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Donald Trump mit Video-Botschaft für erste konkrete Schritte: Kein Asien-Freihandel mehr, her mit Kohle, Fracking und Stahl

Donald Trump feuert schon mal aus allen Rohren, wie im Wahlkampf angekündigt. In dieser aktuellen Videobotschaft kündigt er an, welche Maßnahmen er sofort nach seiner…

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FMW-Redaktion

Donald Trump feuert schon mal aus allen Rohren, wie im Wahlkampf angekündigt. In dieser aktuellen Videobotschaft kündigt er an, welche Maßnahmen er sofort nach seiner Ernennung als US-Präsident umsetzen wird. Das Wichtigste: Das Freihandelsabkommen mit diversen asiatischen Staaten „Tanspacific Partnership“ (TPP) wird er kündigen. Das Abkommen sei ein potenzielles Desaster für die USA. Dennoch werde man natürlich mit einzelnen Staaten Abkommen schließen, die aber gut für US-Jobs sein müssen!

donald-trump
Donald Trump. Foto: Michael Vadon / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

Auch hört man bei Trump´s Rede immer wieder die Zurückbesinnung auf die „alte Industrie“ heraus. So erwähnt er Internetkonzerne mit keinem Wort, sondern fokussiert sich auf die Leute, die ihn gewählt haben. So spricht er von der Wiederauferstehung der Stahl -und Autoindustrie in den USA, und davon wieder neue Jobs für US-Arbeiter zu schaffen. Auch sehr wichtig, wie man es erwarten konnte: Unter Trump werden (lästige!) Restriktionen abgeschafft, die Energieproduktion durch Fracking und Kohle behindern. Damit will er versuchen gerade den arbeitslosen Kohle-Arbeitern ihre Jobs zurückzubringen. Und in der Tat: Durch Abschaffung von Umweltvorschriften etc können gerade die kleinen und mittelgroßen Frackingbuden im Mittelwesten wohl auch bei niedrigeren Ölpreisen als bisher Gewinne machen! Den Preis zahlt dann eben die Umwelt.

Lustig oder eher traurig: Für jede neue Regulierung, die er einführt, will er zwei bestehende abschaffen. Also einfach irgendwas abschaffen, nur damit man sagen kann man hat unterm Strich „dereguliert“? Für das Silicon Valley kommen jetzt die schlechten Nachrichten, die wir bereits prognostiziert hatten. Trump will alle Einwanderungsgesetze dahingehend prüfen, dass Einwanderer nicht Amerikanern die Jobs wegnehmen – so ist seine Äußerung klar zu verstehen. Das heißt: Wollen Google, Apple, Facebook und Co auch weiterhin die klügsten Köpfe von überall her ins Silicon Valley holen, wird das unter Trump deutlich schwieriger werden. Dann holt euch doch Experten aus den USA, wird Trump sagen.

Der Witz ist (oder ist es eher traurig?): Wir haben in grauer Vorzeit schon davon geschrieben, dass Trump eigentlich der Präsident aller TTIP-Gegner in Europa ist. Denn während Hillary Clinton TTIP mit voller Kraft vorangetrieben hätte, macht Trump jetzt, was er angekündigt hatte. Freihandel stoppen oder sogar zurückfahren (TPP). Da ist wohl klar, dass TTIP beerdigt ist! Man darf als TTIP-Gegner vor allem in Deutschland jubeln, wird aber wohl verwundert sein, auf welche Weise dieser „Sieg“ erreicht wurde! Eben nicht durch noch mehr Proteste, sondern durch einen Donald Trump, der alles umkrempelt.

Ach ja, die Kommunistische Partei in Peking äußert sich in einem aktuellen Artikel im Parteiorgan „People´s Daily“ ebenfalls zu Trumps aktuellen Äußerungen. Die Beziehungen zwischen den USA und China seien extrem wichtig, was selbsterklärend sei. Ein Zusammenbruch dieser Verbindung wäre ein Desaster für die beiden Länder und die ganze Welt. Das erste Telefonat zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping sei produktiv verlaufen, so die Zeitung. Die Verbindung der beiden Länder sei zu groß um zu scheitern, womit man auf die zu großen Banken während der Finanzkrise anspielt, die nicht pleite gehen durften. Trump teile die Sichtweise, dass die Beziehungen der beiden Länder besser und nicht schlechter werden sollten. Naja, ob Trump das wirklich genau so sieht? Er will ja gerade Jobs aus China zurückholen in die USA, zu aller erst die von Apple. Das dürfte die Chinesen wenig freuen.

