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Elitenversagen: Warum Populisten weiter auf dem Vormarsch sind

Gastbeitrag von Matthias Weik und Marc Friedrich. Der Brexit und die Wahl Donald Trumps kamen keineswegs überraschend und sind offensichtlich der Beginn einer radikalen Zeitenwende, wenn bei den Eliten nicht sofort…

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Gastbeitrag von Matthias Weik und Marc Friedrich

Der Brexit und die Wahl Donald Trumps kamen keineswegs überraschend und sind offensichtlich der Beginn einer radikalen Zeitenwende, wenn bei den Eliten nicht sofort ein Umdenken stattfindet. Ein weiter so und immer mehr vom Gleichen ist nicht mehr möglich. Es ist an der Zeit für eine drastische Kehrtwende. Ansonsten werden Extreme die Welt verändern und unser Wohlstand und Demokratie werden langfristig auf dem Spiel stehen.

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Die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich.

Großbritannien und die USA haben gewählt. Die einen die EU ab und die anderen Donald Trump ins Präsiden-tenamt. Entgegen aller Horrorszenarien sind weder Großbritannien noch die USA im Meer versunken noch sind die Märkte nachhaltig eingebrochen. Nein, sie sind sogar gestiegen. Mit der von uns keineswegs überraschenden Wahl Trumps (http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Marc-Friedrich-Finanzmarktexperte-article18982476.html) zum US-Präsidenten wurden die Eliten nach dem Brexit abermals vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt. Wie kann das sein, denn weder in den USA noch in Großbritannien hat ausschließlich die weiße Unterschicht – von den „Oberen“ verächtlich „white trash“ genannt, entgegen ihren Erwartungen abgestimmt. Insbesondere in den USA hat sich auch die US-Mittelschicht nicht für Trump sondern oftmals gegen das mit Clinton und das damit verbundene sogenannte „Establishment „ entschieden. Trump wurde nicht zum Präsident gewählt, weil er so ein toller Hecht ist, sondern weil die Menschen es satt haben, dass sich das oberste Prozent der Bevölkerung ausschließlich um sich kümmert und sich gnadenlos bereichert, während der Rest auf der Strecke bleibt und obendrein für dumm verkauft wird. Einerseits sind die Vermögen der Superreichen in den letzten 15 Jahren explodiert, andererseits sind die Einkommen der Mittel- und Unterschicht kaum gestiegen. Amerika ist nicht nur New York, Kalifornien und Miami. Nein es leben nicht nur an der Ost- und Westküste der USA Menschen, sondern auch dazwischen und zwar verdammt viele. Dieses dazwischen, das ist das andere, das abgewirtschaftete Amerika. Amerikas Mittel- und Unterschicht sind zweifellos die Verlierer der Globalisierung. Eine Reise in die Mitte Amerikas hätte den Eliten gut getan. Genauso ist es Ratsam für unsere Eliten in Europa dorthin zu gehen wo auch viele Menschen wohnen – in den Vororten der großen Städte, in den vergessenen Städten und Regionen und auf dem tiefen Land.

Wer jedoch jeden Andersdenkenden als dumm oder noch schlimmeres und jeden sozial schlechter gestellten als faul bezeichnet und sich parallel völlig realitätsfern zumeist auf dem Parkett schicker Hotels und Wohngegenden, exklusiver Events und Businessclubs, hipper Bars und Nobelrestaurants oder auf Golf- beziehungsweise Tennisplätzen bewegt, und vorzugsweise in der Business oder First Class eincheckt wird auch zukünftig von den kommenden demokratischen Wahlen in der westlichen Welt „überrascht“ werden. Nicht nur in Großbritannien, den USA, sondern auch in den Niederlanden, Italien, Frankreich, Österreich… und auch bei uns haben viele Menschen die Bevormundung, die Indoktrinierung von einer Meinung, die Lügen und leeren Versprechen der oftmals von Lobbyisten gesteuerten weltfremden Berufspolitiker in Berlin, Brüssel, Washington, Paris, London…, die einseitige Berichterstattung, die Wall Street, die EZB, die korrupte FIFA, die betrügerischen VW-Manager die Boni kassieren während tausende von Arbeitern ihren Job verlieren werden, die kriminellen Handlungen der Deutschen Bank, das lächerliche Geschacher um den Posten des Bundespräsidenten … summa summarum ihre Eliten absolut satt. Was wir erleben ist ein Wandel. Die Lawine ist ins Rollen gekommen und sie ist mächtig groß und kann nicht mehr gestoppt werden. Das spüren die Protagonisten in der Politik. . Ihre sichere und privilegierte Welt gerät ins Wanken und „die da unten“ agieren anders als zuvor und als gewollt. In vielen Auftritten nach der Wahl in Großbritannien und in den USA spürte man regelrecht die Unsicherheit und die Angst der Damen und Herren. Anstatt zu reflektieren, wurde man trotzig . Das wird die Sache nicht verbessern sondern lediglich verschlimmern.

