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Nochmal zu Juncker´s Euro-Traum: So ungleich gewichtet sieht die EU aus

Die Aussagen von EU-Kommissionspräsident Juncker, dass man nun mal zügig alle EU-Staaten wie Rumänien und Bulgarien auch in den Euro aufnehmen solle, wären ein…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir hatten es vor Kurzem schon einmal angesprochen. Die Aussagen von EU-Kommissionspräsident Juncker, dass man nun mal zügig alle EU-Staaten wie Rumänien und Bulgarien auch in den Euro aufnehmen solle, wären ein Desaster. Da waren sich (selten genug) alle Ökonomen einig, dass Juncker´s Idee Wahnsinn wäre. Griechenland ist und bleibt ein mahnendes Beispiel. So etwas ginge nur bei keinen oder minimalen Ungleichgewichten in wichtigen ökonomischen Kennzahlen zwischen den Staaten der EU.

Wir wollen an dieser Stelle nochmal nachlegen mit Charts von Juncker´s Statistikern (Eurostat). Nur der reine Anblick der Charts verdeutlicht, wie groß die Ungleichgewichte sind. Der folgende Chart zeigt das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner im prozentualen Vergleich zum EU-Durchschnitt. Blau ist weit über Durchschnitt, Dunkel-Rosa liegt unter 75% des Durchschnitts. Eine klare Zweiteilung zwischen Nordeuropa und Südeuropa/Osteuropa.

Der folgende Chart zeigt von 2007-2015 die Veränderung des BIP. Deutschland und Osteuropa (blau) zeigen die positivsten Zuwächse. Aber wie der vorige Chart zeigt, ist man in Osteuropa vom Gesamt-Level her noch viel zu weit entfernt vom Durchschnitt.

Der folgende Chart zeigt die Veränderung der Beschäftigungsrate in der EU von 2006 bis 2016. Dunkelblau zeigt die besten Veränderungen, gelb die schlechtesten Veränderungen. Osteuropa ist beim Abbau der Arbeitslosigkeit recht erfolgreich.

Dennoch ist der Abstand sichtbar. Die folgende Grafik zeigt den Anteil der beschäftigten Personen an der arbeitsfähigen Gesamtbevölkerung. Dunkel-Orange zeigt den höchsten Wert (Nordeuropa) mit über 80%, die hellen Felder den geringsten Wert (Süd- und Osteuropa) mit unter 70% und 60%.

Im folgenden Chart sieht man die offizielle (!) nach EU-Maßstäben errechnete Arbeitslosenquote. Ganz hell bedeutet weniger als 5% (lach…). Dunkel-Orange bedeutet mehr als 20%. Hier wird die eindeutige Nord-Süd-Teilung klar erkennbar.

Die folgende Grafik zeigt den Anteil der Arbeitnehmer an der gesamten Arbeitsbevölkerung, die im Bereich Technik und Wissenschaft tätig sind. Dunkelrot zeigt den höchsten, hell den niedrigsten Anteil. Auch hier ist Süd- und Osteuropa schwach.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Dreistein

    25. September 2017 15:40 at 15:40

    Junker sagte doch dass die Länder nach STRENGEN KRITERIEN in den Euro aufgenommen werden können.

    Hat sich mal jemand Gedanken gemach nach was für Kriterien die Länder im Euro aufgenommen werden sollen? Staatsverschuldung so zwischen 100-150% ? Arbeitslosenquote so zwischen 20-45%? An was will Junker diese Kriterien ausrichten? Besser als Griechenland? Oder so in etwa wie Italien? Fast so gut wie Portugal? Eine fast Bankrotten EU kann keine Forderung stellen, an welchem Beispiel sollen sich die “neuen Länder“ orientieren?

  2. Avatar

    Christoph

    25. September 2017 16:16 at 16:16

    Einfach noch mehr Länder aufnehmen, die niedrige Zinsen gebrauchen können. Dann wird Deutschland plus die starken Länder nie mehr eine Mehrheit im EZB Rat hinbekommen. Darum geht es ja bei der ganzen Geschichte.

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Sparverträge: BaFin rät Kunden zu aktivem Vorgehen gegen Banken

Redaktion

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Sparverträge sind seit Jahren ein heißes Thema bei Banken, und zwar wegen den in den „guten alten Zeiten“ versprochenen hohen Zinszahlungen. Heute dann der Hammer! Ein höchst ungewöhnlicher Vorgang ist das, was von Seiten Deutschlands oberster Finanzaufsicht BaFin da heute veröffentlicht wurde. Es geht um Prämiensparverträge, welche die Bankkunden sorgfältig überprüfen sollen. Viele ältere Verträge enthalten laut BaFin Zinsanpassungsklauseln, mit denen Banken die zugesicherte Verzinsung einseitig abändern könnten. Diese Klauseln sind laut Bundesgerichtshof (BGH) seit 2004 unwirksam.