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    joah

    22. November 2016 09:58 at 09:58

    Riecht etwas nach Sozialismus, wenn dann der Rest der Welt keine Lust mehr auf deren ökonomische Spielchen hat.

  2. Avatar

    Trigo

    22. November 2016 10:00 at 10:00

    Ich weiß nicht wieso aber Trump erinnert mich immer mehr an den Film „Grumpy Old Men“.

  3. Avatar

    Helmut Josef Weber

    22. November 2016 10:00 at 10:00

    „Das heißt: Wollen Google, Apple, Facebook und Co auch weiterhin die klügsten Köpfe von überall her ins Silicon Valley holen…“
    Die klügsten Köpfe brauchen nicht in de USA geholt werden, denn es ist egal ob der kluge Kopf in Delhi an der Tastatur sitzt oder in den USA, er gibt seinen Verdienst dann allerdings nur in Indien aus.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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    gerd

    22. November 2016 11:11 at 11:11

    Mit den Regulierungen hatte ich umgekehrt verstanden, dass Trump weitere gerne vermeiden möchte.
    Weil die das (Wirtschafts)leben einengen würde.

    Und dass eben nur dann eine neue Reglementierung überhaupt akzeptiert würde, wenn dafür gleichzeitig zwei alte fallen würden. Wenn das nicht ginge, gäbe es zumindest keine neue, zusätzlich einengende Maßnahme.

  5. Avatar

    bademeister

    22. November 2016 11:28 at 11:28

    Der Mann würd gern auf Adi machen, muss aber gleichzeitig darauf achten, demokratisch zu bleiben….was auch immer wer und wann darunter versteht.
    Die Globalisierung liegt jedenfalls derzeit auf Eis…vom amerikanischen Nordpol.

  6. Avatar

    Jörg

    22. November 2016 12:29 at 12:29

    Die Trump- Ansprache findet man übrigens auf seiner website (mit Endung „gov“!):
    https://www.greatagain.gov/

    1.) Folgen für die VR China: In einem Artikel (dessen link ich leider nicht mehr erinnere), vor ca. 14 Tagen, wurde darauf hingewiesen, daß eine neue US-Politik des ‚Arbeitsplätze- Zurückholens‘ ein erheblicher Grund zur Freude in China ist. Denn chinesische Anleger können nun zu sehr günstigen Preisen das Eigentum an den US-Produktions-Dependancen in China erwerben. Verlierer sind die US-Firmen, die mit ihren dortigen Produktionsstätten nichts mehr anfangen können, da sie sich in der Regel nicht auf den chinesischen Binnenmarkt einstellen und nun für diesen produzieren wollen. Anders die zukünftigen chinesischen Erwerber, die einen großen Reibach machen.
    Die chinesische Führung, die – anders als Merkel-Gabriel – die Exportlastigkeit ihres Landes ohnehin abbauen und statt dessen den Binnenmarkt ankurbeln wollen, dürfte auch begeistert sein.
    2.) Folgen für die BRD: Trump hat nicht nur das ‚Arbeitsplätze-Zurückholen‘ zum Programm gemacht, sondern auch das fortlaufende Handelbilanzdefizit gegenüber ‚zahlreichen Ländern‘.
    Gegenüber der BRD fahren die USA Jahr für Jahr ein Handelsdefizit von mehr als 50 Mrd. Dollar ein. Ohne die BRD zu erwähnen, dürfte Trump gerade dieses Handelbilanzdefizit gegenüber Deutschland gemeint haben. Den US-orientierten deutschen Exportfirmen dürfte deshalb zukünftig ein kalter Wind entgegenwehen!
    Auch deutsche Firmen mit Produktionsstätten in China (oder Südkorea, Taiwan) – die auch und gerade für den Import in die USA produzieren – werden Probleme bekommen.