Warum ist das so, wie konnte es soweit kommen und warum werden Populisten in Zukunft noch viel stärker an Zuwachs gewinnen?

Im Zuge der Finanzkrise wurden Banken mit Milliarden von Steuergeldern gerettet. Die Verantwortlichen aus Finanzwirtschaft und Politik wurden jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 mit ihren zahlreichen Bankenrettungen – auf Kosten der Steuerzahler – ist es offensichtlich, dass global eine gigantische Umverteilung von Unten, der Mitte und Oben nach ganz ganz Oben stattfindet. Während zahlreiche kleine Unternehmen im Zuge der Krise bankrottgegangen sind wurden „systemrelevante“ Banken gerettet. Wichtig zu wissen ist: Banken sind niemals systemrelevant – sie sind das System und sonst gar nichts. Sollten einmal unsere Ärzte, die Damen und Herren von Polizei, Feuerwehr und Müllabfuhr eine Woche nicht zur Arbeit erscheinen, dann wird auch den Politikern in Berlin und Brüssel dämmern wer oder was tatsächlich systemrelevant ist. Trotz Exportweltmeistertitel und Rekordsteuereinnahmen besteht unserer Ansicht nach kein besonderer Grund für Jubelarien. Während einerseits die sozialversicherungspflichtigen Jobs in Vollzeit in Deutschland seit 1992 um 18 Prozent gefallen sind, sind die Teilzeitjobs um 139 Prozent gestiegen. Andererseits sind die realen Nettolöhne seit 1992 nur um 0,4 Prozent gestiegen, während die Unternehmenseinkommen und die Einkommen der Supereichen um 70 Prozent gestiegen sind. In Deutschland arbeiten bereits über 8 Millionen Menschen, in voll- und Teilzeit, im Niedriglohnsektor. Sie können von ihrer Hände Arbeit nicht Leben geschweige denn etwas für das Alter ansparen. Folglich ist eine gewaltige Altersarmutswelle vorprogrammiert. Nicht zu verkennen ist, dass jene die in Vollzeit arbeiten, unser Sozial- und Rentensystem am Leben erhalten. Altersarmut ist folglich vorprogrammiert. Wenn dann auch noch vollkommen realitätsferne Politiker heute über das Jobwunder jubeln und uns erzählen, wir alle profitieren vom Euro, dann sorgt dies gelinde gesagt mindestens für Kopfschütteln in der Bevölkerung und für eine weitere „Überraschung“ bei den nächsten Wahlen.

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Wahnsinn EZB

Das Epizentrum des Kapitalismus ist in seiner Verzweiflung und mangels Lösungen zur Planwirtschaft überge-gangen. Mittlerweile hat die EZB unvorstellbare 1,15 Billionen Euro mit ihrem fragwürdigen Aufkaufprogramm in die Märkte gepumpt und unser Finanzsystem ad absurdum geführt. Niemand hat den EZB-Chef und ehemaligen Goldman Sachs Banker Mario Draghi gewählt. Er wurde eingesetzt. Dessen Politik ist ganz klar gegen die Kleinen und für die Großen. Heute wird der belohnt, der Schulden macht und der bestraft der gesund wirtschaftet. Die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einige Konzerne wie beispielsweise Henkel und Sanofi verdienen Geld mit Schulden machen. Dass dies weder sinnvoll noch nachhaltig ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik enteignet die EZB die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken (Volksbanken, Spar- und Bausparkassen), zerstört Pensions- und Krankenkassen. Und Zusätzlich sorgt sie für eine gigantische Blase nach der anderen an den Aktien- und Immobilienmärkten. Der Wohnraum wird dadurch für immer mehr Menschen in vielen Regi-onen unerschwinglich gemacht, da die Löhne keinesfalls mit den kontinuierlichen Preissteigerungen am Immobi-lienmarkt mitziehen. Zukünftig wird die EZB Negativzinsen einführen. Diese Politik wird zu massiven Bargeldab-hebungsbeschränkungen führen Ein komplettes Verbot ist im Extremfall nicht ausgeschlossen. Dies wird uns verträglich häppchenweise präsentiert. Lassen Sie sich nicht blenden! Sollte schlussendlich die von der EZB her-beigesehnte Inflation in ihrer vollen Härte kommen, dann werden wir uns alle warm anziehen müssen und bei der nächsten Wahl auf eine „Überraschung“ gefasst machen.

