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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Devisen

Großer Appell zur Abschaffung des Euro, bevor es unkontrolliert knallt

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Wie oft gab es schon an wie vielen Orten negative Aussagen über den Euro. Gescheitert, kaputt, funktioniert nicht, wird auch in Zukunft nicht funktionieren. Das Kernproblem ist, dass man bei Einführung der Gemeinschaftswährung 19 unterschiedlichen Volkswirtschaften die selbe Währung und das selbe Zinsniveau überstülpte. Entschieden wird über diese Währung und den Leitzins nur noch von einer zentralen Institution, nämlich der EZB in Frankfurt.

Man hätte aber zuerst die 19 Volkswirtschaften angleichen müssen in Sachen Steuersystem, Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit uvm. Erst danach hätte man sie mit einer Gemeinschaftswährung ausstatten dürfen. Aber man machte es andersrum, vor allem aus politischen Gründen. Wohl mehr als jemals zuvor, eindringlicher und klarer als jemals zuvor weist der Bestsellerautor Marc Friedrich in einem aktuellen Videobeitrag auf die grundsätzlichen Probleme des Euro hin.

Er ruft dazu auf den Euro so schnell wie möglich halbwegs kontrolliert abzuwickeln, bevor es völlig unkontrolliert einen großen Knall gibt. Seine Analyse, dass derzeit die einzelnen Bürger in Europa den Preis für dieses fehlgeschlagene Projekt einer gemeinsamen Währung zahlen, ist inhaltlich gut nachvollziehbar. Die Italiener beispielsweise kämpfen mit einer extrem schwachen Wirtschaftslage, weil sie ihre Währung nicht abwerten können.

Die deutschen Sparer haben gleichzeitig keine Zinsen mehr für ihre Altersvorsorge – dafür aber brummt die Exportwirtschaft in Deutschland – das sollte man dazu natürlich auch erwähnen. Aber im Großen und Ganzen leiden die meisten Euro-Mitglieder unter dem festen Währungskorsett! Das Video ist auf jeden Fall sehenswert, weil es das Problem als Gesamtbild beschreibt.

Marc Friedrich über den Euro
Marc Friedrich.

7 Kommentare

7 Comments

  1. tm

    5. Februar 2019 17:15 at 17:15

    „Er ruft dazu auf den Euro so schnell wie möglich halbwegs kontrolliert abzuwickeln, bevor es völlig unkontrolliert einen großen Knall gibt.“

    Wenn das möglich wäre, könnte ich mich vielleicht damit anfreunden. Ich fürchte aber, schon die ernsthafte Diskussion darüber würde genau den Knall auslösen, der dadurch verhindert werden soll.

    Ich bin aber auch gar nicht so sicher, ob Arbeitsmarkt und Steuersystem überall gleich sein müssen. McPomm unterscheidet sich ökonomisch auch recht deutlich von BW oder NRW. Aber klar, wenn es keinen Wechselkurs gibt, muss es andere Ausgleichsmechanismen geben.

    Wie sahen die Wachstumsraten in Italien eigentlich vor dem Euro aus? Und würde die Lira wirklcih abwerten? Immerhin erwirtschaftet Italien einen durchaus hohen Leistungsbilanzüberschuss.

  2. Marko

    5. Februar 2019 18:34 at 18:34

    Und was war „vorher“, vor dem EUR ?

    Welche Instution hat „vor dem EUR“ entschieden, wie es mit Europa „weitergeht“, dreimal dürft Ihr raten … 😀

    „Man hätte aber zuerst die 19 Volkswirtschaften angleichen müssen in Sachen Steuersystem, Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit uvm…“

    Also hätte dann Deutschland sagen müssen : Wir geben denen Geld, weil wir zu stark für die anderen sind ?

    Ich betone Geld, wie soll eine „Wettberbsfähigkeitsangleichung “ sonst noch funktionieren ? Deutschland „finanziert“ dann Europa ? Das sind doch tolle Aussichten, was hat das mit Marktwirtschaft zu tun ? Ist das dann Hartz 4, Version 2.0 für Europa ? Oder wir gründen dann sie Sowietunion 2.0 ?

    Fakt ist :

    Deutschland ist die klare Nummer 1, innerhalb Europas. Es gibt, so gesehen „keinen Gegner“.