    Die feindselige Haltung des Merkel-Gabriel-Regimes in Berlin, die gegenüber Trump schon genauso feindselig ist wie gegenüber Putin oder dem Iran, ist da kein Hilfe. Anders als die US-Industrie hat die deutsche Industrie offenbar auch keinen Einfluß auf das Berliner Regime. Schon Gabriels „Handels-Vernichtungs“-Feldzug gegen China und den Iran sah die deutsche Industrie verzweifelt aber auch machtlos zu (warum, weiß ich nicht! Haben die keine Lobby?). Statt den deutschen Handels- und Exportbeziehungen zu nützen, führte sich Gabriel stets wie ein wichtigtuerischer Elefant im Porzellanladen auf!

    a) CHINA; Siehe http://www.bild.de/politik/ausland/sigmar-gabriel/so-grausam-werden-china-rebellen-gequaelt-48568630.bild.html : „Die Bundesregierung macht Druck beim Thema Menschenrechte in China! Vizekanzler Sigmar Gabriel (57, SPD) traf sich am Mittwoch in der deutschen Botschaft in Peking mit Dissidenten und Aktivisten, sicherte ihnen die Unterstützung der Bundesregierung zu„.
    Wohlgemerkt: Nicht etwa der Massenfolterer, Staatenvernichter und Massenmörder Obama, der sogar eine eigene „Tötungsliste“ hat (und in dieser US-Diktatur sogar haben darf!), wurde ermahnt, die Menschenrechte zu wahren und das Recht eines fairen Gerichtsverfahrens zu respektieren! Nein: China mußte angeblafft werden! Siehe auch „Chinas Staatsmedien verschweigen Gabriel-Besuch“ – http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-11/http-www-zeit-de-wirtschaft-2016-11-china-sigmar-gabriel-aixtron-uebernahme-pruefung-wirtschaftsbeziehung-deutschland .

    b) IRAN: Siehe https://www.rt.com/news/361624-germany-iran-meetings-canceled-israel/ : „Precondition? Iran officials ‘snub’ German vice chancellor over call for Tehran to recognize Israel
    Wohlgemerkt: Nicht etwas Israel wird aufgefordert, das Recht der Iraner auf Existenz und Frieden zu respektieren! Israel, das seit Jahren zweimal die Woche einen Angriffskrieg gegen den Iran fordert und androht, wird statt dessen mit atomwaffenfähigen deutschen U-Booten und Fregatten auf Kosten der deutschen Steuerzahler beschenkt, mit denen Israel den Iran bedrohen und vernichten kann!

    c) USA: „Deutscher Vizekanzler sieht in Donald Trump eine Gefahr für Frieden und Wohlstand in der Welt“ – http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/297565-deutscher-vizekanzler-sieht-in-donald-trump-eine-gefahr-f%C3%BCr-frieden-und-wohlstand-in-der-welt

    RUSSLAND: Ist ja bekannt: Merkel-Gabriel haben die Wirtschaftsbeziehungen völlig zerstört!

    Resümee: Dieser Kriegs-Gauck, der doch verlangt, die Bundeswehr für die deutschen Wirtschaftsinteressen einzusetzen, müßte doch eigentlich einen sofortigen Drohnenangriff der Bundeswehr a la Kundus auf das korrupte Gesindel im Bundeskanzleramt verlangen! Schließlich ist der „Bundeswehreinsatz im Inneren“ doch durchgewunken worden (hihi!)!

    Die Koalitionsregierung in Berlin ist allein eine israelische(!) – und keine deutsche Interessenvertreterin mehr.
    Und die deutsche Industrie, die, anders als die Industrien anderer Länder, noch nicht einmal in der Lage ist, ihre (und unsere) Interessen zu verteidigen und Front gegen die alles zerstörende Merkel-Gabriel-Regierung zu machen, wird – selbstverschuldet! – unter Trump (Putin, Xi, Hassan Rohani) harten Zeiten entgegensehen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. November 2016 12:35 at 12:35

      @Jörg, alles schön und gut, aber was soll das mit der „israelischen“ Interessensvertretung? Was meinen Sie damit? Da scheinen mir sehr problematische Untertöne bei Ihnen zu sein!

      • Avatar

        gerd

        22. November 2016 12:50 at 12:50

        Also, das sehe ich auch total anders.

        Ich frage mich manchmal, warum Israel überhaupt noch so gelassen reagiert, bei dem was Deutschland dem Land (und den Juden) zumutet.

        Zumindest würde ich das so empfinden, wenn ich versuche, mich mal in einen Israeli oder einen Menschen jüdischen Glaubens hineinzuversetzen.
        Gut, dass ich das ja nicht muss und sagen kann, dass mir das an und für sich ziemlich egal sein sollte.