Griechenland ist bankrott und wir sehen unser Geld nie mehr

Nach wie vor werden wir Bürger von der Politik offensichtlich für unterbelichtet gehalten. Griechenland ist pleite! Es wird von höchster Ebene seit Jahren nichts weiter als Insolvenzverschleppung betrieben. Wir werden das Steuergeld für die „Griechenlandrettungspakete“ nie wieder sehen, das sollte uns allen klar sein. Abgesehen davon ist 92 Prozent des Rettungsgeldes nicht in Griechenland sondern bei ausländischen Banken gelandet. Diese waren so gierig und dämlich einem vollkommen bankrottem Land Geld gegen hohe Zinsen zu leihen. In den letzten Jahren wurden dann diese dämlichen Banken von weitaus dämlicheren gerettet – uns Steuerzahlern. Bei der letzten Tranche für Griechenland, Ende Oktober 2016, in Höhe von 2,8 Milliarden Euro war es eigentlich Bedingung, dass der IWF sich an dieser ebenfalls beteiligt. Der IWF hatte sich jedoch mit der Begründung verwehrt, dass Griechenland niemals in der Lage sein wird seine Schulden zurückzuführen. Die Griechenlandrettung ist nichts anderes, als eine versteckte Bankenrettung. Das Geld ist nicht weg. Es ist aber größtenteils wo anders, allerdings nicht in Griechenland sondern bei den Banken und Versicherungen, die den Griechen Geld geliehen haben gelandet. Darben müssen die Menschen in Griechenland und bezahlen müssen wir Steuerzahler.

Voller Inbrunst jubelt Herr Schäuble über eine schwarze Null, was nichts weiter bedeutet, als dass er genauso viel ausgibt wie er einnimmt. Kein Politiker konnte uns bisher erklären wie das bankrotte Griechenland das Geld jemals zurück bezahlen kann, wenn nicht einmal Deutschland – als Exportweltmeister mit Rekordsteuereinnahmen im Zuge einer Niedrigzinsphase – es schafft seine Schulden zu bezahlen. Es ist an der Zeit aufzuhören gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen. Der Schuldenschnitt/Erlass für Griechenland wird spätestens nach der Bundestagswahl kommen. Staaten bezahlen niemals ihre Schulden. Aus diesem Grunde ist von Investments in Staatsanleihen wie beispielsweise Lebensversicherungen, Riester, Rürup… grundlegend abzuraten und Investments in Sachwerte sind in der heutigen Zeit essentiell gegen diesen Wahnsinn als Absicherung für das Ersparte. Würde man das Verschwenden von Steuergeldern ebenso drakonisch bestrafen wie dessen Hinterziehung würde manchem Irrsinn Einhalt geboten. Nicht nur der ein oder andere Verantwortliche der sinnfreien Rettungspakete, des Berliner Flughafens BER, der Elbphilharmonie.. würde sich heute hinter schwedischen Gardinen wiederfinden. Da dies nicht der Fall ist wird der ein oder andere Wähler – bezüglich dieses schweren Missverhältnisses – sein Unwollen mit seinem Wahlzettel zum Ausdruck bringen und für „Überraschungen“ sorgen.

Der Euro und die EU ist gescheitert

Spätestens seit der Flüchtlingskrise ist es für jedermann endgültig offensichtlich, dass innerhalb der EU mehr gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet wird. Die folgenden zwei Schaubilder verdeutlichen warum Popu-listen insbesondere im Süden Europas weiter an Zulauf gewinnen und folglich der Euro und die EU implodieren werden. Während sich die deutsche Wirtschaft nach der Finanzkrise erholt hat und die Industrieproduktion stetig steigt, ist der Sachverhalt in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland ein anderer. Die Südschiene Europas liegt wirtschaftlich am Boden, die Industrieproduktion bewegt sich auf dem Niveau der 1980er beziehungsweise 1990er Jahre, die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Jugendarbeitslosigkeit extrem hoch. Hun-derttausende Jugendliche unter 25 Jahren mussten und müssen noch immer auf Grund mangelnder Perspektive ihr Land verlassen. Allein knapp 800.000 Spanier, 140.000 Portugiesen, über 120.000 Italiener und 100.000 Griechen… haben bisher ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Wenn die jungen Fleißigen und Gebildeten ihr Land ver-lassen, dann hat ein Land keine Zukunft. Obendrein sind die Länder – auch dank der Rettung ihrer Banken – bis zur Halskrause verschuldet. Kurzum den Ländern geht es heute mit dem Euro wesentlich schlechter wie unter ihren eigenen Währungen.

