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Anleihen

Heutige Emission von Bundesanleihen: Trump bringt die Rendite zurück, es gibt wieder eine Risikoprämie für Käufer!

Der Trump-Sieg macht sich auch bei Wolfgang Schäuble in echten Euros bemerkbar. Heute hat Deutschland angeboten 3 Milliarden Euro Schulden für 10 Jahre aufzunehmen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Trump-Sieg macht sich auch bei Wolfgang Schäuble in echten Euros bemerkbar. Heute hat Deutschland angeboten 3 Milliarden Euro Schulden für 10 Jahre aufzunehmen (die wichtigste Laufzeit bei deutschen Anleihen). Aufgenommen hat man dann letztlich nur 2,51 Milliarden Euro, obwohl es auf der Nachfrageseite ein Volumen von 5,1 Milliarden Euro gab. Die „Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH“, die für den deutschen Staat die Schuldenaufnahme abwickelt, hat mal wieder in der Auktion nicht alles akzeptiert, was Banken, Fonds und Versicherungen bereit waren zu zahlen.

Erstaunlich: Die Gebote ohne Limit (maximaler Kaufkurs) lagen bei 3,6 Milliarde Euro. Das heißt die Marktteilnehmer hätten theoretisch alles akzeptiert, was die Finanzagentur angeboten hätte. Dennoch hat die Finanzagentur keine Abzocke betrieben, und hat eben nur 2,51 Milliarden verkauft. Die Grafiken unten zeigen die Entwicklung der letzten Auktionen von 10jährigen deutschen Bundesanleihen sehr gut. Für eine 100%ige Rückzahlung der Schuld nach 10 Jahren mussten Käufer zu Beginn der Laufzeit noch Anfang September 101,11% bezahlen, und erzielten damit eine Rendite von -0,11% pro Jahr. Nochmal, Negativrendite!

Es ist so verrückt, dass man es hier und heute nochmal betonen muss. Zinsen als Risikoprämie für Zahlungsausfall waren komplett weggefallen. Jetzt kommt die Risikoprämie zurück, fast unglaublich. Mit fallenden Anleihekursen steigt natürlich die Rendite! Jetzt hat Trump durch seinen möglichen Wirtschaftskurs alles geändert. Nachdem die Rendite kurz vor seiner Wahl schon leicht ins Plus drehte (+0,12%) liegt sie nach der heutigen Auktion schon bei 0,21%. Die Käufer mussten nur noch 97,95% für eine 100%-Rückzahlung nach 10 Jahren ausgeben, bei einem Zinskupon von 0,00%.

Kommentatoren wie zum Beispiel Holger Zschaepitz von der Welt bezeichnen es aktuell so: Trump macht die Staatsschulden wieder teurer! Und in der Tat: Die aktuelle Rendite dieser ganz frischen Emission von +0,21% ist die teuerste Schuldenaufnahme für Deutschland bei den 10jährigen seit acht Monaten. Fazit: Unglaublich, der Käufer von deutschen Bundesanleihen erhält wieder eine Risikoprämie! Denn in den letzten Monaten galt ja offiziell laut Risikoprämie (Rendite): Deutschland kann nicht pleite gehen, Risiko bei 0,00%.

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bundesanleihe
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Quelle: Bundesrepublik Deutschland ‒ Finanzagentur GmbH

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Petkov

    23. November 2016 15:42 at 15:42

    Danke für diese tiefgehende Analyse. 0,2% Rendite, cool, dann doch Rente mit 30! :-)
    Kann übrigens diese Emission von Bonds bzw. die Konsequenz davon der Grund für die aktuelle Bärenparty bei Gold & Co. sein?

    • Avatar

      Petkov

      23. November 2016 15:53 at 15:53

      Achse, nein, das sind die Auswirkungen der starken US-Güteraufträge. Danke @FMW

      Buah, dieses Captcha ist unlösbar! :)

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Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

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Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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