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Die ökonomische Gesamtlage in Europa, und wer laut EU-Kommission nicht als arbeitslos gilt

Für die deutsche Statistik zählen Sie als arbeitslos, wenn sie laut Bundesagentur für Arbeit keine Arbeit haben, und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Da wird auch getrickst ohne Ende, aber lassen wir das…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Für die deutsche Statistik zählen Sie als arbeitslos, wenn sie laut Bundesagentur für Arbeit keine Arbeit haben, und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Da wird auch getrickst ohne Ende, aber lassen wir das mal bei Seite. Die Arbeitslosenquote auf europäische Ebene definiert sich an dem Maßstab, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ansetzt. Da fallen schon mal jede Menge Leute links und rechts und oben und unten aus der Statistik raus. Denn was ist laut EU-Kommission ein Arbeitsloser? Er/Sie muss diese Kriterien erfüllen:

1. Man hat keine Arbeit
2. Man ist in der Lage in den nächsten beiden Wochen eine Arbeit aufzunehmen
3. Während der letzten vier Woche hat man aktiv eine Arbeit gesucht

Punkt 3 ist hier absolut entscheidend. Denn wer überprüft oder entscheidet denn, ob die Arbeitslosen sich in den letzten vier Wochen nun wirklich um Arbeit bemüht haben? Die Sachbearbeiter in den jeweiligen Behörden können letztlich nach Gutdünken entscheiden, dass diese und jene Personen einfach faul sind, und sich eben nicht beworben haben. Und falls doch, sagt man einfach das war keine wirklich ernst gemeinte Bewerbung, sondern nur eine Alibi-Bewerbung. Oder man hat sich zuletzt nicht oft genug beworben, womit man nicht wirklich „aktiv“ gesucht hat. Fertig aus, raus aus der Statistik. Was das alles mit dem simplen Umstand zu tun hat, dass man einfach keine Arbeit hat, und die Statistik „Arbeitslosenstatistik“ heißt, ist für uns nach wie vor ein Rätsel. Man könnte es auch Verblendung oder Verschleierung nennen, damit die große Gesamtzahl möglichst klein aussieht.

So ist die deutsche Arbeitslosenquote für November laut EU ohhh Wunder bei nur 4,1%, während die in Deutschland selbst errechnete Quote für November bei 5,7% lag. Laut EU-Statistik ist die Eurozonen-Arbeitslosenquote bei 9,8%. Also wo ist sie denn gemäß unserer leicht höheren Rechenweise? Vielleicht bei 13% oder 14%? Rechnet man dann noch diverse sonstige Tricks hinzu, landet man wirklich realistisch gut und gerne irgendwo über 15, 16 oder 17% in der Eurozone, im Schnitt! Ja, und dennoch ist es positiv erwähnenswert, dass der Trend rückläufig ist mit offiziell 9,8% nach 10,5% vor einem Jahr.

Wie sieht die ökonomische Lage in Europa sonst aus bei den wichtigsten ökonomischen Indikatoren? Hier eine Übersicht in Charts. Schulden und Defizit rückläufig wie auch die Arbeitslosigkeit, Inflation kräftig auf dem Vormarsch.

eu

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arbeitslosenquote

inflation

defizit

schulden

bip

Daten und Grafiken: Eurostat

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Aufgewachter

    9. Januar 2017 16:14 at 16:14

    Was die „Etablierten“ überhaupt nicht mögen ist, wenn man dem gemeinen Volk verrät, wie man einfach an Gold kommt …

    Sagt mal einer den armen Chinesen bescheid, wie man in nur einer Nacht aus ein paar Goldmünzen abertausende Goldmünzen macht … (ohne Geld natürlich)

    Spult mal alle schnell auf 11 Minuten 36 Sekunden vor

    https://www.youtube.com/watch?v=cGl3Kp_5M94

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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am

Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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