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IEA 5 Jahre-Ausblick für Öl: In 2018 überschreitet die Öl-Nachfrage das Angebot

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FMW-Redaktion

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren 5 Jahres-Ausblick veröffentlicht. Darin legt sie dar, dass kurzfristig das Öl-Überangebot erhalten bleibt. Im laufenden Jahr soll einer Nachfrage von weltweit 95,6 Millionen Barrels pro Tag ein Angebot von 96,7 Mio gegenüberstehen. In 2017 erreichen Angebot und Nachfrage dann eine Auslanancierung von 96,9 zu 97 Mio Barrels. In 2018 dann überschreitet die Nachfrage mit 98,2 Mio Barrels pro Tag das Angebot von 97,8 Mio, und bis 2021 vergrößert sich der Abstand weiter. So lautet zumindest die aktuelle Prognose der IEA, Stand heute.

Aber man weiß ja, wie schnell sich die Lage ändert. Politische Veränderungen hier oder da, und zack sind die Prognosen hinfällig, aber Stand heute wirkt diese Prognose realistisch. Gerade die US-Produzenten geraten jetzt wirklich an einen toten Punkt, wo nichts mehr geht und oft nur noch die Schließung der Förderanlagen bleibt – Ausharren ist nicht mehr möglich.

Bis 2021 soll die Nachfrageseite um 6 Mio Barrels pro Tag anwachsen, die Angebotsseite aber nur um 3,8. So würde es dann zu mehr Nachfrage als Angebot kommen, was theoretisch irgendwann für nachhaltig steigende Ölpreise sorgen könnte, wenn der Markt denn den IEA-Zahlen folgt. Nur wann? Nehmen die Trader die zu erwartende Ausbalancierung schon mal vorweg? Wie so oft alles überstürzen? Momentan wirkt noch die gerade stattfindende Öl-Flut aus dem Iran auf die Märkte.

Für die US-Produktion, die ja stark einzelteilig auf viele kleine Privatproduzenten verteilt ist, sieht die IEA erst einmal weitere Produktionseinbußen von 600.000 Barrels pro Tag in diesem und weitere 200.000 im nächsten Jahr. Ein ansteigender Ölpreis sowie die derzeit enormen Anstrengungen der Fracking-Industrie in Sachen Effizienzsteigerung (Break Even absenken) sollen laut IEA die US-Produktin insgesamt bis 2021 auf gigantische 14,2 Millionen Barrels pro Tag befördern. Wenn wir uns nicht irren, wären die USA damit der größte Produzent weltweit.

Die IEA macht eine Andeutung, dass es zu plötzlichen Preissprüngen nach oben kommen könnte, weil die Ölindustrie ihre Investitionen zuletzt so drastisch zurückgefahren hat, dass es in den nächsten Jahren wohl zu überraschenden Angebots-Engpässen kommen könnte, Zitat:

„It is easy for consumers to be lulled into complacency by ample stocks and low prices today, but they should heed the writing on the wall: the historic investment cuts we are seeing raise the odds of unpleasant oil-security surprises in the not-too-distant-future,” said IEA Executive Director Fatih Birol, launching the report at IHS CERAWeek.“

Der Ölpreis zeigt sich aktuell vorsichtig erfreut über die Aussicht auf Änderung bei Angebot und Nachfrage. WTI im April steigt den ganzen Tag schon langsam aber kontinuierlich um 1,3 auf aktuell 33,01 Dollar.

IEA 1
Grafik: IEA

Ölpreis April IEA
Der April-Ölpreis (WTI) seit Freitag.

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Cash Crunch – Fed verliert Kontrolle! Videoausblick

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Was gestern passierte, ist nicht nur ungewöhnlich, sondern beeinflußt möglicherweise auch die heutige Fed-Entscheidung! Denn durch den massiven Anstieg der „repo rate“ (Zinssatz, zu dem sich Banken refinanzieren) sah sich die New York-Fed gezwungen, erstmals seit der Finanzkrise mit einer Not-Aktion Liquidität bereit zu stellen (heute neue Aktion geplant) – all das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bald wieder QE betreiben muß, um die Liquidität zu erhöhen. Heute die Fed-Entscheidung, eine Senkung um 0,25% ist wahrscheinlich, aber Powell wird versuchen, sich so wenig in die Karten schauen zu lassen wie möglich – und dabei Fehler zu vermeiden wie bei der letzten Sitzung, als er die Märkte mit dem Begriff „midcycle adjustement“. Entscheidend wird der Ausblick der US-Notenbank sein („dot plots“)..

Hinweis: Live-Webinar Fed-Enscheidung, 18.09.; 19.55Uhr – Sie können die Live-Kommentierung der Fed-Entscheidung am Mittwoch unter folgendem Link mitverfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=pf-dBWKa0Js

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Fed – plötzlich Zweifel an Senkung! Marktgeflüster (Video)

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Plötzlich sind Zweifel aufgekommen an der lange als scheinbar absolut sicher geltenden Zinsenkung der Fed am morgigen Mittwoch! So preisen die Fed Fund Futures derzeit nur noch eine Wahrscheinlichkeit von ca. 60% ein, dass die US-Notenbank die Zinsen wirklich senken wird – eine erstaunliche Wende in so kurzer Zeit! Die Aktienmärkte davon unberührt und kaum verändert – aber am Internbankenmarkt gab es seit gestern schwere Verwerfungen, weil viele Banken offenkundig erhöhten Dollar-Bedraf haben (aus vielerlei Gründe). Und die Amerikaner sind sich nun ganz sicher, dass die Öl-Raffinerien in Saudi-Arabien aus dem Iran angegriffen worden sind – die Saudis wiederum prügeln den Ölpreis nach unten mit der Aussage, bald sei alles wieder normal (heute dazu eine PK um 19.15Uhr der Saudis, wir berichten bei FMW so zeitnah wie möglich..)..

Hinweis: Live-Webinar Fed-Enscheidung, 18.09.; 19.55Uhr – Sie können die Live-Kommentierung der Fed-Entscheidung am Mittwoch unter folgendem Link mitverfolgen:

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Unglaubliche Parallelen 2007 und heute! Videoausblick

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Gestern der massive Anstieg des Ölpreises in Folge eines Schwarzen Schwan-Ereignisses – Trump und die Saudis kommen unter Druck, nun zu reagieren. Aber übergeordnet zeigt ein Blick in die Vergangenheit, nämlich ins Jahr 2007, geradezu unglaubliche Parallelen zu heute: damals hatte sich im Vergleich zum Vorjahr die Lage deutlich verschlechtert, die Zinskurve war invertiert, die Aktienmärkte hatte im Juli ein neues Allzeithoch erreicht (wie im Juli diesen Jahres), dann folgte im August eine Korrektur, bevor die Fed am 18.September (genau der Tag der morgigen Fed-Entscheidung!) die Zinsen senkte (damals um 0,5%) – danach folgte ein neues Allzeithoch im Oktober 2007, dann stürzten die Märkte massiv ab..

Hinweis: Live-Webinar Fed-Enscheidung, 18.09.; 19.55Uhr – Sie können die Live-Kommentierung der Fed-Entscheidung am Mittwoch unter folgendem Link mitverfolgen:

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