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Aktueller Bundesbank-Bericht: Voll-Auslastung + steigende Inflation erwartet, ganz ohne EZB

Die Bundesbank erwähnt dazu gar nichts. Sie verweist auf einen anderen Hauptfaktor. Die Bundesbank-Volkswirte gehen davon aus, dass Rohstoffimporte teurer werden. Was könnten sie damit meinen?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bundesbank erwartet steigende Verbraucherpreise. Warum? Der EZB-Effekt würde lauten, dass durch die Geldschwemme mehr Kredite vergeben werden, dadurch mehr wirtschaftliche Aktivität in Gange kommt, der Konsum steigt, und damit irgendwie auch die Preise. Die Bundesbank erwähnt dazu gar nichts. Sie verweist auf einen anderen Hauptfaktor. Die Bundesbank-Volkswirte gehen davon aus, dass Rohstoffimporte teurer werden. Was könnten sie damit meinen? Neben Öl auch Alltagsprodukte wie Kaffe, Kakao, Gemüse, Obst uvm, so sagen wir es mal. Durch die steigenden Importpreise also wird die Inflation hochgespült. Zitat Bundesbank:

„Für dieses Jahr wird erwartet, dass die Verbraucherpreise nur schwach steigen. Die Teuerungsrate gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) werde voraussichtlich 0,3 Prozent betragen und für den HVPI ohne Energie 1,1 Prozent. Damit liege der Preisanstieg ohne Energie etwas unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, so die Bundesbank-Volkswirte. Für die kommenden Jahre wird laut der Prognose ein deutlich höherer Preisanstieg ohne Energie erwartet. Ein Grund hierfür sei, dass sich dämpfende außenwirtschaftliche Einflüsse wie zum Beispiel die gefallenen Rohstoffpreise umkehrten. „Bei Nahrungsmitteln hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass steigende Rohstoffpreise bei vielen Produkten zügig und in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben werden, sodass die Teuerung hier spürbar anziehen dürfte“, heißt es in dem Bericht. Für die übrigen Importe werden ebenfalls steigende Preise erwartet. Damit dürfte der binnenwirtschaftliche Preisdruck stärker zur Geltung kommen.“

Auch werde die angespannte Lage am Arbeitsmarkt (zu wenig Angebot an Arbeitskräften) zu steigenden Lohnkosten führen, was auch wiederum die Verbraucherpreise anheizen wird, so die Bundesbank. Denn logischerweise müssen Unternehmen eigene höhere Lohnkosten an ihre Kunden weitergeben. Zitat Bundesbank:

„Insgesamt werde sich der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie gemessen am HVPI im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 Prozent im Jahr 2018 erhöhen und auf 1,9 Prozent im Jahr 2019. Energie dürfte sich in den Jahren nach 2016 in ähnlichem Umfang verteuern wie die anderen Waren und Dienstleistungen, sodass die Verbraucherpreise insgesamt mit gleichen Raten steigen.“

Die wirtschaftliche Gesamtlage

Im Großen und Ganzen, so darf man die Bundesbank sinngemäß verstehen, sieht es in Deutschland wirtschaftlich gut aus. Warum das Wirtschaftswachstum nachlassen kann? Dazu die Bundesbank:

„Die Bundesbank-Experten erwarten allerdings, dass sich der gegenwärtig starke Zuwachs des privaten KIonsums in den kommenden Jahren etwas abschwächen wird. Grund hierfür sei, dass die Zahl der Erwerbspersonen demografisch bedingt weniger stark zunehme als bisher. „Zudem schmälerten wieder steigende Energiepreise die Kaufkraft der Verbraucher“ erklärte Weidmann. Die Auslandsgeschäfte, die im kommenden Jahr noch unter dem verhaltenen Wachstum des Welthandels litten, dürften sich aber bis zum Jahr 2019 langsam erholen. Diese würden die weniger schwungvolle Binnenkonjunktur jedoch nicht vollständig ausgleichen können, heißt es im Bericht zur Konjunkturprognose. Vor diesem Hintergrund erwarten die Bundesbank-Volkswirte, dass das kalenderbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 1,8 Prozent wächst. Für die Jahre 2018 und 2019 prognostizieren sie einen weniger starken Anstieg von 1,6 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent.“

