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Augen auf bei der Allianz-Aktie: Warum der Kurs ab Februar gut steigen könnte

Bei der Allianz steht ein echter Knaller bevor. 2014 hatte das Unternehmen angekündigt Reserven, die für Übernahmen zurückgelegt und möglicherweise nicht verwendet werden, an Aktionäre...

FMW-Redaktion

Bei der Allianz steht ein echter Knaller bevor. 2014 hatte das Unternehmen angekündigt Reserven, die für Übernahmen zurückgelegt und möglicherweise nicht verwendet werden, an Aktionäre ausschütten zu wollen. Wie das Unternehmen aber mitteilte, habe man nichts zu angemessenen Preisen gefunden, und sei sehr zurückhaltend gewesen. In Finanzkreisen vermutete Zukäufe zum Beispiel in Frankreich wurden nicht durchgeführt.

Über eine Ausschüttung dieser Reserve in welcher Art auch immer entscheiden die Firmen-Gremien Mitte Februar, wenn die offiziellen Zahlen für 2016 vorliegen. Möglich ist eine Ausschüttung von wohl grob vermutet bis zu 3 Milliarden Euro. Entweder würde dies über eine Sonderdividende geschehen, was für die Aktionäre aber wenig vorteilhaft wäre. Was aber in Finanzkreisen viel eher vermutet wird, ist ein Rückkauf eigener Aktien – eine Praxis, die gerade bei großen Konzernen gängige Praxis ist. Dadurch treibt man einerseits den Kurs nach oben, was die Aktionäre natürlich freut.

Andererseits verringert man die Anzahl ausstehender Aktien, was die Dividende pro Aktie automatisch erhöht. Dadurch sinkt das KGV, und die Aktie wird auch bewertungstechnisch attraktiver. Es wäre der erste Aktienrückkauf für die Allianz. Noch im November hatte Konzernchef Bäte bestätigt, dass das bisher angesammelte und nicht ausgeschöpfte Budget für Firmenübernahmen, das seit 2014 angesammelt wurde, ausgeschüttet werden soll. Kapital, das man nicht brauche, werde man an die Aktionäre zurückgeben, so seine Worte.

Und die Finanzbranche glaubt offenbar an einen Rückkauf eigener Aktien, viel eher als an eine Sonderdividende. Jetzt gibt es zwei Szenarien. Entweder vorausschauende Börsianer preisen diese Vermutung eines Aktienrückkaufs bereits ein bis Februar, und der Kurs läuft bis dahin besser als der Markt. Oder alternativ warten die Börsianer bis zur Unternehmensentscheidung im Februar, ob es eine Dividende oder ein Rückkauf der eigenen Aktien wird, und erst dann wird reagiert. Natürlich besteht noch die Möglichkeit, dass es keine Ausschüttung irgendeiner Art gibt – das erscheint aber bei den bisherigen Aussagen des Unternehmens als relativ unwahrscheinlich.

Jetzt nochmal die Warnung zum Schluss. Nein, es gibt keine Garantie, dass bei Aktienrückkäufen in den Tagen und Wochen nach der Verkündung der Kurs der Aktie tatsächlich steigt. Auch wenn die Firma selbst eigene Aktien aufkauft – wenn an der Börse zu diesen Zeitpunkten einfach mehr Verkaufsdruck vorherrscht, wird der zusätzliche Kaufdruck einfach absorbiert, und der Kurs steigt nicht. Soll alles schon vorgekommen sein. Also: Wenn Sie sich für dieses Szenario bei der Allianz-Aktie interessieren, verlassen Sie sich bitte nicht blind darauf, dass Aktien immer auf jeden Fall steigen!

allianz
Die Allianz-Aktie (orange) seit Mai 2016 im Vergleich zum Dax.



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1 Kommentar

  1. Ein differenzierter positiver Ausblick für die Allianz Aktie.
    ABER:
    Wo sieht die Redaktion das Kurspotenzial der Aktie? Lohnt ein Einstieg jetzt – wenn ja: mit welchem Kursziel bis Februar?

    Das an der Börse alles ein gewisses Risiko hat, ist eine Binsenweisheit, auch, dass die Kurse nicht nur steigen, wie die Redaktion sehr reflektiert bemerkt.

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