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Niemals werden diese Länder innerhalb der Eurozone wirtschaftlich auf einen grünen Zweig kommen. Trotzdem können sich diese Länder so günstig wie nie zuvor verschulden. Dies bedeutet, dass die Länder praktisch mit billigem Geld dafür belohnt werden, dass es ihnen wirtschaftlich gesehen immer schlechter geht. Das ist volks-wirtschaftlicher Wahnsinn und alles andere als nachhaltig. Der Euro sollte Europa retten – jetzt retten wir den Euro. Was ist das für ein Geld das man retten muss? Wir wollten Europa und die Menschen retten, wir haben aber die internationalen Finanzkonzerne gerettet. Was erfunden wurde, um Europa zu einen, zerstört jetzt Europa. Der Euro zerstört Europa anstatt es zu einen. Fakt ist: der Euro ist zu schwach für Deutschland und zu stark für die Südschiene Europas. Folglich sollten wir uns nicht wundern wenn populistische Kräfte in vielen Ländern weiter auf dem Vormarsch sind und aus der EU und der Eurozone austreten werden. Ein ganz heißer Favorit von uns diesbezüglich ist Italien.

Steuergerechtigkeit

Während der Bürger Europas seit vielen Jahren unter einer immensen Steuer- und Abgabenlast leidet, parken Konzerne und Superreiche nach wie vor ihr Geld rund um den Globus in Steueroasen. Ein gewisser Herr Juncker hat seine Heimat, als damaliger Finanzminister und Premierminister zu einer der größten Steueroasen der Welt für Großkonzerne wie Ikea, Amazon, Google, Fiat, Deutsche Bank, Starbucks, Apple, FedEx, PepsiCo, Heinz, Procter &Gamble….gemacht. Die in Luxemburg ansässige Firma Inter IKEA Holding hat beispielsweise im Jahre 2010 auf einen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro knapp 48.000 Euro Steuern bezahlt. Dies entspricht einem Steuersatz von 0,002 Prozent! Die Personen, welche den Steuerskandal im Jahr 2014 an das Licht der Öffentlichkeit gebracht haben, wurden keinesfalls für ihren Dienst am Gemeinwohl ausgezeichnet. Nein, Sie wurden rechtskräftig zu einer Haft- und Geldstrafe verurteilt. Trotz dieses Skandals wurde eben dieser Mann zum EU-Kommissionspräsidenten gemacht. Wenn Herr Juncker heute behauptet, dass er sich für Steuergerechtigkeit einsetzt, dann darf man nicht über Verdrossenheit seitens der EU irritiert sein und sich abermals nicht über eine „Überraschung“ bei der nächsten Wahl wundern.

All die oben genannten Punkte zeigen eindeutig auf, warum es eine Elitenverdrossenheit und keine Politikverdrossenheit gibt. Die Leute haben die Doppelmoral, die Arroganz, die Bevormundung und versuchte Beeinflussung und Steuerung der Eliten satt. Sie lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen. Sollten die Eliten nicht ganz schnell anfangen umzudenken werden die Bürger mit einer urdemokratischen Waffe gnadenlos zurückschlagen – mit ihrem Wahlzettel. Dann werden in Zukunft noch ganz andere Personen wie Donald Trump das Zepter der Macht ergattern. Der Ball liegt jetzt bei denen oben. Wenn sie nicht beginnen etwas zu Gunsten aller Menschen anstatt nur ihresgleichen zu verändern, dann werden sie abgewählt werden.



Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, haben sie u.a. die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Im Mai 2016 ist ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste geschafft hat. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de und bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/.
Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds

31 Kommentare

31 Comments

  1. Avatar

    m.d

    1. Dezember 2016 13:53 at 13:53

    Das ist die Realität. Super Bericht. Müsste man an den Bundestag mailen

  2. Avatar

    jeal66

    1. Dezember 2016 14:20 at 14:20

    Stark! Ist gibt nichts hinzuzufügen!

