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Europa

Längste Durststrecke seit der Finanzkrise: Abschwung in der deutschen Industrie ist im Anmarsch – er ist sogar sichtbar

Redaktion

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am

Der Abschwung in der deutschen Industrie ist im Anmarsch. Ablesen kann man ihn schon seit einiger Zeit, aber heute ist er erneut recht deutlich sichtbar. Es geht um die Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe, in dem die Industrie als Schwergewicht enthalten ist.

Die folgende Grafik zeigt: Nach jahrelangen Anstiegen gehen die Auftragseingänge seit Monaten deutlich zurück. Im April war es im Vergleich zum Vorjahr ein Auftragsminus von 0,1%, aber im Vergleich von März 2018 auf April 2018 war es ein Minus von 2,5%. Und das bei eienr Porgnose von +0,8%). Von Februar auf März war es ein Minus von 1,1%. Das ist die längste Strecke von Auftragsrückgängen seit der Finanzkrise!

Dazu sagt das Statistische Bundesamt Zitat:

Im April 2018 verringerten sich die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 4,8 %, die Auslandsaufträge fielen um 0,8 %. Dabei verringerten sich die Auftragseingänge aus der Eurozone um 9,9 %, die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland nahmen um 5,4 % gegenüber März 2018 zu. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im April 2018 um 2,5 % höher als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang von 5,6 %. Im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

Industrie Auftragseingänge

Es ist also vorwiegend die Eurozone, die für die Schäche bei den Auftragseingängen verantwortlich ist – nicht etwa die USA aufgrund des Handelsstreits!

Und was sagen die aktuellen Umsätze? Die sehen derzeit noch gut aus, weil die schwächeren Aufträge ja erst verzögert sichtbar werden, wenn sie in reale Produktion umgesetzt werden. Im Monatsvergleich ergibt sich ein Plus von 0,3%. Die Grafik zeigt es, die Umsätze steigen noch.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    globalvoterorg

    7. Juni 2018 17:32 at 17:32

    Abschwung ist untertrieben! D wird, systematisch, von der Regierung Merkel und derer Dominanz in die Tonne getreten
    Die Morgenthau, Hooton, Kalerghi Pläne wirken, wie schleichendes Gift. Dieselbige SPD, mit Schröder, hat in der Schaffung der Agenda 2010 die „Übermacht“ Illusion (Exportweltmeister!) wie einen Köder ausgelegt! Das dt. Volk ist voll darauf abgefahren (Mutti Merkel) „Was sind wir doch die Besten!“ Dabei wurde D, hinlänglich, unbemerkt „der Teppich unter den Füßen gezogen“. Mit VW, Deutscher Bank (Coba), Mercedes (Zulieferindustrie!), Russlandssanktionen, EURO Rettungsschirme, GR/PT/ESP, trilateraler germanischer Todesstoß, nicht zuletzt die Abschaffung der Wehrpflicht(!), der Asylantentsunamis (Schwächung der Sozialstruktur), das EU-Projekt, wurde D (Die Wohlfühlgesellschaft, in der wir so gerne leben!), zielsicher, angezählt. Das bewirkte die Illusion der Immobilienblase, die bald zum Platzen gebracht wird! End game! Lange vorher, aber, liebe Mitbürger, wurde die DM abgeschafft und die Wiedervereinigung „gefeiert“! Damit wurde D, Osten und mit der EU, Süden! „Meister“ Kohl hat dem dt. Volk die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit mittels einer, im GG vorgesehenen, Verfassung gebenen Versammlung vorenthalten! Wobei er und Genscher, nebenbei bemerkt, die Ostgebiete, ohne Not, abgab!!!
    Ein Opfer, um die lfd. Verfassung (GmbH) als Knechtschaftinstrument der Dominanz zu installieren. ABSCHWUNG !? Zynismus, aus!
    These, Antithese, Synthese, daraus ist die Gesichte gestrickt, seit 100 Jahren +! Cui Bono!?

    • Avatar

      Bernd

      7. Juni 2018 23:32 at 23:32

      Vorsicht beim Lesen! ;) Zum Artikel: Es muss erst schlechter werden bevor es besser wird!

