Wird hier ein in politischen Kreisen „alt bekannter Trick“ angewandt, um große Zahlen zu produzieren? Investitionen, die eh schon geplant waren, werden neu verpackt und als große „neue“ Investitionsoffensive verpackt? Man beachte den fett markierten Teil im folgenden Text: Es geht um „geplante und neue Investitionen“.
Deutschlands Top-Unternehmen starten Investitionsoffensive zur Ankurbelung des Wachstums
Bundeskanzler Friedrich Merz und mehr als 60 der führenden deutschen Unternehmen haben eine neue Investitionsoffensive im Wert von mindestens 100 Milliarden Euro gestartet, um Europas größte Volkswirtschaft aus der Flaute zu holen. Im Rahmen der Initiative mit dem Titel „Made for Germany – Gemeinsam stark“ unter der Leitung von Top-Führungskräften, darunter die Chefs der Deutschen Bank und Siemens, haben sich die Mitglieder laut einer heute per E-Mail verschickten Erklärung zu neuen Investitionen in Höhe eines „dreistelligen Milliardenbetrags“ bis 2028 in Deutschland verpflichtet.
Das Geld umfasst sowohl geplante als auch neue Kapitalinvestitionen, Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie Zusagen internationaler Investoren und soll nach den Abflüssen in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro in den letzten Jahren „ein starkes, positives Signal” senden. „Wir haben es selbst in der Hand, die wirtschaftlichen Herausforderungen unseres Landes zu bewältigen”, sagte Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, und fügte hinzu, dass die heute angekündigten Zusagen „nur der Anfang” seien.
Siemens-Chef Roland Busch bezeichnete die Initiative als „Neuanfang“ mit einer effizienteren Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft, die durch weniger Bürokratie und mehr Innovation gekennzeichnet sei. „Deutschland hat Weltklasseunternehmen, eine starke Industrie und herausragende Köpfe – wir haben alles, was nötig ist, um mit Digitalisierung und künstlicher Intelligenz wieder eine führende wirtschaftliche Rolle zu übernehmen“, fügte Busch hinzu.
Sewing, Busch und weitere Unternehmensführer werden sich heute im Kanzleramt versammeln, um gemeinsam mit Friedrich Merz, Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die Investitionsoffensive vorzustellen und anschließend gemeinsame Erklärungen abzugeben. Die Ankurbelung der privaten Investitionen ist entscheidend, um das Wachstum in Deutschland wieder anzukurbeln und drei Jahre der Stagnation zu beenden.
Die deutschen Schlüsselindustrien, darunter die Automobil-, Chemie- und Maschinenbauindustrie, haben seit langem mit hohen Energiekosten im Vergleich zu ausländischen Konkurrenten sowie mit einer aufgeblähten Bürokratie sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene zu kämpfen. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist zudem besonders anfällig für Störungen durch die Handelszölle von US-Präsident Donald Trump.
Die Regierungskoalition aus Merz‘ konservativem Block und Klingbeils Sozialdemokraten, die Anfang Mai ihr Amt antrat, hat sich verpflichtet, tiefgreifende Reformen durchzusetzen und die Bürokratie abzubauen, um die Attraktivität des Landes für Investoren zu steigern und Innovationen zu fördern.
Neben der Bereitstellung von bis zu 500 Milliarden Euro an schuldenfinanzierten Investitionen zur Modernisierung der maroden Infrastruktur hat sie sich zu einer massiven Aufstockung der Verteidigungsausgaben verpflichtet, um der Bedrohung durch Russland zu begegnen und Trumps Forderung nach mehr Verantwortung Europas für seine eigene Sicherheit nachzukommen.
FMW/Bloomberg
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Schon wieder ein Staatsschauspiel. Die Industriebosse kommen wohl vorwiegend, um Subventionen und damit Boni abzugreifen. Erinnern wir uns an die Vernichtungsregierung Scholz, die die DAX-CEOs jährlich mit 20 Milliarden Euro Steuergeld schmierte, damit man dort – Pardon- das Maul hält. Von den zahlreichen prägenden Negativfaktoren für die Wirtschaft hat sich de facto nichts geändert (linke Tasche rechte Tasche zählt nicht).