  3. Avatar

    leser

    1. Dezember 2016 14:21 at 14:21

    Der Inhalt (den ich gestern schon im focus lesen durfte und mich gewundert habe, angesichts der neuen Tonlage dort) ist besser als die Überschrift. Dort müsste folgerichtig „Eliten“ in Anführungszeichen stehen und das negativ konnotierte Wort „Populisten“ durch etwas wie „echte Volksvertreter“ oder etwas ähnliches ersetzt werden. Wörtlich genommen ist ein Populist genau das, ein Volksvertreter. Wenn die „Eliten“ versucht haben, daraus ein Schimpfwort zu machen, dann zeigt dies nur, wieweit man sich vom Wählerauftrag entfernt hat. Lichtjahre.

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    gerd

    1. Dezember 2016 14:34 at 14:34

    Guter Inhalt – allerdings stößt mir ein krasser Widerspruch auf:

    „…(Die wahnwitzige Notenbankpolitik)… sorgt … für eine gigantische Blase nach der anderen an den Aktien- und Immobilienmärkten.“

    „…und Investments in Sachwerte sind in der heutigen Zeit essentiell gegen diesen Wahnsinn als Absicherung für das Ersparte“

    Zum einen wähnen sie eine Blase und dann bleibt als einzige vertretbare Anlagemöglichkeit nur ein Investment in eben diese Sachwerte?
    Oder gibts da noch was anderes als Aktien und Immobilien?
    Alte Autos, alten Wein, alte Gemälde? Kanns ja wohl auch nicht sein.
    Also w e n n die EZB-Politik wirklich wahnwitzug ist und w e n n es bereits diese Blasen geben sollte – dann
    gibt es logischerweise im Moment keinerlei sinnvolle Anlagemöglichkeit

    • Avatar

      Mulinski

      1. Dezember 2016 15:18 at 15:18

      Oder gibts da noch was anderes als Aktien und Immobilien?
      Gold und Silber, Ackerland, Fischteiche und Wälder.

    • Avatar

      marc

      1. Dezember 2016 15:54 at 15:54

      @gerd, ausser Aktien und Immos gibts noch Edelmetalle. Nie gehört?
      In Venezuela soll man für eine Unze Gold ein halbes Jahr lang Lebensmittel vom Bauern bekommen.
      Damals in Argentinien waren die Immobesitzer ziemlich unglücklich, die EM Besitzer nicht.
      Aber bei uns will das Zeugs niemand und das ist auch gut so. Am besten, man spricht nicht davon.

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        gerd

        1. Dezember 2016 16:23 at 16:23

        An @mark und @Mulinski.

        Stimmt. Habe ich eigenartigerweise im Moment gar nicht dran gedacht.
        Zumal ich ja selbst nicht ganz abgeneigt wäre, dem Golderwerb mal näher zu treten, ums mal vorsichtig auszudrücken.
        Ackerland u. dlg. ist auch gut, wäre aber angeblich auch schon ziemlich teuer geworden.

        • Avatar

          gerd

          1. Dezember 2016 16:25 at 16:25

          Sorry, an@marc.

        • Avatar

          Denker

          1. Dezember 2016 21:14 at 21:14

          …seit 2008 kauf ich immer wieder Silber dazu,… mittlerweile knack ich die 3000 Unzen… der Dreck ist so billig, hoffe die ZB drücken den Preis noch bis auf 10€
          … und keiner will das Zeug irgendwie haben, fristet ein Schattendasein, HERRLICH!!!

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      Positino

      1. Dezember 2016 16:36 at 16:36

      In älteren Artikeln haben die Autoren in der Tat Waldgrundstücke als Anlagemöglichkeit empfohlen. Und natürlich das Horten von Bargeld (in der heimischen Immobilie fernab vom möglichen Zugriff von staatlichen Stellen).

  5. Avatar

    Michael

    1. Dezember 2016 14:46 at 14:46

    Hervorragender Artikel, trifft den Nagel voll auf den Kopf. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

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    Jan-Heiko Schäfer

    1. Dezember 2016 15:12 at 15:12

    Sehr geehrter Herr Friedrich und Herr Weik;

    vielen Dank für Ihren Gastbeitrag. Sie sprechen aus, was ich jeden Tag erlebe und empfinde. Aber niemals so fundiert niedergeschrieben könnte.

    Ich selbst gehörte zu einer finanziellen Elite in Deutschland ( genau genommen die, welche gerade üppige 20% Lohnerhöhung fordern). Dem Schicksal sei Dank, muss ich heute für einen reellen Stundenlohn in einem anderen Berufszweig von nur 8 € Brutto (der Mindestlohn in Deutschland ist wohl nur reine Makulatur auf dem Arbeitsvertrag) jemand anderem seine Taschen füllen.