      Die Deutschen sind nur in einer Sache Weltmeister und das ist die „Nabelschau“. Dabei gibt es drei Gruppen. Ein Vertreter der ersten Gruppe ist der hiesige Kommentator der sagt „Wir armen Deutschen, die ganze Welt hat sich gegen Uns verschworen und will Uns auslöschen obwohl wir doch so schlau und gut sind.“ Die zweite Gruppe ist die derjenigen die alles deutsche für schwer belastet halten wie Atommüll oder gefährlich wie tollwütige Hunde. Die Dritte und größte Gruppe ist die derjenigen denen alles scheißegal ist, so lange jeden Monat die staatlichen Alimente oder das Gehalt auf dem Konto sind, um sich in dumpfbräsigem Konsum zu berauschen. Allen drei Gruppen ist der Mangel an Selbstreflektion und selbstständigen Handeln gemein. Hauptsächlich sind sie GEGEN Alles und wissen nicht WOFÜR sie sind, bis ES ihnen jemand sagt dem sie dann folgen. Die Deutschen haben sich bereits zwei mal in jüngster Geschichte in ähnliche Situationen manövriert und tuen dies jetzt zum dritten mal; mir scheint dies das Resultat einer besserwisserischen naiven Selbstverliebtheit als Konsequenz einer träumerischen Nabelschau zu sein. Wenn das Wesen an dem die Welt genesen soll von einer derart kindlichen Naivität, wie der deutschen, geprägt ist dann muss es zwangsläufig in einer Welt von Wölfen vergehen. Ob links, rechts, oben oder unten, alle Deutschen sind in dieser Beziehung gleich. „So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten, was durch die schwache Kraf entspringt, …“

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        7. Juni 2018 23:48 at 23:48

        @Bernd, sehr schöner Kommentar!

      • Avatar

        Petkov

        8. Juni 2018 08:09 at 08:09

        Lieber Bernd, auch ich habe Ihren Beitrag genussvoll gelesen und kann mich inhaltlich nur anschließen, mit einer kleinen, aber doch bedeutsamen Bemerkung: Sie haben versucht, die Deutschen zu charakterisieren, aber das daraus entstandene Profil trifft auf ganz viele Völker zu, wenn nicht auf die Menschheit allgemein. Ich selber bin ein relativ junger Ausländer, weder in DE geboren noch da aufgewachsen, weder eingebürgert noch mit irgendwelchen Bestrebungen eingebürgert zu werden. Allerdings bin ich mitten drin in der gutbürgerlichen deutschen Gesellschaft verankert (das viel missbrauchte und missverstandene Wort „integriert“ will ich gar nicht in den Mund nehmen). Ich beschäftige mich sehr oft und gerne mit der deutschen Gesellschaft, um besser darin zu funktionieren, aber auch um besser auf negative Entwicklungen reagieren zu können. Ich kenne mehrere Mentalitäten sehr gut, verstehe sie auch und das hilft mir, ein unfassenderes Bild von der Gesellschaft zu zeichen.

        Tauschen Sie in Ihrem Beitrag „Deutsche“ durch „Amerikaner, Franzosen oder Spanier“ aus und der erfahrene Historiker Hr. Fugmann wird Ihnen ebenfalls zum Kommentar gratulieren.

        Die Frage ist, was müsste man dazunehmen, um eine nur auf Deutschland fokusierte Betrachtung zu erreichen? Meine aktuelle Sicht ist folgende:

        1. Eine grundsätzlich fehlende Reflexionsfähigkeit kann ich den Deutschen micht bescheinigen. Am besten reflektiert man z.B. auf einer bequemen Couch, nachdem man am vollen Kühlschrank vorbeigekommen ist :-) diese Voraussetzung ist in Deutschland noch erfüllt (aber gefährdet). Oft driftet die deutsche Selbstreflexion ab und wird zu einer Nabelschau. Aber das ist nicht weiter dramatisch und kein rein deutsches Phänomen.

        2. Die Deutschen sind unumstritten mit der Tugend Tatendrang gesegnet. Sie packen gerne Sachen an, auch gemeinsam.

        3. Die Deutschen sind durchaus verantwortungsbewusst und hier kommen wir zum springenden Punkt. Den Deutschen wurde eine geschichtliche Verantwortung eingetrichtert, die schon lange überdacht gehört. Es geht keineswegs darum, die Geschichte zu vergessen, sondern einen zukunftsfähigen Umgang damit zu finden. Die Welt hat sich seitdem sehr stark verändert und wird es weiter tun, aber die anerzogenen, oft reaktiven Verhaltensmuster sind immer noch wie aus der Zeit der Besatzungsmächte.