Somit erwarten wir, da Sommer ist, warme Luft.
Und wieviel von den 100 Milliarden sind Subventionen?
Oder sind in den 5 % (250 Milliarden Rüstungsausgaben jährlich) enthalten?
Alleine 100 Milliarden neue Schulden waren doch für grüne Projekte gedacht. Tausende neue Brücken, die Bahn usw., usw.
Daher hätte ich Merz auch 500 Milliarden sagen können.
Viele Grüße auch Andalusien
Helmut
So wie der Luftverkehrsstandort Deutschland u.a. im Zusammenhang mit der Lufthansa zur Souveränität meines Landes Bundesrepublik Deutschland beiträgt, möchte ich auch die Deutsche Bank AG als internationales Aushängeschild von deutscher Seite entsprechend aufgestellt sehen. Sie könnte, wie in der Ära von Deutsche Bank AG-Ceo Alfred Herrhausen als Partner der Deutschen Industrie agieren. Dazu würde gehören, daß sie der Lufthansa das Finanzprodukt Rohstoffsicherungsgeschäft anbietet, die Maschinenbauindustrie im Zusammenhang mit dem Investitionsbuster zugunsten von besseren Abschreibungsmöglichkeiten im Falle von entsprechenden Investitionen in Maschinen begleitet, oder die Automobilindustrie im Falle von Forschung und Weiterentwicklung diverser Satelliten aus den Bereichen Navigation, Nachrichtendienste und Internet auf der Internationale Raumstation ISS unterstützt. Der MDax-Konzern Deutsche Lufthansa AG könnte sein aktuelles Flottenerneuerungsprogramm bis zum Jahr 2032 besser auf den Weg bringen, wenn die Koalitionsvertrag-Vereinbarung „Wir wollen die Erhöhung der Luftverkehrssteuer zurücknehmen“ auch tatsächlich umgesetzt würde.
…Investitionsbooster…nicht…Investitionsbuster….Tippfehler. HV
Die Luftverkehrssteuer am Luftverkehrsstandort Deutschland soll im Jahr 2026 sinken./Quelle: n-tv-Teletext. Das glaube ich, sobald es im Bundesgesetzblatt steht/Luftverkehrssteuergesetz.
Ich kann nicht erkennen, daß der Mittelstand keinen entsprechenden Stellenwert beim obigen Treffen im Bundeskanzleramt besitzt, da ja, wie im obigen Bericht geschrieben, auch die Maschinenbauindustrie thematisiert wird.
Moin, moin,
angekündigt wird viel, was am Ende heraus kommt, nur das zählt vorwärts.
Fazit: Goodwill-Aktion CDU-naher Kreise für die Bild-Zeitungs-Leser.
Und schon wieder werden übelste Fake News verbreitet.
Die Initiative „Made for Germany“ hat angekündigt, bis 2028 631 Milliarden Euro am Standort Deutschland zu investieren. Weiter hieß es, ein dreistelliger Milliardenbetrag und damit ein signifikanter Anteil der Gesamtsumme entfalle auf Neuinvestitionen.
Daraus erklärt sich auch die Summe von mindestens 100 Milliarden (es können auch deutlich mehr sein), die ohne jeden Zweifel in zusätzliche Neuinvestitionen fließen sollen.
Wobei natürlich zu befürchten ist, das angesichts einiger Mitglieder der Initiative (Fossil-Lobbyist Döpfner von der Axel-Springer-Hetze, Automobilkonzerne, Flugzeugbauer…) vor allem wieder in fossilen Dreck investiert werden soll. Bei Gaskraft-Kathie dürften sie damit auf mehr als nur offene Ohren stoßen.
@Karin Gatzka, ob Sie es hören wollen oder nicht: aber ohne „fossilen Dreck“ würde bei Ihnen das Licht ausgehen!
Sehr geehrter Herr (Markus) Fugmann, der 47. US-Präsident Donald John Trump und die Öl-Allianz OPEC+ sprechen sich für einen Energiemix, bestehend aus fossilem Erdöl, fossilem Erdgas, Wasserstoff, Wasserkraft, Sonnenenergie, Atomenergie, Kohleindustrie, Windenergie und Biomasse aus. Beispielsweise das Flottenerneuerungsprogramm der Lufthansa bis zum Jahr 2032 sorgt ja dafür, daß die Lufthansa-Flotte weniger Kerosin aus fossilem Erdöl benötigt, was wohl auch bei MdB Dr. Anton Hofreiter auf Genugtuung stößt. Von daher, auf daß die Erhöhung der Luftverkehrssteuer im Jahr 2026 zurückgenommen wird. Der n-tv-Teletext berichtet ja darüber, daß Stand aktuell der politische Wille dafür vorhanden ist. In diesem Zusammenhang wäre es noch konstruktiv/zielführend, wenn die Luftverkehrssteuer auch Flottenerneuerung und die Beimischung von alternativen Kraftstoffen zu Kerosin aus fossilem Erdöl im Rahmen der Staffelung der Luftverkehrssteuer berücksichtigen würde. Meinetwegen eine marginale Verschärfung des von der UN-Luftfahrtorganisation ICAO beschlossene CO2-Kompensationsprogramm CORSIA, was wohl auch von Präsident Trump unterstützt würde. Sir Donald ist als 45. und als 47. US-Präsident aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten, und begründet dies mit Wettbewerbsverzerrungen. CORSIA hingegen wird von Donald Trump unterstützt.
Der genannte Kerosinverbrauch bezieht sich auf die einzelnen Flüge.
Die genannte Initiative in Sachen Senkung der Luftverkehrssteuer kommt vom Bundesverkehrsministerium, welches zwar für ein Luftverkehrskonzept zuständig ist, aber nicht die Ressortverantwortung für die Luftverkehrssteuer besitzt. Diese besitzt das Bundesfinanzministerium.
@Markus Fugmann
Schade, dass Sie sich bei diesem Thema immer bemüßigt fühlen, derart verkürzt zu polemisieren.
Niemand will von jetzt auf gleich den fossilen Dreck komplett abschaffen. Ja, noch nicht einmal bei Erreichen des Netto-Null-Neutralitätszieles in 25 Jahren sollen mehr als 60% Erneuerbare am Bruttoendenergieverbrauch beteiligt sein.
Wir befinden uns in einem notwendigen Prozess des Wandels, der jetzt nicht wegen der Geldgier weniger Akteure wieder zerstört werden darf, wie es schon einmal vor rund 15 Jahren der Fall war.
Bisher ist bei uns jedenfalls das Licht noch nicht ausgegangen, obwohl der fossile Dreck inzwischen halbiert wurde.
https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year&year=-1&legendItems=4x01u40
„notwendigen Prozess des Wandels“? Nein, das ist ein vorsätzlich eingeführter schädlicher Prozess zur Einführung des Sozialismus, der Staatswirtschaft. Einen höheren Grenznutzen dieses Unsinns gibt es nicht. Das erkennen immer mehr: Zu erkennen an den Wahlergebnissen. Zu erkennen am weltweiten CO2-Austoß. Zu erkennen an der Unterdrückung der Opposition. Zu erkennen an der Bezahlung der NGOs durch die Regierung, etc.
Der einzige Prozess der erforderlich ist: Die Sozialisten vor Gericht stellen!
Hallo Frau Gatzka,
ich habe ein sehr bekanntes Forum verlassen, da dort jeder, der versuchte „real“ zu Argumentieren sowas von gebasht wurde, wenn es nicht in die Ideologie passte. Da existieren Blasen im Netz, wo sich die Befürworter einer bestimmten Richtung tummeln!
Die Gaskraftwerke waren nach meinen Kenntnissen immer ein „notwendig“ Ding zur Realisierung der Energiewende, weil man die im Unterschied zu Kohle oder Atom regeln kann, um die Schwankungen auszugleichen.
Irgendwann, ich weiß nicht wo, sind die in der Ideologie geopfert worden, verzeihen Sie, dass ich den Begriff verwende aber ich nehme das tatsächlich so war. Es wird im Internet gewaltig Stimmung gemacht, sodass echte „ernste“ Dinge real kaum noch durchkommen.
Wir sind nicht auf dem Stand, dass wir überschüssige Energie aus EE in Massenbatterien speichern, da diese Batterien nicht existieren. Auch produzieren wir noch keinen Wasserstoff. Ich bin ein ehemaliger Grünenfan, ehemalig mit !!!
