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IWF-Ausblick: Überall gute Aussichten, nur US-Wachstum soll schlechter ausfallen

FMW-Redaktion

Auch wenn die „Experten“ des IWF mit ganz lauwarmem Wasser kochen, haben ihre Statements dennoch einen hohen Stellenwert am internationalen Kapitalmarkt. Deswegen werden die soeben veröffentlichten Projektionen im aktuellen IWF-Ausblick für die Weltwirtschaft mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Glaubt man den Experten, hat sich in den letzten zwei Monaten die Lage so verändert, dass der Ausblick eigentlich in allen wichtigen Märkten besser geworden oder stabil geblieben ist, bis auf die USA.

Denn gegenüber der Juli-Prognose (+2,2% Wachstum für 2016) sieht der IWF für die USA jetzt nur noch ein Wachstum von +1,6% für das laufende Jahr. Für die Eurozone geht es bergauf von 1,6 auf 1,7% Wachstum. Sogar Japan soll um 0,2% auf 0,5% zulegen. Und auch Großbritannien bekommt einen Schuss Optimismus ab mit einen Plus von 0,1 auf 1,8% Wachstum für dieses Jahr. Russland kommt mit einer um 0,4% besseren Prognose von jetzt nur noch -0,8% weg. China sieht der IWF unverändert mit kommunistisch glücklichen +6,6%. Wie hat der IWF diese Zahl nachgeprüft? Egal. Brasilien und Russland sollen laut IWF ein gutes Stück näher dran sein am Ende ihrer Rezession, Zitat:

„Relative to the global outlook envisaged in the April 2016 World Economic Outlook (WEO), the main changes relate to the downward revision to U.S. growth (mostly reflecting weaker-than-expected growth in the second quarter of 2016), further confirmation that the economies of Brazil and Russia are closer to exiting from recession, and the outcome of the U.K. referendum. Brexit is an unfolding event the long-term arrangements in relations between the United Kingdom and the European Union will be uncertain for a protracted period of time.“

Aber zurück zum eigentlichen Schocker, der Abwärts-Prognose für die USA von 2,2 auf 1,6%. Das ist nicht gerade wenig. Das Konsumwachstum sei immer noch gut, aber eine Schwäche bei den Gewerbe-Investitionen und ein spürbarer Rückgang der Lagerbestände hätten die Wachstumsraten gedrückt. Die schwachen Investitionszahlen kämen vor allem aus den schlechten Zahlen des Energiesektors (niedriger Ölpreis). Auch wertet der IWF den starken Dollar als negativ. Zitat:

„The U.S. economy has lost momentum over the past few quarters, and the expectation of a pickup in the second quarter of 2016 has not been realized, with growth estimated at 1.1 percent at a seasonally adjusted annual rate. Consumption growth (at about 3.0 percent on average in the first half of the year) has remained strong, supported by a firm Labor market and expanding payrolls, but continued weakness in nonresidential investment together with a sizable drawdown of inventories has weighed on the headline growth number. The weakness in Business fixed investment appears to reflect the continued (albeit moderating) decline in capital spending in the energy sector, the impact of recent dollar strength on investment in export-oriented industries, and possibly also the financial market volatility and recession fears of late 2015 and early 2016. Nonfarm labor productivity declined 0.6 percent at a seasonally adjusted annualized rate in the second quarter, the third consecutive negative reading.“

iwf



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