        Die Kombination aus 1, 2 und 3 ist eine Beschreibung, die zwar etwas oberflächlich ist, aber auf hohe Zustimmung überall auf der Welt stoßen würde. Die Deutschen sind erpicht, etwas zu verändern oder zu verbessern, sie können aber leider nur von einer teilweisen Betrachtung des Ganzen ausgehen. Der Rest ist verpönt, „darüber redet man nicht“.

        Sie sagen, es mangelt in Deutschland an Selbstreflexion. Ich sage, es mangelt vor allem an einer freien Diskussionskultur. Wie kann man eine extrem globalisierte und vernetzte Welt vernünftig analysieren, wenn die Themen Politik, Religion, fremde Kulturen etc. nur stark eingeschränkt durchdrungen werden dürfen? Das klingt für mich eher nach dem „typisch deutschen Problem“. Die von Ihnen angesprochenen Aspekte sind ebenfalls richtig, aber eher universal.

        Schöne Grüße

  2. Avatar

    Arthur

    7. Juni 2018 20:54 at 20:54

    Für Diejenien die es immer noch nicht begriffen haben und sich in ihrer Komfortzohne einigeln, es steht im politischen Drehbuch, der Untergang ist das Ziel auf das hingarbeitet wird und Europa, dabei explizit Deutschland wird zum dritten mal das Schlachtfeld der Auseinandersetzungen sein an dem sich die Finanzelite ergötzt und weiter bereichern wird.

    • Avatar

      guguk

      9. Juni 2018 20:23 at 20:23

      Sie haben es erfasst, so ist das Ziel.
      Das Schlachtfeld ist zubereitet, was noch fehlt ist der Funke am selbst gemachten Pulverfass und diese Zündung wird sehr bald erfolgen, sobald sich der Wind in den Leitmedien dreht und alles Sozialistische zum Sündenbock für die angerichtete Misere gemacht und der Sturm der Entrüstung das Feuer entfacht und der gewünschte Bürgerkrieg ganz Europa verwüstet.
      Danach wird der Sozialismus International für immer vom Erdboden getilgt sein und die neue Weltordnung kann umgesetzt werden.
      Kapitalismus pur. Oder besser, eine Plutokratie wird herrschen über alles.
      Mir ist es fast egal, den ich kann diese heuchelnden und verlogenen Sozen absolut nicht ausstehen!
      Hinfort mit diesem Geschmeiss.
      Mögen die Spiele beginnen!

  3. Avatar

    globalvoterorg

    11. Juni 2018 03:48 at 03:48

    Die „Ist mir egal“ Truppe macht einen gewaltigen Denkfehler. Der Opportunist, der Schweigegeld Empfänger wird sich stark wundern, wenn die Krise, die da kommt, auch Ihnen das „Gewerbe“ hintertreibt. Die angestrebte „Virtuelle DiktaturTotal Orwell 3.0“ braucht, die „Genossen Vasallen“, nämlich, nicht mehr! 99.999% werden von der Neuen Machtmatrix erfasst. Da sind die meisten Trittbrettfahrer nicht mehr dabei! Bei der konzipierten Diktatur werden die Pfaffen und IM´s arbeitslos. Beichte und Überwachung macht, dann, „Big Brother“ selbst!
    Die industrielle Revolution 4.0 wird noch ein Paar „Gecks“ draufhaben. 20/30% der jetztigen Bevölkerung (Harz IV + Co.) braucht`s nimmer. Die Roboter übernehmen. Warum sollte auch die absolute Elite/Dominanz (0,001%), all diese, weiter, durchfüttern!
    Da die große Mehrheit der Wahlbürger, eh nicht kapiert, was läuft, hatten wir die „Qualitative Demokratie“, mit Mehrstimmenwählrecht entwickelt. Ca 20% hätten 80% der Stimmen und wäre mit Sicherheit die bessere Alternative, als von 0,001% kommandiert zu werden. „ABER, das geht ja doch garnicht“! Wer nicht hören will, muß fühlen! Wer zu spät kommt, bestraft das Leben.