    Ich habe dadurch einen ganz anderen Blick auf unsere Gesellschaft auf dieser Welt gewonnen; und sehe heute vieles klarer!
    Ich finde ihre Arbeit grossartig und einen wertvollen Beitrag in der heutigen Zeit, danke!

    Alles Gute Ihnen!

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    SMArtTrader

    1. Dezember 2016 15:29 at 15:29

    Ich finde den Inhalt sehr lesenswert und gut geschrieben und so manche Gedankenfolge war mir so auch neu.

    Was mir nur immer wieder auffällt: Die „Drohung“ mit der „Demokratiekeule“ (Das Wahlvolk wird euch hinwegfegen!) klingt immer wieder wie eine – für als kleine Wahllemminge – als eine echte Möglichkeit uns zu „rächen“. Endlich können wir es euch da oben zeigen!!

    Leider ist das aber eine Schimäre. Denn schaut man zurück in die Geschichte, so sind die, die von solchen Systemen der Bereicherung profitiert haben noch so gut wie immer mit einem erkläglichen Teil Ihres Vermögens davon gekommen! Thurn & Taxis samt Vermögen zum Beispiel hat mehr als nur eine Revolution überlebt!

    Das ist genau der Punkt: Zwar werden auch die „Eliten“ unter dem kommenden leiden, aber am Ende werden sie wieder gebraucht um mit ihrem übrig gebliebenen Vermögen und ihren Verbindungen das Nachfolgesystem wieder neu aufzubauen.

    Nein, es wird nach dem Zusammenbruch des jetzigen Systems ein neues geben, aber der Reichtum wird auch dann wieder ungleich verteilt werden bzw. immer noch sein.

    Die alte Welt in neuen Kleidern…

  8. Avatar

    Mulinski

    1. Dezember 2016 15:30 at 15:30

    Kurzum den Ländern geht es heute mit dem Euro wesentlich schlechter wie unter ihren eigenen Währungen. Nicht so laut, sonst gilt man gleich als Europahasser, Ewiggestrig und dumpfer Nationalist, und man gefährdet außerdem den Frieden in Europa, den den gäbe es ja bekanntlich ohne EURO und EU überhaupt nicht. Erinnert sei an Junkie Juncker und seiner tollen Aussage: Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!

  9. Avatar

    Axel

    1. Dezember 2016 16:16 at 16:16

    In Sachwerte wie Gold und Silber investieren? Dazu ein sehr interessanter Artikel eines Schweizer Bankers bei Tichys. Kernaussage: Die Goldpreise werden von den Zentralbanken massiv manipuliert und werden nie in die Höhen der Goldpropheten katapultiert (solange das System noch läuft). Und im Falle eines Crashes ist ein Goldverbot bereits ausgemachte Sache. Ggf wird Gold nur mit mind. 50% Steuern gehandelt.

    Also, dann wohl doch besser in Wein, Weib und Gesang investieren…

    • Avatar

      Dr. Klein

      1. Dezember 2016 16:40 at 16:40

      Aus diesem Grund sollte man es anonym erwerben und auch Silber nicht vergessen!

    • Avatar

      marc

      1. Dezember 2016 17:15 at 17:15

      @axel, in Venezuela(crasht gerade) gibt es kein Goldverbot. Nach der Staatspleite in Argentinien konnten die Bürger, als die Banken wieder öffneten, ihr Gold aus den Schliessfächern nehmen und es verkaufen.
      Ein Goldverbot würde heute nicht viel bringen, da nur wenige nennenswerte Mengen besitzen. Eher schon Immobilienbesteuerung.
      Oswald Grübel, Ex-Konzernchef von Credit Suisse und UBS riet kürzlich den Goldanteil im Portfolio auf 30%(!)
      zu erhöhen.

  10. Avatar

    Dr. Klein

    1. Dezember 2016 16:40 at 16:40

    So ziemlich das beste was ich seit einer Ewigkeit gelesen habe. Großes Lob an die Realisten und Wahrheitssprecher Friedrich & Weik – weiter so!

