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Europa

Traumhaft gute Zahlen im deutschen Außenhandel

Der deutsche Außenhandel brummt. Wenn man sich die Zahlen anguckt, meint man es könnte gar nicht besser laufen. Wo man hinguckt phantastische Zuwächse, Importe, Exporte, Überschuss…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der deutsche Außenhandel brummt. Wenn man sich die Zahlen anguckt, meint man es könnte gar nicht besser laufen. Wo man hinguckt phantastische Zuwächse, Importe, Exporte, Überschuss. Für August gibt es die besten Zahlen seit sechs Jahren! Hier das Statistische Bundesamt im Wortlaut:

„Im August 2016 wurden von Deutschland Waren im Wert von 96,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 76,5 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im August 2016 um 9,8 % und die Importe um 5,3 % höher als im August 2015. Gegenüber dem Vormonat Juli 2016 nahmen die Exporte um 5,4 % und die Importe um 3,0 % kalender- und saisonbereinigt zu. Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2016 mit einem Überschuss von 20,0 Milliarden Euro ab. Im August 2015 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 15,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im August 2016 bei 22,2 Milliarden Euro.“

Am folgenden Chart erkennt man gut: Wie auch für die USA oder Großbritannien gibt es bei den deutschen Außenhandelszahlen einen konstanten Abstand zwischen Importen und Exporten. Nur in Deutschland ist es mit einem Überschuss ein umgekehrter Abstand. Die folgenden Detaildaten zeigen, dass der Überschuss sich breit verteilt auf den Außenhandel mit der Eurozone, der Gesamt-EU und auch allen Staaten außerhalb Europas. Wem gebührt der Dank für diese tollen Zahlen? Der Wirtschaft selbst, oder dem für Deutschland relativ schwachen Euro? Oder beiden Faktoren? Wohl am Ehesten letzteres.

„In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2016 Waren im Wert von 54,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 48,5 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber August 2015 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 10,0 % und die Importe aus diesen Ländern um 5,2 %. In die Länder der Eurozone wurden im August 2016 Waren im Wert von 32,6 Milliarden Euro (+ 8,8 %) geliefert und Waren im Wert von 32,5 Milliarden Euro (+ 4,1 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im August 2016 Waren im Wert von 21,7 Milliarden Euro (+ 11,8 %) exportiert und Waren im Wert von 16,0 Milliarden Euro (+ 7,5 %) von dort importiert.
In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im August 2016 Waren im Wert von 42,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber August 2015 nahmen die Exporte in die Drittländer um 9,6 % und die Importe von dort um 5,5 % zu.“

exporte

aussenhandel

Gleichwohl: möglicherweise sind die heute veröffentlichten Daten schon der Höhepunkt – denn 20% des Überschusses stammt mit dem Handel mit Großbritannien (ca. 50 Milliarden Euro in 2015). Und das dürfte ich durch die massive Abwertung des Pfund perspektivisch in einem Rückgang bemerkbar machen (siehe dazu unseren Artikel „Pfund-Crash: kommt jetzt der Crash beim deutschen Export?„)…

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Paul Müller

    10. Oktober 2016 13:16 at 13:16

    Wow,… ein Leben im Elfenbeinturm. Aber traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälcht hast;-)

  2. Avatar

    oscar

    10. Oktober 2016 15:02 at 15:02

    na dann prost ! dann macht euch mal auf den weg liebe welt nach täuschland, da gibt’s wieder geld…geht doch…was für ein böses, polemiches gesülze . von wegen altersarmut, geringere einkommen, soziale schieflagen, kinderarmut, versteckte preiserhöhungen…alles böser rechter Blödsinn. geht schon alles seinen gewollten gang. den staatsverbundenen Statistikern sei dank,

  3. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    10. Oktober 2016 16:43 at 16:43

    Nur seltsam, dass bei den tollen Zahlen der DAX 15% unter seinem Hochpunkt bei ca. 12400 notiert. Irgend etwas stimmt hier nicht?

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Verbraucherpreise Eurozone: Fünfter Monat Deflation – Osteuropa koppelt sich ab

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Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

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Autozulassungen in EU: Dezember-Zahlen glänzen, vor allem in Deutschland – warum wohl…

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Vor allem die Autozulassungen in Deutschland stechen positiv hervor. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 sehen wir sogar einen Zuwachs von 9,9 Prozent, von 283.380 auf 311.394 PkW. Gerade für Deutschland ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach. Im Dezember galt noch letztmalig die reduzierte Mehrwertsteuer. Gerade Käufer von hochpreisigen Produkten konnten somit nochmal auf den letzten Drücker nette Summen bei der Mehrwertsteuer sparen. Und so haben wohl zahlreiche Kunden ihre für 2021 geplanten Autokäufe noch schnell in den Dezember 2020 vorgezogen, und haben die Absatzzahlen nach oben gedrückt. Vermutlich dürften in Deutschland dann die Zahlen in den ersten Monaten 2021 mau ausfallen, weil diese Käufer dann fehlen?

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