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8 Gründe, warum China kollabieren wird!

Redaktion

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FMW-Redaktion

China hat heute bekanntlich seine BIP-Zahlen vorgelegt – ziemlich schnell nach dem Ende des ersten Quartals. Das schaffen andere Länder nicht. Warum ist China so schnell? Ganz einfach: weil die Zahl schon vorher fest stand, sie sollte und mußte der Partei-Prognose entsprechen!

Um auf diese Zahl zu kommen, nutzt das National Bureau of Statistics, das die Daten erhebt, den sogenannten BIP-Deflator, also eine Kenngröße für Inflation. Mit Hilfe diese BIP-Deflators, der willkürlich ermittelt wird, werden die Zahlen nun multipliziert, sodass dann die gewünschte Zahl von 6,7% BIP-Wachstum herauskommt. Das vor dem Hintergrund etwa der BIP-Zahlen der USA, die häufig erheblich von den Prognosen abweichen (und die Amerikaner sind auch nicht ganz unverdächtig mit ihren hedonistischen Statistik-Methoden..)

All das ist Chinas schöner Schein und hat wenig mit der Realität zu tun. Realer ist da schon die derzeitige Panik am Markt für Unternehmensanleihen (siehe dazu unseren Bericht „China: Panik am Markt für Unternehmensanleihen“), nachdem eine staatliche Firm mitteilte, sie könne die Zinsen für ihre Anleihen nicht mehr bedienen – das Unternehmen war zuvor mit einem eigentlich guten AA+-Rating versehen. Das sind die ersten Wetterleuchten der platzenden Schulden-Bombe in China. Was in China wirklich wächst, sind die Schulden und die Geldmenge – und diesem Wachstum sind auch in totalitären Regimen „physikalische“ Grenzen gesetzt. Chinas Verschuldung von 240% des BIP (Deutschland liegt bei 59%!) ist konzentriert bei den ineffizienten Staatsunternehmen, die mit ihren Einnahmen gerade einmal ihre Zinskosten bedienen können..

Folgendes Video bringt acht Gründe auf den Punkt, warum China kollabieren wird:

Explosion
Foto: Wikipedia, Gemeinfrei

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    15. April 2016 12:45 at 12:45

    Inwiefern der Artikel mit der Realität zu tun hat, kann auch hinterfragt werden.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. April 2016 12:50 at 12:50

      @Bernhard, dann sollte man sich bei diesem Hinterfragen auch einmal die Mühe machen, die Zahlen aus China anzusehen – Verschuldung der Unternehmen etc. Sie scheinen, das geht aus Ihren anderen Kommentaren hervor, bullisch für die Aktienmärkte zu sein – was ja völlig ok ist, aber warum Sie aus aufgrund dieser bullischen Einstellung für die Aktienmärkte den Wahrheitsgehalt eines Artikels in Frage stellen, der mit den Aktienmärkten im kurzen Zeitfenster nicht viel zu tun hat, erscheint dennoch etwas rätselhaft..
      Warum lesen Sie dann nicht andere Medien, die ihre bullische Aktien-Einstellung bestätigen?

    • Avatar

      Alexander Gliese

      15. April 2016 14:09 at 14:09

      Die auch mittel- und langfristig kaum schmerzfrei lösbaren Probleme der chinesischen Volkswirtschaft sind hier vielen Wirtschaftswissenschaftlern und Investoren bewusst. Die Angst ist groß, das zeigen schon die zurückliegenden Marktreaktionen auf schwache Daten aus China. Aber keiner kann sagen, wann der „große Knall“ kommt und welches Ereignis der Auslöser sein wird.

      Jedenfalls sollte auch das China-Risiko neben den zahlreichen anderen Minenfeldern, die derzeit auszumachen sind, Grund für eine erhöhte Cashquote im Portfolio sein. Griechenland braucht ja auch demnächst wieder Geld, kann die erforderlichen Reformbedingungen aber nicht einhalten. In Portugal weiß man auch nicht, wie es weitergehen soll. In Italien sind die Banken alles andere als solvent. Spaniens Wirtschaft wächst zwar, aber politisch und fiskalisch ist die Entwicklung instabil. Und in Frankreich kriegt der Präsident, den keiner mehr haben will, auch kleinere Strukturreformen kaum durch. Von der Flüchtlingsproblematik etc. ganz abgesehen. Als erstes Land wird uns Japan zeigen, wie man eine Staatsüberschuldung bereinigt – oder auch nicht, wer weiß das schon … Also es gibt jede Menge Gründe, vorsichtig zu sein.

