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Osram für 70 Euro nach China? Wette mit 10 Euro Luft nach oben – Mutti verpennt den Technologietransfer!

Es ist eines der aktuellen Themen in Deutschland: Nach Kuka und einigen anderen Beispielen will sich womöglich der nächste chinesische Investor eine deutsche Industrieperle…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist eines der aktuellen Themen in Deutschland: Nach Kuka und einigen anderen Beispielen will sich womöglich der nächste chinesische Investor eine deutsche Industrieperle einverleiben, den Lichtspezialisten Osram. Bis Mitte Oktober soll angeblich ein Übernahmeangebot in Höhe von 70 Euro je Aktie präsentiert werden, so die Wirtschaftswoche. Siemens hält nach der Abspaltung der ehemaligen Tochter noch 17% an Osram – mit der einfachen Frage „was sollen wir noch mit diesem Restanteil“ könnte der Käufer Siemens mit einem netten Aufschlag dazu bewegen dieses Paket loszuschlagen.

osram
Die Osram-Aktie seit 2013. Heute springt sie kräftig von 54 auf 60 Euro. Bei 70 soll angeblich das Angebot der Chinesen liegen.

Eine interessante Parallele ergibt sich in diesem Chart zum monatelangen Übernahmepoker bei Monsanto durch Bayer. Der Monsanto-Kurs hing, und hängt auch jetzt noch weit entfernt vom eigentlich vereinbarten Übernahmekurs. Bei Monsanto ist es auch nach Zustimmung des Managements die Angst vor einer Ablehnung durch die Kartellbehörden, welche den Kurs daran hindert auf den Übernahmekurs zu springen. Jetzt bei Osram fehlen Stand jetzt noch 10 Euro bis rauf auf die 70 Euro, wenn man denn den Infos der Wirtschaftswoche vertraut.

So viel Luft gibt die Wette pro Aktie also Stand jetzt noch her. Wer daran glaubt, kann darauf spekulieren. Kartellbedenken in den Größenordnungen des Monsanto-Deals dürften hier wohl keine Rolle spielen, sondern eben die Wahrhaftigkeit der Übernahme und des Kaufpreises, und ob genug Aktionäre letztlich zustimmen. Aber mit möglichen schnellen 17% durch Siemens könnte ein Käufer schon mal gut vorpreschen. Abgesehen davon darf die Frage erlaubt sein, wie lange Mutti diesem Treiben noch zusehen will. Sigmar Gabriel hatte sich zuletzt im Zuge der Kuka-Übernahme wenigstens mal getraut anzusprechen, dass hier so etwas wie ein Ausverkauft der Hochtechnologie Richtung China stattfindet.

Wer vor wenigen Monaten beim Großen Volkskongress in Peking genau zugehört hatte, weiß: Die Doktrin der KP lautet „Hochtechnologie nach China holen, so schnell wie möglich“. Da sollten wir uns nichts vormachen. Es geht bei all diesen Käufen nicht um rein privatwirtschaftliche Investitionen oder Synergieeffekte. Es geht um Technologietransfer. Natürlich mag auch eine Rolle spielen, dass Chinesen ihre Gelder vermehrt lieber im Ausland investieren als in China, und dafür nach guten Investitionsmöglichkeiten suchen.

Aber auch der jüngste Fall der möglichen Übernahme des Chip-Anlagenbauers Aixtron durch eine chinesische Firma zeigt den staatlichen Einfluss ganz deutlich. Gestern beteuerte der Hauptaktionär des möglichen chinesischen Käufers von Aixtron gegenüber SPON, dass der chinesische Staat hierbei keine Rolle spiele. Naja, der chinesische Staat ist ja auch nur mit 49% mit im Boot, von daher… was wenn deutsche Firmen umgekehrt in China kaufen wollen? Gelächter, Abblocken, Unverständnis. Dies lässt Chin gar nicht erst zu. Aber hier munter drauf los, mit grenzenlos vorhandenem Staatsgeld auf Shoppingtour gehen.