      • Avatar

        Jörg

        22. November 2016 14:21 at 14:21

        @Marcus
        1.) „israelische Interessenvertretung“
        Allein im israelischen – nicht deutschen! – Interesse sind
        a) die Lieferung von deutschen atomwaffenfähigen U-Booten und Kriegschiffen an Israel. Dies auch noch auf Kosten(!) der Bundeskasse!

        b) die Lieferung von Panzern und anderen Kriegswaffen an das mit Israel verbündete Terrorregime in Riad (Saudi-Arabien), daß derzeit (mit deutschen Waffen) Völkermord im Jemen begeht

        c) die gewalttätige „Entvölkerungspolitik“, die (auch) das Berliner Regime gegen die Staaten Irak und Syrien betreibt. Siehe dazu: http://www.pravda-tv.com/2015/10/wikileaks-depeschen-zeigen-plan-zur-strategischen-entvoelkerung-von-syrien-und-eu-fluechtlingskrise/ (und auch meinen dortigen Kommentar)

        d) das absurde Verlangen gegenüber der iranischen Regierung „das Existenzrechts Israels“ anzuerkennen. „Absurd“ und eine propagandistische Provokation deshalb, weil seitens des Iran das „Existenzrecht Israels nie bestritten wurde. Lediglich wurde Achmedinedschad damals vom israelischen Institut „Memri“ gezielt und kriegstreiberisch falsch übersetzt: Siehe http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Iran/mellenthin9.html oder auch
        http://fair.org/uncategorized/now-they-tell-us-iran-didnt-actually-threaten-to-wipe-israel-off-the-map/ oder http://fair.org/extra/lost-in-translation/ oder http://www.globalresearch.ca/israel-wiped-off-the-map-the-rumor-of-the-century-fabricated-by-the-us-media-to-justify-an-all-out-war-on-iran/21188 .
        Hingegen fordert das Regime in Israel schon seit fast 15 Jahren den Iran zu zerstören! Und ja, auch die „isrealische“ Hillary Clinton: “If I’m President, We Will Attack Iran… We would be Able to Totally Obliterate Them” – http://www.globalresearch.ca/hillary-clinton-if-im-president-we-will-attack-iran/5460484 . „To obliterate“ heißt im Deutschen übrigens: „Auslöschen“. Sagt euch Deutschen das was? Häh? „Auslöschen“ !!!

        Die Provokation Gabriels mit der seinerzeit Achmedinedschad untergeschobenen Falschübersetzung erfolgte also allein im israelischen „Interesse“ – nicht im deutschen. Auch daß das Folterregime in Tel Aviv von der Regierung der BRD bis heute(!) nicht zur Einhaltung der Menschenrechte ermahnt wird, erfolgt allein im israelischen Interesse – nicht im deutschen! Es könnte 1996 gewesne sein, da laß ich in der Süddeutschen Zeitung (damals konnte man sie noch lesen), daß Israel nicht nur Erwachsene, sondern auch palästinensische Kinder(!) foltert. Ich sprach ein Israelin an, zu der ich damals Kontakt hatte: Sie fand das ganz in Ordnung!.
        Ach ja, Marcus: Unlängst behaupteten Sie, daß Assad die Muslimbrüderschaft unterstützt habe und, daß er foltern ließe. Beides haarsträubende Unwahrheiten. Schon der Vater Haffez al Assad hat die Syrier gegen die Muslimbrüder verteidigen müssen. Und was „Folter“ angeht: Sogar wenn Assad foltern ließe – was nicht der Fall ist! – wäre er immer noch ein ‚Waisenknabe‘ was die Folterei der Israelis, der USA, Saudi-Arabiens (und wohl auch der Türkei) usw. anginge.

        e) dem israelischen Antisemitismus (Araberhaß) nicht entgegenzutreten.

        2.) „problematische Untertöne“
        Ich bitte um Aufklärung, was Sie, Marcus, damit meinen.
        Was soll „problematisch“ sein?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          22. November 2016 14:44 at 14:44

          @Jörg, das ist schon etwas herb, was Sie hier behaupten! Nur zwei Punkte: Assad hat nicht im eigentlichen Sinne die Muslimbrüder unterstützt, sondern radikale Islamisten, die militärisch ausgebildet und dann mit einem one-way-ticket in den Irak geschickt worden sind. Das alles mit Belegen und ausführlich bei Christoph Reuter, „Die Schwarze Macht. Der Islamische Staat und die Strategen des Terrors“. Würde sich schon lohnen, sich mit der Thematik auch nur ansatzweise zu beschäftigen, bevor man so etwas behauptet!