  2. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    15. April 2016 13:54 at 13:54

    Ich habe diesen Artikel unabhängig der Kursverläufe an den Aktienmärkten kommentiert. Sie schreiben letzlich, dass die Zahlen aus China und den USA manipuliert bzw. angepasst sind. Daran kann ich nicht so recht glauben, denn wäre dies zumindest in den USA nicht strafbar? Deshalb die in Fragestellung dieses Artikels.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. April 2016 14:15 at 14:15

      @Bernhard, in Deutschland wäre eine solche Bilanzierung strafbar! In den USA ist sie es nicht, weil dort die hedonistische Methode der Wachstumsberechnung legal ist und daher praktiziert wird. Diese hedonistische Methode besagt vereinfacht gesagt: bringt ein Computerhersteller einen Rechner auf den Markt, dessen Prozessor 15% leistungsfähiger ist als das Vorgängermodell, dabei aber der Preis für den Computer selbst gleich bleibt, dann ist das 15% Wachstum!

      • Avatar

        Bernhard Zimmermann

        15. April 2016 16:39 at 16:39

        Danke für die Aufklärung!

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          15. April 2016 16:41 at 16:41

          Sehr gerne – und nix für ungut!

  3. Avatar

    gerd

    15. April 2016 13:59 at 13:59

    „Warum lesen Sie dann nicht andere Medien, die ihre bullische Aktien-Einstellung bestätigen?“ lautete die Frage an Bernhard.

    Also, ich finde das schon richtig, dass er hier liest. Klar, ist es angenehmer – und mitunter lechzt man regelrecht danach – seine eigene Erwartung in Analysen wiederzufinden. Aber wer das ausschließlich macht, kann auch leicht „betriebsblind“ werden und die gegenteiligen Fakten aus den Augen verlieren.
    Gerd

  4. Avatar

    Baron

    15. April 2016 14:32 at 14:32

    Deutschland gesamt Verschuldung von 59% des BIP? Das wage ich zu bezweifeln..

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. April 2016 14:41 at 14:41

      ist aber so laut offizieller Statistik..

  5. Avatar

    Quintus

    15. April 2016 14:59 at 14:59

    Auch ich sehe Chinas Entwicklung sehr kritisch, doch was Indien anbelangt: diese als Konkurrenz zu China zu sehen, muß als Witz verstanden werden.Indien fehlt es an so ziemlich allem: Bildung, Infrastruktur, Wasseknappheit allerorten. Aber sein größtes Hemniss ist und bleibt sein Kastensystem. Sorry, Indiens Bevölkerung wächst schneller als die Chinesische….Na und? was glauben sie wohl, was sich hier auch noch automatisch potenziert?
    Jawoll, massivste Probleme in den Bereichen Ernährung,
    Bildung und Energieversorgung. Wie hieß es doch in dem Film „2012“ : wenns einer schaffen kann, dann die Chinesen?

    • Avatar

      Hans Netten

      17. April 2016 21:49 at 21:49

      Hello Quintus,

      No, seeing India as a future competitor of China is certainly not meant as a joke!
      The current nominal GDP of India is no less than $ 2,4 trillion, making it the 7th economy of the world. This year the Indian economy will grow by 7,5%. If the current growth rates will continue, India will surpass the German economy in less than 10 years.

      And yes, the increase of the population is a major incentive that boosts the economy of India. Combined with the growth of the GDP per capita, a leverage effect takes place.

      Unlike countries such as Germany where the population declines instead of grows. In Germany, an increase of the GDP can therefore only originate from a rise in productivity and/or income per capita. The decline of the German population is one of the most important reasons to explain the very modest GDP growth during the past decade.

      Yes, India has its problems that impede an even more impressive growth. But the same can be said from China in the 80’s; an underdeveloped and centrally governed farmers state. In 1980, China’s GDP was about 7 times smaller than the (West) German GDP. Today it’s 3 times bigger. So I wouldn’t diskwalify India before the game has even started…

      Just thought I’d drop by to clarify the video. Thanks for your time.