Aber kurz ein Schritt zurück. Die letzte Zeit hat die BaFin alles andere als geglänzt. Das Wirecard-Desaster war nur die Spitze. Die BaFin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele spielte zum Beispiel beim CumEx-Skandal eine zweifelhafte Rolle. Sie war vor ihrer BaFin-Zeit Chefjuristin der Dekabank, als diese auf Gewinne aus Cum-Ex-Geschäften klagte (mehr Details dazu hier). Von daher kann man es als Image-Maßnahme ansehen, dass gerade Frau Roegele explizit mit Namen zitiert wird, wenn die BaFin heute betroffenen Sparern dazu rät, jetzt selbst aktiv auf ihre Banken zuzugehen und sich erläutern zu lassen, welche Klausel ihre Sparverträge ganz konkret enthalten.

Runder Tisch über Sparverträge gescheitert – BaFin rät Kunden zur Offensive gegen Banken

Der nächste Schritt müsse dann laut heutiger Aussage der BaFin sein zu prüfen, ob diese Klauseln rechtskonform seien. Bei Fragen zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder zur Unterbrechung etwaiger Verjährungsfristen rät Frau Roegele den Kunden, sich bei Bedarf an eine Verbraucherzentrale oder auch einen Rechtsanwalt zu wenden. Das ist echt der Hammer. Die BaFin rät aktiv Bürgern dazu sich im Kampf gegen Banken an Anwälte oder Verbraucherschützer zu wenden? Bislang hielt sich die BaFin aus sowas doch raus?

Die BaFin geht davon aus, dass Banken und Sparkassen oft falsche Zinsklauseln verwendet und den Kunden zu wenig Zinsen gutgeschrieben haben. Betroffen seien laut BaFin-Statement insbesondere langfristig variabel verzinste Sparverträge aus 2004 und früher. Ein Runder Tisch, den die BaFin zum Thema Prämiensparen Ende November 2020 unter anderem mit den Verbänden der Kreditwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen einberufen hatte, habe leider keine kundengerechten Lösungen gebracht. Neben ihrem Verbraucheraufruf prüfe man deshalb jetzt auch konkrete verwaltungsrechtliche Optionen, mit denen das Ziel ausreichender Kundeninformation erreicht werden könne. Bereits im Februar 2020 hatte die BaFin die Banken aufgefordert, auf die betroffenen langjährigen Kunden zuzugehen und ihnen eine Lösung anzubieten.

Was soll man dazu sagen? Der gute Herr Hufeld (BaFin-Chef) und die gute Frau Roegele wollen wohl in der Öffentlichkeit endlich auch mal Pluspunkte sammeln, als oberste Beschützer der kleinen Leute mit Sparkonto? Zum Thema Prämiensparverträge liefert die BaFin auch folgende Erläuterung, im Wortlaut:

Ein Prämiensparvertrag ist eine langfristige Sparform mit variabler Verzinsung und gleichbleibender Sparleistung. Kunden erhalten zusätzlich zum Zins eine Prämie, die meist nach der Vertragslaufzeit gestaffelt ist. Viele Kreditinstitute verwendeten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Zinsanpassungsklauseln, die ihnen einräumten, über Änderungen der vertraglich vorgesehenen Verzinsung mit unbegrenzt einseitigen Ermessensspielräumen zu entscheiden. Diese Praxis erklärte der BGH 2004 für unwirksam und äußerte sich auch in späteren Entscheidungen in 2010 und 2017 zu den Anforderungen an solche Klauseln. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, wie Kreditinstitute mit den Anforderungen der BGH-Rechtsprechung umzugehen haben. Hinweise dazu liefert ein Urteil, welches das Oberlandesgericht (OLG) Dresden im April 2020 auf die Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen getroffen hat. Es stellt etwa klar, dass die Verzinsung sich an einem angemessenen, langfristigen, öffentlich zugänglichen Referenzzinssatz orientieren muss und monatlich anzupassen ist. Als angemessen sieht das OLG Dresden beispielsweise die 9- bis 10-jährige Zeitreihe der Deutschen Bundesbank WX 4260 (damalige Bezeichnung) an. Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig; es wurde Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Weitere Musterfeststellungsklagen sind anhängig.

Sparverträge werden oft in Beratungsgesprächen abgeschlossen
Beispielfoto einer Beratung in einer Volksbank. Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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Deutschland: Restaurants und Hotels bis 10.Januar geschlossen

Markus Fugmann

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In Deutschland werden laut einem Insider sowohl Gastronomie als auch Hotels bis zum 10.Januar geschlossen bleiben – darauf haben sich laut diesem Insider die Bundesregierung und die Bundesländer verständigt. Am 04.Januar sollen dann Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zusammen kommen um das weitere Vorgehen zu beraten. Diese Entscheidung soll heute Nachmittag verkündet werden.

Also die nächste Hiobsbotschaft für Gastro und Hotels..

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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