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Anleihen

30 Jahre laufende Bundesanleihe: Emissionsrendite halbiert sich

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am

An dieser Stelle erstmal ein Blick auf den laufenden Anleihemarkt. Die wichtigste Laufzeit bei Anleihen, nämlich 10 Jahre, rutscht immer weiter ins Minus. Unglaublich. Die Rendite für die zehnjährige deutsche Bundesanleihe liegt aktuell bei -0,29%. Gestern wurde das Tief bei -0,32% erreicht. Einfach unglaublich. So eine fette Negativrendite, und das bei 10 Jahren Laufzeit!

Bundesanleihe 10 Jahre Laufzeit Rendite
Chart: Investing.com

Diese Negativrendite zeigt, wie sehr der Anleihemarkt derzeit an eine stetige Verschlechterung der Konjunktur glaubt. Mario Draghi befeuerte diese Sichtweise gestern natürlich noch. Heute nun hat der deutsche Staat eine 30 Jahre laufende Bundesanleihe herausgegeben. 1 Milliarde Euro wollte der Bund heute neu aufnehmen, bei einer Nachfrage von 1,36 Milliarden Euro. In der folgenden Grafik sieht man das Renditegefälle bei dieser Emissionsserie, die im Jahr 2014 startete.

Die letzte 30 Jahre laufende Bundesanleihe hatte Deutschland im Mai emittiert mit einer Rendite von 0,53%. Bezüglich der heutigen Emissionsserie lag die letzte Emission im Februar bei +0,72%. Heute nun liegt sie bei nur noch 0,26%. Somit hat sich die Emissionsrendite innerhalb eines Monats halbiert! 0,26% Rendite für 30 Jahre Laufzeit. Unglaublich. Die Institutionellen Trader an Anleihemarkt machen gutes Geld mit immer weiter steigenden Anleihekursen (Automatismus: Rendite fällt = Kurs steigt). Und auch der deutsche Staat freut sich über jede Menge Ersparnis beim Aufnehmen neuer Schulden! Die Zeche zahlt am Ende (wie immer?) der Kleinanleger. Das Geld fehlt als Ertrag in den Pensionskassen, Investmentfonds etc.

Bundesanleihe Renditeübersicht

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. pigeon

    19. Juni 2019 17:41 at 17:41

    Nun sind natürlich die institutionellen Anleger eben jene Pensionskassen, die das Geld der Sparer verwalten. Insofern sollten die Sparer vielleicht nur nicht den Fehler machen, weiter in diese Kassen einzuzahlen, dann haben sie ja an den Kursgewinnen mit dem bisher angelegten teil.

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Aktien

Marktausblick: Start in die MEGA-Woche!

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am

Bevor wir uns der MEGA-Woche widmen, schauen wir erst einmal auf die aktuelle Lage an den Märkten. Mit aktuellen 12.244 Punkten wird der Dax (Chart seit Freitag Mittag) wohl relativ unverändert zu Freitag Abend in die neue Woche starten. Der Nikkei mit -0,3% und der Shanghai Composite mit -0,8% liefern als Vorgabe aktuell leicht negative Vorzeichen. Aber das muss nicht viel bedeuten.

Dax noch ruhig

Nachdem der Devisenmarkt Donnerstag und Freitag durch ziemlich gegensätzliche Äußerungen von Fed-Mitgliedern durcheinander gewirbelt wurde (EURUSD erst rauf, dann runter), notiert der Euro gegen den US-Dollar seit Freitag Abend fast in einer komatösen Ruhe bei aktuell 1,1216. Der Markt wartet auf die EZB!

Der Dow fiel am Freitag Abend nochmal schnell von 27.300 auf 27.150 Punkte. Seitdem läuft er bis jetzt aber ebenfalls seitwärts. Tja, das große Warten hat offenbar eingesetzt. Und somit kommen wir auch schon zur MEGA-Woche! Heute am Montag ist noch die Ruhe vor dem großen Sturm angesagt.

