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EU: Deutschland stellt 21,3% des BIP, aber nur 16,2% der Bevölkerung

Die EU mit ihren 512 Millionen Einwohnern hat 2017 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 15,3 Billionen Euro erwirtschaftet. Eurostat betont in seiner Meldung, dass alleine Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen genommen mehr als die Hälfte des BIP generiert haben.

Wir finden es aber viel interessanter, wie einzelne Länder in Relation zwischen Bevölkerungszahl und Bruttoinlandsprodukt da stehen. Welcher Anteil an der gesamten EU ist größer? Deutschland stellt mit 82 Millionen Menschen 16,2% der Bevölkerung, generiert aber 21,3% des BIP, wie die heute veröffentlichten Zahlen von Eurostat zeigen. Somit ist Deutschland überdurchschnittlich produktiv und bringt mehr Wirtschaftsleistung als der Schnitt der gesamten Europäischen Union. Würden alle Länder gleich stark ihren Teil beitragen wie es ihre Bevölkerungsgröße in Relation zulässt, dann läge der deutsche BIP-Beitrag auch nur bei 16,2%.

Frankreich als zweitgrößtes Land hat mit 67 Millionen Menschen einen Anteil von 13% an der EU-Bevölkerung, und ebenfalls einen höheren Anteil am BIP mit 14,9%. Ähnlich ist es bei Großbritannien mit 12,9% Bevölkerungsanteil und 15,2% am BIP. Spanien mit 9% an der EU-Bevölkrung steuert nur 7,6% zum BIP bei uns ist somit unterdurchschnittlich. Bei Griechenland ist das Verhältnis zwar optisch klein, aber der Abstand ist gravierend. Bei 2,09% Bevölkerungsanteil in der EU liegt der BIP-Anteil nur bei 1,2%. Das ist nachvollziehbar bei der massiven Schrumpfung der Wirtschaftsleistung im Zuge der Krise der letzten zehn Jahre.

Elf Mitgliedsstaaten der EU liefern weniger als 1% zum BIP. Dies sind zum größten Teil osteuropäische Länder, wo die Produktivität und die Wirtschaftskraft fast 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch nicht das Niveau von Westeuropa erreicht hat – auch wenn man große Schritte in die richtige Richtung macht! Nur zwei Beispiele: Rumänien stellt 3,8% der EU-Bevölkerung, aber nur 1,2% des BIP. Bulgarien stellt 1,38% der Bevölkerung, aber nur 0,3% des BIP.

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2 Kommentare

  1. Wäre nicht eher die Frage angebracht: Wie kann es sein das ein Exportweltmeister so viele Schulden hat? Die nächste Frage müsste lauten: Wo sind die Währungsreserven die sich angehäuft haben müssen? Vor 1973 als das Bretton Woods Abkommen noch gültig war hat Deutschland ca. 3400 Tonnen Gold als Gegenwert erhalten (oder auch nicht). Kann es sein das die USA nicht zahlen? und in Europa haben wir dann Target2 Salden?

  2. Und nun muß man sich fragen, warum unsere Regirung so extrem an der EU fest hält. Bestimmt nicht zum Wohle Deutschlands.

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