  11. Avatar

    asyoulike

    1. Dezember 2016 17:32 at 17:32

    Moin, moin,
    was für ein Super-Artikel, hier bleibt kein Problemkreis unerwähnt. Mehr geht nicht!
    Letztendlich entspricht dieser Artikel meinem Empfinden zu 100%. Leider befinden sich die offiziellen Medien fast ausschließlich unter staatlicher Kontrolle und wer von den Journalisten zu kritisch ist, wird freigesetzt.
    Was noch fehlt, wären Vorschläge, wie Otto Normalverbraucher sich durch den sicherlich kommenden Systemzusammenbruch bewegen kann. Was ich aber nicht glaube ist, dass sich unsere Politiker abwählen lassen. Vorher werden die „Mitbewerber“ und Alternativen verboten, so einfach geht das. Da läßt sich schon etwas finden. Schließlich hat der Staat noch die Kontrolle über Verfassungschutz und Co. . M.E. wird sich die Lage auf der Straße erledigen, entweder durch einen Riesenknall oder über einen „schleichenden“ Prozess.

  12. Avatar

    Jörg

    1. Dezember 2016 19:43 at 19:43

    Wie man den Liberalismus besiegt, Steuererechtigkeit erzielt, die Früchte des Fortschritts – und damit auch der Automatiion (= Arbeitslosigkeit) – den Bürgern zukommen läßt und wie man die Steuerflucht der Kozerne verhindert, das kann man hier lesen:
    „WELCHE STAATSWIRTSCHAFT“ – http://www.directupload.net/file/d/4556/o7qbq9dq_pdf.htm .

    Zu Trump und dazu, daß noch viel mehr hinter dem Gezeter und der Hetze gegen Trump steckt, siehe: http://www.broeckers.com/2016/11/26/und-hier-kommen-die-fake-news/#comment-44747

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    tomgala

    1. Dezember 2016 20:08 at 20:08

    man möge mir meine Ausdrucksweise verzeihen…aber: „Linkes“ Wirtschaftsdenken ist geil…..wir werden noch sehen warum !

  14. Avatar

    Thomas Oßwald

    1. Dezember 2016 21:09 at 21:09

    Ich muss gestehen, ich weiß derzeit als Normalverdiener, Steuer- und Sozialversicherungs-Zahler überhaupt nicht mehr, was ich von derzeitgen „Lage“ weltweit halten soll?

    Ihre Schlussfolgerungen (Herr Weik und Herr Friedrich) sind für mich klar vorstellbar…nur….wie sollen wir handeln? Wie unsere notwendige Altersvorsorge vernünftig aufbauen, unsere Geld-Reserven absichern???

    Für Vorschläge/Empfehlungen auf meine Fragen wäre ich sehr dankbar!

    Euer treuer Leser, Thomas

    • Avatar

      Friedrich & Weik

      2. Dezember 2016 21:00 at 21:00

      Hallo Herr Oßwald,

      investieren Sie in Sachwerte, die Sie anfassen und verstehen (Gold, Silber, Diamanten, schuldenfreie Immo, Acker, Wald, direkte Unternehmensbeteiligungen etc.)

      Bleiben Sie uns treu!
      Herzlichst
      F&W

  15. Avatar

    nowak

    2. Dezember 2016 00:57 at 00:57

    Die Bittere Wahrheit !!!!!

  16. Avatar

    Jörg

    2. Dezember 2016 06:56 at 06:56

    Im Nachgang zu meinem Kommentar („Jörg sagte am 1. Dezember 2016 19:43 um 19:43“)
    ergänzend dies:
    Ja, der Liberalismus muß abgeschafft werden durch den (modernen) Merkantilismus.
    Und ich bin deshalb auf den Liberalismus nicht gut zu sprechen. Aber im Vergleich zu den Neo-Liberalisten (z. B. die „Chicago-School“, oder die „Österreichische Schule“), die sich heutzutage „neoclassical liberals“ nennen, sind einem die alten, echten Liberalen, wie Adam Smith, sogar richtiggehend sympathisch! Daß die „Neoklassischen Liberalen“ einfach nur Betrüger sind, belegt Professor Hudson eindrucksvoll am Beispiel des Begriffs „Freier Markt“. dieser Begriff wird von den „Neoklassischen Liberalen“ in das völlig Gegenteil verkehrt.

    Bitte das tolle Interview mit Prof. Hudson unbedingt sehen (leider nur auf Englisch) : https://www.youtube.com/watch?v=mH8FWrbzxEs .

    … oder die website von Michael Hudson: http://michael-hudson.com/ .
    .

  17. Avatar

    Steven

    4. Dezember 2016 09:43 at 09:43

    Zwei einäugige Autoren ….

