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Ölpreis steigt trotz explodierender Lager: Die „Shortsqueeze“…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Dieser Chart zeigt anschaulich, wie in den letzten Wochen die Öl-Lagerbestände in den USA kontinuierlich angestiegen sind, Woche für Woche mehrere Millionen Barrels im Plus. Erst vorgestern ein gigantischer Anstieg von 10,4 Milionen Barrels an Öl in den US-Lagern. Der weltweite Anstieg in den Lagerbeständen verläuft relativ parallel dazu, von daher sind diese Daten für die weltweite Entwicklung gut verwendbar.

Dennoch sieht man im Chart, dass der Ölpreis in den letzten Wochen irrational immer weiter gestiegen ist. Zwar in relativ kleinen Schüben, und im großen Maßstab immer noch unbedeutend, aber dennoch ist der Ölpreis vom Low bei 26 Dollar um satte 34% gestiegen, in nur 3 Wochen. Sieht man den rasanten Absturz der letzten Monate auf 26 Dollar, ahnt man schon, dass Öl markttechnisch einfach überverkauft war.

Wie mehrere Institutionelle es hinter vorgehaltener Hand bestätigen, finden seit dem Fall unter die 30 Dollar-Marke Stück für Stück Shorteindeckungen statt, also die „Shortsqueeze“. Trader die lange Zeit mit großen Kontraktblöcken short waren und satt gewonnen haben, nehmen jetzt in kleinen Tranchen nach und nach Gewinne mit. Das erklärt die irrationalen Anstiege nach den Lagerbeständen, denn ausgehend von den überlaufenden Lagern (bald auf Swimmingpools ausweichen…), der weiteren Produktionssteigerung im Iran und der Unfähigkeit der globalen Produktionsgemeinde die Angebotsmenge zu kürzen, müsste der Ölpreis eigentlich tendenziell fallen.

Aber anscheinend leben wir seit 2 Wochen im Shortsqueeze-Modus. Im Januar explodierte die Zahl der Short-Kontrakte im Öl, die von ETF´s (börsengehandelte Fonds) gehalten werden, von unter 40.000 auf fast 140.000 Kontrakte. Im Verlauf des Februar ist diese Zahl bis jetzt auf fast 50.000 zurückgefallen. Tritt man zwei drei Schritte zurück und schaut mit weiterem Abstand auf das ganze Bild, ist auch diese Zahl bedeutend: Noch in 2014 lag die Zahl der offenen Shortkontrakte im Öl (WTI) seitens der Spekulantengemeinde immer so um die 100.000 Kontrakte. Im Verlauf des Jahres 2015 sogar bis Anfang 2016 explodierte diese Zahl auf über 400.000. Bei so einem Anstieg ist es verständlich, dass irgendwann mal Druck abgebaut werden musste. Als einziger großer Player verkündet die UBS aktuell ganz deutlich: Aktuell gäbe es keinen Zweifel, dass die aktuelle Entwicklung (im Ölpreis) total durch eine Shortsqueeze getrieben sei!

Ölpreis WTI
Der Ölpreis (WTI) seit Anfang Februar.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Timo

    4. März 2016 11:57 at 11:57

    Ein Blick auf ein größeres Zeifenster verdeutlicht den Anstieg charttechnischen Ursprungs.

    http://s27.postimg.org/5r13nt5o3/WTI_04_02_16.png

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