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3 US-Großbanken mit Quartalszahlen: JPM mit Rekorden, Wells Fargo übersteht Skandal-Jahr

Drei der größten US-Banken haben jetzt vorbörslich ihre Quartals- und Jahreszahlen gemeldet. Insgesamt kann man sagen, dass Wells Fargo sein Horror-Jahr 2016 wohl gut überstanden hat. Die BoA steht halbwegs gut…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Drei der größten US-Banken haben jetzt vorbörslich ihre Quartals- und Jahreszahlen gemeldet. Insgesamt kann man sagen, dass Wells Fargo sein Horror-Jahr 2016 wohl gut überstanden hat. Die BoA steht halbwegs gut da, und JP Morgan glänzt mal wieder. Insgesamt startet man ganz gut aufgestellt und mit Optimismus in die Trump-Präsidentschaft, wie man die Worte von JPM-Chef Jamie Dimon wohl verstehen darf.

Die Bank of America enttäuscht mit dem Umsatz minimal (20 statt erwartet 20,89 Milliarden Dollar). Im 4. Quartal 2015 waren es noch 19,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn allerdings überzeugt mit 0,40 Dollar pro Aktie bei einer Prognose von 0,38 Dollar. Vor allem in Relation zum Vorjahreswert (rot umrandet 0,27 Dollar) ist das ein Riesen-Sprung! Seit der Wahl von Donald Trump konnte die Aktie der Bank of America um satte 35% zulegen. Hier alle wichtigen Details im Quartalsvergleich und Jahresvergleich.


Grafik: Bank of America. Zum Vergrößern bitte anklicken.

JP Morgan

Bankchef Jamie Dimon spricht Zitat von einem starken Jahr, und wieder mal einem Rekord. Im letzten Quartal hat man im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 1,71 Dollar pro Aktie deutlich mehr verdient als mit 1,32 Dollar. Der Umsatz steigt von 23,7 auf 24,3 Milliarden Dollar. Man übertritt die allgemeinen Erwartungen, und Dimon kann sich mal wieder als erfolgreicher Branchenprimus präsentieren. Er strotzt gerade zu vor Begeisterung und Optimismus auch unter der Trump-Regierung:

“Our results this quarter were a strong end to another record year, reflecting our intense client focus and solid performance across our businesses. In the Consumer business, we had double digit growth in deposits and core loan balances, our credit card sales volume was a record, and for the year we had over $1 trillion of merchant processing volume. We saw continued momentum from the third quarter in CIB with strong Markets results across products. Asset Management and Commercial Banking both grew loans and deposits nicely in a competitive environment.” Dimon added: “2016 demonstrated the strength and depth of our platform with record net income and EPS in an increasingly complex global environment. We grew market share in virtually all of our businesses and showed expense discipline while continuing to invest for the future. Building upon our strong new product offerings, we continue to deepen relationships with U.S. households and continue to achieve high customer satisfaction scores.” Dimon concluded: “The U.S. economy may be building momentum. Looking ahead there is opportunity for good, rational and thoughtful policy decisions to be implemented, which would spur growth, create jobs for Americans across the
income spectrum and help communities, and we are wellpositioned to play our part.


Grafik: JP Morgan. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Wells Fargo

Wells Fargo präsentiert nach 1 Dollar Gewinn pro Aktie im 4. Quartal 2015 jetzt 0,96 Dollar. Der Umsatz bleibt mit 21,6 Milliarden Dollar unverändert. Da kann die Bank noch heilfroh sein, denn wir erinnern uns: In 2016 hat Wells Fargo nur mit einem Vorgang auf sich aufmerksam gemacht. Es wurde bekannt, dass die Bank jahrelang 2 Millionen Zusatzkonten und Zusatzkreditkarten für bestehende Kunden eingerichtet hatte, ohne Wissen der Kunden. Tausende involvierte Mitarbeiter wurden daraufhin entlassen, auch der Chef selbst konnte sich nicht mehr im Chefsessel festklammern. Für diesen monströsen Skandal halten sich die Detaildaten auch noch ganz gut.

Von Dezember 2015 auf Dezember 2016 soll die (wohl bereinigte) Zahl der Kreditkarten von 7,5 auf 8 Millionen zugelegt haben (Details in zweiter Grafik). Bei Privatkunden soll es ein Wachstum von 3% gegeben haben. Die Zahl neuer Anträge geht zwar klar zurück, aber es soll anscheinend immer noch Wachstum geben. Kurz-Fazit: Wells Fargo scheint aufgrund der schieren Größe der Bank mit seinen Filialen und Kundenstamm die Krise einfach so zu überstehen. Augen zu und durch, weiter geht’s…


Grafik: Wells Fargo. Zum Vergrößern bitte anklicken.


Grafik: Wells Fargo. Zum Vergrößern bitte anklicken.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    sascha

    13. Januar 2017 15:25 at 15:25

    Wer hätte das gedacht :-)

  2. Avatar

    Günter Mertens

    13. Januar 2017 15:38 at 15:38

    Betreffs JP Morgan:
    Okay, aber was ist mit den ganzen anhängenden Klagen? Die werden die Marge ganz schön runterdrücken im nächsten Jahr!
    Ach, es gibt gar keine Klagen???
    Ja, wer hat denn die wohl vergessen aktiv zu werden… ?
    (was zum nachdenken für Euch übers WE) Oder recherchieren – ist auch nicht schlecht.
    P.s.: Zum traden weniger relevant

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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