          Zu Iran Israel:

          „Die islamische Revolution in Iran führte zu einer fundamentalen Änderung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Der Kampf gegen Israel wurde iranische Staatsdoktrin. Die Führung des nunmehr in eine islamische Theokratie umgewandelten Iran erkannte fortan das Existenzrecht Israels als jüdischen Staat nicht mehr an. Iran strebt stattdessen einen Staat Palästina auf dem Gebiet des heutigen Israel an und bezeichnet das gesamte von der UNO anerkannte Staatsgebiet Israels als „besetzte Territorien“ und die israelische Regierung als „zionistisches Regime Teil dieser staatlichen Propaganda ist der von Chomeini ausgerufene, alljährliche „Al-Quds-Tag“.

          Was Sie hier betreiben, nennt man postfaktisch. Ideologie statt Bemühen um Erkenntnis!

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            22. November 2016 14:59 at 14:59

            @Jörg, und das war dann mit der Holocaust-Konferenz 2006 in Teheran? Ein Sammelsurium an Übersetzungsfehlern?

          • Avatar

            Jörg

            22. November 2016 15:17 at 15:17

            @Markus Fugmann
            Ihre Behauptung „Was Sie hier betreiben, nennt man postfaktisch. Ideologie statt Bemühen um Erkenntnis!“ nimmt nicht Bezug auf mein Ausführung der israelischen Lenkung der Berliner Regierung und ist nur (fakten- und argumentlose) Polterei. Bleiben Sie, Markus, doch bitte sachlich!
            Was das Buch „Die Schwarze Macht“ ausführt, weiß ich nicht. Vermutlich auch ein israelisches oder „Memri“ Propagandaprodukt im Stile von ‚Assad macht Gas-Angriffe gegen die eigene Bevölkerung‘ . Bringen Sie bitte Argumente! Auf meinen Kommentar gehen Sie bis jetzt nicht ein (Assad war doch nur ein Nebenschauplatz!) !
            Auch haben Sie meine Frage, „Was soll ‚problematisch‘ sein?“ nicht beantwortet!! das ist mir schon wichtig, was Sie damit gemeint haben!

            Gruselig ist dies von Ihnen zitierte „Existenzrecht Israels als jüdischen Staat„. Nein, Israel ist kein „jüdischer Staat“! Oder ein Religionsstatt – wie leider der Iran! Diese offenbar rassisch gemeinte Formulierung von „Jude“ läßt mich vermuten, daß Sie, Markus, zu diesen gewissenlosen Deutschen gehören, die bis jetzt die abartige Formel von „6 Millionen ermordeter Juden“ bringen! „Abartig“ nicht, weil die Nazis natürlich auch Kriegsgefangen, Oppositionelle, Schwule usw. umgebracht (und gefoltert) haben. Denn es ist schon richtig, die rassistisch Ermordeten extra aufzuführen – und das Wort „Holocaust“ meint ja eben diese.

            Also: Gehören Sie, Markus, zu denjenigen die immer noch die Formel „6 Millionen ermordeter Juden“ verwenden, wenn die Sprache auf den Holocaust kommt?!
            Ein einfaches „Ja“ (welches ich derzeit vermute) genügt mir zu nachfolgenden Erwiderung.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            22. November 2016 15:24 at 15:24

            @Jörg, es macht nicht viel Sinn, mit Ihnen zu diskutieren! Ich habe, bevor ich mich mit den Finanzmärkten beschäftigt habe, jüdische Geschichte studiert, dazu u.a. das Buch „Moderner Antisemitismus“ geschrieben. Insofern ist Ihr Vorwurf, ich würde eine „rassische“ Definition von Juden vertreten, einfach nur haarsträubend. Vielleicht sollten Sie sich besser andere Foren suchen, die Ihre verqueren Gedanken nachvollziehbar finden..

          • Avatar

            Jörg

            22. November 2016 16:03 at 16:03

            @Markus Fugmann sagte am 22. November 2016 15:24 um 15:24 :
            Nun auch nur wieder Polemik: Und daß ich was lesen soll, ist doch kein Argument! Eine politische Diskussion wird doch mit Argumenten geführt (oft habe ich gegnerische Argumente später übernommen – weil sie überzeugend waren).
            Auch haben Sie meine Frage nicht beantwortet. Sie lautete: „Gehören Sie, Markus, zu denjenigen, die immer noch die Formel ‚Millionen ermordeter Juden‘ verwenden, wenn die Sprache auf den Holocaust kommt?!„.

