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Abgestürzte Steinhoff-Aktie jetzt 7 Tage lang vielleicht ein ganz heißes Zockerpapier – EZB hat Anleihen nicht verkauft

Die Steinhoff-Aktie stieg heute um 24%. Das hört sich sensationell an, aber es handelt sich momentan „nur noch“ um einen Pennystock. Kurz ein paar Cent rauf oder runter machen prozentual schon gewaltig…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Steinhoff-Aktie stieg heute um 24%. Das hört sich sensationell an, aber es handelt sich momentan „nur noch“ um einen Pennystock. Kurz ein paar Cent rauf oder runter machen prozentual schon gewaltig etwas aus. So ist es heute auch nur ein Plus von 14 Cents auf 0,73 Euro. Letzte Woche berichteten wir über einen bevorstehenden großen Bilanzskandal, den man aus der offiziellen Veröffentlichung des Unternehmens klar herauslesen konnte. Eine klare Warnung ist es, wenn ein Unternehmen Anleger davor warnt bei Käufen der Aktie vorsichtig zu sein!

Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass man am nächsten Dienstag den 19. Dezember ein Gläubiger-Treffen in London abhalten wird, das eigentlich für gestern geplant war. Dort dürften wohl endgültig konkrete Informationen auf den Tisch kommen, wie gravierend die Bilanzprobleme des Unternehmens wirklich sind. Denn ebenfalls hatte man gestern offiziell verkündet, dass man sich gerade voll darauf konzentriere „operative Liquidität zu sichern“, damit laufendes Geschäft weiter durchgeführt werden kann. In diesem Zusammenhang erwarte man von seinen Gläubigern Unterstützung, damit die Finanzen der Gruppe stabilisiert werden können.

In Finanzkreisen spekuliert man derzeit über Erlöse im Wert von gut 1,4 Milliarden Euro, die Steinhoff erlösen könnte durch Verkäufe seiner Anteile an dem Logistikunternehmen KAP Industrial und der Investmentgesellschaft PSG. Steinhoff hat derzeit Schulden in Höhe von ca 16 Milliarden Euro, und soll derzeit versuchen mit Banken über Stillhalteabkommen zu verhandeln. Hier könnte das Motto lauten: Kommt uns bitte jetzt etwas entgegen, oder ihr gefährdet euer komplettes Kreditengagement bei uns? Das bedeutet für Börsianer? Die Aktie (Chart seit 30. November) ist bis nächsten Dienstag möglicherweise eine ganz heiße Zockerei, weil niemand weiß, ob die Firma sich retten kann, oder ob sie weiter in den Abgrund rutscht.


Die Steinhoff-Aktie seit 30. November.

Anleihen

Ach ja, das wäre auch noch eine bis 2025 laufende Anleihe von Steinhoff, die wir letzte Woche schon erwähnt hatten. Ihr Kurs lag vor zwei Wochen noch bei 90% ihres Nennwertes, letzte Woche nur noch bei 59%, und jetzt bei 53%. Die EZB besitzt diese Anleihe ebenfalls. Sie hat ein Emissionsvolumen von 800 Millionen Euro, wovon die EZB gemäß ihrer eigenen Regeln bis zu 70% kaufen durfte (also maximal 560 Millionen Euro). Also kann es zu einem Schaden von mehreren hundert Millionen Euro für die EZB kommen, wenn der Laden den Bach runtergeht. Aus jüngsten Daten der EZB geht hervor, dass man die Anleihen auch jetzt noch besitzt. Also hat man sie im vollen Wissen der jüngsten Ereignisse nicht verkauft.

Natürlich kann die EZB so einen möglichen Ausfall locker verkraften bei einem Gesamtportfolio von Unternehmensanleihen im Volumen von 129 Milliarden Euro, die ja auch alle Zinsen abwerfen. Damit könnte man so einen Steinhoff-Ausfall locker ausgleichen, damit es zu keinem messbaren Bilanzschaden bei der EZB kommt. Auch kann die EZB den Umstand gelassen ansehen, dass die Ratings für Steinhoff inzwischen drastisch gesenkt wurden. Denn die Voraussetzung für den Kauf von Unternehmensanleihen durch die EZB (nämlich das hochwertige Rating) bezieht sich wie gesagt nur auf den Kaufzeitpunkt der Anleihe. Wenn das Rating später sinkt, muss die EZB nicht automatisch verkaufen.

