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Europa

EU-Kommission: Konjunkturstimmung in Europa so gut wie seit 6 Jahren nicht mehr

Laut heutiger Veröffentlichung der EU-Kommission ist die wirtschaftliche Stimmungslage in der EU super. Zumindest ist man gut im Aufwind, wie der Chart zeigt. Der von Brüssel…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Laut heutiger Veröffentlichung der EU-Kommission ist die wirtschaftliche Stimmungslage in der EU super. Zumindest ist man gut im Aufwind, wie der Chart zeigt. Der von Brüssel errechnete Stimmungsindikator (Economic Sentiment Indicator), der allgemein mit einem Wert von unter 107 erwartet wurde, liegt für Dezember 2016 bei 107,8 Punkten, und damit so hoch wie seit 6 Jahren nicht mehr. Um es zusammenzufassen: Alle Teilbereiche (siehe Charts) weisen eine steigende Stimmungslage auf, Industrie, Konsum, Bau, Dienstleistungen.

Überhaupt, der Report liest sich so als sei alles gut, super, phantastisch. Einziger Haken: Wenn es zu gut läuft, und auch die Inflation so schnell weiter steigt wie im Dezember (+1,1%), nicht dass die EZB dann auf die Idee kommt die Zinswende einzuläuten. Was ein zartes Pflänzchen wie die aufblühende Konjunktur in Europa bräuchte, wären weiterhin nicht vorhandene Zinsen für eine Gratis-Verschuldung, richtig? Da dürfte sich der Sparer freuen, falls die EZB zugunsten der „lieben Konjunktur“ den Leitzins weiterhin im Minus belassen sollte…

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Die EU-Kommission im Originalzitat heute:

In December, the Economic Sentiment Indicator (ESI) increased by 1.2 points in the euro area (to 107.8), and by 1.8 points in the EU (to 109.1).

Euro area developments

Improved euro-area sentiment resulted from marked increases in confidence in retail trade, industry and among consumers and, to a lesser extent, in the services and construction sectors. Amongst the largest euro-area economies, the ESI rose significantly in France (+2.0), the Netherlands (+1.9) and Germany (+1.6), while it remained stable in Italy (+0.0) and fell in Spain (-2.2). Increasing industry confidence (+1.2) resulted from a marked increase in managers‘ production expectations and improved assessments of overall order books and the stocks of finished products. The upbeat signals were echoed in the questions not included in the confidence indicator, with managers‘ assessment of the past production increasing strikingly and their views on export order books also improving.

Improvements in services confidence (+0.7) resulted from managers‘ significantly better assessment of the past business situation and, to a lesser extent, past demand, partly offset by mildly deteriorating demand expectations. Consumer confidence brightened markedly (+1.1) thanks to consumers‘ significantly improved expectations regarding future unemployment and more positive views on the future general economic situation and their own future financial situation. Expectations concerning households‘ savings remained broadly stable. The strong increase in retail trade confidence (+1.7) was fuelled by significantly brighter views on the present business situation and a slightly more positive assessment of the volume of stocks, while managers‘ business expectations remained broadly unchanged. Continued growth in construction confidence (+0.8) was attributable to managers‘ significantly higher employment expectations, while their assessment of the level of order books deteriorated.

Finally, the strong rise (+2.7) in financial services confidence (not included in the ESI) resulted from improved appraisals of the past business situation and, to a lesser extent, expected demand, while managers‘ assessment of the past demand remained unchanged. Employment plans saw a significant upward revision in construction, while they remained broadly unchanged in industry and worsened in the services and retail trade sectors. Selling price expectations increased markedly in retail trade, while they remained broadly unchanged in industry and construction and decreased slightly in services. However consumers‘ price expectations increased significantly in December.

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Europa

Verbraucherpreise Deutschland im September: Deflation!

Claudio Kummerfeld

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Verbraucherpreise schwanken

Soeben hat das Statistische Bundesamt als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für den Monat September veröffentlicht. Im Jahresvergleich zu September 2019 ist es ein Minus von 0,2 Prozent , nach 0,0 Prozent im August und -0,1 Prozent im Juli. Die Erwartung lag für heute bei -0,1 Prozent. Es ist offensichtlich, dass die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung die Verbraucherpreise insgesamt in den Negativbereich drückt – was die Statistiker auch so erwähnen. Auch die kurzfristige Veränderung von August zu September liegt bei -0,2 Prozent.

Die Grafik zeigt die Details der aktuellen Vorabschätzung (endgültige Zahlen gibt es am 13. Oktober). Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel liegen im September nur noch mit 0,6 Prozent im Plus (im Juni noch +4,4 Prozent). Der Schnitt wird aber in den Keller gezogen durch die Energiepreise, die dank Ölpreis-Crash aus dem Frühjahr immer noch 7,1 Prozent niedriger sind als im Vorjahr.

Aktuelle Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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Europa

Kurzarbeit: ifo-Institut präsentiert aktuellste Zahlen – deutlicher Rückgang

Claudio Kummerfeld

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Die Gastronomie ist auch stark von Kurzarbeit betroffen

Die Kurzarbeit geht in Deutschland deutlich zurück, auch wenn sie nach diesem Rückgang immer noch auf einem dramatisch hohen Niveau liegt. Laut ganz frischer Veröffentlichung des ifo-Instituts waren im September 3,7 Millionen Menschen in Deutschland von Kurzarbeit betroffen, nach 4,7 Millionen im August. Dies hat ifo exklusiv berechnet. Der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 11 Prozent geschrumpft, von 14 Prozent im August. Der Rückgang schreite stetig voran. Besonders hoch bleibe aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie, so die aktuelle Aussage von ifo. Hier Details im Wortlaut:

Im Verarbeitenden Gewerbe waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, das sind 21 Prozent der Beschäftigten. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder 12 Prozent, im Handel 406.000 Menschen oder 9 Prozent. Im Bauhauptgewerbe waren es nur 5000 Menschen oder 1 Prozent. In den übrigen Sektoren schätzt das ifo Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 622.000 oder 5 Prozent der Beschäftigten.

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Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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