    „Ansonsten werden Extreme die Welt verändern und unser Wohlstand und Demokratie werden langfristig auf dem Spiel stehen.“
    Und

    „Einerseits sind die Vermögen der Superreichen in den letzten 15 Jahren explodiert, andererseits sind die Einkommen der Mittel- und Unterschicht kaum gestiegen“

    Extreme Eliten haben die Welt bereits verändert!
    Die Einkommen sind schon Verhältnis gesunken.
    Der Wohlstand ist schon verloren .

    Merkt man aber nur abseits des“ Parkett schicker Hotels und Wohngegenden, exklusiver Events und Businessclubs, hipper Bars und Nobelrestaurants“

  18. Avatar

    Bärbel

    4. Dezember 2016 20:42 at 20:42

    Ein Meisterwerk! Den Artikel sollte jeder lesen! Ich habe ihn an alle Bekannten weitergeleitet. So bin ich auch auf diese Seite zum 1. Mal gestoßen.
    Die Bücher der beiden habe ich mir nun auch bestellt. Wer so etwas kluges und umfassendes schreibt, kann nur geniale Bücher schreiben. Ich freue mich darauf.

  19. Avatar

    Richard

    4. Dezember 2016 23:13 at 23:13

    Krass, wie es ausschaut haben die beiden wieder recht gehabt. Renzi hat verloren.

  20. Avatar

    Gertraude Wenz

    1. Januar 2017 16:29 at 16:29

    Ein grandioser Artikel, den man den Regierungsverantwortlichen zum Frühstück servieren sollte – aber was für eine mangelhafte Rechtschreibung! Das ist schade, weil das den besten Artikel ein Stück weit entwertet.

  21. Avatar

    Karsten Annmann

    1. Januar 2017 19:55 at 19:55

    Sehr interessant!

    Ich möchte noch eine für mich sehr interessante Frage mit anfügen: den Schuldenschnitt für GR halte ich für unvermeidlich, frage mich aber doch, wie man dann den anderen Staaten der EU noch klar machen will, dass Schulden zurückzuzahlen sind und nicht einfach weggeschnitten werden können. Wie will man den anderen Staaten dann noch das Einhalten von Regeln abnötigen, wenn GR am Ende auch „einfach“ fein raus war?

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Allgemein

Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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am

Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Extrem schwach! Der Amazon-Effekt in brutaler Klarheit

Claudio Kummerfeld

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USA Flagge und Adler

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 245.000 Stellen für November, was deutlich schlechter war als erwartet (Prognose 470.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 245.000 neuen Stellen gab es einen Abbau von 99.000 Stellen beim Staat. Somit gibt es im November 344.000 neu geschaffene Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insgesamt einen Zuwachs von nur 55.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +1.000. Auf dem Bau waren es +27.000 Stellen, und in der Industrie +27.000. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im November.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Grafik zeigt US-Arbeitsmarktdaten für November im Detail

Verbleibt bei den neu geschaffenen Stellen im November noch ein Plus von 289.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Ein sehr schwacher Wert nach +783.000 im Oktober. Der Einzelhandel baute 34.700 Stellen ab. Das ist dramatisch, wo der Sektor doch als einer der Jobmaschinen gilt. Elektronikgeschäfte bauten netto 11.300 Stellen ab, Sport- und Buchgeschäfte 12.100 Stellen, und Kaufhäuser sowie große Supercenter (Walmart etc) verloren netto 20.800 Stellen. Gleichzeitig explodieren die Neueinstellungen bei Amazon und Co (also vor allem Amazon). Alleine im November wurden netto 81.900 neue Kurierfahrer eingestellt, und 36.800 Mitarbeiter in Warenlagern.

Grafik zeigt Details zu Job-Änderungen im US-Einzelhandel

Der Sektor „Professional and Business Services“ konnte 60.000 Stellen hinzugewinnen (sehr schwach), wobei hier alleine fast 70.000 neue Jobs bei Zeitarbeit und Hilfsarbeit entstanden. Andere Teilsegmente in dem Bereich bauten also eher Stellen ab. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit nur +54.000 Stellen auch sehr schwach dabei. Wobei der Bereich Bildung 5.700 Stellen abgebaut hat. Die Pflege schuf 59.600 neue Stellen. Der mit Abstand größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Freizeitparks etc.  Hier ist die Schaffung neuer Stellen im November extrem schwach ausgefallen mit gerade mal +31.000. Innerhalb dieses Segments wurden bei Restaurants und Bars sogar 17.400 Stellen abgebaut. Die zweite Corona-Welle lässt grüßen.

Grafik zeigt Details zu verschiedenen US-Jobdaten

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Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

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Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

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