    Fakt ist : Deutschland sitzt, da wo hin gehört, im Zentrum , im Herzen Europas. Die EZB gehört genau dahin, wohin sie hingehört.

    Fakt ist : Gegenüber Deutschland, hat kein Staat Europas, wirtschaftlich gesehen, auch nur den Hauch einer Chance

    Und dann soll Deutschland , die Ihre DM freiwillig „aufgegeben“ haben, sagen, alles klar, die anderen, die können das ? Das ist naiv, sorry.

    Wer „wollte“ eigentlich den EUR, bzw. die Abschaffung der DM ?

    Wer wollte , das der „EUR“ in einem bestimmten Land , nebst einer bestimmten Stadt „residieren“ sollte ? Das war garantiert nicht Deutschland.

    Mit anderen Worten : Eine eventuelle Neueinführung DM würde gar nichts, und zwar gar nichts ändern ! – Ganz im Gegenteil : Der „Druck“ auf die „Südländer“ würde noch mehr steigen !

    Weil : dann wäre die „Mama EZB“ nicht mehr da… Die Südländer wären auf sich alleine gestellt.

    Die „Sudländer“ und „unabhängig“ durch eine „eigene Währung“ ? Wers glaubt… ? 😀

    Die „Wachstumsraten“ der „Südländer“ würden sich dadurch erklären, inwiefern man noch ein paar Nullen, an deren „Klopapierwährung“ daraufhauen könnte. Aber : Diese Zeiten sind vorbei ! Und Irgendwann ist mit den „Nullen“ Schluss….

    Und dann… ? – Zurück zum EUR/DM ? 😀

    Versteht Ihr das ? Es gibt kein zurück aus dem EUR ! Der einzige Staat, der aus dem EUR austreten kann, und dies jederzeit, ist nun mal Deutschland, schaut Euch doch mal den „Hühnerhaufen“ GB an, o.k. die treten nicht aus dem EUR aus, aber… 😀

  3. Hesterberg

    5. Februar 2019 19:19 at 19:19

    Klasse! Tolles Video!
    Alles schon bekannt, aber Herr Friedrich hat das Thema noch einmal so sympathisch, so eindrucksvoll dargelegt. Ein Wachrüttler! Und solche Videos muss es immer und immer wieder geben, damit der schläfrige Deutsche zu einem Franzosen wird und auf die Straße geht. Noch bevor es zu diesem gigantischen Zusammenbruch kommt, der kommen muss!
    Die Rückkehr zu den alten europäischen Währungen wäre im Prinzip nicht einmal besonders schwierig. Es wäre ein bürokratischer Kraftakt, na klar. Die Bevölkerungen der EURO-Zone könnten und würden sich hier leicht und gerne wieder auf nationale Währungen umstellen. Nur Brüssel, die EZB und die Politik können und wollen es nicht. Sie sitzen eben alle lieber bequem in ihren Sesseln und träumen weiter schon von ihren üppigen Pensionen, die sie auch dann bekommen werden, wenn der große Zusammenbruch kommt. Dafür werden sie dann schon sorgen.

    • Ralf Schmitt

      5. Februar 2019 23:30 at 23:30

      @Hesterberg: Es gibt sie. Schau einfach mal bei Marc Friedrich im YouTubeKanal nach. Die besten Videos weit und breit.

