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Deutsche Bank-Kapitalerhöhung: Auffälligkeiten

Die Deutsche Bank hat die Details für ihre Kapitalerhöhung bekanntgegeben. 8 Milliarden Euro will man einnehmen. 687,5 Millionen neue Aktien will man ausgeben zum Preis für 11,65 Euro. Wer zwei Deutsche…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Deutsche Bank hat die Details für ihre Kapitalerhöhung bekanntgegeben. 8 Milliarden Euro will man einnehmen. 687,5 Millionen neue Aktien will man ausgeben zum Preis für 11,65 Euro. Wer zwei Deutsche Bank-Aktien besitzt, erhält ein Bezugsrecht für eine neue Aktie. Es ist schon mal erstaunlich, dass die Deutsche Bank so einen deftigen Discount von 35% zum aktuellen Börsenkurs gibt. Da soll wohl den Börsianern der Mund wässrig gemacht werden auf die neuen Aktien. Immerhin ist es die vierte Kapitalerhöhung seit 2010. Auffällig sind auch auf den ersten Blick nicht so interessante Details in der unten von uns abgedruckten Original-Veröffentlichung der Deutschen Bank.


Die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Nordenfan/Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

So erwähnt man zum Beispiel eher beiläufig, dass man das Emissionskonsortium, dass den Erlös der Emission garantiert, binnen 14 Tagen von 5 auf sage und schreibe 30 Banken vergrößert hat. Was sagt uns das? Auch darf man sich fragen, was es zu bedeuten hat, dass die Deutsche Bank es nötig hat für die neuen Aktien einen Stabilisierungsmanager zu engagieren? (letzter Absatz unten). Da wird einem doch gleich ganz anders. Hat man etwa gecheckt, dass die Nachfrage selbst bei so einem niedrigen Bezugskurs auf wackligen Beinen stehen könnte? Hat man gecheckt, dass der Aktienkurs viel wackliger da steht als gedacht? Natürlich sind das Mutmaßungen, aber die Indizien sprechen für sich! Daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen!

Die Deutsche Bank im Originalwortlaut:


Insgesamt wird die Deutsche Bank im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika unter Verwendung des genehmigten Kapitals 687,5 Millionen neue, auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben. Der Bezugspreis beläuft sich auf 11,65 Euro je neue Aktie und das Bezugsverhältnis ist 2 : 1. Deutsche Bank Aktionäre können somit während der Bezugsfrist, die voraussichtlich vom 21. März bis zum 6. April 2017 läuft, für die Bezugsrechte aus jeweils zwei vorhandenen Aktien eine neue Aktie zum Bezugspreis erwerben. Die neuen Aktien haben die gleiche Gewinnanteilsberechtigung wie die bereits bestehenden. Der Bruttoerlös aus der garantierten Bezugsrechtsemission wird 8,0 Milliarden Euro betragen. Das Bankensyndikat, das die Kapitalerhöhung garantiert, ist seit der ursprünglichen Bekanntgabe am 5. März 2017 von acht auf 30 Banken gewachsen.

Die Bezugsrechte können an den deutschen Wertpapierbörsen voraussichtlich vom 21. März bis zum 4. April 2017 sowie an der New York Stock Exchange vom 21. bis zum 31. März 2017 gehandelt werden. Die neuen Aktien werden voraussichtlich durch Clearstream Banking AG am oder um den 7. April 2017 und durch The Depository Trust Company am oder um den 11. April 2017 geliefert und am oder um den 7. April 2017 in die bestehende Notierung an den deutschen Börsen und der New York Stock Exchange einbezogen.

Stabilisierung

Im Zusammenhang mit dem Angebot der Neuen Aktien handelt Credit Suisse Securities (Europe) Limited als Stabilisierungsmanager und kann, auch durch mit ihr verbundene Unternehmen, Stabilisierungsmaßnahmen ergreifen, die auf die Stützung des Börsenkurses bzw. Marktpreises der Aktien der Deutsche Bank Aktiengesellschaft abzielen, um einen bestehenden Verkaufsdruck auszugleichen (Stabilisierungsmaßnahmen). Es besteht keine Verpflichtung des Stabilisierungsmanagers, Stabilisierungsmaßnahmen zu ergreifen. Daher wird nicht garantiert, dass Stabilisierungsmaßnahmen überhaupt durchgeführt werden. Sofern Stabilisierungsmaßnahmen ergriffen werden, können diese jederzeit ohne vorherige Bekanntgabe beendet werden. Solche Stabilisierungsmaßnahmen können ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des Bezugsangebots an der Frankfurter Wertpapierbörse und der New York Stock Exchange vorgenommen werden und müssen spätestens am 30. Kalendertag nach Ablauf der Bezugsfrist, d.h. voraussichtlich am 6. Mai 2017, beendet sein.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    20. März 2017 13:05 at 13:05

    Das mit den 30 Konsortialbanken ist mir heute auch aufgefallen als ich die Meldung gelesen habe. Vor allem Frage ich mich was das soll ? Das ist doch eine garantierte Kapitalerhöhung was bedeutet, das das Risiko sowieso bei den Konsortialbanken liegt die Aktien unter Investoren zu bringen.

    Das einzige was logisch erscheint ist das mit Außnahme der Großaktionäre die Nachfrage erschreckend schwach ist…

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

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