Arbeitsmarkt

Die Bundesbank ist der Meinung, so darf man es sinngemäß zusammenfassen, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland ausgelastet ist. Ein „Sockel“ von Langzeitarbeitslosen gibt es wohl in jedem Land. Daher sagen Ökonomen, dass man mit einer Arbeitslosenquote (hier reden wir von der offiziellen Quote) von sagen wir mal 4% eigentlich schon Vollbeschäftigung hat. Da sind wir noch nicht ganz angekommen, aber die Bundesbank erweckt den Eindruck, dass die Betriebe kurz davorstehen keine Mitarbeiter mehr finden zu können. Man ist der Meinung, dass durch längere Arbeitszeiten der (noch vorhandenen) Arbeitnehmer dem Demographiewandel entgegengewirkt werden kann, zumindest kurzfristig ein klein wenig. Dazu auch noch die Konkluse der Bundesbank:

„Die Zahl der Erwerbspersonen, die in den Jahren 2016 und 2017 voraussichtlich noch um jeweils ¾ Prozent wachse, wird demnach im Jahr 2018 nur noch um ½ Prozent zunehmen. Für das Jahr 2019 wird eine noch schwächere Entwicklung erwartet. Die Arbeitslosigkeit wird dem Bericht zufolge im gleichen Zeitraum leicht sinken, aber auch hier werden die Spielräume angesichts des aktuell schon niedrigen Niveaus geringer. Die Engpässe am Arbeitsmarkt sollten sich allerdings nicht in vollem Umfang negativ auf die gesamtwirtschaftliche Aktivität auswirken, schreiben die Experten. Letztere könnte zunächst durch längere Arbeitszeiten der Beschäftigten und steigende Produktivitätszuwächse gestützt werden. Mit dem knapperen zusätzlichen Angebot an Arbeitskräften gehen der Prognose zufolge in den kommenden Jahren steigende Löhne einher. Da sich gleichzeitig die Verbraucherpreise durch die nicht mehr fallenden, sondern wieder steigenden Rohölpreise stärker erhöhten, seien die realen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte aber geringer.“

Hier der Ausblick der Bundesbank zu diversen Kennzahlen:

bundesbank




Quelle: Deutsche Bundesbank Monatsbericht Dezember 2016

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    9. Dezember 2016 14:24 at 14:24

    Vor ca.30 Jahren war ich auch mal Mario Draghi.Ich war auf einem der ersten Tauchurlaube meines Lebens in Griechenland.Warum der Skipper mir kurz vor der Hafeneinfahrt das Ruder überlassen hat,weiss ich immer noch nicht,vermute jedoch,dass er mir nach unserer Unterhaltung über schnelle deutsche Autos,mal was zeigen wollte.Ich dreh also automässig am Lenkrad,nichts tut sich.Ich drehe weiter,noch immer tut sich nichts-die Hafeneinfahrt treffe ich so jedenfalls nicht.Also dreh ich nochmal und zwar vehementer als zuvor und siehe da,es tut sich was.Das Schiff macht eine 180 Grad-Drehung & steht Richtung offenes Meer.Was will Euch der „alte“Draghi damit sagen:Die Inflation kommt lange nicht,wenn sie aber kommt,dann gewaltigBei unseren derzeitigen Schuldenbergen,Gnade uns Gott!

  2. Avatar

    bademeister

    9. Dezember 2016 15:31 at 15:31

    Sitzen leider nicht alle im gleichen Boot!

    …wir fallen gerade, doch es geht uns ganz gut damit weil wir nicht wissen können, was danach kommt.

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

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Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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