  4. Kritisch on fire

    5. Februar 2019 19:36 at 19:36

    EWG/EU und deren Erweiterungsschritte, ab 2004 bis 2013 und die Geplanten – ein wirkliches Friedensprojekt. Darüber stülpt man dann noch eine Gemeinschaftswährung und alles wird gut. Soweit die hervorragende Idee. Am Ende sollten die „Vereinigten STAATEN von EUROPA“ stehen. Leider haben die Treiber dieses im Grundsatz sehr guten Projektes vergessen diesem Projekt auch die nötige Zeit einzuräumen um den unglaublich hohen Unterschieden der „NEUEN“ im Bereich WIRTSCHAFT, INFRASTRUKTUR, STEUERRECHT, LEBENSSTANDARDS, etc. etc. die notwendige Zeit einzuräumen um sich anzupassen, anzunähern, ehe sie in der Gemeinschaft aufgenommen werden können. Hätte man doch nur durch gezielten, unterstützenden „Wirtschafthilfen“ es den Staaten ermöglicht sich selbst dem EU-Standard (meinetwegen zu 70%) anzunähern.
    Nein, man legt Wert auf Wahrung der Menschen-Gesellschafts- und Justizrechte, , ein glaubhaftes demokratisches System und glaubt den Angaben in den Bewerbungsunterlagen(was ja am Beispiel Greichenland wohl nicht so ganz gestimmt haben dürfte).
    Was aber durch eine gewisse Arroganz wenig interessiert sind die Kosten die entstene wenn man diese und jene Länder an den EU-Standard anpassen muss. Die Bewerberländer wären ja schön blöd nicht in die EU zu wollen – es werden doch alle Kosten durch EU-Subventionen getragen, die man bei Nichtbeitritt selbst bezahlen müsste.
    UND, D ist und war in der Vergangenheit immer der größte Unterstützer von Neuzugängen. Dies mit einer gewissen Selbstüberschätzung ihrer Wirtschaftskraft (man hat wohl aus den Kosten der Wiedervereinigung wenig bis gar nichts gelernt). Fakt ist aber, dass die Überschüsse in D auch nur durch 0-Zins erwirtschaftet werden konnten und der Tatsache, dass die Renten-u. Sozialleistungen Schritt für Schritt abgebaut werden. Ob das der richtige Weg der, wie von MaRKO zitiert, Nr. 1 der EU ist wage ich zu bezweifeln.

  5. Dreistein

    6. Februar 2019 10:50 at 10:50

    @Kritisch on fire, Zitat: Fakt ist aber, dass die Überschüsse in D auch nur durch 0-Zins erwirtschaftet werden konnten und der Tatsache, dass die Renten-u. Sozialleistungen Schritt für Schritt abgebaut werden. Die 0-Zins der EZB hat nichts mit den Exporten Deutschland zu tun. Bei den Sozialleistung-Beschneidung bin ich bei ihnen.
    Sie haben die Frage falsch gestellt, Was passiert oder wo sind die deutschen Überschüsse??? EU-weit gesehen stecken sie in den Target2 Salden oder meinen sie Das Ausland hat hier in Deutschland für knapp 1Billion Euro Immobilien gekauft. Was ist mit den deutsch /amerikanischen Überschüssen die wir haben?? Früher haben wir im Gegenzug Gold bekommen oder auch nicht da ein Teil immer noch nicht in Deutschland ist. Die Golddeckung ist ja bekanntlich aufgehoben aber wo sind die Überschüsse? Kann es sein das Deutschland seine Überschüsse nicht nur verschenkt sondern auch noch die Schulden dafür hat? Fragen über Fragen. Deshalb darf Deutschland auch Exportweltmeister sein mit dem wenigsten Median-Besitz. Kein Dax-Wert ist mehr in rein deutschen Besitz sollte auch zu denken geben.

    • Kritisch

      6. Februar 2019 11:46 at 11:46

      @Dreistein! Die Antwort auf ihre Fragen, resp. Feststellungen ist die eklatante Misswirtschaft der letzten 10-12 Jahre – sowohl in der EU wie auch speziell von Fau Merkel. Es wird einfach alles am Altar des politischen Machterhalts geopfert.

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Devisen

Türkei: Zinsen unverändert, keine Unterstützung für die Lira

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Die türkische Zentralbank hat heute verkündet, dass man den Leitzins unverändert bei 24% belässt. Die Daten in der türkischen Wirtschaft würden sich normalisieren (Rebalancing). Man habe beschlossen die verknappende Politik (sehr hohe Zinsen) fortzusetzen, bis der Inflationsausblick für die Türkei signifikante Fortschritte mache.

Dies ist wohl eine Ansage an Präsident Erdogan, dass man sein Drängen nach viel niedrigeren Zinsen zwar kennt, aber für eine Zinssenkung ist die Inflationsrate mit knapp 20% eben noch viel, viel zu hoch! Aber nach oben scheint es mit den Zinsen eben nicht mehr weiter zu gehen, sondern wenn überhaupt, dann nach unten – irgendwann nächstes Jahr vielleicht?