MEGA-Woche startet am Dienstag

Aber dann. Am Dienstag wählen die Tories ihren neuen Parteichef, und damit automatisch auch den neuen britischen Premier. Und das wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Brexit-Hardliner Boris Johnson werden. Der hat nun mehr als deutlich klar gemacht, dass Großbritannien spätestens im Oktober aus der EU austreten werde. Mit oder ohne Vertrag! Wenn Johnson erst mal gewählt ist, wird das britische Pfund dann kräftig fallen? Und was macht der britische Aktienmarkt? Es wird verdammt spannend. Ebenfalls am Dienstag melden Texas Instruments und Snapchat ihre Quartalszahlen.

Dann am Mittwoch melden früh morgens Deutsche Bank und Daimler ihre Zahlen. Was für eine Spannung! Daimler voll im Angesicht der Autokrise, und die DB voll im Angesicht der eigenen Krise! Auch meldet Boeing Mittwoch Mittag seine Zahlen, und vor allem Caterpillar! Mittwoch Abend dann melden Facebook und Tesla ihre Quartalszahlen.

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Am Donnerstag (der MEGA-Tag in der MEGA-Woche) findet die turnusmäßige Sitzung der türkischen Zentralbank statt. Noch nie war die Spannung so groß, wenn es um die türkische Zentralbank ging. Denn erst vor Kurzem hatte Präsident Erdogan den Zentralbankchef gefeuert, weil der sich laut Erdogan geweigert habe seine Anweisungen umzusetzen, nämlich die Zinsen zu senken. Der Markt erwartet vom neuen Zentralbankchef eine „Umsetzung“ von Erdogans Wünschen. Für die türkische Lira kann das einiges an Turbulenzen bedeuten. Dann am Donnerstag um 13:45 folgt die Zinsentscheidung der EZB, und um 14:30 die wichtigere PK der EZB. Analysen erwarten die Weichenstellung für eine Zinssenkung im September. Auch am Donnerstag wird um 10 Uhr der ifo-Index veröffentlicht. Und….puhhhh… am Donnerstag melden auch BASF, Volkswagen, Intel, Google und Amazon ihre Quartalszahlen.

Und am Freitag dann als kleiner Abschluss meldet Twitter seine Quartalszahlen. Also, allesamt festhalten bitte, von Dienstag bis Donnerstag kann es richtig turbulent werden in den Märkten!

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Anleihen

US-Staatsanleihen: Japan baut kräftig Bestände auf, China mit Zweijahrestief

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Heute Nacht hat das US-Finanzministerium bekanntgegeben, wie sich der ausländische Besitz an US-Staatsanleihen vom Monat April auf Mai verändert hat. Interessant ist hier immer zunächst, wie der größte ausländische Halter China seinen gigantischen Berg an US-Staatsanleihen verändert. Seit Monaten schauen Beobachter sich diesen Wert noch genauer an. Denn es gibt Befürchtungen China könnte die US-Papiere als Mittel im Handelskrieg einsetzen. US-Staatspapiere abstoßen als Drohung gegen Donald Trump.

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China verkauf stetig US-Staatsanleihen, Japan baut kräftig auf

Im Mai hat China US-Staatsanleihen im Volumen von 3 Milliarden Dollar verkauft. Auf den ersten Blick ist das nicht viel bei einem Mai-Stand von 1,110 Billionen US-Dollar. Aber: China reduziert seine Bestände immer weiter, auch wenn es nicht exakt jeden einzelnen Monat bergab geht. Im Vergleich zu Mai 2018 ist es eine Reduzierung von 73 Milliarden Dollar. Aktuell hat China den niedrigsten Wert beim Besitz von US-Staatsanleihen seit exakt zwei Jahren erreicht! Allerdings weiß man nie exakt, welche Summen Länder wie China beispielsweise über Drittstaaten wie Belgien (große Verwahrstellen), die Cayman Islands etc halten. Mit 216 Milliarden Dollar Volumen sind die Caymans (ein globaler Wirtschaftsgigant…) immerhin der acht größte Halter von US-Papieren!

Japan ist mit aktuell 1,10 Billionen Dollar der zweitgrößte Halter von US-Staatsanleihen, und liegt damit fast gleichauf zu China. Danach ist der Abstand zu Platz 3 (Großbritannien) mit 323 Milliarden Dollar schon ziemlich groß. Japan hat ganz anders als China sein gehaltenes Volumen auf den höchsten Stand seit August 2017 gesteigert. Im Monatsvergleich ist es ein Plus von 37 Milliarden Dollar!