            Ich soll was lesen. Ja, gut, dann sollten Sie aber auch was lesen. Z. B. dies: „Die deutschen und die zionistischen Antisemiten“ – http://www.directupload.net/file/d/3598/6nwcywgy_pdf.htm

            Und auf Ihren Vorschlag: „Sie (sollten) sich besser andere Foren suchen, die Ihre verqueren Gedanken nachvollziehbar finden“ erwidere ich mit: Wenn Sie, Markus Fugmann keine andere Meinung oder einen Meinungsaustausch ertragen, ohne gleich aggressiv/polemisch zu werden und außerstande sind, zu argumentieren (damit man auch versteht, was Sie meinen) dann lassen Sie doch das Kommentieren hier und kümmern sich doch einfach allein um ihren Betreib. Niemand zwingt Sie zum kommentieren!
            Sie, Markus Fugmann, meiden jeden Meinungsaustausch (Betonung auf „-austausch“ – davon lebt eine Diskussion!) und sind nur zur Polemik in der :Lage: Z. Bb. „verquere Gedanken“ (was soll an meinen Gedanken denn „verquer“ sein?): oder: „Was Sie hier betreiben, nennt man postfaktisch. Ideologie statt Bemühen um Erkenntnis!“ (inwiefern „betreibe“ ich etwas? Inwiefern ist die Bezeichnung „postfaktisch“ argumentationsersetzend? Inwiefern bemühe ich mich nicht um „Erkenntnis„?).
            Stellen Sie sich vor, ich würde IHNEN so was vorwerfen!! Da wäre aber was los! Ja, ja, der „Balken im eigenen Auge“ – und ich bin noch nicht einmal Christ!
            Ich bin mit Sicherheit nicht der Erste (prüfen Sie bitte ihr Herz und Ihre Erinnerung!), der ihnen, Markus Fugmann, das sagt: Sie sind zu einer friedliche Diskussion/einem Meinungsaustausch nicht in der Lage. Mein Vorschlag wäre: Mehr an sich arbeiten!

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            22. November 2016 16:10 at 16:10

            @Jörg, ich werde an mir arbeiten! Aber das Problem ist doch: wie soll ich mit Ihnen diskutieren, wenn Sie aller-elementarste Sachverhalte bestreiten – wie etwa die Tatsache, dass der Iran das Existenzrecht Israels bestreitet? Wie soll ich mit Ihnen diskutieren, wenn Sie etwa behaupten, die Schlacht von Stalingrad habe es nie gegeben? Und auf diesem Niveau bewegen Sie sich leider..
            Ihre Welt ist weiß und schwarz – wenn ich Ihnen aufzeige, dass Assad natürlich vor allem aus dem Ausland stammende Islamisten (nicht: Muslimbrüder, sondern radikale Islamisten!) militärisch ausbilden ließ, um sie in den Irak zu schicken, weil er damit die Amerikaner in Schwierigkeiten bringen wollte im Irak?! Dass Sie das reflexartig als israelische Propaganda abtun, ohne auch nur den Versuch zu machen, das zu verifizieren oder zu falsifizieren, spricht schon Bände!

        • Avatar

          gerd

          22. November 2016 16:00 at 16:00

          Ich bin froh, dass @Markus Fugmann unter die Diskussion einen Schlussstrich gezogen hat.
          Sonst müsste ich meine Zeit auch noch verwenden, um Ihnen mit Argumenten unterlegte Erwiderungen entgegenhalten. Und das wäre mir bei den vielen von Ihnen genannten Punkten viel zu aufwendig.

  7. Avatar

    Walter Schmid

    22. November 2016 13:59 at 13:59

    Welchen kaum zu ermessenden Schaden korrupte und unfähige Politiker breiten Bevölkerungsschichten aufbürden, zeugt von Verantwortungslosigkeit und Respektlosigkeit auch gegenüber künftigen Generationen. Wir sehen es auch in Deutschland. Es ist nicht nur völlig legitim, sondern selbstverständlich, dass ein Staatsoberhaupt die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen des eigenen Landes an die erste Stelle setzt. Und genau das hat Trump offenbar vor und das ist gut und richtig! Und diese Ziele lassen sich durchaus auch mit guten internationalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen verbinden.
    Vorverurteilungen sind fehl am Platz. Donald Trump und der amerikanische Kongress sind nicht so dumm, wie sie von Vielen allzu gern gemacht werden wollen.

  8. Avatar

    Mulinski

    22. November 2016 14:12 at 14:12

    Soviel zu Rechtspopulist, das kann alles von Wagenknecht und Genossen kommen, aber die Medien spielen halt leichter auf der Tastatur gegen die bösen Rechten.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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