Wann wacht Mutti endlich auf? Wie so oft womöglich erst dann, wenn es zu spät ist. Zeitlupen-Politik wie sonst üblich ist hier nicht angebracht. In diesem Fall ist Protektionismus durch Deutschland oder sogar die EU angebracht, so lange bis China lediglich eine Art Chancengleichheit und die Nicht-Einmischung staatlicher Stellen sicherstellt. Denn was China bisher betreibt, ist Protektionismus in Reinkultur, dem wir die totale Öffnung unserer Märkte entgegenstellen. Das darf so nicht sein. Schluss damit bitte, sofort! Es geht nur um Chancengleichheit, nicht mehr und nicht weniger!

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    6. Oktober 2016 17:23 at 17:23

    Die Frage ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten.Wann wacht Mutti endlich auf?Wie soll so eine DDR-Tusse,die ausserdem noch von den Amis erpresst(Rosenholzdatei)wird,eine vernünftige,eigenständige Wirtschaftspolitik betreiben?Die Schlitzaugen werden uns übernehmen,beim Mao!Gut ist nur,dass das nach meiner Zeit wirksam wird.Diejenigen ,die es dann hart trifft,haben sich die Malaise selbst eingebrockt.Ich denke da nur an meinen Sohn(28 jährig)bei dem ich mir ein totales Versagen in Wirtschaftsgeschehen konstatieren muss.Er hat natürlich das Recht einiges anders zu sehen als sein Erzeuger!Ich bin aber der Überzeugung,dass er scheitert.

    • Avatar

      Petkov

      7. Oktober 2016 08:23 at 08:23

      Mit der DDR-Tussi haben Sie völlig recht, allerdings darf man sich auch die Frage stellen, wer besser geeignet wäre, die amerikanischen Erpresser bloßzustellen, als eine alte Oma ohne richtige Familie, ohne Kinder? Sie ist praktisch unererpressbar, da sie wenig zu befürchten hat. Sie kann sich mit einem einzigen Interview unsterblich machen. Da wird sich keiner mehr an Snowden erinnern.

  2. Avatar

    leser

    6. Oktober 2016 17:45 at 17:45

    China kauft deutsche Unternehmen. Offensichtlich zu attraktiven Preisen, denn sonst würde niemand verkaufen. Wo ist jetzt genau das Problem?
    Mir ist das erheblich lieber, als die Methoden, die von anderer Seite zur Zerstörung deutscher Unternehmen angewandt werden (VW, DB). Der Technologietransfer hat doch schon längst stattgefunden, als die deutschen Unternehmen im Zuge des Eintritts in den chinesischen Markt (blauäugig?) in die Joint-Ventures eingewilligt haben.
    Und wenn es kritisch wird, nach „(Raben-)Mutti“ zu rufen; ist das nicht ein Zeichen von nicht erwachsen werden wollen?

    • Avatar

      Petkov

      7. Oktober 2016 08:08 at 08:08

      Ich stimme zu, dass es bei Joint Ventures ebenfalls zu einem Technologietransfer kommt. Was Sie fast schon strafbar leichtsinnig übersehen, ist, dass man bei einem Joint Venture zumindest theoretisch eine Steuerungsmöglichkeit hat.

      Wenn deutsche Firmen den Zugang zum chinesischen Markt wollen oder gar brauchen, ist ein Joint Venture ein notwendiges Übel in Folge des weisen chinesischen Protektionismus.

      Und was die geistig umnebelte Kommunistin im Kanzleramt angeht: keiner schreit nach ihr, wenn es kritisch wird. Vielmehr ist es so, dass sie kritische Situationen wie eine Malariamücke Eier legt.

  3. Avatar

    Marcus

    6. Oktober 2016 17:56 at 17:56

    Ich bitte Sie Herr Fugmann, was erwarten Sie von dieser Frau ? Die muss sich um die Neubürger und Hasskommentarschreiber kümmern als sich damit zu beschäftigen das wieder ein Industrieunternehmen nach China ausverkauft und platt gemacht wird.

    Selbige Geschichte wie bei Kuka: Aufkaufen, Technologie nach China abziehen und dann dicht machen. Gibt es selbst im Mutterland des Kapitalismus den USA ein entsprechendes Gesetz wo das Justizministerium bei Bedarf eingreift.
    Die Chinesen sind froh das die deutschen Firmenlenker so abgrundtief inkompetent sind und auch noch bei Ihnen angekrochen kommen.

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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