Das Gesamtvolumen ausländischer Besitzer von US-Staatsanleihen legte im Mai im Monatsvergleich kräftig zu um 106 Milliarden Dollar auf 6,538 Billionen US-Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 6,215 Billionen Dollar.

US Treasury-Liste - US-Staatsanleihen ausländische Halter Mai

US-Staatsanleihen sind eine Sache für das Treasury Department
Treasury Department building in Washington, D.C. Foto: AgnosticPreachersKid CC BY-SA 3.0

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Anleihen

EZB: Protokoll + Coeure-Rede – die Richtung ist eindeutig!

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Mario Draghi hatte es zwar schon erwähnt. Die EZB werde womöglich das Anleihekaufprogramm, welches derzeit nur auslaufende Anleihen reinvestiert, neu auflegen. Das wäre eine erneute geldpolitische Lockerung. Dies wäre eine Schwächung des Euros, und es wäre ein Versuch die Inflation anzuheizen! Aber nun ganz aktuell legt sein langjähriger Vertrauter im EZB-Rat Benoit Coeure nach. Er hat heute in Frankfurt eine Rede gehalten (kompletter Text hier in Englisch einsehbar).

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Dort sagte Coeure, dass die derzeit lang anhaltende Phase niedriger Inflation für Ängste am Markt sorge, dass der aktuell gedämpfte Preisdruck mittelfristig bestehen bleiben werde. Der EZB-Rat nehme diese Bedenken sehr ernst, so Coeure. Das heißt im Klartext: Man wird wahrscheinlich neue Maßnahmen ergreifen, um die Inflation hochzubekommen!

Zitat auszugsweise:

However, persistently low inflation since the great financial crisis has led some central bank observers, and financial market participants in particular, to question the ability of central banks to deliver on their mandate. In the euro area, where the coordinating role of a nominal anchor is particularly important in view of cross-country differences in wage and price-setting, market-based long-term inflation expectations have fallen since the crisis, and this fall has accelerated since the start of the year.

Und auch sagte Coeure (ein bißchen in die Tasche lügen…), dass die Erwartungen der Privathaushalte in der Eurozone bezüglich der zukünftigen Inflationsentwicklung derzeit auf einem Sechsjahreshoch liegen würden. Es gäbe Beweise dafür, dass die Erwartungen der Haushalte bessere Indikatoren seien (als die Erwartungen der Profi-Investoren). Na ja, wenn die Verbraucher höhere Preissteigerungen erwarten, und wenn die EZB auch höhere Preise haben will, dann klammert man sich als EZB mal eben an deren Meinung ran? Bleibt man bei der Kernaussage der EZB zu den Ängsten der Märkte, dann ist es ein weiteres Indiz nach den Draghi-Aussagen, dass die EZB ihre Geldpolitik lockern wird. Vielleicht schon bald?

EZB-Protokoll

Vor wenigen Minuten hat die EZB auch ihr Protokoll über die Sitzung Anfang Juni veröffentlicht (hier voller Text einsehbar). Wir fassen an dieser Stelle mal in Kürze zusammen, was der ellenlange Text an interessanten Aussagen hergibt.

Die negativen Effekte von Minuszinsen würden durch deren Vorteile mehr als ausgeglichen werden.  Aber dies müsse nicht zutreffen auch noch tiefere Zinsen oder noch längere Zeitphasen (also Verharren auf aktuellem Niveau oder nur eine minimale Senkung für begrenzte Zeit?). Man habe bei der EZB zur Kenntnis genommen, dass die Markterwartungen zur Inflation gesunken seien. Es dürfe keine Selbstzufriedenheit geben beim Abfallen dieser Markterwartungen. Es gebe eine breite Übereinstimmung (im EZB-Rat) die aktuelle Haltung zu ändern – auch wenn es darum gehe zu demonstrieren, dass man entschlossen sei zu handeln. Die potenziellen Maßnahmen umfassen die Wiederaufnahme der Anleihekäufe, sowie die Senkung von Zinsen.

EZB-Direkter Benoît Cœuré spricht unter anderem über Zinsen
Benoît Cœuré, hinter EZB-Chef Draghi jahrelang die wichtigste Figur in der Notenbank. Foto: Aron Urb (EU2017EE) – Flickr CC BY 2.0

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