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Facebook-Quartalszahlen – kurze Vorschau auf heute Abend

Claudio Kummerfeld

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am

Facebook App auf Smartphone

Heute Abend veröffentlicht Facebook seine Quartalszahlen kurz nach 21 Uhr. Wir werden dann umgehend berichten. An dieser Stelle wollen wir eine kurze Vorschau zeigen, was zu erwarten ist. Vor einem Jahr lag der Umsatz bei 17,65 Milliarden Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen von 39 Analysen im Schnitt bei 19,8 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie lag Facebook vor einem Jahr bei 2,12 Dollar pro Aktie. Für heute liegen die Erwartungen von 42 Analysten im Schnitt bei 1,91 Dollar.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) lag vor einem Jahr bei 1,62 Milliarden. Für heute liegen die Erwartungen bei 1,79 Milliarden. Es könnte zu Überraschungen kommen, weil zahlreiche Werbekunden von Facebook in den Monaten vor der US-Wahl ihre Budgets gekürzt oder ausgesetzt hatten. Wird das einen spürbar negativen Effekt haben, oder hat das Wachstum der sonstigen Werbekunden dies ausgeglichen? Wir werden sehen.

Die Facebook-Aktie lag im Februar kurz vor dem Start des großen Börsencrash noch bei 218 Dollar. Jetzt sind es 267 Dollar (im Hochpunkt Ende August waren es 304 Dollar). Die Aktie von Facebook wurde von Schwergewichten wie Apple und Amazon im Tech-Boom der letzten Monate mit hoch gerissen. Nun gilt es für das Unternehmen gute Zahlen zu liefern.

Chart zeigt Kursverlauf der Facebook-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Aktien

Amazon-Quartalszahlen – kurze Vorschau auf heute Abend

Claudio Kummerfeld

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am

Onlineshopping am Laptop

Heute Abend veröffentlicht Amazon seine Quartalszahlen kurz nach 21 Uhr – eine Stunde früher wegen der Zeitumstellung in Europa. Wir werden dann umgehend berichten. An dieser Stelle wollen wir eine kurze Vorschau zeigen, was zu erwarten ist. Vor genau einem Jahr noch ganz ohne Coronavirus lag der Umsatz von Amazon im 3. Quartal bei 69,98 Milliarden Dollar. Für heute liegt der Durchschnitt der Erwartungen von 39 Analysten bei 92,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag vor einem Jahr bei 4,23 Dollar. Für heute werden von 40 Analysten im Schnitt 7,41 Dollar erwartet.

Dieser Anstieg in der Gewinnerwartung zeigt, wie sehr Amazon wohl der weltweit größte Profiteur der Coronakrise ist. Je mehr Infektionen und Restriktionen, desto eher bleiben die Leute zuhause und bestellen Waren online bei Amazon. Man denke bitte drei Monate zurück, als Amazon die Zahlen für April-Juni veröffentlichte. Die durchschnittlichen Umsatzerwartungen wurden um 8 Milliarden Dollar übertroffen, und die Gewinnerwartungen wurden fünffach übertroffen mit 10 statt 2 Dollar!

Kann man sich für heute erneut vorstellen, dass die aktuellen Erwartungen getoppt werden? Dann könnte man sich nachbörslich auch deutliche Kurssteigerungen vorstellen. Das ist nun mal Teil der Spekulation, und ob man sie eingehen will. Man muss die Phantasie spielen lassen und überlegen, ob der Onlineshopping-Boom sich ab Juli weiter extrem fortgesetzt hat. Die Amazon-Aktie hat sich wie die von anderen großen Tech-Konzernen prächtig entwickelt in der Coronakrise. Vor dem Börsencrash im Februar notierte die Aktie noch bei 2.184 Dollar, im Hoch im September notierte die Aktie über 3.500 Dollar (aktuell 3.162 Dollar). Den jüngsten Kursrückgang am Aktienmarkt kann man in diesem größeren Bild für die Amazon-Aktie wohl kaum als kräftige Korrektur bezeichnen.

Chart zeigt Amazon-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Hui und Pfui an der Wall Street

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Aktuell ist die Hoffnung vorhanden auf gute Quartalszahlen der großen Tech-Konzerne heute Abend.

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