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500.000 neue Arbeitsplätze für 2017 erwartet – keine Bewerber mehr auffindbar bei mehr als 3 Mio Arbeitslosen?

FMW-Redaktion

Der Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erwartet nach eigener heutiger Aussage für das laufende Jahr 500.000 neue Arbeitplätze für Deutschland. Das hört sich doch gut an. Zitat DIHK:

Haupttreiber blieben die Dienstleistungsbranchen: „Die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen steigt aufgrund des demografischen Wandels und des wachsenden Gesundheitsbewusstseins – ein Beschäftigungsplus von 130.000 ist die Folge.“ Auch unternehmensbezogene Dienstleister wie etwa Werbeagenturen, Marktforschungsinstitute oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wollten kräftig einstellen – hier erwarte der DIHK ebenfalls einen Zuwachs von 130.000. „Die Bildungswirtschaft profitiert vom hohen Weiterbildungsbedarf im Zuge der Digitalisierung sowie durch den Qualifizierungsbedarf von Geflüchteten“, so Wansleben weiter, und: „Auch die Industrie will wieder stärker expandieren. Die Exporte und auch die Investitionen ziehen endlich wieder an. Wir rechnen dort mit 30.000 neuen Stellen.“

Laut DIHK sehe mehr als jeder zweite Betrieb seine Geschäftsentwicklung durch den Fachkräftemangel gefährdet. Deshalb falle das Beschäftigungsplus nicht in allen Branchen so groß aus wie 2016. Im Gastgewerbe, bei Gesundheits- ebenso wie bei Bildungsdienstleistern berichteten laut DIHK rund drei Viertel der Betriebe von entsprechenden Engpässen. Im Tiefbau zeigten sich mittlerweile vier von fünf Unternehmen besorgt, nicht die erforderlichen Arbeitskräfte zu finden. Wenn man sich das so anhört, könnte man fast meinen die Wirtschaft stehe kurz vor dem Zusammenbruch, weil sich offene Stellen einfach nicht besetzen lassen. Zitat DIHK:

Der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage zufolge wollten noch mehr Unternehmen neue Stellen schaffen als im vergangenen Jahr, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Es fällt ihnen allerdings zunehmend schwerer, ihre Beschäftigungspläne zu verwirklichen. Denn der Fachkräftemangel zementiert sich als Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen – und zwar in allen Regionen und vielen Branchen.“ „In erster Linie fehlen dabei beruflich Qualifizierte“, betonte Wansleben, „daher ist eine Stärkung der dualen Ausbildung besonders wichtig.

Offiziell gibt es 2,5 Millionen Arbeitslose in Deutschland, tatsächlich sind es aber eher um die 3,5 Millionen Arbeitslose. Und da soll es nicht möglich sein für beispielsweise die Gastronomie oder Pflegeberufe Personal zu finden? Irgendwas kann hier nicht stimmen, so möchten wir es anmerken. Es wird vermutlich ein großflächiges Versagen der Ämter vorliegen bei einer wirklich inhaltlich sinnvollen Weiterbildung und Umschulung von Arbeitslosen, so dass die Arbeitgeber sie wirklich für ihre freien Stellen verwenden können.

Aber beispielsweise in Berufen wie Gastronomie, Wachschutz etc, also Berufen mit relativ niedriger Einstiegsschwelle in Sachen Qualifizierung, wie kann es hier angeblich so viele offene Stellen geben bei mehr als 3 Millionen Arbeitslosen? Die Frage stellen wir uns ganz ernsthaft. Ein Paradoxon.


Grafik: DIHK



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8 Kommentare

  1. Ich verstehe das auch nicht. Wenn man mit einem Mickerlohn zufrieden ist und nicht viel über 50 Jahre alt, dann steht einem die Welt doch offen.

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    Bernhard Zimmermann

    Natürlich wird auch weiterhin die Mär des Fachkräftemangels weiter erzählt.

