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Deutsche Bildungsausgaben sehen im EU-Vergleich ganz schwach aus – was für eine Vorlage für Martin Schulz

Im folgenden Chart zeigt man die Bildungsausgaben der einzelnen EU-Mitgliedsländer für das Jahr 2015 in Relation zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt. Wir haben Deutschland hier rot markiert. Man liegt deutlich...

FMW-Redaktion

Martin Schulz ruft im Bundestagswahlkampf ganz aktuell auf zur „Nationalen Bildungsallianz“. So hat er heute sein Konzept vorgestellt, seinen Sieben-Punkte-Plan. Vor allem soll der Bund massiv bei Problemen in den Ländern helfen können, und somit das Kooperationsverbot abgeschafft werden. Bildung, Chancengleichheit etc, so schallt es also aktuell von Martin Schulz. Ein Schelm wer Böses dabei denkt: Sitzt etwas ein verkappter SPD-Unterstützter bei der EU-Statistikbehörde Eurostat? Nein, Quatasch, es ist nämlich bestimmt ein reiner Zufall, dass gerade heute Eurostat eine EU-Statistik veröffentlicht hat, die Deutschland in keinem guten Licht zeigt!

Im folgenden Chart zeigt man die Bildungsausgaben der einzelnen EU-Mitgliedsländer für das Jahr 2015 in Relation zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt. Wir haben Deutschland hier rot markiert. Man liegt deutlich unter dem Durchschnitt, und ziemlich weit am Ende, nur noch vor Ländern wie der Slowakei, Spanien, Italien, Bulgarien, Irland und Rumänien. Die Spitzenplätze belegen ohhh Wunder die Skandinavier mit allesamt über 6% bezogen auf das BIP, während der Durchschnitt in der EU bei 4,9% liegt. Deutschland kommt gerade mal auf 4,2%, also ziemlich genau 50% weniger als die Skandinavier.

Auf so eine Statistik könnte Martin Schulz natürlich aufbauen. Nervig ist da nur, dass die SPD all die Jahre fast immer an der Regierung beteiligt war, und auch auf Länderebene seit Langem quasi überall dort regiert hat, wo es im Bildungssystem auf Länderebene Probleme gibt. Ja, sicher, das böse System ist schuld, an dem die SPD jetzt etwas ändern will?

Laut Eurostat stellen die 716 Milliarden Euro Bildungsausgaben (zusammengerechnet für alle EU-Länder) im Jahr 2015 (4,9% des BIP) nur den viertgrößten Ausgabenposten dar nach Sozialausgaben (19,2%), Gesundheit (7,2%) und „Öffentliche Aufgaben“ wie zum Beispiel Zinsen für Schulden und sonstige Staatskosten (6,2%). Wenn man bedenkt wie schlecht Deutschland in dieser Statistik abschneidet, steht die Industrie aber noch verdammt gut da.



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