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4.Juli – Die Feierlichkeiten waren typisch Trump – aber auch China ist immer mit dabei

Die USA feierten am gestrigen 4.Juli ihren 243. Geburtstag, mit Paraden, Bands und viel Patriotismus, aber dieses Mal war doch vieles anders. Mit einem „Salute to America“ ehrte Präsident Trump die amerikanische Armee, nicht nur mit einer einstündigen Rede, sondern außerdem mit militärischen Vorführungen inklusive einer Flugshow.

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Donald Trump hatte, wie es zu erwarten war, den diesjährigen Unabhängigkeitstag komplett reformiert, ganz im eigenen Sinne. Er ergriff selbst am Abend das Wort, mit einer Rede, die er als Ansprache „Ihres Lieblingspräsidenten, mir“ angekündigt hatte, eine Zäsur in der Geschichte der Feiern zum Unabhängigkeitstag.

 

Unabhängigkeitstag 4.Juli: Das Vorbild Frankreich

Man hatte es kommen sehen. Trump hatte für seine diesjährige Party für den 4.Juli offenbar ein anderes Vorbild im Kopf. Es ist die traditionelle Parade zum französischen Nationalfeiertag, an der er vor zwei Jahren am 14. Juli in Paris teilgenommen hatte, auf der berühmten Champs-Élysées. Lange hatte er davon geschwärmt.

Nach diesem Vorbild ließ er die besten Kampfflugzeuge über die Feierlichkeiten fliegen, zum Auftakt seines Auftritts sogar eine der beiden Boeing 747 über Washington, die zur „Air Force One“ werden, wenn der Präsident an Bord ist. Es folgten Überflüge von zahlreichen Hubschraubern und Kampfflugzeugen, darunter auch einem B2-Tarnkappenbomber, während Trump die einzelnen Teilstreitkräfte der USA würdigte.

Auf der National Mall waren mehrere Panzer ausgestellt. Es war deshalb keine Geburtstagsfeier, sondern eher eine Machtdemonstration der militärischen Stärke. Er werde „die besten Kampfflugzeuge der Welt“ über die Feierlichkeiten fliegen lassen, tönte Trump noch am Montag.

 

China ist immer mit dabei

Es gibt aber einen bitteren Beigeschmack für das Millionen teure Spektakel, denn 99 Prozent der gewöhnlichen Feuerwerke, die in den USA gezündet werden, stammen aus China. Von den professionellen Feuerwerken werden immerhin noch 75 Prozent aus diesem Land importiert. Das so bestaunte, wie auch umweltschädliche Lichtspektakel, trägt also zum erheblichen Handelsbilanzdefizit mit China bei, welches unter Trump stetig weiterwächst. Erst vor Kurzem noch wollte der Präsident die restlichen Importe aus China mit Strafzöllen belegen.

War es nicht schon im Wahlkampf zur Präsidentschaft im Jahr 2016 so skurril zugegangen? Die Baseball Caps mit der Aufschrift „Make America Great Again“, mit der Trump massiv für die Eigenproduktion in den USA warb, wurden reihenweise aus China importiert, zu einem Viertel des Preises, wie die in den USA angebotenen.

Auch wenn Trumps großes Motto lautet „America first“, zeigen diese beiden kleinen Beispiele doch wie schwierig eine De-Globalisierung werden könnte. Sie würde ganz einfach den Wohlstandstraum der Amerikaner jäh beenden.

 

 

Trump hat den 4.Juli als Militärshow inszeniert



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2 Kommentare

  1. 1. Ich find es gut, wenn die Amis auch mal wieder selbst produzieren.

    2. Die Lachnummer, daß die Käppis mit „Amerika first“ aus China kommen, ist ja gerade Obama, Clinton und Bush zu verdanken, die China als Weltwerkbank aufgebaut und alles Geld dorthin geblasen haben.
    3. Das China aber eine Diktatur mit Todesstrafe, und ohne Menschenrechte ist, wird geflissentlich übersehen.
    Trump ist ja böse, wenn er „den Wohlstandstraum der Amerikaner jäh beendet“. Der Wohlstandstraum der Deutschen darf ja auch nicht gestört werden:
    https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/982031/organraub-china-regierung-haelt-berichte-nicht-ueberpruefbar.html
    Augen zu und durch! Merkt eh keiner. Man geht dem einfach nicht nach.
    „Jährlich kommt es zu zehntausenden Transplantationen in China, bei denen die Herkunft der Organe ungeklärt bleibt.“
    https://www.igfm.de/organraub-die-welt-schaut-zu/
    Die ganze Welt schweigt. Sind ja nicht unsere Organe. Ich hab noch alle.
    In Peru wurde von Verbrecherbanden Menschen ohne Narkose (In Wäldern) Fett entnommen, liegengelassen und das Fett an die Schönheitsindustrie verkauft. Aber die Regierung geht dagegen vor. Im kommunistischen China macht es die Regierung selbst.
    https://www.welt.de/vermischtes/article5273780/Bande-verkauft-Menschenfett-von-Ermordeten.html
    Der Qualitäts-Artikel widerspricht sich übrigens: Fachmann (Dermatologe) Herr Saddick kann sich nicht vorstellen, daß es einen Menschenfett-Markt gibt. Prof. Katz dagegen sagt, es gäbe genug Spender für den existierenden Menschenfett-Markt. Was denn jetzt?

    https://www.heftig.de/mutter-isst-kind/
    Ohne Worte.

  2. Eine Militärparade?! Echt jetzt? Sonst wird doch nur totalitären Regimen vorgeworfen, dass sie durch solche Paraden auf die Stärke des Landes hinweisen wollen, evtl auch um andere Probleme zu übertünchen.
    Hat die USA dies nun auch schon nötig?

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