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Europa

ifo Index mit zweitem Rückgang in Folge – Lage ok, Erwartungen schwächer

Markus Fugmann

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am

Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für November veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,7 (Prognose war 90,1; Vormonat Oktober war 92,7) – das ist der zweite Rückgang in Folge nach zuvor fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,0 (Prognose war 87,0; Vormonat war 90,3)

– Erwartungen: 91,5 (Prognose war 93,5; Vormonat war 95,0)

Dazu Wohlrabe von ifo: Dienstleistungssektor spürbar schwächer, Industrie hat sich Abwärtsentwicklung entgegen gestemmt, Handel schwächer

Hier die Pressemitteilung des ifo:

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindikator merklich nachgegeben. Er liegt erstmals seit dem Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung hat sich deutlich eingetrübt. Zudem blicken erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe sind regelrecht abgestürzt.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht nachgegeben. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.“

Der ifo Index ist das wichtgiste deutsche Konjunkturbarometer

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanager – Lage mau, aber Optimismus wegen Impfstoff

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für November) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 52,0 (Prognose war 50,4; Vormonat war ,)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,9 (Prognose war 56,5; Vormonat war 58,2)

Dienstleistung: 46,2 (Prognose war 46,3; Vormonat war 49,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 49,1 für Gewerbe (Prognose war 50,1; Vormonat war 51,3) und mit 38,0 für Dienstleistung (Prognose war 37,7; Vormonat war 46,5) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Wie erwartet wirkten sich die neuerlichen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie negativ auf die deutsche
Wirtschaft aus. Die aktuellen PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass der Servicesektor aktuell wieder so tief in der Krise steckt wie im Mai.
Die Widerstandskraft der Industrie, die vor allem von den Exportsteigerungen nach Asien profitierte, bekräftigt uns allerdings in der Annahme, dass ein möglicher Abschwung im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen dürfte als im ersten Halbjahr. Die positiven Nachrichten um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs verliehen der Stimmung unter den deutschen Unternehmen jedenfalls Auftrieb, von denen viele jetzt auf eine Rückkehr zur Normalität in den nächsten zwölf Monaten hoffen. Dies dürfte auch den jüngsten Daten zum Arbeitsmarkt zu Gute gekommen sein, die zeigen, dass sich die Lage in der Industrie der Stabilisierung weiter angenähert hat und die Beschäftigung im Servicesektor weiter gestiegen
ist.“

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone dritten Monat in Folge in Deflation – Zweiteilung des Kontinents

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Die europäische Statistikagentur Eurostat hat heute die ausführlichen und endgültigen Ergebnisse für die Verbraucherpreise im Oktober veröffentlicht. Mit -0,3 Prozent im Jahresvergleich hängen sie nun den dritten Monat in Folge in der Deflation (Vormonate -0,3 Prozent und -0,2 Prozent). Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa zu großen Teilen eine Art Deflations-Abwehr darstellt. Wo einige Länder noch nicht den Euro haben, ist Inflation klar erkennbar – oft sogar mehr als deutlich. So hat die Gesamt-EU im Oktober auch einen Wert von +0,3 Prozent hingelegt. Man muss es sich mal vorstellen. Länder wie die Slowakei, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen liefern Steigerungen der Verbraucherpreise zwischen +1,6 Prozent und 3,8 Prozent (siehe rechter Teil der Grafik).

Grafik zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise pro Land

In den Details für die Eurozone sieht man: Die Verbraucherpreise für Lebensmittel legen zu, jetzt mit einer Steigerungsrate von +2,0 Prozent. Die Energiepreise ziehen mit -8,2 Prozent den Schnitt weiterhin kräftig nach unten. Aber auch die Dienstleistungen sind mit schuldig mit nur noch +0,4 Prozent, wo man noch im Juni Steigerungsraten über 1 Prozent sah. Hier schlägt wohl auch die deutsche Mehrwertsteuersenkung zu Buche, die seit Juli in Kraft ist. Aber abwarten. Ab Januar, wenn die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland wieder rückgängig gemacht wird, dürften die Verbraucherpreise wieder auf die Null-Linie kommen – auch für die Eurozone?

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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