      Kind regards,

      Hans Netten

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Corona-Hilfen: Ausfallzahlungen im November, und eine ganz wichtige Änderung!

Claudio Kummerfeld

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am

Neue Corona-Hilfen vom Bund

Aufgepasst liebe Selbständige und Unternehmer, es tut sich was bei den Corona-Hilfen des Bundes. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Bundesregierung betroffene Unternehmer mit bis zu 75 Prozent der Umsätze aus November 2019 entschädigen will, wenn sie jetzt im November 2020 durch Betriebsschließungen Umsatzeinbußen erleiden. Dies soll für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gelten. Für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gibt es gestaffelt Erstattungen von 70 Prozent und weniger. Vor allem die Gastronomie wird wohl profitieren, aber auch Freizeiteinrichtungen, und womöglich deren Zulieferbetriebe. Details werden gerade noch geklärt. Diese Corona-Hilfen sind sehr wichtig. Sonst hätte dieser neue kleine Lockdown, der ab Montag startet, wohl endgültig viele Unternehmen finanziell ruiniert.

Die genauen Details der neuen Hilfen sollen laut Olaf Scholz noch veröffentlicht werden auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Noch ist die Seite nicht auf aktuellem Stand, aber aus den ganz frischen Aussagen der beiden Minister hört man, dass die beiden Ministerien genau in diesem Minuten die Details ausarbeiten. Also sollte man morgen oder am Wochenende diese Seite mehrmals besuchen und nach neuesten Infos Ausschau halten. Anträge sollen schnell bearbeitet werden. Wir empfehlen die nächsten Tage auch immer einen Blick zu werfen auf die Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesfinanzministeriums.

Corona-Hilfen mit kleinem, aber sehr wichtigem Detail

Aber ein wichtiges Detail bei den Corona-Hilfen wird für viele Unternehmer eine große Erleichterung darstellen, um jetzt weiter durchhalten zu können. Denn bisher galt die ziemlich unsinnige und unfaire Regelung, dass die KfW-Schnellkredite in der Coronakrise nur für Unternehmen zugänglich waren, die mindestens 10 Mitarbeiter haben. Jetzt liest man im offiziellen Infotext des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe hier), dass der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten zugänglich gemacht werden soll. Diese winzige Änderung bei den Corona-Hilfen kann für viele kleine Unternehmer die Rettung bedeuten, zumindest in Sachen Liquiditätshilfe. Hier weitere Details im Wortlaut vom Ministerium:

Es hat sich als unvermeidlich erwiesen, für die Dauer der nächsten vier Wochen auch viele Unternehmen zu schließen, um auf diese Weise Kontakte im erforderlichen Umfang zu reduzieren. Das betrifft unter anderem Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, aber auch Dienstleistungsbetriebe, Messen, Kinos, Freizeitparks oder Fitness-Studios. Viele von ihnen haben Vorbildliches bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandskonzepten geleistet und seit Ausbruch der Pandemie schwere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Bundesregierung wird diese Betriebe umfassend unterstützen, um ihnen den Fortbestand in dieser schweren Zeit zu erleichtern:

Wir gewähren den von temporären Schließungen erfassten Unternehmen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst;

Wir werden die Leistungen der Überbrückungshilfe verlängern und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche wesentlich verbessern;

Wir öffnen den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

Die Regelungen gelten unter anderem für Unternehmen, Selbständige und Soloselbständige. Insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass wir unsere Unternehmen nicht allein lassen, sondern zielgerichtet unterstützen. Hierzu stellen wir Mittel bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro bereit.

Hier weitere aktuelle Aussagen aus der vorhin gelaufenen PK von Olaf Scholz und Peter Altmaier, in Kurzform zusammengefasst:

Der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft will man auch über den November hinaus eine Perspektive aufzeigen. Und auch der Gastronomie will man helfen die anstehende harte Zeit zu überstehen. An Einzelheiten arbeite man jedoch noch. Auch will man eine Verlängerung der „Überbrückungshilfe III“ bis ins nächste Jahr hinein erreichen. Und bis zu 300.000 Euro sollen auch über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden können.

Hier die PK im Video:

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Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

—-

– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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am

Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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