Die Ideen sind gut aber sie brauchen Zeit, das vermittelt man den Menschen nicht mehr, sondern versucht sie aufzuhetzen gegen den „Klassenfeind“, die Industrie in dem Fall.
Meiner Meinung nach wäre das Geld, dass in Wärmepumpen und Elektroauto- oder Wasserstoffförderung für Stahl geflossen ist, besser aufgehoben gewesen in Wärmedämmung der notwendigsten Immobilien und eine Förderung zur Leichtbauweise mit geringerem Verbrauch bei PKW, verbunden mit einem Autobahntempolimit. Verstehen Sie mich nicht falsch, die 3 genannten Dinge sind eine Supertechnik, keine Frage. Aber es geht ja aktuell darum, so schnell wie möglich vom CO2 runter zu kommen. Wenn ich immer mehr Elektroverbraucher in das Netz drücke und gleichzeitig die Gaskraftwerke verteufle, kommen wir nie von der Kohle weg.
In meinen Augen hat die letzte Regierung beim Thema Klima vollversagt und versucht abzulenken, indem sie gegen die Bösen Stimmung macht.
Das Beispiel zum Stromausfall in Spanien zeigt, dass diese ideologische Kampfdenke unbedingt mit Realität angegangen werden muss, der Klügere darf nicht nachgeben. Nicht auszudenken, wenn durch die Spannungsspitzen mal ein Gau ausgelöst wird und an dem Tag Westwind herrscht.
@Großer Bär
Vielen Dank für Ihren sachlichen Kommentar, der wohltuend und erfreulich frei von jeder Polemik ist.
Erst einmal möchte ich betonen, dass es mir bei meinem Kommentar in erster Linie um die falschen Zahlen in dem Artikel ging (631 vs. 100 Milliarden). Das ist bisher leider völlig untergegangen.
Mit Ihren Aussagen gehe ich zum allergrößten Teil d’accord. Gaskraftwerke sind wegen ihrer Flexibilität und schnellen Regelbarkeit eine unbedingt nötige Brückentechnologie, vor allem, wenn sie später ohne allzu großen Aufwand auch mit Wasserstoff betrieben werden können. Das war auch schon von der Vorgängerregierung so geplant.
Ich verteufle keinesfalls diese Übergangstechnologie, ganz im Gegenteil.
Was mir sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass in den südlichen Bundesländern mit geballter energieintensiver Industrie jegliche Energiewende viel zu lange verschlafen wurde. Vor allem, was Windkraft in der schnuckelig-hübschen Landschaft betrifft.
Dafür pflastert man die nun wie verrückt mit PV-Anlagen zu, deren Volllaststunden bekanntermaßen nur bei 35 bis 50% gegenüber WKA liegen. Wobei ein nicht unerheblicher Teil davon auch noch in den Mittagsstunden liegt, was regelmäßig zu sinnloser Überproduktion mit negativen Strompreisen führt.
Gleichzeitig hat man im Süden auch die unbedingt und längst notwendigen Stromtrassen aus vergleichbar ideologischen Gründen um 6 bis 8 Jahre verzögert.
Dieses Komplettversagen auf mehreren Ebenen führt nun regelmäßig zu extrem hohen und völlig sinnlosen Kosten (Redispatch, Ausgleich der Marktprämie bei niedrigen Marktwerten durch Steuermittel, Abschaltung von EE-Anlagen wegen Netzengpässen, teure Stromimporte in Süddeutschland v.a. in und wegen Bayern), die sich zu allem Überfluss nun auch noch hauptsächlich auf den Rest der Republik und zu manchen Zeiten sogar auf unsere nordeuropäischen Nachbarländer auswirken.
Die Lösung soll nun sein, dem Vollzeit-Ideologen Söder für sein Komplettversagen auch noch einen gebündelten „Südbonus“ zu gewähren?!
https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/gaskraftwerke-reiche-haelt-an-suedbonus-fest-osten-koennte-leer-ausgehen-78185121.html
Warum sollen die Kraftwerke nun plötzlich nicht mehr H2-ready sein, wenn es nach Gaskraft-Kathie geht?
