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Devisen

Der Ölmarkt will erst jetzt gemerkt haben, dass im Dollar was passiert ist? Und was ist mit dem Iran?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Euro ist am Freitag sofort nach Verkündung der US-Arbeitsmarktdaten um 200 Pips gegenüber dem US-Dollar gestiegen. Wie der Chart zeigt, hat der Ölpreis (orange) diese Entwicklung am Freitag und auch heute bis vor wenigen Minuten großteils ignoriert. Eigentlich hätte Öl relativ ähnlich zum EURUSD im Chart steigen müssen – aber das ist auch eher eine Faustregel. Natürlich gibt´s am Ölmarkt noch andere Faktoren. Es scheinen sich seit der OPEC-Sitzung von Donnerstag Bullen und Bären am Ölmarkt gegenüberzustehen, und niemand weiß so recht, ob rauf oder runter. Jetzt, erst jetzt hat man sich entschieden den am Freitag kräftig gefallenen Dollar als Grund zu nehmen zu steigen auf aktuell 49,81 Dollar im Juli WTI-Öl.

Um so mehr ist dieser seit erst einer Stunde stattfindende Anstieg erstaunlich, weil nach Gerüchten unter Öl-Tradern und realen Marktlieferanten der Iran seine alte Vor-Sanktions-Exportmenge viel schneller erreicht zu haben scheint, als es alle angenommen hatten. Auch wir hatten bisher immer von Prognosen berichtet, der Iran brauche dafür noch bis zum Herbst oder Ende des Jahres. Aber glaubt man den Gerüchten (so eine Sache am Ölmarkt), hat der Iran jüngst pro Tag um die 2,3-2,4 Millionen Barrels an Öl exportiert – also fast auf dem Vor-Sanktionsniveau. Dies soll der Iran geschafft haben (unbestätigte Gerüchte) mit Hilfe von ausländischen Tankerflotten, die man zusätzlich zu seinen eigenen Tankern gechartert haben soll.

Der Pressevertreter des iranischen Ölministeriums sagte jüngst Saudi-Arabien werde der große Verlierer in diesem Preiskrieg sein. Damit meinte er die aktuelle Rabattschlacht um europäische Kunden, wo der Iran gerade fleißig dabei ist Verträge z.B. mit italienischen und französischen Firmen abzuschließen. Deswegen senkten jetzt auch die Saudis ihre Preise für europäische Kunden nach unbestätigten Meldungen um 35 Cents pro Barrel. Und die Fracker in den USA, was machen die denn? Es scheint gerade das zu passieren, worauf Beobachter schon seit einigen Wochen hinweisen. Frackingfirmen hatten öfters anbedeutet bei weiter steigenden Ölpreisen von z.B. 45 oder 50 Dollar die stillgelegte Förderung wieder hochzufahren.

Aus einem aktuellen Statement der Fracking-Firma WPX Energy geht hervor, dass man 15-20 schon angefangene, aber bisher noch nicht fertiggestellte Bohrfelder im August hochfahren werde. Ein klares Anzeichen: „Hey, Öl bei 50, es kann wieder losegehen“.

Öl EURUSD

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    6. Juni 2016 16:10 at 16:10

    Drill Baby,drill,bis Euch Agent Orange aus jedem Brunnen den Fuchsbandwurm im Körper vom Hals hält!

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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