Allgemein

Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit Aktuell: Bund mit 67 Milliarden Euro Hilfspaket für Energieunternehmen

Für Energieunternehmen in Deutschland will der Bund nun ein Hilfspaket in Höhe von 67 Milliarden Euro auflegen.

Heizung mit Geld und Taschenrechner

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass die EnBW-Tochter VNG Staatshilfe benötigt. Bereits im Juli hatte der Bund Deutschlands größten Gas-Importeur Uniper mit einem Milliardenbetrag gerettet. Nun droht die Energiekrise immer mehr kleinere Versorger in Bedrängnis zu bringen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist es dann nicht einfacher gleich ein großes Hilfspaket für Energieunternehmen aufzulegen, als ständig einzelne Anbieter zu retten? Die Systemrelevanz ist nun mal nicht zu übersehen. Die Menschen wollen im Winter nicht frierend in ihren Wohnungen sitzen!

Wie Bloomberg aktuell meldet, will die Bundesregierung einen Fonds, der eingerichtet wurde, um Unternehmen bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu helfen, nutzen, um Kreditbürgschaften für angeschlagene Energieunternehmen bereitzustellen, so eine mit dem Plan vertraute Person.

Die staatliche Förderbank KfW würde den Mechanismus beaufsichtigen. Das Volumen der verfügbaren Kreditbürgschaften würde sich auf etwa 67 Milliarden Euro belaufen, sagte die Person, die aufgrund vertraulicher Informationen nicht genannt werden wollte. Die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz wird den Plan bei einer regulären Kabinettssitzung am Mittwoch genehmigen, fügte die Person hinzu.

Europas größte Volkswirtschaft steht im Mittelpunkt der Energiekrise des Kontinents, da Russland als Vergeltung für die Sanktionen, die es wegen seines Einmarsches in der Ukraine verhängt hat, die Lieferungen drosselt. Die Befürchtungen, dass Deutschland im Zuge der Krise mit einer Welle von Insolvenzen konfrontiert werden könnte, haben zugenommen. Über den Plan für die Kreditbürgschaften für Energieunternehmen hatte zuerst das Handelsblatt berichtet.

FMW/Bloomberg



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage