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Abgefahren: Katar lässt 4000 Kühe einfliegen!

Es ist wohl der größte Tiertransport per Flugzeug in der Geschichte der Menschheit: Katar will offenkundig 4000 Kühe einfliegen lassen, um die Versorgung mit Milch sicher zu stellen nach Verhängung des Embargos durch Saudi-Arabien (+Satellitenstaaten) und Ägypten..

FMW-Redaktion

Es ist wohl der größte Tiertransport per Flugzeug in der Geschichte der Menschheit: Katar will offenkundig 4000 Kühe einfliegen lassen, um die Versorgung mit Milch sicher zu stellen nach Verhängung des Embargos durch Saudi-Arabien (+Satellitenstaaten) und Ägypten.

Urheber der Aktion ist der katarische Geschäftsmann Moutaz Al Khayyat, Chef der Firma Power International Holding, der dies als notwendigen patriotischen Akt versteht: es sei jetzt Zeit, für Katar zu arbeiten. Er hat das Vieh in den USA und Australien kaufen lassen und will nun die Rinder mit einem durchschnittlichen Gewicht von 590 Kilogramm nach Katar fliegen lassen. Nötig sind dafür ca. 60 Flüge von Qatar Airways! Ziel ist es, in Katar eine Molkerei zu errichten, um die Milchversorgung des Landes sicher zu stellen.

Bislang hatte Katar seine Milchprodukte aus Saudi-Arabien bezogen – nach dem Embargo wurden nun die Milchvorräte in dem kleinen Wüstenstaat knapp. Mittels der nun bald einfliegenden Kühe soll die Milchproduktion Ende des Monats starten, zuvor hatte die katarische Regierung eine große Fläche nördlich von Doha für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung gestellt. Der Ausbau landwirtschaftlicher Flächen ist dabei Teil des Programms „Vision 2030“, das die Wirtschaft breiter aufstellen und somit die Abhängigkeit vom Gas-Export reduzieren soll.

Das Embargo setzt plötzlich völlig neue Prioritäten für die Regierung in Doha, die wöchentlich 500 Millionen Dollar ausgibt für die Errichtung von Fußball-Stadien und einer U-Bahn für die 2022 geplante Fußball-WM. Im Vordergrund steht aber nun zunächst die Versorgung der Bevölkerung, wobei die Türkei bereits Milchprodukte geliefert hat, der Iran dagegen vorwiegend mit Früchten hilft.


Bald selbstverständlich in Katar? Grasende Kühe
Foto: Gemeinfrei



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4 Kommentare

  1. Na, wenn die aus Deutschland kämen, könnten sich die Bauern ja über einen tendenziell weiter steigenden Milchpreis freuen. Und Draghi auch.
    Obwohl die Preise für Milchprodukte vor rund 4 Wochen ja bereits um rund 15% gestiegen sind. Scheinbar unbemerkt von den Inflations-Statistikern.

    Allerdings kann das Gras im heißen Katar doch niemals so saftig grün wachsen, dass die Milch anschließend von Kühen kommt, die sich glücklich nennen könnten.

    1. Für gewöhnlich bekommen Kühe kein frisches Gras!
      Nur hier im Süden sind die noch häufiger auf der Weide.
      Der Großteil der Milch stammt von Kühen, welche Silage zum fressen bekommen!

  2. Warum springt da nicht sofort die unfähige EU ein? Immerhin haben sie den Milchbauern mit den Russland-Sanktionen einen ziemlichen Umsatzverlust eingebrockt!

  3. Da könnte man doch die früher immer angesprochenen Milchseen trocken legen.

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