Der Devisenmarkt hat heute reagiert, und die Lira zeigt Schwäche. Überhaupt fällt sie seit Wochen, immer nur ein paar kleine Schritte. Aber insgesamt hat sich da was aufsummiert. Euro vs Lira steigt aktuell von 6,56 auf 6,62. Aber noch im Februar waren es 6 Lira für 1 Euro.

Auch wurde heute bekannt, dass die Devisenreserven der Türkei weiter schrumpfen. Die Netto-Devisenreserven fallen zu Stichtag 19. April im Wochenvergleich (!) von 28,7 auf 26,9 Milliarden Dollar. Auch solche Infos schwächen das Vertrauen des Auslands in die Türkei.

Die Zentralbank kann die türkische Lira im Augenblick nicht unterstützen. Aus rein charttechnischer Sicht scheint sie gegen Euro und US-Dollar weiter in Trippelschritten abzubauen (das ist natürlich keine Garantie für die zukünftige Entwicklung).

Türkei - Euro vs Lira
Euro vs Lira seit Juli 2018.

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Devisen

Bank of Canada: Absage an höhere Zinsen, CAD verliert

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Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Der Leitzins bleibt unverändert und wie es zu erwartem war bei 1,75%. Damit gibt es seit vier Entscheidungen einen Stillstand auf diesem Niveau (Grafik).

Die globale Wirtschaft habe sich schwächer entwickelt als bei der letzten Beurteilung im Januar, so die Notenbank. Sinngemäß kann man sagen, dass die Bank of Canada erstmal weiter abrückt von höheren Zinsen.

Der kanadische Dollar reagiert gegen den US-Dollar mit Schwäche. USDCAD steigt um 70 Pips auf 1,3510.

Hier der Text der Bank of Canada im Wortlaut:

Global economic growth has slowed by more than the Bank forecast in its January Monetary Policy Report (MPR). Ongoing uncertainty related to trade conflicts has undermined business sentiment and activity, contributing to a synchronous slowdown across many countries. In response, many central banks have signalled a slower pace of monetary policy normalization. Financial conditions and market sentiment have improved as a result, pushing up prices for oil and other commodities.

Global economic activity is expected to pick up during 2019 and average 3 ¼ per cent over the projection period, supported by accommodative financial conditions and as a number of temporary factors weighing on growth fade. This is roughly in line with the global economy’s potential and a modest downgrade to the Bank’s January projection.

In Canada, growth during the first half of 2019 is now expected to be slower than was anticipated in January. Last year’s oil price decline and ongoing transportation constraints have curbed investment and exports in the energy sector. Investment and exports outside the energy sector, meanwhile, have been negatively affected by trade policy uncertainty and the global slowdown. Weaker-than-anticipated housing and consumption also contributed to slower growth.

The Bank expects growth to pick up, starting in the second quarter of this year. Housing activity is expected to stabilize given continued population gains, the fading effects of past housing policy changes, and improved global financial conditions. Consumption will be underpinned by strong growth in employment income. Outside of the oil and gas sector, investment will be supported by high rates of capacity utilization and exports will expand with strengthening global demand. Meanwhile, the contribution to growth from government spending has been revised down in light of Ontario’s new budget.

Overall, the Bank projects real GDP growth of 1.2 per cent in 2019 and around 2 per cent in 2020 and 2021. This forecast implies a modest widening of the output gap, which will be absorbed over the projection period.

CPI and measures of core inflation are all close to 2 per cent. CPI inflation will likely dip in the third quarter, largely because of the dynamics of gasoline prices, before returning to about 2 per cent by year end. Taking into account the effects of the new carbon pollution charge, as well as modest excess capacity, the Bank expects inflation to remain around 2 per cent through 2020 and 2021.

Given all of these developments, Governing Council judges that an accommodative policy interest rate continues to be warranted. We will continue to evaluate the appropriate degree of monetary policy accommodation as new data arrive. In particular, we are monitoring developments in household spending, oil markets, and global trade policy to gauge the extent to which the factors weighing on growth and the inflation outlook are dissipating.

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Kurze Vorschau auf zahlreiche Aktien- und Forex-Ideen

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Heute ist richtig was los bei Aktien und Forex. Es gibt viel zu beachten. An dieser Stelle eine kurze Vorschau auf das ausführliche Video. Sie können es hier täglich kostenlos einsehen. Bitte einfach anmelden!

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