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Diese 4 Charts zeigen die aktuelle Entwicklung der Eurozone

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wir hatten es vorhin schon berichtet: Die wichtigen Erzeugerpreise in der Eurozone fallen stärker als erwartet mit -0,7% im Monatsvergleich und -4,2% im Jahresvergleich. Dies ist extrem schlecht für die Inflationsprognosen der EZB. Der Chart der europäischen Statistikbehörde Eurostat zeigt eindeutig: Die Erzeugerpreise gehen in einer Abwärtskurve klar nach unten (Linie). Aber selbst ohne die Energiesparte gibt es einen klaren Rückgang (gestrichelt).

EU-Produzentenpreise 10

Die monatlich von der EZB veröffentlichten Daten widerlegen immer wieder sehr anschaulich das Scheitern der EZB beim Bemühen die Kreditvergabe hochzufahren. Wir haben die Felder bei den heute veröffentlichten aktuellsten Zahlen rechts extra rot umrandet. Die Zahlen sind in Milliarden Euro zu verstehen. Von Februar 2015 auf Februar 2016 de facto ein Nullwachstum beim Volumen neuer Kredite in der Eurozone.

Neue Bankkredite
Grafik: EZB

Die ersten beiden Charts sollen laut EZB-Politik und EZB-Logik ja eigentlich ganz anders aussehen und erfolgreich in einer Steigerung der Inflation münden. Die aber (siehe unten) hängt nach wie vor an der Null-Linie.

Inflation EZB
Grafik: EZB

Und hier die heutigen Daten zur EU-Arbeitslosigkeit (rote Linie Eurozone / blau Gesamt-EU) Endlich mal ein fallender Chart, der eine positive Bedeutung hat. Die Arbeitslosigkeit fällt – man hat aber noch einen langen, verdammt langen Weg vor sich. Bei den Prozentquoten bitte immer berücksichtigen: Die Zahlen beruhen auf der Berechnungsmethode der internationalen Arbeitsorganisation ILO, die vergleichbar ist mit dem, was wir in Deutschland als „Erwerbslosenquote“ bezeichnen. Diese fällt immer ca. 30% niedriger aus als die bei uns hauptsächlich verwendete „Arbeitslosenquote“. Momentan liegt die deutsche Erwerbslosenquote 25% niedriger als die Arbeitslosenquote, aber man kann als Richtwert bei allen hier gezeigten Werten 30% hinzu addieren. In diesen europäisch verwendeten Zahlen kann man also davon ausgehen, dass z.B. viele Arbeitslose aus der Statistik gelöscht werden, die sich nach Meinung der Behörden zuletzt „nicht aktiv genug“ um Arbeit bemüht haben. Warum man dann nicht mehr als arbeitslos gelten soll, entzieht sich unserer Kenntnis, aber wenn man die Statistik so errechnet, sollte man es wenigstens dick und fett bei der Datenverkündung erwähnen – das meinen wir zumindest.

EU-Arbeitslosigkeit

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    4. April 2016 16:42 at 16:42

    Betreibe ich ultralockere Gehirnpolitik?Wird mein Denkzentrum immer schwammiger,leichter und realitätsferner?Warum,denke ich immer öfter daran,dass,vor allem die westlichen Notenbanker,den SED-Granden kurz vor dem 40jährigen des „Alternativlosen Drucker&Geldanbauerstaates“ wie ein (faules!)Ei dem anderen,gleichen!?Die EZB.die EZB,die hat immer Recht!Mit geldpolitischem Gruss,Genosse M.D.,ihr IM Unnerfrangge!P.s.:Neue Petze.Die Erika,macht mit dem Türken rum.Könnt ihr das mal sozialistisch durchleuchten.

  2. Avatar

    pierre

    4. April 2016 19:45 at 19:45

    Hier sieht man auch deutlichst, daß es ohne EU eben besser läuft und nicht schlechter. Zur Eu-Gesamt gehört ja wohl Schweiz, Norwegen, Island … inklusive. Und die haben wesentlich weniger Arbeitslosigkeit, als die fetten Industrienationen in der EU und drücken deswegen den Chart.
    Hoffentlich gehört England bald dazu. Zur Nicht-Eu. Dann ist der Glühbirnen-, Kommissäre-Selbstbedienungs- und TTIP-Polizeistaat endlich Geschichte.

    https://www.youtube.com/watch?v=rrwXWJCtduo

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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