ende noch das Problem vorhanden, dass die amerikanische Fracking-Industrie nicht zentral gesteuert wird und nicht mal eben so an den Tisch geholt werden kann. Der Ölpreis (WTI) dümpelt aktuell knapp unter 30 Dollar vor sich hin.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    17. Februar 2016 14:45 at 14:45

    Der Iran&steigende Ölexporte!Ideal für den Westen,ausser Venezuela(kommunistischer Pickel im Wessiface!)!Der US-Nigerianer(nicht Nigger!),hat das doch genauso gewollt!Also.Tutto bene!

  2. Avatar

    Tom

    17. Februar 2016 16:03 at 16:03

    Aus Sputnik News:

    Die Pendeldiplomatie hat einmal schon geholfen, die Ölpreise von zehn auf ganze 140 Dollar pro Barrel hochzuschrauben. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg vermutet, dass Moskau und Riad einen neuen „großen Deal“ zur Preiserhöhung für das „flüssige Öl“ abgewickelt haben.

    Seit mehr als einem Jahr hatten sich die „Öl-Diplomaten“ um ein Abkommen zwischen der OPEC und den am Kartell nicht beteiligten Ländern bemüht, um die Ölpreise zu stabilisieren.

    Zunächst soll sich daran Algerien und dann Katar beteiligt haben. Jetzt haben sich Russland und Saudi-Arabien laut Bloomberg endlich darauf geeinigt, die Ölförderung auf dem Niveau von Januar 2016 „einzufrieren“. Bei dem ersten seit acht Monaten Treffen der Energieminister beider Länder sei dem Kampf um die Anteile am Ölmarkt ein Ende gesetzt worden.

    „Die Entstehung der Pendeldiplomatie zeigt, wie die Ölkrise beide Länder in Bezug auf eine ganze Reihe anderer Fragen vereinigt“, so Bloomberg. „Von Moskau und Riad bis Caracas und Oslo – der Einnahmenrückgang ist überall spürbar, und das erhöht die Wahrscheinlichkeit eines ‚großen Deals‘, der über die Ölfragen hinausgeht und politische Fragen wie die Kriege in Syrien und im Jemen betrifft.“
    Die Aufmerksamkeit wird jetzt auf den Iran übertragen, der unlängst von den US-Sanktionen befreit wurde und sich auf die Rückkehr auf den Weltmarkt gefasst macht. Vieles hängt davon ab, ob Teheran dem Beispiel der OPEC-Länder und Russlands folgt und seine Ölförderung einschränkt oder nicht.
    Bloomberg verwies darauf, dass dem Kartell ein solcher Trick bereits gelungen sei, und zwar 1999, als sich die OPEC-Länder vereinigten und den Abwärtstrend auf dem globalen Ölmarkt abwenden konnten, so dass die Preise von zehn auf 140 Dollar gestiegen seien. Damals soll es zahlreiche geheime Verhandlungen von Miami bis Den Haag gegeben haben.

    „Falls dem Kartell der damalige Erfolg wieder gelingt, wird die Welt davon bis zur letzten Minute nichts wissen. (…) Und falls Venezuela, Saudi-Arabien, der Iran, Russland und andere führende Exporteure in diese große Debatte involviert waren, dann sagt uns die Geschichte, dass das alles streng vertraulich verlief“, zitierte Bloomberg den Direktor des Center on Global Energy Policy an der Columbia University, Jason Bordoff.

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

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Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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