Weshalb schweigt die gute Frau wie ein Grab zu kurzfristigen Ausschreibungen von steuerbaren Kraftwerkskapazitäten und einem mittelfristigen wettbewerblichen und technologieoffenen Kapazitätsmarkt, der auch Speichertechnologien und Lastflexibilitäten umfasst?
Ein letztes Wort zum spanischen Blackout: Auch wenn einschlägige Hetzportale erwartungsgemäß diese Mär ohne jede faktische und wissenschaftliche Grundlage verbreiten, lagen die Ursachen keinesfalls an EE per se. Es handelte sich nach den bisherigen Erkenntnissen vielmehr um ein ganzes Bündel an gravierenden Fehlern und Versagen bei Netzbetreibern, schlechte Planung, mangelnde Koordination, unklare Zuständigkeiten und fehlende Transparenz im Gesamtsystem. Dazu kam das Fehlen intelligenter Wechselrichter von Sonnen- und Windkraftanlagen, die aktiv Spannung und Frequenz im Netz regeln können.
https://www.zfk.de/energie/strom/blackout-raetsel-geloest-spaniens-regierung-spricht-von-planungsfehler
Die Ursachen des Netzausfalls mögen nicht nur auf EE zu schieben sein…
Wenn aber ein Gau erst mal da ist, bringt uns dieser Luxus der Ursachenforschung nicht mehr viel. Der direkte Nachbar Frankreich hat >50 Atomkraftwerke.
Selbstverständlich sollten neu zugebaute Gaskraftwerke H2 ready oder zumindest H2 tauglich bzw. umrüstbar sein. Was da mit ready genau gemeint ist, bin ich nicht drin im Thema.
Dass die Südler die Stromtrasse nicht wollen, könnte man auch einfach akzeptieren und keinen Bundeslandgrabenkrieg vom Zaun brechen. Wenn da unten stromintensive Industrie ist, macht es in meinen Augen schon auch Sinn, denen 1-2 Nuklearkraftwerke bei Seite zu stellen, quasi Dauerversorger für Dauerabnehmer. Weil Kohle ist ja ganz schlecht, ansonsten bleibt nur noch Gas.
Da treffen sich zwei Ideale mit Ausschlussmenge, da kommt nichts Sinnvolles bei rum.
Jeder, der in der Lage ist zu Googlen kann sich hier schnell eine Meinung bilden, manche schaffen es sogar bis zu einer fundierten Meinung. Letztendlich sind aber alle auf die Meinung von wenigen Experten angewiesen und diese werden wiederum von der ein oder anderen Seite gefüttert. Ich halte mich da gerne raus, Strom ist kompliziert, das Netz ist noch viel komplexer.
Ich komme aus der Naturwissenschaft bereich Lebensmittelanalytik und Zusammensetzung von Lebensmitteln. Was da im Netz kursiert, von Vegan über Tofu und das gute Tomatenpulver als Alternativwürze…
Ich erwähne das, weil ich das relativ gut beurteilen kann und vieles davon (ich würde sagen >50%) ist totaler Unsinn und wissenschaftlich nicht belegbar bzw. widerlegbar.
Und da das Thema Energie „hochpolitisch“ ist, gehe ich davon aus, dass auch hier das meiste davon „ideologisch“ aufgehübscht ist. Das Netz kann man mal den Netzbetreibern überlassen und die Stromerzeugung den Konzernen. Was die Grünen in den 90ern gemacht haben, das EEG, war die (!) Weichenstellung, um das alles langfristig umzustellen. Die Konzerne hatten Zeit und klare Verhältnisse für Investitionen. Die Konzerne sind Teil der Lösung, nicht das Problem. Das Hin und Her der letzten Regierung ist ein schlechter Witz. Hätte man damals diese Grabenkämpfe wie heute geführt, wären wir sicher nicht bei 60% EE.
Beste Grüße
Interessant wird es doch erst wenn man die durchschnittlichen Investitionen in den letzten 10 Jahre vergleicht mit was jetzt kommt und was davon anders ist in Menge und Art der Finanzierung wie vorher. Weil das nicht aus dem Bericht hervorgeht ist der Mitteilungswert eher gering.
Genau, Sommer, heiße Luft.