    1. Es ist keine Mär!
      Ich leben im Westerwald, hier gibt es Arbeit ohne ende, aber die ganzen Arbeits“suchenden“ zieht es ja lieber nach Berlin oder Hamburg und an stelle die Mieten in den Großstätten zu erhöhen um diese Arbeitslosenmigration zu beenden werden da jetzt Sozialwohnungen gebaut, während man in meiner Region über 6 Monate warten muss um einen Elektriker zu finden der Zeit hat den Herd anzuschließen. Was machen denn diese 3 Millionen Arbeits“suchenden“ in Berlin, Hamburg oder Bremen? Weiß man erst seit letzten Monat das es dort keine Arbeit gibt?

    2. Bei uns wird in der Nachbarschaft gerade gebaut (was auch sonst). Eine Anfrage beim Elektriker, der gerade vor Ort war, ob er bei uns eine Starkstromsteckdose bei bereits bestehender Kabelverlegung anschließen könne (15 Minuten, wenn überhaupt), wurde mit dem Argument Zeit- und Fachkräftemangel abgetan.
      Und das bei einem an den Kunden verrechneten Mickerlohn von 65,- EUR pro Stunde…

  3. wie glücklich doch der deutsche naivling über die ach so tolle flüchtlingsindustrie sein darf. ein hoch auf alle hochstapler und lügner. das soll täuschlands neues ökonomosch, sozial, gesellschaftliches fundament werden? nackenhaare hoch…lol…spätestens jetzt sollte er bemerkt haben, dass es sich um eine verlogenen verbraucher transfer handelt. in 90 % der angeblichen fälle. nunja liebes schland, der naivling wird bitter bluten müssen. trotz aller perfider finanztricks und krimineller casinospielchen. am ende wird der steuerzahler geplündert und abgezockt. es leben hoch die lügenpresse und die verlogene politbande. selbstinszenierte elite, brrr….

    1. @oscar, einen goldenen Oskar Lafontaine für diesen Kommentar :)
      Flüchtlingsindustrie, endlich mal der richtige Ansatz. Verprügelt, chasst und hasst keine Flüchtlinge, sondern diejenigen, die daraus Profit schlagen. Den Einzelhandel, der an Nicht-Bleichgesichter Waren verkauft, die Unternehmer, die auch untätowierte Nicht-Glatzen einstellen, die Vermieter, die im Monat tausende von EUR für Schrottimmobilien kassieren, die sie noch vor kurzem hätten sanieren oder abreißen müssen. Die Containervermieter, die sich rigoros an sog. menschlichen Unterkünften bereichern.
      Der sog. Steuerzahler wird immer am Ende für Maßnahmen bitter bluten müssen, so ist das nun mal in einer demokratischen Gesellschaft mit Marktwirtschaft. Fragt sich nur, ob der mit 1000,- oder der mit 250.000,- p.m.
      Es sollte einfach der sein, der auch von gewissen Entwicklungen profitiert und ohnehin mehr als genug hat.
      Lügenpresse ist ein vollkommen sinnloses und idiotisches Konstrukt. Es gibt inzwischen soviel „Presse“ und Informationsquellen, dass eine derartige Pauschalisierung schon fast antiquiert wirkt.
      Oscar, selbstinszenierter Kritiker, brrr….

  4. Hängt auch mit der Region zusammen, in Bremen werden sicher kaum welche geschaffen aber in Bayern etc.evtl.schon, außerdem müssen die Lobbyisten ja ihre Arbeit machen

  5. Tja, über Fachkräftemangel klagen die immer wieder. Immer nur alles mögliche zum Nulltarif fordern:
    – Immer nur fertige Fachkräfte möchte. Selbst ausbilden? Neee, die sollen fertig und genau passend bei mir ankommen. Sonst kostet mich die Ausbildung ja Geld!
    – Am Lohn kann man den Fachkräftemangel nicht feststellen. Dann muss der Mangel ja wirklich dramatisch sein, wenn man einfach weiter auf einen günstigen Mitarbeiter wartet.
    – Gerade im Pflegebereich profitieren extrem viele Mitarbeiter in meiner Region vom Mindestlohn. Und dann wundern, dass man keine Leute findet. Z.B. in Pflegeheimen dafür aber Feiertagsarbeit und Wochenendarbeit verlangen. Klar, für den Mindestlohn total toll… nicht.

    Aber klar, man kann einfach nicht mehr zahlen. Man gibt schon alles aus was man kann. Ernst nehmen kann man die nicht mehr wirklich…

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